Mühlheim: Mann wird auf seiner Terrasse niedergestochen

Symbolfoto: © Paul-Georg Meister | pixelio.de

Im nordrhein westfälischen Mühlheim wurde am Samstagabend ein 48-jähriger Mann gegen 22 Uhr auf seiner Terrasse im Roßkothenweg überfallen und hinterrücks niedergestochen. Um 22.30 Uhr ging ein Notruf bei der Polizei ein. Der Mann wurde dabei lebensgefährlich verletzt und liegt im Koma, teilte die Polizei mit. Eine Notoperation rettete sein Leben. Die Beamten suchten unter anderem mit einem Polizeihubschrauber nach dem Täter. Am Sonntag wurde ein Tatverdächtiger in seiner Wohnung in Essen-Kettwig festgenommen. Der Tatort befindet sich unmittelbar am Flughafen von Mühlheim. Das Motiv ist noch unklar. Eine Mordkommission hat Ermittlungen eingeleitet.

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Mühlheim: Personenrettung im drei Grad kalten Wasser der Ruhr – Passanten retten Frau das Leben

Symbolfoto: © burntimes.com

Am Sonntag um 17.36 wurde der Leitstelle der Feuerwehr Mülheim an der Ruhr über den Notruf 112 eine Person in der Ruhr in Höhe der Schloßbrücke gemeldet. Von der Feuer- und Rettungswache 1 in Broich rückten unmittelbar der Wasserrettungszug, Führungsfahrzeuge und der Rettungsdienst der Feuerwehr zur Einsatzstelle aus. Darüber hinaus wurde die DLRG alarmiert.

Vor Ort waren zu diesem Zeitpunkt bereits zwei Mitarbeiter des Mülheimer Stadtmarketing und Tourismus und ein weiterer Besucher der dortigen Veranstaltung in die Ruhr gesprungen und hatten die im Wasser befindliche Person an das Ufer gerettet. Bei Eintreffen der Kräfte wurde die Person unmittelbar an den Rettungsdienst übergeben und zunächst vor Ort behandelt. Da im dortigen Uferbereich eine circa zwei Meter hohe Mauer die schonende Rettung behinderte wurde das bereits zu Wasser gelassene Rettungsboot der Feuerwehr zum Patiententransport an das gegenüberliegende Ufer benutzt. Ein Rettungswagen brachte die Person anschließend in ein Krankenhaus. Einer der Ersthelfer wurde ebenfalls mit Verdacht auf Unterkühlung behandelt und vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht. Da bereits die Dämmerung eingesetzt hatte wurde die Einsatzstelle von der Schloßbrücke ausgeleuchtet. Die DLRG unterstützte die Rettungsmaßnahmen.

Die Feuerwehr dankt den Ersthelfern für ihren selbstlosen Einsatz, weist aber auf die Gefahren der Unterkühlung in dem momentan nur drei Grad kalten Wassers der Ruhr hin.

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Bombenentschärfung: 20.000 Menschen müssen in Köln ihre Häuser verlassen

Symbolfoto: © Thorben Wengert  | pixelio.de

Symbolfoto: © Thorben Wengert | pixelio.de

Es handelt sich um die größte Evakuierung in Köln seit der städtischen Nachkriegsgeschichte. Aufgrund der Entschärfung einer 20-Zentner-Weltkriegsbombe müssen am Mittwoch 20.000 Menschen ihre Häuser verlassen. Die Evakuierung beginnt Mittwochmorgen um 9 Uhr. Das Ordnungsamt wird gemeinsam mit der Polizei mit der Sperrung von Straßen beginnen. Während der Entschärfung wird auch die Rheinschifffahrt den Bereich rund um die Mülheimer Brücke nicht passieren können. Auch der Luftraum wird während der Entschärfung kurzzeitig gesperrt. Für Fußgänger und Radfahrer wird die Mülheimer Brücke bereits ab den Mittagsstunden gesperrt. Für die Stadtbahnlinien 13 und 18 und die Buslinie 140 der Kölner-Verkehrs-Betriebe (KVB) wird es Änderungen geben. Fahrgäste werden gebeten sich über Änderungen direkt bei den KVB und den elektronischen Anzeigetafeln zu informieren. Wegen der vielen Krankentransporte und den Fahrten von Einsatzkräften und Sperrungen wird es am Mittwoch bereits ab den frühen Morgenstunden im gesamten Stadtgebiet zu Behinderungen kommen. Für die Anwohner werden die Räumlichkeiten des Bistros „Le Buffet“ Bezirksrathaus Mülheim am Wiener Platz und im linksrheinischen Bereich das Bundesverwaltungsamt in der Barbarastraße 1a zur Verfügung gestellt.

Am Nachmittag soll die Bombe entschärft werden. Die Entschärfung der Bombe wird dadurch erschwert, dass sich die Bombe tief in der Erde befindet. Die Evakuierung betrifft die Stadtteile Riehl und Mühlheim. In beiden Stadtteilen ist aufgrund der Entschärfung mit erheblichen Verkehrsbehinderungen zu rechnen. Der Blindgänger wurde bei den Vorarbeiten für eine Fernwärmeleitung in etwa fünf Metern Tiefe entdeckt. Eine Luftbildauswertung hatte im Vorfeld der Bauarbeiten keinerlei Hinweise auf mögliche Bombenblindgänger ergeben. Daraufhin machten sich Experten vom nordrhein-westfälischen Kampfmittelbeseitigungsdienstes Rheinland auf den Weg nach Köln und untersuchten das Gelände. Sie fanden schließlich im letzten Jahr in der Nähe der 20-Zentner-Bombe zwei Blindgänger. Es handelte sich um Blindgänger der gleichen Bauart. Beide wurden entschärft. Im aktuellen Fall kann die Bombe nicht einfach so entschärft werden. Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes teilten mit, dass ein großes Loch mit großen Böschungen gegraben werden musste. Die Böschungen dienen wie der Evakuierungsradius von 1.0000 Metern rund um die Fundstelle der Sicherheit der Bevölkerung. Neben den Häusern und Wohnungen werden ab Mittwochfrüh um 6 Uhr auch Alten- und Pflegeheime der Sozialbetriebe Köln evakuiert. 600 der insgesamt 1.300 Patienten können nur liegend transportiert werden.

Der Kampfmittelbeseitigungsdienst möchte die Bombe am Mittwoch noch vor Beginn des Feierabendverkehrs entschärfen, hieß es am Dienstagabend. An der Evakuierung beteiligen sich neben den Städtischen Ämtern auch die Feuerwehren, Rettungsdienste und andere Institutionen.

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