Störung im Mobilfunknetz am Wochenende: Telekom sucht nach der Ursache

Symbolfoto: © FotoHiero | pixelio.de

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Am vergangenen Samstag gab es vielerorts kein Mobilfunknetz. Es war der größte Mobilfunk-Ausfall seit langem. Die Telekom versucht nun herauszufinden, warum das Netz nicht zur Verfügung stand. Es handelte sich um eine deutschlandweite Störung im Mobilfunknetz, teile die Telekom am Montag mit. Der Ausfall dauerte stundenlang an. In dieser Zeit konnten Telekom-Kunden über ihre mobilen Endgeräte weder telefonieren noch im Internet surfen. Zuletzt gab es eine Störung in einem solchen Ausmaß 2009. In der Nacht von Freitag auf Samstag sei es gegen ein Uhr morgens zu ersten Schwierigkeiten gekommen. Anschließend häuften sich die Beschwerden der Kunden immer weiter.

Erst am Samstagvormittag gegen 10.30 Uhr konnte die Störung behoben werden. Am Sonntag entschuldigte sich der Telekom-Sprecher bei allen Kunden. Das Netz der Telekom soll nicht gestört gewesen sein. Es handelte sich nach Angaben der Telekom, um ein Problem in der IT. Die Telekom prüft von einem Zentralrechner aus die jeweilige Sim-Karte vor jedem Verbindungsaufbau auf Gültigkeit. Dieses Einloggen in die zentrale Datenbank war am Samstag aus noch unklaren Gründen zeitweilig nicht möglich. Dadurch konnte keine Verifizierung durchgeführt werden und es erschien auf den Displays der Mobiltelefone die Meldung „Kein Netz“. Die Telekom kündigte am Montag an, dass der Fall genau analysiert wird. Unklar ist auch noch, warum sich nicht das sogenannte Back-up-Netz eingeschaltet hat. Die Telekom verwendet für den Notfall parallele IT-Systeme, die sich im Notfall automatisch einschalten. Das hat dieses Mal nicht geklappt. Der Telekom-Konzern stellte klar, dass es sich um keinen Hockerangriff von außen handelte, sondern um interne Schwierigkeiten.

Die ADAC-Pannenhilfe teilte mit, dass durch die Störung des Mobilfunknetzes am Samstag zwischen 2 Uhr und 10.30 Uhr rund 500 Pannenfälle nicht gemeldet werden konnten. Die Mitarbeiter der Straßenwacht waren aufgrund des Ausfalls nicht zu erreichen. Die Telekom ist der größte deutsche Mobilfunkanbieter mit 40 Millionen Kunden. Die Telekom ist auch dem Umsatz zufolge Marktführer in Deutschland, gefolgt von Vodafone.

Mobilfunkempfang: Ab 2018 soll es in Deutschland keine Funklöcher mehr geben

Symbolfoto: © FotoHiero  | pixelio.de

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Jeder kennt es vor allem von Autobahnen und Bahnstrecken: Für viele Deutsche gibt es nichts ärgerlicheres, als unterwegs im entscheidenden Moment keinen Handyempfang zu haben. Mit einer Änderung haben wahrscheinlich die wenigsten Deutschen gerechnet: Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt teilte am Sonntag mit, dass bis 2018 alle lästigen Funklöcher in Deutschland der Vergangenheit angehören werden. Bezahlen werden die anfallenden Kosten die Investoren, die ab Mittwoch Mobilfunkfrequenzen ersteigern. Am kommenden Mittwoch beginnt die Versteigerung von Mobilfunkfrequenzen. Die Anbieter, die ab kommenden Mittwoch Mobilfunkfrequenzen ersteigern, werden verpflichtet in leistungsfähigere Netze zu investieren und Bahnstrecken, Autobahnen und ländliche Gebiete mit schnellem, mobilen Internet zu versorgen. Dobrindt sagte: „Damit sei sichergestellt, dass bis 2018 alle lästigen Funklöcher geschlossen sind.“ Das Mindestgebot für Mobilfunkfrequenzen liegt aktuell bei 600 Millionen Euro.

Erneute Lawine in Nepal: 250 Vermisste

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

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Die Lage in Nepal ist nach wie vor lebensgefährlich. Am Dienstag hat sich im Ort Ghodatabela wieder eine Lawine gelöst und mehr als 250 Menschen unter sich begraben. Unter den Vermissten sollen sich viele Ausländer befinden. Der Gouverneur des betroffenen Rasuwa-Distrikts sagte, dass schlechtes Wetter und Regen die Rettungsmaßnahmen behindern. Am Mount Everest wurden mittlerweile alle Bergsteiger gerettet, die dort seit dem Erdbeben am Samstag festsaßen. Die Lawine hatte Teile des Basislagers zerstört. Mindestens 20 Bergsteiger kamen ums Leben, nachdem sich durch das Erdbeben Lawinen lösten. Es handelt sich um das schlimmste Unglück in der Bergsteiger-Geschichte am Mount Everest. Die Zahl der Todesopfer durch das schwere Erdbeben in Nepal ist inzwischen auf mehr als 5.000 angestiegen. Bis zum Dienstagabend wurden 5.057 Leichen geborgen. Die Regierung befürchtet, dass mehr als 10.000 Menschen ums Leben kamen. In Nepal wurde eine dreitägige Staatstrauer angeordnet. Das Erdbeben der Stärke 7,9 auf der Richterskala ereignete sich am Samstag und sorgte in und rund um die Hauptstadt Kathmandu für den Ausfall des Mobilfunks, des Stroms und zu zerstörten Wasserkraftwerken. Das Epizentrum des Bebens lag etwa 80 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Kathmandu. Das Erdbeben droht sich zur größten Katastrophe auszubreiten, die Nepal je getroffen hat. Von dem Erdbeben sind acht Millionen Menschen unmittelbar betroffen. Mehr als 1,4 Millionen Menschen benötigen Lebensmittelhilfen. Das UN-Kinderhilfswerk Unicef machte in diesem Zusammenhang darauf aufmerksam, dass über eine Million Kinder unter der Naturkatastrophe leiden. Viele von ihnen sind unterernährt.

Nepals Regierung räumte am Dienstag ein, trotz mehrerer Warnungen vor einem bevorstehenden schweren Erdbeben nicht ausreichend vorbereitet gewesen zu sein. In der Hauptstadt Kathmandu ist der Strom ausgefallen und die Wasserversorgung zusammengebrochen. Hiervon sind 2,5 Millionen Menschen betroffen. Der Flughafen der Stadt ist aufgrund der vielen Hilfslieferungen überlastet, sodass nicht alle Flugzeuge landen konnten.

Erdbeben in Nepal: Die Hilfe kommt kaum durch

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

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Der Flughafen von Nepal ist vollkommen überlastet und viele Straßen versperrt. Die Hilfe aus aller Welt kommt nur sehr langsam und schwer in Bewegung. Besonders schlecht kommen die Retter zu den entlegenen Erdbebengebieten. Dort sind zum Teil nach wie vor noch keine Rettungs- und Hilfsaktionen angelaufen. Der Premierminister flog mit einem Hubschrauber über die vom Erdbeben betroffenen Gebiete und forderte die Rettungskräfte dazu auf, sofort kleine Hubschrauber mit Hilfsgütern in die abgelegenen Regionen zu entsenden. In den bergigen Gebieten ist der Transport von Gütern immer eine Herausforderung. In den Straßen befinden sich Risse, die so breit wie Arme sind. Viele Straßen und Zufahrtswege sind nach dem Erdbeben unpassierbar. Im Katastrophengebiet kam es am Montag immer wieder zu Nachbeben.

Die Rettungskräfte im Erdbebengebiet liefern sich bei der Suche nach Überlebenden einen Wettlauf gegen die Zeit. Am Abend wurde mitgeteilt, dass inzwischen mehr als 4.000 Leichen geborgen worden sind. Es wurden mindestens 6.800 Menschen verletzt. Die Krankenhäuser sind überlastet und verfügen teils über unzureichende Medikamente und Blutkonserven. Viele Menschen müssen auf der Straße behandelt werden. Die Regierung forderte die Menschen in Nepal am Montag auf Blut zu spenden. Am Montag wurden in Nepal massenhaft Leichen verbrannt, um Seuchen zu verhindern. In der Hauptstadt Kathmandu gab es auch am Montag nur ganz vereinzelt Strom und Benzin. Die Menschen haben große Angst und sind zum Teil traumatisiert von den schrecklichen Ereignissen. Das Leid der Betroffenen ist riesig – viele haben alles verloren. Das Erdbeben der Stärke 7,9 auf der Richterskala ereignete sich am Samstag und sorgte in und rund um die Hauptstadt Kathmandu für den Ausfall des Mobilfunks, des Stroms und zu zerstörten Wasserkraftwerken. Das Epizentrum des Bebens lag etwa 80 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Kathmandu. Das Erdbebengebiet ist mit 6,6 Millionen Einwohnern das am dichtesten besiedelte Gebiet in Nepal. Am Montag wurden 82 Menschen aus dem Basislager des Mount Everest ausgeflogen. Dort kamen nach dem Erdbeben in einer Lawine mindestens 19 Bergsteiger ums Leben.

Tausende Häuser wurden durch das schwere Erdbeben zerstört. Viele Häuser sind einsturzgefährdet und dürfen nicht mehr betreten werden. Es ist zum Teil nicht möglich Hilfspakete aus der Luft abzuwerfen. Die Menschen haben vor weiteren Einstürzen und Nachbeben Angst. Hunderttauende Menschen verbringen die Nächte momentan auf der Straße.
Im Erdbebengebiet sind am Montag 400 Tonnen Material eingetroffen. Ein Flugzeug mit Hilfsgütern der Luftwaffe musste aufgrund der Überlastung des Flughafens umkehren.