Eklat mit der Türkei: Deutschland droht mit Abzug der Bundeswehrsoldaten

Symbolfoto: © Ingo Büsing| pixelio.de

Die türkische Regierung hat am Montag erneut einen Besuch von Bundestagsabgeordneten bei deutschen Bundeswehrsoldaten auf dem türkischen Luftwaffenstützpunkt Incirlik untersagt. Die Türkei begründete das damit, dass in Deutschland türkische Offiziere Asyl beantragt haben. Die Bundesregierung reagierte darauf und teilte mit, dass der Zusammenhang total unverständlich sei. Der Truppenbesuch der Bundestagsabgeordneten war für Dienstag geplant. Der Termin wurde bereits vor Wochen angekündigt. Die Abgeordneten wurden am Montag informiert, dass der Besuch verweigert wird.

In Deutschland hat die Inhaftierung des deutsch-türkischen Journalisten Deniz Yücel für starke Kritik und Empörung gesorgt. Die 250 Soldaten, die derzeit im türkischen Incirlik stationiert sind, könnten nun in Kürze nach Jordanien verlegt werden, hieß es am Montag.

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Syrien: USA greifen syrischen Luftwaffenstützpunkt an – Russland kritisiert Angriff scharf

Symbolfoto: © Katharina Wieland Müller | pixelio.de

US-Präsident Donald Trump hat in der Nacht zu Freitag 59 Tomahawk-Raketen auf den syrischen Militärstützpunkt abgefeuert, von dem aus Anfang der Woche der Giftgas-Einsatz mit dem chemischen Kampfstoff Sarin in Khan Scheikhun gegen die eigene Bevölkerung gestartet wurde. Es handelt sich um eine Vergeltungsaktion gegen den syrischen Machthaber Assad. Die 59 Raketen wurden von zwei US-Kriegsschiffen aus abgefeuert. Trump sagte, dass Flugzeuge, Start- und Landebahnen und Treibstofflager im Visier des Angriffs waren und diese zerstört wurden. Es handelte sich um die erste Militäraktion der USA gegen Syrien seit Beginn des Bürgerkriegs vor sechs Jahren. Der Gouverneur der Provinz Homs teilte mit, dass bei dem US-Angriff fünf Menschen ums Leben kamen und sieben teils schwer verletzt wurden. Die US-Regierung teilte mit, dass das ein Warnschuss für Assad gewesen sei.

Syrien und Russland kritisieren den US-Luftangriff scharf. Der russische Machthaber Putin sprach von einem „Angriff auf einen souveränen Staat“. Putin sprach von einem „erdachten Vorwand“. Das syrische Staatsfernsehen sprach von einem „Akt der Aggression“. Die syrische Opposition lobte den Angriff und bezeichnete diesen als sehr wichtig.

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Bürgerkrieg in Syrien: Israel wirft Russland militärisches Eingreifen vor

Symbolfoto: © burntimes

Symbolfoto: © burntimes

Der syrische Machthaber Assad steht nach den jüngsten militärischen Rückschlägen stark unter Druck. Der russische Präsident Putin will offenbar in den Syrien-Krieg militärisch eingreifen. Russische Soldaten sind in der Nähe von Latakia gesichtet worden. Die Truppen sind dabei einen russischen Luftwaffenstützpunkt zu errichten. Die russischen Soldaten unterstützen dabei die Truppen von Machthaber al-Assad. Von dem errichteten Luftwaffenstützpunkt können Kampfhubschrauber und Flugzeuge im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) stationiert werden.

Falls Russland Luftangriffe auf den IS plant muss das zunächst mit den USA abgesprochen und koordiniert werden. Russland ist nach wie vor der wichtigste Unterstützer des Assad-Regimes. Der russische Außenminister Sergej Lawrow bestätigte am Donnerstag die Anwesenheit russischer Militärs in Syrien. Er erklärte, dass russische Flugzeuge militärische Güter und humnaitäre Hilfe dorthin bringen. Israelischen Angaben zufolge sind in den letzten Tagen jedoch zahlreiche russische Truppen in Syrien eingetroffen, die die syrischen Assad-Truppen unterstützen.

Die USA haben Moskau vor einer Verstärkung seiner Militärpräsenz in Syrien gewarnt. Präsident Obama äußerte sich zutiefst beunruhigt. Die USA befürchten, dass Russland den Bürgerkrieg in Syrien noch einmal anheizen könnte.

Die syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte bestätigte unterdessen, das bei zwei Selbtsmordattentaten des IS auf die Stellung Dair as-Saur modestes 36 Terroristen ums Leben gekommen sind. Bei einem der Attentäter handelte es sich um ein Kind.

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