Rettung von Schutzsuchenden aus dem Mittelmeer: Deutsches Rettungsschiff geriet in Seenot

Symbolfoto: © Andreas Hermsdorf | pixelio.de

Schutzsuchende unternehmen unter Lebensgefahr immer wieder den Versuch über das Mittelmeer nach Europa zu gelangen. Die deutsche Marine konnte am Samstag 1.200 Menschen aus dem Mittelmeer retten. Das Rettungsschiff der Hilfsorganisation „Jugend rettet e. V.“ geriet unterdessen vor der libyschen Küste in Seenot, weil sich an Bord zu viele Menschen befanden. Die „Iuventa“ sendete am Sonntag ein „Mayday“ an die Seenotrettungsleitstelle MRCC in Rom. Das Schiff ist manövrierunfähig, durch zu viele Menschen an Bord. Das Leben von mehreren hundert Personen stand auf dem Spiel. Für sie war kein Platz mehr unter Deck und das aufziehende schlechte Wetter brachte sie in direkte Gefahr. Zusätzlich befanden sich noch knapp 400 Personen in direkter Umgebung auf Schlauchbooten. Viele von ihnen Frauen, Schwangere und Kinder hatten keine Rettungswesten.

Alle Hilfsorganisationen sind am absoluten Limit. Am Samstag wurden an Bord der „Iuventa“ zeitweise mehrere hundert Menschen gleichzeitig versorgt. Die „Iuventa“ ist seit dem Sommer letzten Jahres im Mittelmeer unterwegs und kreuzt seit Anfang März vor der Küste Libyens.

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Malta: Flugzeugentführung wurde unblutig beendet

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

Am Freitag wurde ein libysches Passagierflugzeug nach Malta entführt. Im Flugzeug befanden sich 118 Menschen. Die Airbus-Maschine der staatlichen Fluggesellschaft flog ursprünglich einen Inlandsflug von Sabha nach Tripolis. Plötzlich änderte Flug 8U209 jedoch seinen Kurs in Richtung Malta. Gegen 11.30 Uhr landete die Maschine schließlich in der maltesischen Hauptstadt Valetta. Alle Geiseln wurden freigelassen und sind in Sicherheit. Anschließend ergaben sich die zwei Entführer den maltesischen Sicherheitskräften. Nach einer Durchsuchung wurden sie verhaftet. Zuvor drohten die Entführer damit die Maschine in die Luft zu sprengen. Die beiden Entführer waren Anhänger des langjährigen Machthabers Mummar al-Gaddafi. Nachdem die Entführer sich ergeben hatten, baten sie um politisches Asyl in Malta. De Regierungschef von Malta teilte mit, dass bei den Festgenommenen eine Handgranate und eine Handfeuerwaffe gefunden wurde.

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239 Schutzsuchende sind vor der libyschen Küste ertrunken

Symbolfoto: © Andreas Hermsdorf | pixelio.de

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Im Mittelmeer hat sich eine weitere Flüchtlingskatastrophe ereignet. Die Vereinten Nationen (UN) teilten mit, dass 239 Schutzsuchende im Mittelmeer vermisst werden, unter ihnen auch zahlreiche Frauen und Kinder. Bisher wurden zwölf Leichen, darunter auch Kinder, aus dem Wasser gezogen. Zwei Schiffe waren in der Nacht zu Donnerstag im Mittelmeer verunglückt. Lediglich 31 Passagiere überlebten von den beiden betroffenen Schiffen die Havarien und konnten in der Nacht zu Donnerstag in Lampedusa an Land gebracht werden. Die Suche nach den Vermissten, 25 Kilometer vor der libyschen Küste, gestaltet sich aufgrund von schlechtem Wetter als schwierig, teilte die Küstenwache mit. Die meisten Überlebenden stammen aus Guinea.

Im Mittelmeer ertrinken immer wieder Schutzsuchende bei den lebensgefährlichen Versuchen nach Europa zu gelangen. In diesem Jahr starben bisher, offiziellen UNO-Angaben zufolge, mindestens 3.800 Menschen bei der Flucht über das Mittelmeer. Im gesamten letzten Jahr gab es 3.771 Tote. Obwohl sich die Anzahl an Schutzsuchenden, die Europa über den Seeweg erreichen wollen, im laufenden Jahr halbiert hat, ist die Anzahl an Todesfällen gestiegen.

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Absturz von Kleinflugzeug in Malta: Fünf Tote

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

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Am internationalen Flughafen von Malta ist am Montagmorgen gegen 7.20 Uhr ein Kleinflugzeug, das zu einer in Luxemburg ansässigen Gesellschaft gehört, abgestürzt. Die Maschine wollte nach Misrata in Libyen fliegen und stürzte bereits unmittelbar nach dem Start ab. Fünf Menschen kamen bei dem Absturz ums Leben. Bei den Todesopfern handelt es sich um französische Staatsbürger. Die verunglückte Maschine war eine zweimotorige Metroliner die der Gesellschaft CAE Aviation gehörte. Diese Gesellschaft bietet Flugdienste in den Bereichen Luftraumüberwachung bis hin zu militärischen Operationen an.

Nach dem Absturz wurde das Flugfeld geschlossen. Brennende Wrackteile wurden bis auf die Straße neben dem Flughafen geschleudert.

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Vor Libyen: Bewaffnete greifen Flüchtlingsboot an – Tote

Symbolfoto: © Andreas Hermsdorf | pixelio.de

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Vor der libyschen Küste wurde am Freitag ein Flüchtlingsboot angegriffen. Mehrere Menschen starben. Die Angreifer näherten sich mit einem Schiff, das dass Abzeichen der libyschen Küstenwache hatte. Die libysche Küstenwache hat nach Angaben der Hilfsorganisation Sea Watch das Flüchtlingsboot angegriffen und damit den Tod von bis zu 25 Menschen verursacht. Die Küstenwache hatte das Schiff, auf dem sich 150 Schutzsuchende befanden, geentert und auf die Passagiere anschließend mit Knüppeln eingeschlagen. An Bord war daraufhin Panik ausgebrochen und das Schlauchboot kippte um, sodass ein Großteil der Flüchtlinge ins Wasser rutschte. Die Rettungskräfte von Sea Watch hatten versucht so viele Menschen, wie möglich zu retten – eine zweistellige Anzahl an Personen ist jedoch ertrunken. Insgesamt wurden 120 Schutzsuchende gerettet und an Bord der „Sea Watch 2“ aufgenommen. Ein von der Küstenwache umgeleiteter Öltanker sicherte die Rettungsaktion ab.

Der Zwischenfall ereignete sich, während der laufenden Rettungsaktion, als die Besatzung der Sea Watch 2, Menschen in dem Flüchtlingsboot mit Schwimmwesten und Medikamenten ausstatten wollten. Zur Zeit ist noch unklar, warum die libysche Küstenwache so vorgegangen ist. Sea Watch forderte eine schnelle Aufklärung des Falls. Die Angreifer sprachen arabisch. Der Vorfall ereignete sich rund 14 Seemeilen vor der nordafrikanischen Küstenstadt Misrata in internationalen Gewässern.

Mitte August hatte die libysche Küstenwache das Schiff „Bourbon Argos“ von der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen beschossen. Bewaffnete gaben aus mehreren hundert Metern Entfernung Schüsse ab und kamen anschließend an Bord des Hilfsschiffs. Ohne etwas mitzunehmen, verließen die Angreifer das Schiff rund 50 Minuten später wieder. Das Personal der libyschen Küstenwache ist unerfahren und nicht entsprechend ausgebildet.

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Mittelmeer: Europäische Schiffe retten am Wochenende 5.800 Flüchtlingen das Leben

Symbolfoto: © Andreas Hermsdorf | pixelio.de

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Am Sonntag haben die italienische und die französische Marine den zweiten Tag in Folge tausende Menschen im Mittelmeer von überfüllten, maroden Schiffen in Sicherheit gebracht. Mindestens zehn Menschen starben jedoch. Die Küstenwache in Italien ist für die Einsatzleitung zuständig und koordiniert die Rettungseinsätze. Viele der geretteten Flüchtlinge waren in äußerst wackeligen und maroden Booten auf dem Weg nach Europa, bestätigte die italienische Küstenwache. Die zehn Leichen wurden bei drei verschiedenen Einsätzen geborgen. Bei einem Einsatz war ein Frachtschiff als erstes vor Ort. Die Helfer hatten nördlich von Tripolis 105 Überlebende gerettet und drei Leichen geborgen. Die Besatzung eines italienischen Marinehubschraubers sah unter anderem ein Schlauchboot, dem die Luft ausging und alarmierte die Küstenwache. Bei einem der Rettungseinsätze wurden 311 Menschen, darunter auch 16 Kinder vom Fischerboot einer Menschenschmugglerbande gerettet. Die Zunahme der Überfahrten von Flüchtlingsbooten in der wärmeren Jahreszeit wurde von Italien bereits im Vorfeld erwartet. Die maroden Boote werden überfüllt, damit die Menschenschmuggler-banden den maximalen Profit erzielen können. Jeder Flüchtling muss umgerechnet mehrere hundert Euro für die lebensgefährliche Überfahrt bezahlen. Die Schlepperbenden machen sich das durch den Krieg entstandene Chaos zu nutze. Die neuen Flüchtlinge bringen das Aufnahmelager auf Lampedusa an den Rand der Aufnahmekapazitäten. Zahlreiche Flüchtlinge wurden deshalb bereits nach Sizilien und auf das italienische Festland gebracht.

Erst im April ereignete sich zwischen der libyschen und der italienischen Insel Lampedusa erneut eine Flüchtlingskatastrophe bei der 700 Menschen, darunter auch Frauen und Kinder, im Mittelmeer ertrunken sind.

Seit Jahresbeginn erreichten bisher mehr als 21.000 Bootsflüchtlinge Italien. Die italienische Regierung bittet schon seit langem um mehr Hilfe aus Europa, um die Flüchtlingskrise unter Kontrolle zu bekommen. Die EU hat daraufhin in einer Krisensitzung beschlossen die Rettungsmission „Triton“ zu verstärken. Seit dem Jahresbeginn ertranken im Mittelmeer insgesamt 1.750 Flüchtlinge – das sind 30 Mal mehr wie im gleichen Zeitraum des letzten Jahres.

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Katastrophe im Mittelmeer: Bis zu 700 Menschen sind bei Schiffsunglück ertrunken

Symbolfoto: © Andreas Hermsdorf | pixelio.de

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Im Mittelmeer hat sich zwischen der libyschen und der italienischen Insel Lampedusa erneut eine Flüchtlingskatastrophe ereignet. Die Vereinten Nationen (UN) teilten mit, dass bis zu 700 Menschen vermisst werden und ertrunken sind, nachdem ihr Trawler vor der libyschen Küste gekentert ist. Ein portugiesisches Handelsschiff konnte 28 Überlebende retten und an Bord aufnehmen. Bis Sonntagmittag wurden bereits 20 Leichen geborgen. Das UN-Flüchtlingshochkommissariat (UNHCR) sprach von einer Katastrophe, deren Auswirkungen alle bisherigen Flüchtlingsdramen im Mittelmeer übersteigt. Überlebende teilten übereinstimmend mit, dass sich zum Zeitpunkt der Havarie mehr als 700 Menschen an Bord des Schiffs befanden. Das Boot geriet in der Nacht zu Sonntag in Seenot. Die italienische Küstenwache und die Marine befinden sich mit dutzenden Schiffen und Flugzeugen an der Unglücksstelle im Meer. Die Flüchtlinge hatten vor der Havarie noch einen Hilferuf abgesetzt. Daraufhin wurde der portugiesische Frachter von der italienischen Küstenwache angewiesen wurde, seine Route zu verändern. Das Unglück geschah, als sich der Frachter bereits in Sichtweite des Flüchtlingsboots befand und sich bemerkbar machte. Die Bewegung zahlreicher Flüchtlinge brachte das Schiff zum Kentern. Die Besatzungsmitglieder des portugiesischen Handelsschiffes sagten, dass das Schiff vor ihren Augen umgekippt sei. Über die Herkunft der Menschen an Bord ist bisher nichts bekannt. Die Bürgermeisterin von Lampedusa sagte, dass das Mittelmeer zu einem Friedhof geworden sei und Italien sich selbst überlasen ist.

Sollte sich bestätigen, das über 700 Menschen im Mittelmeer ertrunken sind, wäre es das schlimmste Massensterben, das im Mittelmeer jemals geschah. Erst vor wenigen Tagen ertranken mehr als 400 Menschen vor der libyschen Küste (wir berichteten). Es war der bisher traurige Höhepunkt einer nicht endenden Flüchtlingskatastrophe. Es wird befürchtet, dass 2015 noch mehr Flüchtlinge, wie 2014 ankommen werden. Seit Jahresbeginn erreichten bisher mehr als 21.000 Bootsflüchtlinge Italien. Die italienische Regierung bittet schon seit langem um mehr Hilfe aus Europa, um die Flüchtlingskrise unter Kontrolle zu bekommen. Der italienische Regierungschef Renzi fordert von der Europäischen Union einen Krisengipfel. Es wird daran gearbeitet, dass das Treffen Ende nächster Woche stattfinden kann, teilte der Regierungschef mit.

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