Abi-Streich in Zülpich: 78 Schüler wurden verletzt

Symbolfoto: © burntimes

Am Freitag war der letzte Schultag für die Abiturienten im nordrhein-westfälischen Zülpich, die sich auf einen lustigen Abi-Streich freuten. Ein 19-Jähriger hatte am Freitagmorgen um kurz nach 8 Uhr einen Feuerlöscher vor dem Schulgebäude entleert. Zu diesem Zeitpunkt kamen viele Schüler gerade mit dem Bus an. Rund 80 Schüler wurden leicht verletzt und erlitten Reizungen der Augen und Atemwege. Um kurz nach 9 Uhr alarmierten Lehrkräfte der benachbarten Karl-von-Lutzenberger-Realschule die Rettungskräfte. Ein Notarzt sagte, dass das Pulver nicht giftig sei aber zu Reizungen der Atemwege und Augen führen kann.

Insgesamt rückten sechs Rettungswagen, drei Notärzte und ein Löschzug der Feuerwehr an. Drei Schüler wurden vorsorglich, aufgrund von Vorerkrankungen, im Krankenhaus untersucht. Der 19-jährige Abiturient, der den Feuerlöscher entleerte, gab später zu, großen Mist gebaut zu haben. Er hat sich unmittelbar bei den Schülern entschuldigt.
Am Samstag werden die Zeugnisse überreicht. Der Übeltäter darf nach Angaben der Schulleiterin am Abi-Ball teilnehmen, weil er seinen Fehler sofort erkannt und die Verantwortung übernommen hat.

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Tragödie in Essen: Reifen von Notarzteinsatzfahrzeug wurde während der Reanimation zerstochen –– Patient stirbt

Symbolfoto: © burntimes

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Ein Unbekannter hat im Essener Stadtteil Steele am Donnerstagnachmittag gegen 16.50 Uhr den Reifen eines Notarztwagens im Einsatz zerstochen. Dadurch verzögerte sich die Rettung des Patienten. Der Notarzt- und der Rettungswagen waren zu einem medizinischen Notfall in das Dialysezentrum am Kaiser-Wilhelm-Platz gerufen worden. Der 81-jährige Patient wurde beim Eintreffen der Rettungskräfte von dem Personal der Praxis reanimiert. Beide Einsatzfahrzeuge wurden unmittelbar vor dem Gebäude abgeparkt. Nach etwa einer halben Stunde war der Patient transportfähig. Ein Feuerwehrmann wollte die Trage holen und bemerkte, dass ein Reifen des Notarztwagens platt war. Eine Einstichstelle war am Mantel des Reifens deutlich zu erkennen.

Weil das beschädigte Notarztfahrzueg hinter dem Rettungswagen abgestellt war, blockierte es die Abfahrt des Rettungswagens und somit den Transport. Durch diesen Vorfall verzögerte sich der Abtransport des Patienten um etwa 10–15 Minuten, teilte die Polizei mit. Es musste ein weiterer Rettungswagen anrücken und das Material umgepackt werden.

Der Patient wurde unter Reanimation in ein nahegelegenes Krankenhaus transportiert, in dem er kurz darauf verstarb. Hinzugerufene Kräfte der Feuerwehr und Polizei kümmerten sich um das zurückgelassene beschädigte Fahrzeug. Die Kriminalpolizei hat Ermittlungen aufgenommen und den zerstochenen Reifen sowie die beiden Einsatzfahrzeuge sichergestellt. Der Kaiser-Wilhelm-Platz war zu dieser Uhrzeit sehr belebt. Zeugen, insbesondere die wartenden Taxifahrer, die Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten, sich unter der Rufnummer 0201/8290 bei der Polizei zu melden.

Die Polizei ermittelt nun, ob zwischen der Verzögerung durch den zerstochenen Reifen und dem Tod des Patienten ein Zusammenhang besteht.

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