Löhne: Achtjähriges Mädchen wurde im Internet zum Verkauf angeboten

Symbolfoto: © Thorben Wengert | pixelio.de

Ein achtjähriges Mädchen aus Löhne im Landkreis Herford wurde im Internet zum Verkauf angeboten. Die Polizei geht zur Zeit davon aus, dass das Mädchen die Versteigerungsseite mit einem sozialen Netzwerk verwechselt hat. Als Verkaufspreis waren mehr als 45.000 Dollar angesetzt worden. Das Höchstgebot lag bei 45.448 Dollar. Unklar ist, wer das Gebot abgegeben hat. Das Mädchen gab gegenüber der Polizei an, sich selbst zum Verkauf angeboten zu haben. Mehrere Personen hatten das Inserat auf der Verkaufsplattform gesehen und die Polizei alarmiert. Polizisten ermittelten, dass es sich bei der Achtjährigen um ein Flüchtlingsmädchen aus dem Libanon handelt. Das Mädchen lebt seit zwei Jahren gemeinsam mit ihren Eltern und zwei Geschwistern in der Flüchtlingsunterkunft in Löhne. Mehrere Polizisten stellten die Handys der Familie sicher. Das Mädchen und ihre dreijährige und zwölfjährige Schwester wurden vom Jugendamt in Obhut genommen. Die Familie wurde nach dem Vorfall in das Jugendamt bestellt. Die Kinder sind inzwischen zurück bei ihren Eltern.

Share

SEK-Einsatz in Lohne: Mann schoss seinem Nachbarn ins Gesicht – Festnahme

Symbolfoto: © Rike  | pixelio.de

Symbolfoto: © Rike | pixelio.de

Im niedersächsischen Lohne ist am Montag gegen 13.20 Uhr ein Nachbarschaftsstreit eskaliert. Ein 33-Jähriger schoss seinem 29-jährigen Nachbarn ins Gesicht. Anschließend verbarrikadierte er sich in seiner Wohnung und schloss sich ein. Das 29-jährige Opfer erlitt lebensgefährliche Verletzungen und wurde mit einem Rettungshubschrauber in ein Osnabrücker Krankenhaus geflogen. Nach der Tat wurde der Bergweg in Lohne für den Verkehr gesperrt. Ein Sondereinsatzkommando (SEK) rückte aus Hannover an, weil die Situation vor Ort unübersichtlich war. Nachdem die Beamten dreieinhalb Stunden lang in der Hitze ausgeharrt hatten, gab der Einsatzleiter am späten Montagnachmittag um 17.15 Uhr den Befehl zum Zugriff. Die Beamten befürchteten zunächst, dass der Täter in der Wohnung nicht alleine sein könnte. Beim Zugriff stießen die Spezialkräfte auf den Täter und einen weiteren Mann. Beide ließen sich widerstandslos festnehmen. Der zweite Mann war an der Tat auf den Nachbarn offenbar unbeteiligt. Es hat sich keine Geiselnahme in der Wohnung ereignet, bestätigte die Polizei.

Die Beamten sicherten vor Ort eine Schusswaffe. Ob es sich dabei um die Tatwaffe handelt, werden die laufenden Ermittlungen zeigen. Die Hintergründe des Nachbarschaftsstreits sind noch unklar und Bestandteil der polizeilichen Ermittlungen.

Share

Lohne: Großbrand in Wiesenhof-Fabrik –– zweistelliger Millionenschaden wird befürchtet

Symbolfoto: © Marlies Schwarzin  | pixelio.de

Symbolfoto: © Marlies Schwarzin | pixelio.de

Um 13.20 Uhr haben am Ostermontag Reinigungskräfte einen Brand in der niedersächsischen Hähnchen-Fabrik von Wiesenhof in Lohne entdeckt. Das Feuer war in zwei Hallen ausgebrochen. Die Flammen breiteten sich schnell aus. Das Feuer war erst vier Stunden nach dem Ausbruch unter Kontrolle. Anwohner berichteten von mehreren Explosionen. Die Feuerwehr teilte mit, dass Gasflaschen im Inneren der Fabrik explodiert waren. Die Feuerwehr war mit über 460 Einsatzkräften vor Ort. Ein Angestellter und ein Feuerwehrmann erlitten leichte Verletzungen. Während des Brandes breitete sich dichter schwarzer Rauch aus, der zur Zeit auf Schadstoffe kontrolliert wird. Die ersten Tests seien negativ gewesen, teilte ein Feuerwehrsprecher mit. Die starke Rauchentwicklung war auch in 40 Kilometer Entfernung noch zu sehen. Während der Löscharbeiten wurden die Anwohner gebeten ihre Fenster und Türen geschlossen zu halten. Das Produktionsgelände von Wiesenhof befindet sich unmittelbar neben einem Wohngebiet. Aufgrund der Osterfeiertage wurde bei Wiesenhof nicht gearbeitet, sodass nur sehr wenig Personal vor Ort war.

Die Löscharbeiten werden noch bis Dienstag andauern, hieß es Montagabend. Der entstandene Sachschaden liegt ersten Schätzungen zufolge im zweistelligen Millionenbereich. Neben einer Produktionshalle ist auch die Anlieferungshalle niedergebrannt. Die Produktionshalle brannte im Bereich der Filetierung und des Kartonlagers. Tiere kamen nicht zu schaden, teilte ein Feuerwehrsprecher mit. Die Untersuchungen zur Brandursache werden nach Angaben der Feuerwehr wochenlang dauern, weil der Brandort, aufgrund der starken Hitzeentwicklung, zunächst von niemandem betreten werden kann. In der Geflügel-Fabrik in Lohne arbeiten 1.600 Menschen. Die Brandursache ist noch unklar.

Erst am vergangenen Samstag kam es bei Wiesenhof in Lohne zu einem Ammoniakaustritt. Die betroffene Halle wurde daraufhin geräumt. Es hatte sich möglicherweise ein Ventil einer Leitung gelöst, so ein Polizeisprecher. Die genaue Ursache für den Ammoniakaustritt stand bis Montagabend nicht fest.

Im vergangenen Geschäftsjahr setzte Wiesenhof 2,38 Milliarden Euro, bei einem Absatz von knapp 690.000 Tonnen Geflügel, um.

Share