Mailand: Berlin-Attentäter Anis Amri wurde in Italien erschossen

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

Der Attentäter von Berlin ist tot. Der 24-jährige Tunesier wurde in der Nacht zu Freitag von italienischen Polizisten in Mailand erschossen. Anis Amri ging am frühen Freitagmorgen gegen drei Uhr über den menschenleeren Piazza Primo Maggio, der sich vor dem Bahnhof befindet. Der Mann befand sich auf dem Parkplatz eines Einkaufszentrums. Er fiel den beiden Polizisten auf, die Streife fuhren und ihn daraufhin kontrollieren wollten. Sie stoppten Amri, der mit einem Rucksack unterwegs war. Sie fragten ihn nach seinen Papieren. Als Antwort zog der junge Mann sofort eine Pistole und gab Schüsse ab. Ein 36 Jahre alter Beamter wurde an der Schulter getroffen. Sein 29-jähriger Kollege zog seine Dienstwaffe und schoss auf den Angreifer. Anwohner, die Schüsse hörten, alarmierten die Polizei. Am Freitagvormittag teilte schließlich das Innenministerium in Rom mit, dass es sich bei dem Mann um den LKW-Attentäter Anis Amri handelt und er bei dem Schusswechsel ums Leben kam.

Amri reiste nicht direkt von Berlin nach Italien. Er soll über Frankreich mit dem Zug gefahren sein. Das ging aus den Bahntickets hervor, die der Mann bei sich führte. Amri kannte Italien. Er war dort 2011 als Bootsflüchtling angekommen. Kurz darauf wurde er wegen Brandstiftung und schweren Diebstahls zu vier Jahren Haft verurteilt, die er absaß. Deshalb hatten die Behörden in Italien auch seine digitalen Fingerabdrücke gespeichert. Unklar bleibt was der Attentäter in Mailand wollte und ob er am Bahnhof in der Nacht jemanden treffen wollte.

Anis Amri tötete am Montagnachmittag einen polnischen LKW-Fahrer und lenkte am Montagabend seinen Lastwagen in den Berliner Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche. Elf Menschen starben.

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Berlin: Flüchtiger Amri saß am Steuer des LKW – Behörden hätten ihn fassen können

Symbolfoto: © burntimes

Die Großfahndung nach dem Tunesier Anis Amri läuft. Die Bundesanwaltschaft hat mit 100.000 Euro eine der höchsten Belohnungen aller Zeiten ausgesetzt. Die Spurenauswertung der Fahrerkabine ergab, dass es sich bei dem Täter um Anis Amri handelte. Seine Fingerabdrücke wurden dort gefunden. Ein Haftbefehl gegen ihn wurde am Donnerstag von der Bundesanwaltschaft erlassen. Die Ermittler haben Schwierigkeiten den Täter ausfindig zu machen und stehen vor mehreren Herausforderungen. Der erste Tatverdächtige wurde am Dienstagabend freigelassen – er war unschuldig. Kurz nach dem Anschlag wurde Anis Amri vor einer Berliner Moschee in Berlin-Moabit gefilmt.

Der flüchtige Anis Amri wurde aufgrund möglicher Anschlagspläne monatelang von der Berliner Polizei beobachtet. Er entwischte den Ermittlern immer wieder. Im September wurde die 24-Stunden-Observation schließlich beendet, weil nach Angaben der Berliner Staatsanwaltschaft „kein Anlass für eine weitere Verlängerung der Überwachung bestand“. Amri saß, bevor er 2015 illegal nach Deutschland kam, im sizilianischen Palermo schon vier Jahre im Gefängnis, weil er dort eine Schule angezündet hat. Bereits zu dem Zeitpunkt war klar, dass es sich bei ihm um einen radikalisierten Islamisten handelt. In Tunesien war der Berlin-Attentäter ebenfalls mit dem Gesetz in Konflikt geraten. Sein Vater sagte, dass er während seiner Abwesenheit wegen schweres Raubes zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt wurde. Seine Familie forderte ihn auf sich zu stellen.

Im August war er drei Tage lang in der Justizvollzugsanstalt Ravensburg inhaftiert. Es lag zu der Zeit kein strafrechtlicher Haftbefehl vor, jedoch eine Anordnung, die „Haft zur Sicherung der Abschiebung“ vorzunehmen. Am Montag, den 1. August wurde Anis Amri freigelassen, weil wichtige Papiere fehlten und eine Abschiebung ohne die fehlenden Papiere nicht möglich war, teilte das Justizministerium in Baden Württemberg mit.

Die Polizei fahndet öffentlich nach dem mutmaßlichen Täter. Anis AMRI ist 178 cm groß, wiegt circa 75 kg, hat schwarze Haare und braune Augen. Vorsicht: Er könnte gewalttätig und bewaffnet sein!

Bundesanwaltschaft und BKA bitten um Ihre Unterstützung: Wer kann Angaben zu gegenwärtigen oder früheren Aufenthaltsorten der Person machen?

Wenn Sie die gesuchte Person sehen, benachrichtigen Sie die Polizei. Bringen Sie sich selbst nicht in Gefahr, denn die Person könnte gewalttätig und bewaffnet sein!

Für Hinweise, die zur Ergreifung des Beschuldigten führen, ist eine Belohnung von bis zu 100.000 Euro ausgesetzt.

Hinweise bitte an das Bundeskriminalamt Tel.: 0800-0130110 (gebührenfrei), info@bka.de
oder an jede andere Polizeidienststelle.

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Dresden: Sprengstoff-Anschläge auf Moschee und Kongresszentrum

Symbolfoto: © burntimes

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Nur wenige Tage vor der zentralen Feier zum Tag der Deutschen Einheit, die dieses Jahr in Dresden stattfindet, wurden am Montagabend zwei Sprengstoffanschläge verübt. Die Sprengstoffanschläge haben einen fremdenfeindlichen Hintergrund. Die Polizei bestätigte, dass es sich um professionellen Sprengstoff handelte. Der erste Anschlag ereignete sich gegen 21.40 Uhr auf die Fatih-Moschee der türkisch-islamischen Gemeinde. Die Moschee veröffentlichte im sozialen Netzwerk Facebook am Dienstagmorgen gegen 0.50 Uhr Bilder, auf denen unter anderem die rußverschmierte Eingangstür zu sehen war. Kurz drauf explodierte, gegen 22.15 Uhr, auch am Kongresszentrum ein weiterer Sprengsatz. Menschen wurden bei beiden Explosionen nicht verletzt. Am Dienstag fanden in der Moschee die Feierlichkeiten zum zehnjährigen Bestehen der Deutschen Islamkonferenz statt.

Die Polizei versendete die Pressemitteilung erst am Dienstagmorgen um kurz nach acht Uhr. Die Polizei in Dresden begründete dieses Vorgehen mit der möglichen Verfolgung eines Täters. Die Generalstaatsanwaltschaft in Dresden hat Ermittlungen gegen Unbekannt eingeleitet. Bundesinnenminister Thomas de Maiziére verurteilte die Sprengstoffanschläge scharf.

Die Täter konnten bisher noch nicht ermittelt werden. Die Behörden sind jedoch in Alarmbereitschaft und bewachen alle islamischen Einrichtungen in Dresden verschärft. Die Feier zur Einheitsfeier am 3. Oktober soll aufgrund der Anschläge nicht eingeschränkt werden. Darauf verständigten sich die Behörden und die Polizei am Dienstag. Die Feierlichkeiten werden abgesichert, wie es noch nie zuvor der Fall war. Die dreitägigen Feierlichkeiten werden von bis zu 2.600 Polizisten begleitet. Zusätzliche Unterstützung erhalten die Beamten von Teilen der Eliteeinheit GSG9, die ebenfalls in Dresden vor Ort sein wird. Mehr als 1.400 Betonklötze sollen außerdem alle Zufahrtswege zum Veranstaltungsgelände blockieren, sodass es nicht zu einem Anschlag, wie im französischen Nizza kommen kann. Dort raste ein radikalisierter Mann am Abend des 24. Juli während eines Festaktes über die Strandpromenade durch die Menschenmenge und tötete dabei 80 Menschen.

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Saudi-Arabien: IS-Terroristen bekennen sich zu Anschlag auf Moschee

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

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Mindestens 15 Menschen sind am Donnerstag bei einem Selbstmordanschlag auf eine Moschee in Saudi Arabien ums Leben gekommen. Der Täter riss zwölf Polizisten und drei Angestellte der Moschee mit in den Tod. Zu dem Selbstmordanschlag bekannte sich ein unbekannter Ableger der Terroristenvereinigung Islamischer Staat (IS), namens Hidschas. Die Echtheit des Bekennerschreibens wird noch geprüft. Der Selbstmordattentäter hatte sich am Donnerstag in dem Ort Abha in die Luft gesprengt. Neun Menschen wurden zum Teil schwer verletzt. Die Moschee befindet sich auf einem Gelände der Anti-Terror-Einheit der saudi-arabischen Polizei. Der Anschlagsort befindet sich in der Grenzregion zum Jemen. Im Jemen ist Bürgerkrieg. Dort fliegt auch ein von Saudi-Arabien geführtes Militärbündnis seit März diesen Jahres Luftangriffe auf die schiitischen Huthi-Rebellen. Der Anschlag am Donnerstag galt offenbar den Sicherheitskräften.

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