Einreisestopp in den USA: Muslime und Schutzsuchende dürfen nicht mehr einreisen

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

In den USA wurde ein Einreisestopp für Muslime, die die USA besuchen wollen und Schutzsuchende verhängt. Weltweit stößt die Entscheidung von Donald Trump auf Kritik. Flüchtlingsorganisationen, Menschenrechtler und Politiker kritisierten den Einreisestopp. Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UN) forderte Trump auf, den Menschen, die vor dem Krieg fliehen, weiterhin die Einreise zu erlauben. Die Entscheidung hat ab sofort Gültigkeit. Es gibt bereits erste Berichte denen zufolge die ersten Personen auf den US-Flughäfen gestrandet sind und in Gewahrsam genommen wurden. Offiziellen Berichten zufolge handelt es sich um zwei Iraker, die zur Zeit auf dem New Yorker Flughafen festgehalten werden. Einer der Festgenommenen hatte in der Vergangenheit zehn Jahre lang im Irak für die US-Regierung gearbeitet. Der zweite sei in die USA geflogen, um bei seiner Frau und seinem Sohn zu sein. Anwälte haben sich bereits eingeschaltet und um sofortige Freilassung gebeten. Das Heimatschutzministerium meldete sich zu Wort und teilte mit, dass das Einreiseverbot auch für Menschen mit US-Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigung Gültigkeit hat. Auch Inhaber der Greencard sind betroffen, teilte eine Behördensprecherin mit. Die niederländische Fluggesellschaft KLM hat sieben Reisende mit dem Ziel USA von der Passagierliste streichen müssen.

Der Iran reagierte bereits auf den Einreisestopp und verhängte einen gegen US-Bürger. Das Land bezeichnete die Entscheidung als beleidigend. Der Erlass von Trump verstößt gegen internationales Recht, teilte der Iran mit.

Am Freitagabend (amerikanischer Zeit) hatte Trump mit Hilfe einer präsidialen Anordnung unter anderem die Einreise von Menschen aus muslimisch geprägten Ländern für 90 Tage gestoppt. Davon betroffen sind die Länder Irak, Iran, Libyen, Somalia, Sudan, Syrien und Jemen. Zusätzlich kürzte Trump die Aufnahme von Flüchtlingen von ursprünglich 110.000 auf 50.000 Menschen. US-Präsident Trump begründete die weitreichende Entscheidung damit, dass dadurch radikale islamische Terroristen aus den USA ferngehalten werden sollen.

Nigeria: Boko Haram tötet 65 Menschen

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

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Die Islamistenmiliz Boko Haram hat in Nigeria wieder einen blutigen Anschlag verübt. Zahlreiche Menschen wurden getötet. Armeeangaben zufolge griffen zahlreiche mit Schusswaffen und Sprengstoff bewaffnete Boko-Haram-Kämpfer am Samstagabend das Dorf Dalori an. Dalori liegt im Nordosten Nigerias. Die Terroristen brannten nahezu das gesamte Dorf nieder. Mindestens 65 Menschen sind bei dem Angriff ums Leben gekommen. Augenzeugenberichten zufolge wurden Kinder bei lebendigem Leib verbrannt. In den Straßen lagen viele verkohlte Leichen und viele Tote mit Schusswunden. Nach dem Angriff auf die Stadt hatten sich drei Selbstmordattentäter unter den Flüchtenden in die Luft gesprengt. Bei einem der Selbstmordattentäter handelt es sich um einen knapp zwölfjährigen Jungen. Erst am Sonntag kamen nigerianische Soldaten in das betroffene Dorf.

Die extremistische Boko-Haram-Gruppe steht seit sechs Jahren für Gewalt. Boko Haram ist ein Ableger des Terrornetzwerkes Al-Kaida. Die Terroristen greifen immer wieder Busbahnhöfe, Märkte, Moscheen und Kirchen an. Die Gruppe wurde durch verschärfte Interventionen der Nachbarländer etwas geschwächt. Trotzdem verübt die Terroristengruppe weiterhin blutige Anschläge. Die Boko-Haram-Terroristen setzen sich für die Einführung der Scharia in ganz Nigeria und das Verbot westlicher Bildung ein. Boko Haram ist bekannt für die Ermordung von Christen und Muslimen. Berichte aus dem März 2015 belegen, dass sich Boko Haram der Terror-Miliz Islamischer Staat (IS) angeschlossen hat. Ende Dezember kamen bei der Explosion einer Bombe in einer Moschee 20 Menschen ums Leben.

Mordprozess: Eltern töten 19-jährige Tochter, weil sie Sex vor der Ehe hatte –– Lebenslange Haftstrafen

Symbolfoto: © Thorben Wengert | pixelio.de

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Das Landgericht in Darmstadt hat ein streng religiöses Ehepaar zu lebenslanger Haft verurteilt. Der 52-jährige Vater und die 41-jährige Mutter haben den Mord ihrer 19-jährigen Tochter geplant und umgesetzt, hieß es in der Urteilsverkündung. Als Grund für die Ermordung ihrer Tochter gaben die Eltern, die in Darmstadt-Kranichstein lebten, an, dass ihre Tochter Sex mit ihrem Freund gehabt haben soll, ohne mit ihm verlobt gewesen zu sein. Für die Eltern lag damit ein ausreichender Grund vor ihre Tochter zu töten. Die Eltern stammen aus Pakistan und sagten vor Gericht aus, dass das Verhalten ihrer Tochter dem Weltbild widersprochen hat.

Die Staatsanwaltschaft hatte außerdem die absolute schwere der Schuld feststellen lassen. Das schließt eine vorzeitige Entlassung aus dem Gefängnis nach 15 Jahren aus. Die Angeklagten zeigten keinerlei Reue. Der muslimische Glaube betrachtet Sex vor der Ehe als schwerstes Vergehen. Der Vater hatte die Ermordung seiner 19-jährigen Tochter bereits am ersten Verhandlungstag gestanden. Er erwürgte seine Tochter im Schlaf. Seine Frau hatte zugesehen und sei auch vollkommen einverstanden gewesen. Nach dem Mord haben die beiden ihre Tochter weggebracht und in der Nähe ihrer Wohnung eine Böschung hinabgestoßen. Die Mutter sagte vor Gericht aus, dass sie überrascht über die Ermordung ihrer Tochter gewesen sei und gezwungen wurde beim „Beseitigen“ der Leiche zu helfen. Die Leiche der 19-Jährigen wurde im Januar an einem Parkplatz in der Nähe des Oberwaldhauses aufgefunden. Mit Hilfe des Rollstuhls der Großmutter soll die Leiche bewegt worden sein. Der ehemalige Freund der 19-Jährihgen soll einen westlichen Lebensstil pflegen.

Mali: Boko-Haram-Terroristen hatten 170 Geiseln im Radisson Hotel genommen – mindestens 27 Tote

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

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In der Hauptstadt von Mali hat sich am Freitag eine Geiselnahme im Radisson Hotel ereignet. Dabei hatten Boko-Haram-Terroristen bis zu 170 Menschen in ihrer Gewalt. Sicherheitskräfte stürmten schließlich das Hotel in Bamako. Mindestens 27 Menschen sollen bei der Geiselnahme ums Leben gekommen sein. Das Radisson Hotel in Bamako ist besonders bei Diplomaten und Touristen beliebt. Die malische Regierung teilte am Freitagabend mit, dass sich keine Geiseln mehr in der Gewalt von Geiselnehmern befinden. Franzosen sollen das Ziel des Angriffs gewesen sein. Die mutmaßlichen Geiselnehmer verschafften sich mit Autos, die ein diplomatisches Kennzeichen hatten, Zutritt in das Hotel. Bei zwei befreiten Geiseln soll es sich um Deutsche handeln. Die Behörden in Mali teilten mit, dass zehn schwer bewaffnete Terroristen in das Hotel gewaltsam eingedrungen seien. Die Boko-Haram-Terroristen bekannten sich zu der Geiselnahme und forderten die Freilassung mehrerer islamistischer Kämpfer aus den Gefängnissen von Bamako. In Mali befinden sich derzeit etwa 200 Bundeswehrsoldaten.

Die extremistische Boko-Haram-Gruppe steht seit sechs Jahren für Gewalt. Boko Haram ist ein Ableger des Terrornetzwerkes Al-Kaida. Die Terroristen greifen immer wieder Busbahnhöfe, Märkte, Moscheen und Kirchen an. Die Gruppe wurde durch verschärfte Interventionen der Nachbarländer etwas geschwächt. Trotzdem verübt die Terroristengruppe weiterhin blutige Anschläge. Die Boko-Haram-Terroristen setzen sich für die Einführung der Scharia in ganz Nigeria und das Verbot westlicher Bildung ein. Boko Haram ist bekannt für die Ermordung von Christen und Muslimen. Berichte aus dem März 2015 belegen, dass sich Boko Haram der Terror-Miliz Islamischer Staat (IS) angeschlossen hat.

Islamischer Staat kreuzigte während des Ramadans 94 angebliche Fastenbrecher

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

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Der Islamische Staat (IS) hat in Syrien während des Fastenmonats Ramadan 94 angebliche Fastenbrecher ausgepeitscht und gekreuzigt. Während des Fastenmonats dürfen gläubige Muslime von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang weder essen, trinken noch rauchen. Die 94 Fastenbrecher sollen nach Angaben des IS tagsüber etwas gegessen haben. Die Opfer wurden an zentralen Plätzen in Eisenkäfige gesperrt, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Unter den gekreuzigten befanden sich nach Angaben der Organisation auch mindestens fünf Kinder. Die IS-Terroristen drohten den Einwohnern auf Schildern, dass jeder gekreuzigt und mit 70 Peitschenhieben bestraft wird, der das Fasten im Ramadan nicht einhält. Die Terrormiliz IS kontrolliert nach wie vor im Norden und Osten von Syrien große Teile des Landes, unter anderem auch die Stadt Al-Rakka. In dieser Woche endet der Ramadan.