Chlorgas-Unfall in Hilden auf menschliches Versagen zurückzuführen

Symbolfoto:  © Rainer Sturm  | pixelio.de

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Am Sonntagnachmittag um 16.45 Uhr ereignete sich im Spaß- und Freizeitbad Hildorado im nordrhein-westfälischen Hilden ein Chrlorgas-Unfall. Zwei Erwachsene und sieben Kinder wurden mit Atemwegsbeschwerden vorsorglich in Krankenhäuser eingeliefert. Insgesamt wurden 17 Menschen leicht verletzt, darunter 14 Kinder. Am Montag konnten alle das Krankenhaus wieder verlassen. Die Polizei teilte mit, dass offenbar nur eine kleine Menge Chlorgas ausgetreten war. Die Mitarbeiter reagierten sofort und schickten die Badegäste aus dem Schwimmbad heraus und schalteten die Lüftung ab.

Die Feuerwehr war mit einem Großaufgebot zu dem Freizeitbad angerückt. Insgesamt waren 153 Feuerwehrleute mit 54 Fahrzeugen vor Ort.

Die Polizei Mettmann hat inzwischen Ermittlungen wegen des Verdachts auf Körperverletzung eingeleitet. Der Polizeisprecher sagte, dass alles für ein menschliches Versagen spricht. Es kam während der Reinigungsarbeiten im Technikkeller zu einer chemischen Reaktion, nachdem versehentlich Stoffe zusammengeführt wurden. Der erfahrene Mitarbeiter leitete sofort Gegenmaßnahmen ein, um die Chemikalie zu neutralisieren. Trotzdem gelangten Chlordämpfe über die Lüftungsanlage in das Innere des Bades. Am schwersten wurde der Angestellte des Bades verletzt. Er war am Dienstag wieder arbeitsfähig. Ein Notfallseelsorger betreute den Mann. In dem Freibad Hildorado hat sich in den letzten 24 Jahren kein Chlorgasunfall ereignet. Seit Montag hat das Schwimmbad in Hilden wieder ganz normal geöffnet.

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Bad Säckingen: Auto rast in größere Menschengruppe – zwei Tote und 13 Verletzte

Symbolfoto: © burntimes

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Im baden-württembergischen Bad Säckingen hat sich am Samstagmittag um 12.20 Uhr eine Tragödie ereignet. Ein 84-jähriger Autofahrer ist nach einem Fahrfehler in eine größere Menschengruppe gerast. Dabei starben mindestens zwei Menschen, weitere 13 wurden zum Teil schwer verletzt. Bei einer der Toten handelt es sich um eine 63-jährige Frau. Eine weitere Person erlag später im Krankenhaus ihren schweren Verletzungen. Der Unfall ereignete sich im Zentrum von Bad Säckingen, an der Grenze zur Schweiz. Der Autofahrer hatte anstatt zu bremsen stark beschleunigt und raste in die Stuhlreihen von zwei Cafés. Diese waren bei Sonnenschein, gutem Wetter und kurz nach dem Ende des Wochenmarktes gut besucht. Bei dem Fahrzeug handelte es sich um einen grauen Skoda mit Waldshuter Kennzeichen.

Ein Großaufgebot von deutschen und schweizerischen Rettungskräften eilte zu der Unfallstelle. Mehrere Rettungshubschrauber waren im Einsatz, um die schwer Verletzten in umliegende Krankenhäuser zu fliegen.

Unklar ist noch, warum der Skoda am Anfang der Fußgänger so stark beschleunigte, dass er schließlich in die Stuhlreihen raste. Naheliegend ist, dass der Fahrer das Brems- und Gaspedal seines Automatikfahrzeugs miteinander verwechselte.

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