Manipulationsverdacht in der 3. Liga: Ermittlungen gegen Spieler des VfL Osnabrück

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In der 3. Fußballbundesliga droht ein Manipulationsskandal. Drei Spieler des VfL Osnabrück sollen versucht haben von der zweiten Mannschaft von Werder Bremen Gegenleistungen zur erhalten, wenn Osnabrück gegen Paderborn siegt. Die zweite Mannschaft von Werder Bremen war ebenfalls abstiegsbedroht. Der Kontrollausschuss des Deutschen-Fußball-Bundes (DFB) hat Ermittlungen gegen die Spieler, wegen versuchter Einflussnahme auf den Abstiegskampf, eingeleitet. Außerdem stellte der DFB eine Strafanzeige gegen die drei Spieler. Dabei geht es um das Spiel am Samstag zwischen dem VfL Osnabrück und dem SC Paderborn das mit 0:0 endete. Paderborn ist damit abgestiegen in die Regionalliga, weil Werder Bremen II zeitgleich mit 1:0 gegen Aalen gewann. Die drei Spieler, gegen die ermittelt wird, waren nicht im Kader von Osnabrück. Der Verein hatte sie vorsorglich vom Spielbetrieb suspendiert.

Die Vereinsführung von Osnabrück teilte mit, dass der Verein für einen fairen sportlichen Wettbewerb steht. Osnabrück kam am letzten Spieltag gegen den abstiegsbedrohten SC Paderborn nicht über ein torloses 0:0 hinweg. Für den SC Paderborn ist es bereits der dritte Abstieg hintereinander. Osnabrück landete auf dem 6. Tabellenplatz.

US-Geheimdienst: Russische Führung steckt hinter Hackerangriffen

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Der amerikanische Geheimdienst teilte mit, dass keine Zweifel daran bestehen, dass die Hackerangriffe aus Russland begangen worden sind. Der neue US-Präsident Donald Trump stellt sich dennoch hinter Russland und äußerte Zweifel daran, dass Russland hinter den Angriffen steckt. Der US-Geheimdienst wirft Russland eine direkte Einmischung in den Präsidentschafts-wahlkampf vor. Nach den Hackerangriffen, die sich während des Wahlkampfes um die Präsidentschaft in den USA ereigneten hat US-Präsident Barack Obama eine Reihe harter Sanktionen gegen Russland verhängt und außerdem 35 Geheimagenten des Landes verwiesen. Die Sanktionen sind die Antwort auf die Versuche Russlands den Interessen der USA zu schaden, sagte Obama. Die amerikanischen Geheimdienste sind sich sicher, dass russische Hacker in das Computersystem der Demokratischen Partei eindrangen und interne E-Mails an die Öffentlichkeit brachten.

Russland geht davon aus, dass der neue Präsident der Vereinigten Staaten, Donald Trump, die Sanktionen rückgängig machen wird. Obama nannte die vier ranghöchsten Mitarbeiter des russischen Geheimdienstes persönlich beim Namen und drohte mit Einreiseverboten und Kontensperrungen. Es handelt sich um die schärften Strafmaßnahmen, die die USA jeweils wegen eines Cbyerangriffs verhängt haben.

Österreich: Es gibt Neuwahlen – diese Blamage stärkt die Rechtspopulisten

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In Österreich wird es voraussichtlich im September Neuwahlen geben. Der Grund dafür ist, dass es größere Unregelmäßigkeiten bei der Auszählung der Briefwahl gegeben hat. Außerdem soll ein Teil der Briefwahlergebnisse vor dem Wahlende an Behörden und Medienvertreter weitergegeben worden sein. Konkrete Hinweise auf Wahlmanipulation gab es hingegen nicht. Trotzdem wird die Wahl wiederholt. Das ist ein Erfolg für die Rechtspopulisten der FPÖ. Der österreichische Verfassungsgerichtshof gab der Anordnung einer Neuwahl am Freitag statt. Damit steht fest, dass in ganz Österreich noch einmal gewählt werden muss.

Der genaue Termin wird am nächsten Dienstag vom Innenminister bekanntgegeben. Dann kommt es zum erneuten Gegenüberstehen des ehemaligen Grünen-Chefs Alexander van der Bellen und dem FPÖ-Kandidaten Norbert Hofer. Van der Bellen hatte die Stichwahl am 22. Mai mit 30.683 Stimmen Vorsprung knapp gewonnen. In der Geschichte Österreichs ist es die erste bundesweite Wiederholung einer Wahl. Die FPÖ hatte die Briefwahl als verfälschend bezeichnet. Gegen die Briefwahl hatte das oberste Gericht in Österreich nichts einzuwenden.

Ob bei dem kommenden Wahlkampf in der Sommerpause auch die Brexit-Entscheidung eine Rolle spielen wird, ist zur Zeit noch unklar.

VW-Abgasskandal: Der Konzern will den USA zehn Milliarden Dollar Entschädigung zahlen

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Der Volkswagen-Konzern hat den USA am Donnerstag im Abgasskandal zehn Milliarden Dollar als Entschädigung angeboten, um damit die manipulierten Abgaswerte nachträglich finanziell abzuklären. Die beiden Nachrichtenagenturen Reuters, AFP und AP nannten die Summe von zehn Milliarden Dollar übereinstimmend und nannten als Quelle interne VW-Informationen. Die Verhandlungen zwischen VW und den amerikanischen Behörden laufen zur Zeit noch. Der finale Plan wird am nächsten Dienstag den Behörden vorgestellt. Das Geld soll zum Teil an die knapp 500.000 Besitzer von VW-Dieselfahrzeugen in den USA – deren Abgaswerte durch eine Software manipuliert wurden – ausgezahlt werden. Jeder Kunde soll demnach 5.000 Dollar Entschädigung erhalten, so der Vorschlag des VW-Konzerns. Der Konzern erklärte sich auch bereit betroffene Fahrzeuge zurückzukaufen. Außerdem wird VW einem Fonds zur Bekämpfung des CO2-Ausstoßes Geld bereitstellen. Mit diesem Vergleich erhofft sich der Konzern hunderte von drohenden Zivilklagen bereits im Vorfeld abzuwenden.

VW-Skandal: Ermittlungen gegen früheren Konzernchef Winterkorn wurden eingeleitet

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Der frühere Volkswagen-Konzernchef Martin Winterkorn gerät ins Visier der Ermittler. Die Staatsanwaltschaft Braunschweig hat am Montag Ermittlungen gegen den früheren Konzernchef eingeleitet. Es besteht der Anfangsverdacht auf Marktmanipulation bei Wertpapieren von VW, hieß es in der Begründung. Der Auslöser der Ermittlungen ist eine Anzeige der Finanzdienstleistungs-aufsicht. Diese wacht über die Pflichten von börsenorientierten Unternehmen. Bestandteil der Ermittlungen ist nun auch, ob die Öffentlichkeit zu spät über die finanziellen Folgen der Betrügerei in Kenntnis gesetzt wurde. Am 18. September vergangenen Jahres wurden die Abgasmanipulationen von Dieselfahrzeugen bei VW bekannt. Vier Tage später teilte der Konzern mit, dass weltweit mindestens elf Millionen Fahrzeuge betroffen seien und der Konzern zunächst 6,5 Milliarden Euro aufgrund von Reparaturen und Strafen zur Seite legen muss (wir berichteten).

Aufgrund des Abgasskandals erwirtschaftete Volkswagen im letzten Jahr die höchsten Verluste in der Firmengeschichte. In Deutschland muss VW alleine 2,4 Millionen Diesel-Fahrzeuge zurückrufen.

Abgasaffäre bei VW: Es gibt Unregelmäßigkeiten bei weiteren 800.000 Autos

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Der Volkswagen-Konzern räumte am Dienstag ein, dass es bei Abgaswerten zu Unregelmäßigkeiten bei weiteren 800.000 Autos kommen kann. Bei den weiteren Fahrzeugen kann es nach Angaben des Konzerns zu nicht erklärbaren Kohlendioxid-Ausstoßwerten (CO2) kommen. Bislang ging es in der Abgasaffäre nur um Stickoxid (NOX). Volkswagen betonte in diesem Zusammenhang, dass die Sicherheit der Fahrzeuge nicht betroffen sei. Bei den weiteren 800.000 Fahrzeugen handelt es sich größtenteils um Diesel-Motoren. Die wirtschaftlichen Risiken für die weiteren betroffenen Fahrzeuge belaufen sich ersten Schätzungen zufolge auf mindestens zwei Milliarden Euro.

Volkswagen hatte im September gestanden, dass Abgas-Werte ausschließlich bei Dieselfahrzeugen mit einer speziellen Software manipuliert wurden. Diese Software war so eingestellt, dass sie den Ausstoß bei Testsituationen in einen sogenannten „Sparmodus“ schaltete. Weil weltweit Millionen von Fahrzeugen betroffen sind, hatte der Konzern zunächst 6,5 Milliarden Euro zurückgestellt und eine Gewinnwarnung an die Aktionäre herausgegeben.

Im Rahmen der angestellten Untersuchungen bei Volkswagen teilte der Konzern kürzlich mit, dass bei der CO2-Zertifizierung mehrerer Fahrzeugmodelle zu niedrige CO2-Ausstoßwerte festgelegt wurden.

Die amerikanische Umweltbehörde EPA hatte Volkswagen am Montag vorgeworfen, auch bei Drei-Liter-Motoren die Abgaswerte manipuliert zu haben. Dies hatte VW zurückgewiesen und erklärt, dass keine Abgaswerte in unzulässiger Weise verändert worden sind. Volkswagen kündigte an mit den zuständigen Zulassungsbehörden über die Konsequenzen dieser Feststellungen zu sprechen. Der Chef von VW Matthias Müller versprach erneut eine „schonungslose“ Aufklärung. Der Abgas-Skandal hat VW-Chef Winterkorn seinen Arbeitsplatz gekostet. Er tat am 23. September zurück. Sein Nachfolger ist der Porsche-Geschäftsführer Matthias Müller.

Abgas-Skandal bei VW: Kraftfahrtbundesamt ruft 2,4 Millionen Volkswagen zurück

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Das Kraftfahrtbundesamt in Flensburg hat am Donnerstag Volkswagen gezwungen 2,4 Millionen Fahrzeuge wegen der manipulierten Diesel-Abgaswerte zurückzurufen. Die von Volkswagen vorgeschlagene freiwillige Reparatur lehnte das Bundesamt strikt ab. Volkswagen hatte dem Kraftfahrtbundesamt Anfang Oktober einen Plan vorgelegt, um die Fahrzeuge, die mit der Betrugssoftware ausgestattet sind in Ordnung zu bringen. Volkswagen hatte zugegeben, in den USA Diesel-Emissionswerte mit einer Software manipuliert zu haben. Weltweit sind bis zu elf Millionen VW-Diesel-Fahrzeuge betroffen. In den USA haben nun auch die obersten Wettbewerbshüter Ermittlungen gegen den Volkswagen-Konzern eingeleitet. Parallel ermitteln in den USA die Umweltbehörde EPA und das Justizministerium. VW droht aufgrund des Abgas-Skandals und den 500.000 betroffenen Fahrzeugen in den USA eine Strafzahlung von umgerechnet knapp 16 Milliarden Euro. Der Autokonzern gab angesichts der Entwicklungen eine Gewinnwarnung heraus, weil zunächst 6,5 Milliarden Euro zurückgestellt wurden. Unter anderem laufen auch Ermittlungen wegen irreführender Werbung gegen den Konzern. Europaweit müssen 8,5 Millionen VW-Fahrzeuge in die Werkstätten.

Der Abgas-Skandal hat VW-Chef Winterkorn seinen Arbeitsplatz gekostet. Er tat am 23. September zurück. Sein Nachfolger ist der Porsche-Geschäftsführer Matthias Müller.

Abgas-Skandal bei Volkswagen: Matthias Müller wird neuer VW-Chef –– Schweiz verbietet Verkauf von manipulierten Volkswagen

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Die Abgasmanipulationen beim Volkswagen-Konzern haben dem Chef Martin Winterkorn am Mittwoch seinen Arbeitsplatz gekostet. Winterkorn trat am Mittwoch nach einer sechsstündigen Krisensitzung zurück. Am Freitag wurde Matthias Müller, der Porsche Geschäftsführer, als neuer VW-Chef vorgestellt.

Dem VW-Konzern droht eine Strafe von der US-Umweltbehörde in Höhe von bis zu 18 Milliarden Dollar. Eine Gewinnwarnung hat Volkswagen bereits herausgegeben. In der Schweiz wurde unterdessen der Verkauf von manipulierten VW-Fahrzeugen gesetzlich verboten. Durch die Maßnahme soll verhindert werden, dass entsprechende Autos zugelassen werden. Fahrzeuge, die zum gegenwärtigen Zeitpunkt zugelassen sind, sind davon nicht betroffen.

VW arbeitet zur Zeit mit Hochdruck an der Erstellung einer Liste auf der alle betroffenen Fahrzeuge aufgezählt werden. Volkswagen wird die Verwendung von Abschalteinrichtungen bei der Abgasreinigung mit Zykluserkennung vorgeworfen. Volkswagen hat die offiziellen Abgasmessungen seiner Diesel-Modelle in den USA mit einer speziellen Software manipuliert. Besonders stark betroffen soll der Motorentyp EA 189 sein. Die USA fordert den Rückruf der betroffenen Fahrzeuge.

Abgas-Skandal bei VW: Auch europäische Autos sind betroffen

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Am Donnerstag teilte der Volkswagen-Konzern mit, dass von den Schwierigkeiten mit den manipulierten Abgaswerten bei Volkswagen auch europäische Autos und die Konzerntöchter Seat und Skoda betroffen sind. Damit weitet sich der Skandal noch einmal dramatisch aus. Nun werden auch noch vier Baureihen von Audi geprüft. VW arbeitet zur Zeit mit Hochdruck an der Erstellung einer Liste auf der alle betroffenen Fahrzeuge aufgezählt werden. Die Abgas-Affäre schlägt in diesen Tagen hohe Wellen. Der als einst unantastbar geltende Martin Winterkorn hat der Skandal bereits seinen Posten gekostet. Er gab am Mittwoch bekannt, dass er vom Amt des Aufsichtsratschef zurücktritt (wir berichteten). Am Freitag wird Matthias Müller, der derzeitige Porsche-Chef voraussichtlich zum Nachfolger von Winterkorn bestimmt.

Volkswagen wird die Verwendung von Abschalteinrichtungen bei der Abgasreinigung mit Zykluserkennung vorgeworfen. Volkswagen hat die offiziellen Abgasmessungen seiner Diesel-Modelle in den USA mit einer speziellen Software manipuliert. Besonders stark betroffen soll der Motorentyp EA 189 sein. Die USA fordert den Rückruf der betroffenen Fahrzeuge. Außerdem könnte Volkswagen aufgrund der Manipulation zu einer Strafzahlung von umgerechnet bis zu 18 Milliarden Euro verurteilt werden. Die Manipulation bei VW in den USA betrifft elf Millionen Fahrzeuge. Der Autokonzern gab angesichts der Entwicklungen am Dienstag eine Gewinnwarnung heraus, weil zunächst 6,5 Milliarden Euro zurückgestellt werden.

Diesel-Abgas-Skandal: VW-Chef Winterkorn tritt zurück

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Der VW-Chef Martin Winterkorn hat am Mittwochnachmittag seinen Rücktritt mitgeteilt und sagte: „VW braucht einen Neuanfang“. Damit zieht Winterkorn persönliche Konsequenzen aus dem Abgas-Skandal in den USA. Winterkorn zeigte sich bestürzt und fassungslos über das was in den letzten Tagen bekannt wurde und über die Tragweite der Verfehlungen. Der 68-Jährige war durch die bekanntgewordenen Manipulationen in die Kritik geraten. Am kommenden Freitag soll bereits ein neuer Vorstandschef vom Aufsichtsrat gewählt werden. Der Volkswagen-Konzern hatte zugegeben bei weltweit elf Millionen Diesel-Fahrzeugen die Messdaten manipuliert zu haben, um damit vorgeschriebene Abgasstandards einzuhalten. Dem Konzern droht eine Strafe vom US-Umweltamt in Höhe von bis zu 18 Milliarden Dollar. Außerdem müssen die betroffenen Fahrzeuge zurückgerufen werden. Der Autokonzern gab angesichts dieser Entwicklungen bereits am Dienstag eine Gewinnwarnung heraus, weil zunächst umgerechnet 6,5 Milliarden Euro zurückgestellt werden. Wie am Mittwoch bekannt wurde kommen auf Volkswagen aufgrund der Manipulationen rund 40 Sammelklagen zu. Seit vergangenen Freitag wurden bereits 37 Sammelklagen in der USA und zwei weitere Sammelklagen in Kanada gegen VW eingereicht. Außerdem wurden VW-Käufer in den USA aufgefordert sich den Klagen anzuschließen. Die Volkswagen-Kunden sehen sich in Sachen Umweltfreundlichkeit belogen und getäuscht. Dem Konzern werden in den Sammelklagen vor allem Vertragsbruch und Betrug vorgeworfen.

In einer Pressemitteilung teilte Winterkorn mit: „Als Vorstandsvorsitzender übernehme ich die Verantwortung für die bekannt gewordenen Unregelmäßigkeiten bei Dieselmotoren und habe daher den Aufsichtsrat gebeten, mit mir eine Vereinbarung zur Beendigung meiner Funktion als Vorstandsvorsitzender des Volkswagen-Konzerns zu treffen. Ich tue dies im Interesse des Unternehmens, obwohl ich mir keines Fehlverhaltens bewusst bin.“