Ludwigshafen: Zwölfjähriger versuchte zwei Mal einen Bombenanschlag auf dem Weihnachtsmarkt

Symbolfoto: © burntimes

Ein zwölfjähriger Deutsch-Iraker hat auf dem rheinland-pfälzischen Weihnachtsmarkt in Ludwigshafen zwei Mal versucht eine Bombe zur Explosion zu bringen. Glücklicherweise zündete die Bombe in beiden Fällen nicht. Die Bundesanwaltschaft hat Ermittlungen gegen das Kind eingeleitet. Verbindungen zu den Terroristen des „Islamischen Staats“ könnten bestehen, hieß es SWR-Informationen zufolge. Zuletzt hatte der Zwölfjährige am 5. Dezember in einem Gebüsch in der Nähe des Rathausplatzes einen Rucksack abgestellt, in dem sich ein Konservenglas mit einem entzündlichen Pulver befand.

Von Außen war der Behälter mit Klebeband umwickelt und mit Nägeln präpariert. Ein aufmerksamer Passant entdeckte den Rucksack und alarmierte die Polizei. Aus Sicherheitsgründen wurde ein Teil der „hochbrisanten Mischung“ von Spezialkräften vor Ort gesprengt. Zuvor hatte der Junge bereits am 26. November versucht einen Nagelbomben-anschlag auf den Weihnachtsmarkt zu verüben. Der Zwölfjährige hatte jedoch beim Bau der Bombe einen entscheidenen Fehler gemacht, sodass die Bombe nicht zündete.

Ein Ermittlungsverfahren wird es gegen den Zwölfjährigen nicht geben, weil Kinder sich erst nach dem 14. Geburtstag strafrechtlich verantworten müssen. Der Fall wurde deshalb an den Generalbundesanwalt übergeben.

Explosion bei BASF in Ludwigshafen: Zwei Tote und fünf Vermisste

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Am Montagvormittag hat sich um 11.20 Uhr ein Chemieunfall bei BASF in Ludwigshafen ereignet. Die schwere Explosion hat sich nach den Arbeiten an einer Rohrleitungstraße im sogenanntem Landeshafen Nord ereignet. Mindestens zwei Personen kam ums Leben und fünf weitere werden noch vermisst. Außerdem teilte das Chemieunternehmen mit, dass sechs Menschen schwer verletzt wurden. Wodurch genau die Explosion ausgelöst wurde, ist noch unklar. An der Rohrleitungsstraße werden brennbare Flüssigkeiten unter hohem Druck in verflüssigte Gase umgeschlagen.

Die Bevölkerung in Ludwigshafen und Mannheim wurde nach der Explosion vor der Rauchwolke gewarnt und aufgefordert Fenster und Türen geschlossen zu halten. Autofahrer wurden aufgefordert den Bereich rund um BASF weiträumig zu umfahren. Am Montagabend war das Feuer zwar unter Kontrolle, konnte jedoch noch nicht vollständig gelöscht werden. Aus Sicherheitsgründen wurden am Montagabend insgesamt 14 Anlagen heruntergefahren. Dabei bildeten sich Fackeln, weil chemische Stoffe in Leitungen verbrannt wurden. Die Umweltministerin von Rheinland-Pfalz teilte mit, dass der Schutz der Angestellten, der Bevölkerung und der Umwelt höchste Priorität hat.

Die Feuerwehr sucht auch zur Stunde weiter nach den Vermissten. Insgesamt waren zeitig mehr als 160 Feuerwehrleute an der Einsatzstelle. Außerdem befindet sich der Rettungsdienst und Notfallseelsorger im Einsatz.

Der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz (SPD) sprach den Angehörigen des Todesopfers und den bangenden Angehörigen der Vermissten seine tiefe Anteilnahme aus. Die Koalitionsfraktionen des rheinland-pfälzischen Landtags planen eine Sondersitzung. Dabei sollen die zuständigen Ausschüsse darüber beraten, wie es zu dem Vorfall kommen konnte und welche Folgen dieser für Menschen und Umwelt in der Region hat.

Ludwigshafen: Mann sticht Polizisten nieder –– Angreifer wurde niedergeschossen

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In Ludwigshafen ist inmitten der Innenstadt auf dem Berliner Platz am Mittwochnachmittag ein Mann mit einem Messer auf einen Polizisten losgegangen. Der Angreifer wurde von der Polizei niedergeschossen. Sowohl ein Polizist als auch der Angreifer erlitten schwere Verletzungen. Bei dem Täter handelt es sich um einen 42-jährigen Obdachlosen. Am Mittwochabend erlag der 42-jährige Töter im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen. Die polizeilichen Ermittlungen ergaben, dass der Mann ohne Vorwarnung mit dem Messer auf den Polizisten losging und auf den Beamten einstach. Der Polizist war zu dem Zeitpunkt zu Fuß auf Streife in der Ludwigshafener Innenstadt. Polizeiangaben zufolge konnte der Angriff nur noch durch den Einsatz von Schusswaffengebrauch abgewehrt werden. Warum der Mann mit dem Messer auf den Beamten losging ist unklar.

Der Innenminister Roger Lewentz teilte mit, dass er entsetzt über die Vorkommnisse sei und seine Gedanken jetzt bei dem Polizisten und seiner Familie sind.