Rheinboulevard in Köln: Zwei Verletzte nach Massenschlägerei

Symbolfoto: © burntimes

Die Polizei war am Samstagabend gegen 19.20 Uhr am Kölner Rheinboulevard im Einsatz. Etwa 20 Männer im Alter zwischen 18 und 25 Jahren waren in eine Schlägerei verwickelt, zwei von ihnen wurden verletzt. Es wurde auch Pfefferspray eingesetzt. Wobei es bei dem Streit ging, ist unklar. Die Polizei stellte mehrere Strafanzeigen wegen Körperverletzung und gefährlicher Körperverletzung und 50 Platzverweise. Außerdem wurde eine Person in Gewahrsam genommen. Die Polizei räumte den Rheinboulevard, auf dem sich zum Zeitpunkt der Massenschlägerei etwa 1.000 Menschen aufhielten. Der Einsatz dauerte drei Stunden und konnte am Samstag um 22 Uhr beendet werden.

Hildesheim: 87 Fußball-Chaoten bleiben bis Sonntagabend in Polizeigewahrsam

Symbolfoto: © Rike  | pixelio.de

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Vor dem Zweitliga-Derby zwischen Hannover 96 und Eintracht Braunschweig war am Freitagabend eine Massenschlägerei zwischen Chaoten von Hannover 96 und Eintracht Braunschweig geplant. Die Polizei Hannover hatte im Vorfeld des Fußballspiels gegen Eintracht Braunschweig aufgrund umfangreicher Aufklärungsarbeit von der geplanten Massenschlägerei auf dem Parkplatz eines Baumarkts in Hildesheim erfahren. Etwa 400 Personen hatten sich im Vorfeld zu der Massenschlägerei zwischen den verfeindeten Vereinen verabredet. Bevor es zu der Schlägerei kommen konnte, stürmten am Freitagabend gegen 21 Uhr hunderte Polizisten das Areal am Stadtrand von Hildesheim.

Die Beamten nutzten einen Überraschungsmoment aus und konnten insgesamt 170 Chaoten festsetzen, darunter auch drei Frauen. Aus Hannover wurden 117 potenzielle Gewalttäter verhaftet. Jugendliche, die noch minderjährig waren, wurden ihren Eltern übergeben. Die Beamten stellten bei den Festgenommenen Vermummmungsmaterial und zahlreiche Schlagwerkzeuge, wie Baseballschläger sicher.

Das Fußballspiel wird am Sonntag um 13.30 Uhr in Braunschweig angepfiffen. Die Polizei rechnet mit bis zu 750 krawallbereiten Anhängern beider Lager. Gegen 78 aggressive Anhänger wurde am Samstag ein Langzeitgewahrsam verfügt. Sie müssen bis Sonntagabend in Haft bleiben und dürfen das Fußballspiel nicht besuchen. Die Langzeitgewahrsam dient zur Abwehr von möglichen Gefahren.

Am Freitag hatten Unbekannte bereits Puppen mit 96-Schals an mehreren Brücken in Hannover aufgehängt und das frühere Vereinsheim von Hannover 96 beschmiert. Der niedersächsische Innenminister Boris Pistorius (SPD) gab am Samstag eine deutliche Warnung an Krawallmacher heraus und sagte, dass das Spiel unter Bewährung stattfindet. Pistorius teilte mit, dass größere, gewalttätige Auseinandersetzungen weitreichende Konsequenzen für das Rückspiel nach sich ziehen.

Massenschlägerei auf Friedhof in Moskau: Drei Tote

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

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Auf dem russischen Friedhof Chowanskoje in Moskau sind am Samstag 200 Männer mit Schaufeln und Knüppeln aufeinander losgegangen. Außerdem fielen, nach Angaben der Polizei, Schüsse. Drei Menschen kamen dabei ums Leben und 20 weitere wurden zum Teil schwer verletzt. Der Grund für die heftige Auseinandersetzung war ein Streit darüber, wer das Recht habe auf dem Friedhof in Moskau Bestattungsarbeiten übernehmen zu können und wer nicht. Der betroffene Friedhof ist 200 Hektar groß. Auf dem Friedhof gerieten Einwanderer aus den ehemaligen zentralasiatischen Sowjetrepubliken und Menschen aus dem Nordkaukasus aneinander. Die Polizei nahm 50 Beteiligte fest.

80 Menschen schlugen aufeinander ein: Massenschlägerei bei McDonald’s in Kassel

Symbolfoto: © NicoLeHe  | pixelio.de

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Vor einer McDonald’s-Filiale in Kassel hat sich am Samstagmorgen eine Massenschlägerei ereignet. Bei der Leitstelle gingen am Samstagmorgen gegen 5.30 Uhr gleich mehrere Notrufe ein. Die Anrufer meldeten, dass vor einer McDonald’s-Filiale im Stadtteil Bettenhausen an der Göttinger Straße/Ecke Dresdener Straße eine Massenschlägerei im Gange ist. Die jungen Leute waren nach dem Besuch der in der Nähe befindlichen Diskothek „Musikpark A7“ aneinander geraten. Daraufhin machten sich mehrere Streifenwagenbesatzungen auf den Weg. Die Polizisten sahen, dass mehrere Gruppen aufeinander losgegangen waren und rund 80 Menschen aufeinander einschlugen. Den Beamten gelang es schließlich die Gruppen voneinander zu trennen und die Auseinandersetzung zu beenden. Die Polizei teilte mit, dass es sich bei den Gruppen um verschiedene Banden handelte und nicht um Angehörige bestimmter Nationalitäten.

Warum es zu der Massenschlägerei am Samstagmorgen kam ist noch unklar. Die Banden wollten trotz umfangreicher Befragungen nicht verraten, worum es bei dem Streit ging. Drei Beteiligte wurden bei der Schlägerei leicht verletzt. In diesen Fällen werden Ermittlungen wegen Körperverletzung eingeleitet.

Berlin-Friedrichshain: Massenschlägerei in einem Hinterhof – acht Verletzte

Symbolfoto: © burntimes

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Im Berliner Stadtteil Friedrichshain hat sich in der Straße der Pariser Kommune am Freitagabend gegen 20.40 Uhr eine Massenschlägerei ereignet an der mindestens 30 Männer beteiligt waren. Sie prügelten mit Eisenstangen, Baseballschlägern und Besenstielen aufeinander ein, teilte die Polizei am Samstag mit. Anwohner informierten die Polizei. Diese rückte mit zahlreichen Streifenwagenbesatzungen an. Die meisten Schläger waren beim Eintreffen der Polizei schon geflüchtet. Acht Menschen wurden bei der Prügelei verletzt. Diese fand die Polizei in dem von den Anwohnern gemeldeten Hinterhof vor. Am Freitagabend um 21.45 Uhr sprachen vier Männer im Alter von 20 bis 22 Jahren eine Polizeistreife am Alexanderplatz an. Dort gaben sie zu, an der Schlägerei beteiligt gewesen zu sein. Warum es zu der Schlägerei gekommen ist bleibt unklar. Die Polizei hat Ermittlungen wegen besonders schweren Landfriedensbruchs eingeleitet.

Suhl: 80 Flüchtlinge schlugen gegenseitig aufeinander ein

Symbolfoto: © burntimes

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Die Polizei hat am Sonntag Ermittlungen nach einer Massenschlägerei in der Erstaufnahmestelle in Suhl eingeleitet. Es gibt sieben Tatverdächtige. Ihnen wird Landfriedensbruch und die Beteiligung an einer Schlägerei vorgeworfen. Acht Menschen wurden bei der Schlägerei teils erheblich verletzt. Bei zwei der Verletzten handelt es sich um Sicherheitsmitarbeiter. Am Samstagmittag waren Flüchtlinge aus Eritrea, Albanien und Somalia aneinander geraten. Der Polizeieinsatz dauerte bis in die späten Abendstunden an. 23 Bewohner wurden zur Beruhigung der Lage mit einem Bus in eine andere Unterkunft gebracht.

Die Erstaufnahmestelle in Suhl platzt zur Zeit aus allen Nähten. Aktuell sind dort 1.600 Menschen, in der mit 1.200 Plätzen als Obergrenze ausgelegten Einrichtung untergebracht. Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) sprach am Freitag von unhaltbaren Zuständen in der Unterkunft. Er erwartet vom Bund deutlich schnellere Entscheidungen zur Zukunft der einreisenden Flüchtlinge.

Berlin: Schwimmbad wurde nach Massen-schlägerei geschlossen

Symbolfoto:  © Rainer Sturm  | pixelio.de

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© Rainer Sturm | pixelio.de

Am Sonntagnachmittag um 17.15 Uhr alarmierte eine verantwortliche Fachangestellte für Bäderbetriebe die Polizei und teilte mit, dass es im Columbiabad zu einer Schlägerei mit mindestens 60 Beteiligten gekommen sei. Das war auch der Grund warum 6.000 Badegäste am Sonntagnachmittag das Schwimmbad verlassen mussten. Das Freibad wurde mit Hilfe der Polizei geräumt. Die Fachangestellten für Badebetriebe baten die Polizei um Unterstützung durch Lautsprecherdurchsagen. Die Beamten forderten schließlich alle Besucher zum Verlassen des Bades auf. Zunächst gerieten zwei Jugendliche im Columbiabad aneinander und beleidigten sich gegenseitig. Dann griffen immer mehr Badegäste ein. Innerhalb kürzester Zeit stritten und schlugen rund 60 Menschen gegenseitig aufeinander ein. Bevor die Polizei vor Ort war haben sich die am Streit beteiligen Badegäste bereits wieder über das Bad verteilt. Sie konnten nicht mehr ermittelt werden. Die Polizisten konnten dennoch einige Strafanzeigen wegen Landfriedensbruchs und Nötigung schreiben.

Am Montag blieb das Schwimmbad ebenfalls geschlossen. In der Nacht zu Montag hatten Unbekannte versucht in den Kassenraum des Columbiabads einzubrechen. Die Einbrecher scheiterten jedoch an ihrem Vorhaben. Am Dienstag soll das Bad wieder geöffnet werden.

In den Berliner Schwimmbädern im Stadtteil Neukölln kam es bereits in der Vergangenheit immer wieder zu eskalierenden Auseindersetzungen. Neben dem Columbiabad ist auch das Prinzenbad in Kreuzberg ein Brennpunkt. Die Berliner Bäderbetriebe setzen schon seit Jahren während des Badebetriebes Wachleute ein, die für die Sicherheit auf dem Gelände außerhalb der Schwimmbecken verantwortlich sind. Sie kontrollieren beim Einlass beispielsweise Taschen und Rucksäcke auf gefährliche Gegenstände wie Waffen und Messer. Hierfür sind im Columbiabad zwischen 18 und 24 Sicherheitsmitarbeiter verantwortlich. Alle Fachangestellten für Bäderbetriebe wurden in Berlin außerdem in Deeskalation geschult. Da auch Taschendiebstähle ein Thema sind, befinden sich auch Zivilpolizisten in Badehosen auf den Liegewiesen.