VW-Skandal: Ermittlungen gegen früheren Konzernchef Winterkorn wurden eingeleitet

Symbolfoto: © Rolf Krekeler     | pixelio.de

Symbolfoto: © Rolf Krekeler | pixelio.de

Der frühere Volkswagen-Konzernchef Martin Winterkorn gerät ins Visier der Ermittler. Die Staatsanwaltschaft Braunschweig hat am Montag Ermittlungen gegen den früheren Konzernchef eingeleitet. Es besteht der Anfangsverdacht auf Marktmanipulation bei Wertpapieren von VW, hieß es in der Begründung. Der Auslöser der Ermittlungen ist eine Anzeige der Finanzdienstleistungs-aufsicht. Diese wacht über die Pflichten von börsenorientierten Unternehmen. Bestandteil der Ermittlungen ist nun auch, ob die Öffentlichkeit zu spät über die finanziellen Folgen der Betrügerei in Kenntnis gesetzt wurde. Am 18. September vergangenen Jahres wurden die Abgasmanipulationen von Dieselfahrzeugen bei VW bekannt. Vier Tage später teilte der Konzern mit, dass weltweit mindestens elf Millionen Fahrzeuge betroffen seien und der Konzern zunächst 6,5 Milliarden Euro aufgrund von Reparaturen und Strafen zur Seite legen muss (wir berichteten).

Aufgrund des Abgasskandals erwirtschaftete Volkswagen im letzten Jahr die höchsten Verluste in der Firmengeschichte. In Deutschland muss VW alleine 2,4 Millionen Diesel-Fahrzeuge zurückrufen.

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