Anschlag auf Militärbasis in Afghanistan: Mindestens 140 Soldaten starben

Symbolfoto: © burntimes.com

Verkleidete Taliban-Kämpfer haben am Freitag eine Militärbasis im Norden von Afghanistan angegriffen. Der afghanische Präsident sprach von einem feigen Angriff auf die militärische Basis in Balch und teilte mit, dass mindestens 140 Soldaten ums Leben kamen und 160 weitere zum Teil schwer verletzt worden sind. Die betroffene Provinz zählte lange Zeit zu einer der sichereren Provinzen in Afghanistan. Die Taliban-Kämpfer trugen Uniformen der afghanischen Soldaten. Zu Beginn des Angriffs zündeten die Taliban-Kämpfer am Haupteingang der Militärbasis eine Rakete. Anschließend erschossen zehn Taliban-Kämpfer Soldaten und Offiziere, die in einer Moschee auf dem Stützpunkt am Freitagsgebet teilnahmen. Danach wurde die Kantine angegriffen. Der Armee gelang es erst nach stundenlangen Feuergefechten die Militärbasis zurückzuerobern. Die Taliban-Terroristen teilten nach dem Anschlag mit, dass vier der Kämpfer früher als Soldaten auf dem Stützpunkt gedient haben und dadurch gute Ortskenntnisse hatten.

Bundeskanzlerin Angela Merkel bekundete ihr Mitgefühl. Seit die Nato ihren Kampfeinsatz 2014 in Afghanistan beendet hat, hat sich die Sicherheitslage im Land rapide verschlechtert. Der Kampfeinsatz wurde beendet und stattdessen ein Ausbildungsprogramm gestartet.

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Bundesstaat Texas: Zwei Tote bei Schüssen in US-Militärbasis

Symbolfoto: © O. Fischer | pixelio.de

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Im Bundesbundesstaat Texas hat es am Freitagmorgen (Ortszeit) zwei Tote bei auf dem Militärstützpunkt Lackland gegeben. Die Polizei geht zur Zeit davon aus, dass der Schütze Suizid beging und sich unter den Toten befindet. Ein terroristischer Hintergrund konnte von den Beamten ausgeschlossen werden. Es handelte sich den Ermittlungen zufolge um eine gezielte Tötung. Bei dem Täter handelte es sich um einen Piloten. Er erschoss den Kommandeur der Ausbildungsstaffel. Bei ihm könnte es sich um seinen Vorgesetzten gehandelt haben. Die Polizisten stellten insgesamt zwei Waffen sicher. Nach der Tat wurde die Militärbasis großräumig abgeriegelt.

Der oberste Befehlshaber des Stützpunktes wollte aufgrund der laufenden Ermittlungen zunächst keine Angaben machen. Die Tat ereignete sich in einem Gebäude des Stützpunktes, in dem sich Unterrichtsgebäude und Büros befinden. Auf dem betroffenen Stützpunkt arbeiten rund 8.000 Menschen.

Im Jahr 2009 ereignete sich in der ebenfalls texanischen Militärbasis Fort Hood eine folgenschwere Schießerei. Ein Militärpsychiater hatte auf dem Stützpunkt aus radikalen Motiven insgesamt 13 Menschen getötet.

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