Nordkorea-Konflikt: „Waffen sind geladen und entsichert“ – USA erklären Einsatzbereitschaft

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

Der Atomkonflikt zwischen Nordkorea und den USA spitzt sich immer weiter zu. Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un droht mit Raketenangriffen auf die amerikanische Pazifikinsel Guam. Donald Trump würden in so einem Fall nur zehn Minuten Zeit bleiben, um über einen Gegenangriff zu entscheiden. Die zuletzt von Nordkorea getesteten Langstreckenraketen hätten eine Reichweite von bis zu 10.000 Kilometern und könnten damit auch Ziele in Großstädten, wie Los Angeles und Chicago erreichen. Sollte es zu einem Angriff kommen, wäre ein Gegenangriff aus den USA wahrscheinlich. US-Präsident Donald Trump teilte mit, dass militärische Lösungen vorbereitet seien und die „Waffen geladen und entsichert sind“. Damit verschärfte Trump noch einmal den Ton gegenüber dem nordkoreanischen Machthaber.

Bundeskanzlerin Angela Merkel rief beide Seiten dazu auf, die Bemühungen nach einer friedlichen Lösung zu verstärken. Sie sagte, dass die Eskalation der Sprache der falsche Weg sei.

Share

Militärisches Manöver: Nordkorea übte die Zerstörung der südkoreanischen Hauptstadt Seoul

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

„Wenn ein Krieg ausbricht, wird ein dermaßen tödlicher Schlag gegen die südkoreanischen Kräfte ausgeführt, dass wir deren Willen zur Gegenwehr von Beginn an brechen und sie einfach hinwegfegen. Nichts und niemand würde überleben“, sagte der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un am Rande einer militärischen Übung. Nordkorea regierte damit auf die neuen Drohungen und den Sanktionsbeschluss des UN-Sicherheitsrats. Der Machthaber hielt ein Manöver ab, dass die Zerstörung der südkoreanischen Hauptstadt Seoul simulieren sollte.

Kim hatte dazu eine Übung grenznaher Artillerieeinheiten selbst befehligt. Kim bezeichnete die Übung als „Gefechtsübung für das neue Jahr“.

Am Mittwoch hatte der UN-Sicherheitsrat aufgrund des letzten Atombombentests im September neue Sanktionen verhängt. Die neue Strafmaßnahme legt eine Obergrenze für den Kohleexport nach China fest. Damit sollen die Einnahmen in Nordkorea um 62 Prozent sinken. Mit der neuen Resolution wurde der Atomwaffentest im September erneut auf das Schärfte kritisiert.

Share

Russlands Präsident Putin ruft zu entschlossenem Kampf gegen den IS auf

Symbolfoto: © Katharina Wieland Müller | pixelio.de

Symbolfoto: © Katharina Wieland Müller | pixelio.de

Der russische Präsident Wladimir Putin rief am Sonntag zu einem entschlossenem Kampf gegen den IS auf. Der Präsident wird eine diplomatische Offensive gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) starten, hieß es am Sonntag. Am Montag hält er dazu eine mit Spannung erwartete Rede vor der Vollversammlung der Vereinten Nationen. Dabei wird Putin auch auf seinen amerikanischen Amtskollegen Obama treffen. Die beiden gingen sich in den letzten Wochen und Monaten aus dem Weg. Im Jahr 2013 sagte Obama ein in Moskau geplantes Treffen kurzfristig ab, aufgrund des Ärgers um den Enthüllen Edward Snowden.

Putin beriet sich vor seiner Rede noch mit dem saudi-arabischen König Salman über den Konflikt in Syrien. Im Syrien-Krieg sind mittlerweile mehr als 200.000 Menschen umgekommen und Millionen Menschen befinden sich auf der Flucht. Russland steht jedoch hinter dem syrischen Machthaber Assad, weil beide Länder eng verbündet sind.

Das irakische Militär bestätigte am Sonntag, dass es sich dem russischen, dem iranischen und dem Militär von Syriens Präsident Assad anschließen werde. Unklar ist gegenwärtig noch, wie sich die europäischen Staaten und die USA zu einer Allianz positionieren werden – die Assad mit einschließt.

Bundeskanzlerin Merkel und der britische Premier Cameron sind von ihrer Forderung nach einem sofortigen Rücktritt des syrischen Präsidenten zurückgeeilt. Es wurde offenbar ersichtlich, dass im Syrien-Krieg kein Weg an Machthaber Assad vorbeiführt. Frankreich hat kürzlich erstmals Luftangriffe in Syrien gegen die Terroristen des IS geflogen. Ein Ausbildungslager des IS wurde dabei zerstört, teilte Frankreichs Präsident Hollande mit.

Share