Tragödie in Essen: Reifen von Notarzteinsatzfahrzeug wurde während der Reanimation zerstochen –– Patient stirbt

Symbolfoto: © burntimes

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Ein Unbekannter hat im Essener Stadtteil Steele am Donnerstagnachmittag gegen 16.50 Uhr den Reifen eines Notarztwagens im Einsatz zerstochen. Dadurch verzögerte sich die Rettung des Patienten. Der Notarzt- und der Rettungswagen waren zu einem medizinischen Notfall in das Dialysezentrum am Kaiser-Wilhelm-Platz gerufen worden. Der 81-jährige Patient wurde beim Eintreffen der Rettungskräfte von dem Personal der Praxis reanimiert. Beide Einsatzfahrzeuge wurden unmittelbar vor dem Gebäude abgeparkt. Nach etwa einer halben Stunde war der Patient transportfähig. Ein Feuerwehrmann wollte die Trage holen und bemerkte, dass ein Reifen des Notarztwagens platt war. Eine Einstichstelle war am Mantel des Reifens deutlich zu erkennen.

Weil das beschädigte Notarztfahrzueg hinter dem Rettungswagen abgestellt war, blockierte es die Abfahrt des Rettungswagens und somit den Transport. Durch diesen Vorfall verzögerte sich der Abtransport des Patienten um etwa 10–15 Minuten, teilte die Polizei mit. Es musste ein weiterer Rettungswagen anrücken und das Material umgepackt werden.

Der Patient wurde unter Reanimation in ein nahegelegenes Krankenhaus transportiert, in dem er kurz darauf verstarb. Hinzugerufene Kräfte der Feuerwehr und Polizei kümmerten sich um das zurückgelassene beschädigte Fahrzeug. Die Kriminalpolizei hat Ermittlungen aufgenommen und den zerstochenen Reifen sowie die beiden Einsatzfahrzeuge sichergestellt. Der Kaiser-Wilhelm-Platz war zu dieser Uhrzeit sehr belebt. Zeugen, insbesondere die wartenden Taxifahrer, die Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten, sich unter der Rufnummer 0201/8290 bei der Polizei zu melden.

Die Polizei ermittelt nun, ob zwischen der Verzögerung durch den zerstochenen Reifen und dem Tod des Patienten ein Zusammenhang besteht.

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