Nigeria: Über 200 Tote nach Einsturz von Kirche

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

Ein Gottesdienst in einer erst halb fertigen Kirche in Südost-Nigeria endete am Samstagnachmittag in einer Katastrophe. Die Kirche in Uyo im Bundesstaat Akwa Ibom stürzte aus noch unbekannter Ursache rund 30 Minuten nach Beginn eines Gottesdienstes ein. Zunächst stürzte das Dach ein und kurz darauf das ganze Gebäude. Zwei schwere Kräne wurden eingesetzt, um Teile der Dachkonstruktion anzuheben und zu weiteren Opfern zu gelangen. Über 200 Menschen starben. Die Leichen wurden zunächst in die Leichenhallen eines Krankenhauses gebracht. Viele Gottesdienstbesucher wurden von der schweren Dachkonstruktion regelrecht zerquetscht und starben noch bevor Rettungskräfte am Unglücksort eintrafen. Unter den Toten befanden sich auch Regierungsvertreter, die als Gäste eingeladen wurden. In der neu gebauten Kirche sollte Platz für mehrere tausend Menschen sein.

Der Gouverneur der betroffenen Provinz Akwa Ibom war selbst als Ehrengast in der ersten Reihe des Gottesdienstes dabei. Er kam mit dem Schrecken davon und schrieb im sozialen Netzwerk Facebook, dass es sich um das schockierendste Ereignis in der Geschichte des Bundesstaates handelt. Die betroffene Kirche gehört zur evangelischen The Reigners Bible Church International.

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Nigeria: Mindestens 30 Tote bei Selbstmordanschlag durch Schülerinnen

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Mindestens 30 Menschen sind bei zwei Selbstmordanschlägen in Nigeria getötet worden und 57 weitere wurden bei dem Angriff am Freitag verletzt. Zwei Schülerinnen sprengten sich inmitten eines beliebten Marktes in Madagali in die Luft. Das Militär machte bereits die Terrorgruppe Boko Haram für die Tat verantwortlich. Die radikalisierte Gruppierung kämpft seit Jahren für einen islamistischen Gottesstaat im Nordosten Nigerias. Boko Haram hat in den letzten Jahren tausende Menschen getötet und Hunderte verschleppt, darunter zahlreiche Schülerinnen. Mehr als zwei Millionen Menschen sind vor der den Extremisten geflohen.

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Entführte Mädchen in Nigeria: Hoffnung nach zwei Jahren

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

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Vor zwei Jahren wurden in Nigeria 276 Schülerinnen entführt. Am Donnerstag tauchte ein Lebenszeichen einiger vermisster Schülerinnen auf. Der amerikanische Fernsehsender CNN strahlte ein Video aus, in dem 15 verschleierte Mädchen zu sehen waren. Bei ihnen soll es sich um Opfer der Entführung vor zwei Jahren handeln. Einige Angehörige erkannten die Schülerinnen in der Aufnahme wieder. Die Mädchen sagen in dem Video ihren Namen und teilen mit, dass sie 2014 verschleppt wurden und dass es ihnen gut geht. Als Datum der Aufzeichnung nennen sie den 25. Dezember 2015. Der Fernsehsender CNN hatte das Video von der nigerianischen Regierung erhalten.

Es scheint Verhandlungen über eine mögliche Freilassung der entführten Schülerinnen zu geben oder zumindest gegeben zu haben. Fakt ist aber, dass Nigeria, was die Freilassung oder Befreiung der Mädchen angeht, auch zwei Jahre nach der Entführung noch immer keinen Schritt weiter gekommen ist.

Die Boko-Haram-Kämpfer hatten am Abend des 14. April 2014 insgesamt 276 Mädchen aus einer staatlichen Schule verschleppt. Lediglich 57 Mädchen gelang die Flucht, 219 werden noch heute vermisst. Ein Angehöriger sagte, dass die Veröffentlichung des Videos ihnen Kraft gibt und sie jetzt daran glauben können, dass die verschleppten Schülerinnen am Leben sind. Das letzte Video wurde im Mai 2014 veröffentlicht. Seit dem gab es keinerlei Lebenszeichen mehr. Habiba Balogun von der Kampagne „Bring Back Our Girls“ sagte, dass das Video der Beweis dafür ist, dass die Entführung tatsächlich stattfand.

Am zweiten Jahrestag der Entführung gingen zahlreiche Menschen auf die Straße, um Mahnwachen und Demonstrationen abzuhalten. In der Hauptstadt Abuja gingen hunderte Menschen auf die Straße, um die Freilassung der Schülerinnen zu fordern. Die Sekte Boko Haram kämpft sei Jahren für die Errichtung eines islamischen Gottesstaats. Mindestens 20.000 Menschen wurden in dem Konflikt bis heute getötet. Boko Haram verschleppte über die Jahre tausende Mädchen und Frauen, um sie als Sexsklavinnen oder als Selbstmordattentäterinnen zu missbrauchen. Die extremistische Boko-Haram-Gruppe steht seit sechs Jahren für extreme Gewalt. Boko Haram ist ein Ableger des Terrornetzwerkes Al-Kaida.

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Nigeria: 22 Menschen starben bei Angriff auf Moschee

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

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In Nigeria haben sich am Mittwoch zwei Selbstmordattentäterinnen in der Stadt Maiaugur in die Luft gesprengt. Mindestens 22 Menschen kamen dabei ums Leben, 40 weitere Menschen erlitten zum Teil schwere Verletzungen. Eine der Terroristinnen zündete ihren Sprengstoffgürtel in einer Moschee, während des Morgengebets am Mittwoch. Eine zweite Attentäterin zündete ihren Sprengstoffgürtel kurz darauf, etwa 50 Meter von der Moschee entfernt. Bisher bekannte sich noch niemand zu der Tat. Die Selbstmordanschläge tragen aber die Handschrift der Boko-Haram-Sekte. Die extremistische Boko-Haram-Gruppe steht seit sechs Jahren für Gewalt. Boko Haram ist ein Ableger des Terrornetzwerkes Al-Kaida. Die Terroristen greifen immer wieder Busbahnhöfe, Märkte, Moscheen und Kirchen an. Die Gruppe wurde durch verschärfte Interventionen der Nachbarländer etwas geschwächt. Trotzdem verübt die Terroristengruppe weiterhin blutige Anschläge. Die Boko-Haram-Terroristen setzen sich für die Einführung der Scharia in ganz Nigeria und das Verbot westlicher Bildung ein. Boko Haram ist bekannt für die Ermordung von Christen und Muslimen. Berichte aus dem März 2015 belegen, dass sich Boko Haram der Terror-Miliz Islamischer Staat (IS) angeschlossen hat. Seit 2009 ist die Gruppe für den Tod von mehr als 14.000 Menschen verantwortlich.

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Sie suchten Schutz und Halt: 58 Tote bei Doppelanschlag auf Flüchtlingscamp

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

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Im nördlichen Bundesstaat Borno in Nigeria ist am Mittwoch ein Flüchtlingscamp von Terroristen angegriffen worden. Mindestens 58 Menschen kamen ums Leben. Sie suchten Schutz und Halt vor den Boko-Haram-Terroristen und wurden Ziel eines Selbstmordanschlags dieser Terroristengruppe. Zwei Frauen sprengten sich inmitten des Flüchtlingscamps in die Luft und rissen mindestens 58 Menschen mit in den Tod. Eine dritte Selbstmordattentäterin machte einen Rückzieher, weil sich auch ihre Familie in dem Camp befindet. Rund 80 Menschen erlitten Verletzungen. Möglicherweise war der Doppelanschlag eine Racheaktion für die Angriffe der nigerianischen Armee auf drei Dörfer in der vergangenen Woche. Bei den Angriffen auf die Hochburgen von Boko Haram kamen dutzende Terroristen ums Leben.

Zur Zeit hält sich Bundespräsident Joachim Gauck in Nigeria auf. Am Mittwochnachmittag besuchte er ein Flüchtlingslager in Abuja.

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Nigeria: Bis zu 100 Tote nach Gasexplosion

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

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In Nigeria sind bei der Explosion einer Gasanlage im Süden des Landes zahlreiche Menschen ums Leben gekommen. Die Regierung sprach zunächst von dutzenden Todesopfern. Die Medien gehen von bis zu 100 Toten aus. Das Inferno ereignete sich an Heiligabend. Zahlreiche Menschen hatten sich vor einem mit Gas gefüllten Tankwagen versammelt, um Gasflaschen zu befüllen. Dabei kam es zur Explosion, weil der LKW-Fahrer die vorgeschriebene Abkühlphase nicht einhielt und selbst löschte. Augenzeugenberichten zufolge konnten sich die Rettungskräfte dem Unglücksort nicht sofort nähern, weil die von dem Feuer ausgehende Hitze zu stark gewesen sei. Die Feuerwehr konnte den Brand erst nach einigen Stunden löschen. Die Regierung bestätigte, dass sich das Unglück beim Abfüllen eines Tanklastwagens auf einem Industriegelände ereignete. Unter den Toten befinden sich Menschen, die ihre Gasvorräte auffüllen wollten. Die Flammen hatten auch auf Häuser übergriffen und insgesamt 50 Autos zerstört.

Nigerias Präsident Muhammadu Buharis sagte, dass die Toten und Verletzten in seinem Herzen und seinen Gebeten sind.

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Nigeria: Dutzende Tote bei Bombenanschlägen auf Busbahnhöfe

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

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An zwei Busbahnhöfen sind in der nigerianischen Stadt Gombe Bomben explodiert. Hinter den Anschlägen wird die Islamistengruppe Boko Haram vermutet. Ein Händler berichtete, dass sich die erste Explosion gegen 19.30 Uhr Ortszeit am Eingang des Busbahnhofs Dadin Kowa ereignete. Rund 20 Minuten später detonierte eine weitere Bombe an der Dukku-Busstation. Ein Polizeisprecher bestätigte den Anschlag. Die örtlichen Rettungskräfte berichteten von mindestens 29 Toten. Augenzeugenberichten zufolge starben jedoch über 40 Menschen. Erst in der letzten Woche hatte es in Gombe mehrere Bombenexplosionen auf einem Markt gegeben. Vergangene Woche starben dabei 49 Menschen. Bei den Opfern handelt es sich größtenteils um Menschen, die für das Fest zum Ende islamischen Fastenmonats Ramadan Einkäufe tätigten.

Die extremistische Boko-Haram-Gruppe steht in Nigeria seit sechs Jahren für Gewalt. Die Terroristen greifen immer wieder Busbahnhöfe, Märkte, Moscheen und Kirchen an. Die Gruppe wurde durch verschärfte Interventionen der Nachbarländer etwas geschwächt. Trotzdem verübt die Terroristengruppe weiterhin blutige Anschläge in Nigeria.

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Wahlen in Nigeria werden von technischen Problemen überschattet

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

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In Nigeria fanden am Samstag unter strengen Sicherheitsvorkehrungen die Präsidenten- und Parlamentswahlen statt. Knapp 70 Millionen Wahlberechtigte sind zu der Abstimmung in Westafrika aufgerufen worden. In Nigeria kommt es seit Jahren zu Anschlägen und Entführungen der Islamistengruppe Boko Haram. Am Samstag waren die Wahllokale geöffnet. Die Angst vor Anschlägen bestätigte sich. Obwohl die Wahl unter strengen Sicherheitsvorkehrungen stattfand, kam es in den Dörfern Birin Bolawa und Birin Fulani, im Nordosten von Nigeria, zu zwei Anschlägen mit mehreren Toten. Die Polizei versucht mit einer hohen Präsenz die verschiedenen Lager voneinander zu trennen. Bei der letzten Wahl 2011 waren bei Zusammenstößen mindestens 1.000 Menschen ums Leben gekommen.

Aufgrund mehrerer Pannen wurde die Wahl in einigen Bezirken auf Sonntag verschoben und am Samstagnachmittag abgebrochen. Journalisten berichteten von Verzögerungen in den Städten Kano, Lagos und Abuja. Hier trafen die Vertreter der Wahlkommission sowie das Material zu spät ein. In Nigeria konnten sich die Einwohner erstmals mit einem elektronischen Fingerabdruck für die Wahl registrieren. Santiago Fisas überwachte die Wahlen im Auftrag der Europäischen Union. Er sagte, dass das System zwar etwas umständlich sei aber gut funktioniere. In einigen Wahlbezirken scheint das registrieren der Fingerabdrücke jedoch Schwierigkeiten bereitet zu haben. Es gab nach Informationen der Wahlkommission Schwierigkeiten mit den Kartenlesegeräten, die zur Registrierung der Wähler eingesetzt wurden. Der genauen Umfang der Panne wurde nicht mitgeteilt, die Rede war von „vielen“ Orten.

Bei der Wahl in Nigeria zeichnet sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen dem christlichen Amtsinhaber Goodluck Jonathan und dem muslimischen Oppositionsführer Muhammadu Buhari ab. Buhari ist 72 Jahre alt und war früher Militärdiktator. Beobachter räumen ihm gute Chancen bei den Wahlen ein. Sollte der 57-jährige Jonathan unterliegen, wäre es der erste Wahlsieg der nigerianischen Opposition seit dem das Land 1999 zur Demokratie zurückkehrt ist. Goodluck Jonathan ging während seiner Amtszeit nie entschieden gegen die Terrorgruppe Boko Haram vor, die im Land Angst und Schrecken verbreitet. Mindestens 14.000 Menschen soll die Terrorgruppe getötet haben. Über 1,5 Millionen Menschen befinden sich auf der Flucht vor den Terroristen. Um in Nigeria die Präsidentschaftswahl für sich zu entscheiden, muss der Kandidat die absolute Mehrheit und auch mindestens 25 Prozent der Stimmen in zwei Dritteln der 36 Bundesstaaten des Landes gewinnen. Wenn keiner der beiden Kandidaten die nötige Mehrheit erreicht, kommt es in zwei Wochen zu einer Stichwahl. Außerdem wird auch noch ein neues Parlament gewählt.
Nigeria ist mit 173 Millionen Einwohnern das bevölkerungsreichste Land in Afrika.

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