Flughafen BER: Rohre zu dünn – Bau verzögert sich noch einmal

Symbolfoto: © Willfahrt | pixelio.de

Die Eröffnung des neuen Berliner Flughafens BER verzögert sich ein weiteres Mal. Der Grund dafür ist, dass zwei Kilometer Wasserrohre in einem Terminal ersetzt werden müssen, weil die Rohre zu dünn sind. In diesem Zusammenhang müssen hunderte elektronische Türen neu angeschlossen werden, weil diese sich nicht ordnungsgemäß öffnen. Die neuen technischen Schwierigkeiten verzögern die Eröffnung des Flughafens BER um weitere vier bis sechs Monate. Das teilte Berlins regierender Bürgermeister Michael Müller als Aufsichtsratschef am Mittwoch mit. Ein neuer Eröffnungstermin wurde am Mittwoch nicht bekanntgegeben. Die Finanzierung der Baustelle ist bis 2018 gesichert. Der Flughafenchef konnte am Mittwoch noch nicht sagen, wie viel Arbeit der Austausch der Rohre mit sich bringt. Bei den Türen muss die Elektronik nicht ausgetauscht werden, sondern die bestehenden Anschlüsse in den Schaltschränken neu gesteckt werden. Anschließend muss jede einzelne Tür kontrolliert werden – das dauert Monate, hieß es am Mittwoch.

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Berlin: Der stasibelastete Staatssekretär Holm soll entlassen werden

Symbolfoto: © Thorben Wengert | pixelio.de

Sechs Wochen nach dem Start der Rot-Rot-Grünen Regierung in Berlin droht die erste Regierungskrise. Der parteilose Staatssekretär Andrej Holm hat falsche Angaben über seine Vergangenheit bei der Stasi gemacht. Er hatte bei der Staatssicherheit (Stasi), der ehemaligen DDR gearbeitet. Das hatte Holm bereits 2007 zugegeben. Am Samstag kündigte Berlins regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) die Entlassung des Staatssekretärs an. Der Linke-Landesverband teilte mit, dass die Äußerung von Michael Müller nicht mit ihnen abgesprochen war und außerhalb des abgesprochenen Verfahrens liegt. Rot-Rot-Grün hatte vereinbart eine Stellungnahme von Holm in der Berliner Humboldt-Universität abzuwarten, bevor eine Personalentscheidung gefällt wird. Der 46-jährige Holm wurde von der Linken zum Bau-Staatssekretär ernannt. Die CDU, FDP und AfD bezeichnete die Entlassungsentscheidung als überfällig. Die Parteispitze der Linken wollte sich zu der möglichen Entlassung am Samstag nicht äußern.

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