Myanmar: Mindestens 71 Tote nach Angriffen auf das Militär

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

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In Myanmar nimmt die Gewalt im Land immer weiter zu. Am Freitag griffen hunderte Mitglieder der muslimischen Minderheit der Rohingyas Polizei- und Militärposten im Süden des Landes an. Bis Freitagabend starben mindestens 71 Menschen, darunter auch zwölf Sicherheitskräfte, teilte die Regierung mit. In Myanmar werden die Rohingyas als illegale Einwanderer aus dem muslimischen Bangladesch angesehen. Bangladesch versetzte seine Grenzsoldaten aufgrund einer drohenden Fluchtwelle von Rohingyas in Alarmbereitschaft.

Die Rohingya sind eine muslimische Ethnie in Myanmar (Birma). Sie leben hauptsächlich im nördlichen Teil des an Bangladesch grenzenden Rakhaing-Staates (ehemals Arakan). In Myanmar leben heute etwa eine Million Rohingya. Die Rohingya werden in Myanmar offiziell nicht als eigenständige Bevölkerungsgruppe anerkannt. Von den Vereinten Nationen werden sie als die „am stärksten verfolgte Minderheit der Welt“ eingestuft. Als Staatenlose verfügen sie über keinerlei Rechte. Sie dürfen nicht wählen, haben keinen Zugang zu höherer Bildung und eine offizielle Ausreise wird ihnen nicht gestattet. Auch innerhalb des Landes sind sie Reisebeschränkungen unterworfen. Ein Gesetz von 1982 verweigert den Rohingya die Staatsbürgerschaft und entsprechende Dokumente. Grundbesitz von Rohingyas wird beschlagnahmt und Privatbesitz zerstört oder gestohlen.

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Kontakt zu Flugzeug in Myanmar abgebrochen: Flugzeug mit 120 Menschen an Bord ist abgestürzt

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

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Vor der Küste von Myanmar ist am Mittwochmittag (Ortszeit) der Kontakt zu einem Militärflugzeug mit 120 Menschen an Bord abgebrochen. Das Flugzeug vom Typ Shaanxi Y-8 war auf dem Weg aus dem Süden von Myanmar, dem früheren Birma, in die ehemalige Hauptstadt Rangun. Teile des Flugzeugs wurden am Mittwochabend (Ortszeit) rund 220 Kilometer von der Hafenstadt Dawei in der Adamanensee aufgefunden. Das teilte ein Sprecher der Armee mit. An Bord des Flugzeugs befanden sich 14 Besatzungsmitglieder und 106 Passagiere. Es handelte sich bei den Insassen um Soldaten und Angehörige, darunter auch Kinder der Lufwaffenbasis in Myeik. Zum Zeitpunkt desUnglücks war das Wetter gut. Warum das Flugzeug plötzlich vom Radar verschwand ist noch unklar. Zu dem Zeitpunkt flog die Maschine in 5.500 Metern Höhe.

Ein Experte sagte, dass viele Flugzeuge in Myanmar alt und fehleranfällig seien. Die betroffene Maschine wurde in China 2016 erworben und hatte 809 Flugstunden absolviert.

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Birma: Mindestens 100 Menschen kommen bei einem Erdrutsch ums Leben

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

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Die Suche nach wertvollen Mineralien hat vielen Menschen in Myanmar das Leben gekostet. Bei einem Erdrutsch im Jademinen-Gebiet in Birma sind Behördenangaben zufolge mindestens 100 Menschen ums Leben gekommen. Zur Stunde werden noch über 200 Menschen vermisst – in einigen Fällen ganze Familien. Der Erdrutsch ereignete sich am Samstag in einer entlegenen Bergregion. Dort sind zahlreiche Rettungskräfte im Einsatz, um nach Vermissten zu suchen. Der Auslöser des Unglücks soll Regenwasser sein. Das Regenwasser hat den 300 Meter hohen Berg ins Rutschen gebracht. Bei den meisten Opfern soll es sich um Dorfbewohner handeln, die am Samstagmorgen einen großen Berg von Schutt und Müll nach wertvollen Mineralien durchsucht haben. Durch den Erdrutsch wurden unzählige Hütten von Wanderarbeitern zerstört. Die Abraumberge sind nur lose aufschüttet. Deshalb kommt es immer wieder zur Erdrutschen. In dem betroffenen Gebiet, an der Grenze zu China, lässt sich der Stein „Jade“ in höchster Qualität finden. Das Geschäft mit den Mineralien hat schon vielen Menschen das Leben gekostet. Unter den Toten befinden sich unregistrierte Bergarbeiter, die aus Verzweiflung und bitterer Armut ihr Leben riskiert haben. Das Land Myanmar ist eines der größten Exporteure von Jade. Mehr als 90 Prozent dieser Ware geht nach China.

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Kurswechsel: Indonesien und Malaysia wollen Flüchtlinge aufnehmen

Symbolfoto: © Initiative Echte Soziale Marktwirtschaft   | pixelio.de

Symbolfoto: © Initiative Echte Soziale Marktwirtschaft | pixelio.de

In Südostasien harren tausende Flüchtlinge unter menschenunwürdigen Bedingungen auf hoher See aus und warten auf Hilfe. Die Flüchtlinge haben zum Teil keine Nahrung, keine Hoffnung und kein Ziel. Bislang weigerten sich ihre Zielländer sie aufzunehmen. Am Dienstag und Mittwoch retteten indonesische Fischer knapp 450 Menschen aus Flüchtlingsbooten. Die örtliche Küstenwache hatte die Boote abgewehrt, nachdem in der vorletzten Woche über 1.000 Flüchtlinge in letzter Sekunde die Küsten von Indonesien und Malaysia erreicht hatten. Unter den Geretteten befanden sich auch Frauen und Kinder. Die Fischer teilten mit, dass die Menschen geschwächt und hungrig gewesen seien. Ein geretteter Flüchtling erklärte, dass der Motor des Schiffs ausgefallen war und der Kapitän anschließend von Bord geflüchtet sei. Das Schiff trieb manövrierunfähig vier Monate lang auf hoher See. Am Mittwoch teilten Indonesien und Malaysia mit, dass beide Länder ihren Kurs ändern und bereit seien mehrere tausend Bootsflüchtlinge an Land gehen zu lassen. Das gibt den Bootsflüchtlingen auf hoher See in Südostasien neue Hoffnung. Beide Länder kündigten übereinstimmend an ihnen zumindest vorübergehend Zuflucht und Schutz zu gewähren und ihnen humanitäre Hilfe anzubieten. Das teilte der malaysische Außenminister nach einem Gipfel zur Flüchtlingskrise mit. Er sprach von rund 7.000 Bootsflüchtlingen. Voraussetzung sei allerdings, dass die internationale Gemeinschaft innerhalb eines Jahres einen „Umsiedlungs- und Rückführungsprozess“ startet, sagte der malaysische Außenminister. Außerdem bat er um Finanzhilfen der internationalen Gemeinschaft. Auch andere Länder in der Region sind eingeladen sich Malaysia und Indonesien anzuschließen, sagte der Minister.

Bei den meisten Flüchtlingen handelt es sich um Angehörige der Rohingya – einer muslimischen Minderheit aus Myanmar. Sie leben dort hauptsächlich im nördlichen Teil des an Bangladesch grenzenden Rakhaing-Staates (ehemals Arakan). In Myanmar leben heute etwa eine Million Rohingya. Gemäß dem Staatsbürgerschaftsgesetz von 1982 gelten die Rohingya nicht als eine der 135 einheimischen Bevölkerungsgruppen und haben damit keinen Anspruch auf die myanmarische Staatsbürgerschaft. Diese Minderheit wird nach Angaben der Vereinten Nationen (UN) verfolgt. Außerdem kommen Migranten aus Bangladesch dazu, die versuchen der Armut in ihrem Land zu entkommen. Viele Flüchtlinge sind Opfer von Menschenschmugglern. Die Schmuggler locken die Menschen aus Myanmar und Bangladesch mit Versprechen wie einer sicheren Überführt nach Malaysia und Arbeitsstellen an. Die Menschen werden dann häufig als Geiseln genommen und in Dschungelcamps festgehalten.

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