Berlin/Bayern: Autos fahren in Menschengruppen – 15-jährige Schülerin stirbt

Symbolfoto: © burntimes

In Berlin und Bayern haben am Freitagabend zwei Autofahrer die Kontrolle über ihre Fahrzeuge verloren und sind anschließend in Menschengruppen gerast. In Garching an der Alz kam eine 15-jährige Schülerin ums Leben. Ein Auto war zuvor in der Nähe eines Freibades in eine Gruppe feiernder Jugendlicher gestürzt. Das Fahrzeug kam von einem Feldweg ab und stürzte anschließend eine rund sechs Meter tiefe Böschung hinab, teilte die Polizei mit. Das Auto landete unmittelbar am Ufer der Alz. Dort hatten zu dem Zeitpunkt fünf Jugendliche gefeiert. Zwei Jugendliche wurden unter dem Fahrzeug eingeklemmt und mussten von der Feuerwehr befreit werden. Ein 16-Jähriger wurde schwer verletzt und mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen. Der 27-jährige Autofahrer und seine vier Begleiterinnen wurden leicht verletzt. Warum der Fahrer die Kontrolle über den PKW verlor ist noch unklar und Bestandteil der eingeleiteten polizeilichen Ermittlungen.

Im Berliner Stadtteil Neukölln verlor ein Autofahrer nach einem missglückten Ausweichmanöver Freitagabend auf der Hermannstraße die Kontrolle über sein Fahrzeug und fuhr in eine Menschenmenge. Bei dem Unfall wurden insgesamt sechs Menschen verletzt, drei von ihnen schwer. Der 20-jährige Autofahrer war zum Unfallzeitpunkt betrunken und nicht im Besitz eines Führerscheins. Das Fahrzeug war auch nicht auf seinen Namen zugelassen, sodass keine Haftpflichtversicherung besteht.

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Dandy Diner in Berlin eröffnet: Polizei löste die Eröffnungsfeier auf

Symbolfoto: © burntimes

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Am Samstag hat in Berlin-Neukölln das vegane Schnellrestaurant Dandy Diner eröffnet. Betrieben wird das neue Schnellrestaurant in der Karl-Marx-Straße von den zwei Modebloggern von „Dandy Diary“, David Roth und Jakob Haupt. Hunderte Menschen versuchten vergebens in das Innere des überfüllten Imbisses zu gelangen. Der Andrang wurde so groß, dass die Polizei schließlich einschreiten musste. Während der Eröffnungsfeier ging es zu, wie bei beliebten Konzerten oder einem Schlussverkauf. Zunächst waren nach Angaben der Betreiber rund 300 Menschen anwesend. Später kamen immer mehr Menschen zum Schnellrestaurant.

Die Gäste wurden mit kostenlosen Getränken, fleischlosen Burgern und Live-Musik zu der Neueröffnung eingeladen. Nach rund einer Stunde kamen immer mehr Polizisten zu dem Restaurant und beobachteten die Lage zunächst. Zeitweilig standen bis zu 500 Menschen auf den Gehwegen, rund um das Schnellrestaurant. Nach Angaben der Betreiber warteten die Menschen, die aufgrund der Fülle das Schnellrestaurant nicht mehr betreten konnten, friedlich vor der Tür und feierten dort die Neueröffnung.

Die Polizei brach in Rücksprache mit den Betreibern das Neueröffnungs-Event gegen 22 Uhr kurzerhand ab. Alle Leuten mussten den Laden verlassen. Es durften nur noch ein paar Freunde der Betreiber bleiben. Die Polizei teilte den Betreibern mit, dass die Musik aus- und das Licht eingeschaltet werden muss, sonst würde eine Räumung drohen. Eine Stunde nach der Räumung ging die Party jedoch weiter. Zu der Neueröffnung wurde der Rapper Yung Hurn eingeladen, der extra aus Wien angereist war. Er trat schließlich hinter verschlossenen Türen auf und spielte bis morgens um 4 Uhr. Die Neueröffnung sorgte in Berlin für großes Interesse, obwohl es in der Hauptstadt bereits mehrere vegane Restaurants gibt.

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Berlin: Rechtsextremist uriniert auf Migrantenkinder in S-Bahn

Symbolfoto: © Rike  | pixelio.de

Symbolfoto: © Rike | pixelio.de

In Berlin hat sich, wie erst am Montag bekannt wurde, bereits am Samstagabend in einer S-Bahn ein rechtsextremistischer Zwischenfall im Bereich des Bahnhofs Frankfurter Allee ereignet. Zwei Männer aus Neukölln stiegen am S-Bahnhof Landsberger Allee in die S-Bahn ein und haben anschließend eine Frau und ihre beiden Kinder mit fremdenfeindlichen Sprüchen beleidigt. Anschließend hat einer der beiden Männer sich entblößt und in der S-Bahn auf die Kinder uriniert. Augenzeugen alarmierten über Notruf die Polizei. Die Täter konnten schnell ermittelt werden und an der Haltestelle Frankfurter Allee von der bereits wartenden Polizei festgenommen werden. Sie waren in der Vergangenheit bereits des öfteren durch rechtsextreme Straftaten aufgefallen, teilte die Bundespolizei mit. Die beiden 32- und 37-jährigen Männer wurden von der Polizei nach der Tat zunächst verhaftet. Nach der Feststellung der Personalien konnten die stark alkoholisierten Männer wieder gehen. Gegen sie wurden wegen Beleidigung, Körperverletzung und der Verwendung verfassungsfeindlicher Symbole Ermittlungen eingeleitet. Die Berliner S-Bahn reagierte auf den Vorfall und sprach gegen beide Männer ein einjähriges Beförderungsverbot aus. Das Unternehmen bedankte sich bei den Augenzeugen für ihren Einsatz.

Die Polizei sucht nun unter Hochdruck nach den Opfern. Es handelt sich um ein eine Frau mit zwei Kindern im Alter von etwa fünf und 15 Jahren, die aus Osteuropa kommen sollen. Sie verblieben nach dem Vorfall in der S-Bahn. Berlins Innensenator Frank Henkel meldete sich zu Wort und sagte, dass ihm der Kragen geplatzt sei, als er gelesen habe, dass so etwas mitten in der Stadt passiert sei.

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Berlin: Schwimmbad wurde nach Massen-schlägerei geschlossen

Symbolfoto:  © Rainer Sturm  | pixelio.de

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© Rainer Sturm | pixelio.de

Am Sonntagnachmittag um 17.15 Uhr alarmierte eine verantwortliche Fachangestellte für Bäderbetriebe die Polizei und teilte mit, dass es im Columbiabad zu einer Schlägerei mit mindestens 60 Beteiligten gekommen sei. Das war auch der Grund warum 6.000 Badegäste am Sonntagnachmittag das Schwimmbad verlassen mussten. Das Freibad wurde mit Hilfe der Polizei geräumt. Die Fachangestellten für Badebetriebe baten die Polizei um Unterstützung durch Lautsprecherdurchsagen. Die Beamten forderten schließlich alle Besucher zum Verlassen des Bades auf. Zunächst gerieten zwei Jugendliche im Columbiabad aneinander und beleidigten sich gegenseitig. Dann griffen immer mehr Badegäste ein. Innerhalb kürzester Zeit stritten und schlugen rund 60 Menschen gegenseitig aufeinander ein. Bevor die Polizei vor Ort war haben sich die am Streit beteiligen Badegäste bereits wieder über das Bad verteilt. Sie konnten nicht mehr ermittelt werden. Die Polizisten konnten dennoch einige Strafanzeigen wegen Landfriedensbruchs und Nötigung schreiben.

Am Montag blieb das Schwimmbad ebenfalls geschlossen. In der Nacht zu Montag hatten Unbekannte versucht in den Kassenraum des Columbiabads einzubrechen. Die Einbrecher scheiterten jedoch an ihrem Vorhaben. Am Dienstag soll das Bad wieder geöffnet werden.

In den Berliner Schwimmbädern im Stadtteil Neukölln kam es bereits in der Vergangenheit immer wieder zu eskalierenden Auseindersetzungen. Neben dem Columbiabad ist auch das Prinzenbad in Kreuzberg ein Brennpunkt. Die Berliner Bäderbetriebe setzen schon seit Jahren während des Badebetriebes Wachleute ein, die für die Sicherheit auf dem Gelände außerhalb der Schwimmbecken verantwortlich sind. Sie kontrollieren beim Einlass beispielsweise Taschen und Rucksäcke auf gefährliche Gegenstände wie Waffen und Messer. Hierfür sind im Columbiabad zwischen 18 und 24 Sicherheitsmitarbeiter verantwortlich. Alle Fachangestellten für Bäderbetriebe wurden in Berlin außerdem in Deeskalation geschult. Da auch Taschendiebstähle ein Thema sind, befinden sich auch Zivilpolizisten in Badehosen auf den Liegewiesen.

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