Anti-Terror-Einsatz in Markkleeberg: SEK verhaftet mutmaßlichen IS-Kommandeur

Symbolfoto: © Rike | pixelio.de

Im sächsischen Markkleeberg ist am Donnerstagabend ein mutmaßlicher IS-Kommandeur verhaftet worden. Der 39-jährige Syrer Ahmad A. wurde von einem Sondereinsatzkommando der Polizei vor einer Fahrschule überwältigt. Der Mann hatte sich dort zu einem Kurs angemeldet. Anschließend wurde die Wohnung des 39-Jährigen durchsucht. Der Mann war Mitglied der terroristischen Vereinigung „Al Nusra-Front“. Der Verdächtige soll 2012 im Syrien-Krieg eine führende Position gehabt haben und an der Eroberung der Stadt Tabka beteiligt gewesen sein. Im Frühjahr 2013 hat er sich den Terroristen des „Islamischen Staats“ (IS) angeschlossen. Seit wann er sich in Deutschland aufhielt, teilten die Behörden nicht mit. Dem Festgenommenen werden keine Anschlagspläne in Deutschland vorgeworfen. Alle Taten, die ihm vorgeworfen werden, wurden in Syrien begangen. Der Ermittlungsrichter ordnete Untersuchungshaft an.

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Leipzig: Landsmann fesselt syrischen Terrorverdächtigen Jaber A. –– Festnahme

Symbolfoto: © Rike  | pixelio.de

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Der international gesuchte Terrorverdächtige Jaber A. konnte in der Nacht zu Montag um 0.42 Uhr im Leipziger Stadtteil Paunsdorf verhaftet werden. Der tatverdächtige Syrer hatte am Leipziger Hauptbahnhof einen Landsmann angesprochen und ihn gefragt, ob er bei ihm übernachten könnte. Der Syrer erkannte den Mann, als den Terrorverdächtigen, lud ihn zu sich nach Hause ein und fesselte ihn wenig später in seiner Wohnung und alarmierte die Polizei. Die Beamten fanden den 22-jährigen Jaber A. gefesselt in der Wohnung vor. Jaber A. war als Flüchtling in Deutschland registriert und steht unter dringendem Tatverdacht einen Sprengstoffanschlag geplant zu haben.

Am Samstag konnte er während einer Anti-Terror-Razzia knapp entkommen. Im Inneren der Chemnitzer Wohnung, in der sich der 22-Jährige aufhielt, wurden später mehrere hundert Gramm hochexplosiver Sprengstoff gefunden. Der Mieter der Wohnung wurde am Samstagnachmittag am Hauptbahnhof von Chemnitz verhaftet. Er könnte ein Komplize von Jaber A. sein. Der Mann hatte offenbar einen Sprengstoffanschlag auf einen der Berliner Flughäfen geplant. Jaber A. war im Auftrag der Terroristen des „Islamischen Staats“ (IS) aktiv. Am Sonntag wurden bereits die Sicherheitsmaßnahmen auf den Flughäfen in Berlin Tegel und Schönefeld verstärkt.

Die Bundesanwaltschaft hat die Ermittlungen gegen den Terrorverdächtigen übernommen. Jaber A. wird nun nach Karlsruhe überführt. Dort wird ihm noch am Montag der Haftbefehl verkündet.
Die Berliner Polizei gratulierte den Kollegen in Sachsen zum Fahndungserfolg.

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IC-Zug in Leipzig wurde evakuiert: Mann drohte damit Fahrgäste zu töten

Symbolfoto: © Rike  | pixelio.de

Symbolfoto: © Rike | pixelio.de

In Leipzig-Messse wurde am Mittwochvormittag um 11.48 Uhr ein Intercity-Zug (IC) auf dem Weg von München nach Berlin gestoppt und evakuiert. Zuvor drohte ein 41-jähriger Fahrgast während der Fahrkartenkontrolle damit Fahrgäste in dem IC 2302 zu töten und sich im Zug in die Luft zu sprengen. Zuvor soll er anstatt eines Tickets seinen Behindertenausweis vorgezeigt haben. Dieser berechtigte den 41-Jährigen jedoch nicht zur kostenfreien Fahrt. Anschließend eilten mehr als 100 Polizisten und ein Kriseninterventionsteam zum Messe-Bahnhof in Leipzig. Der Mann wurde bereits als vermisst gemeldet. Das Zugpersonal hatte den Mann im Zug eingesperrt und die Polizei verständigt.

Der Intercity stand insgesamt viereinhalb Stunden lang auf dem Messebahnhof und wurde dabei von schwer bewaffneten Einsatzkräften eines Sondereinsatzkommandos (SEK) umstellt. Der Fahrgast war erst am Hauptbahnhof in Leipzig in den Zug eingestiegen. Der sehr aggressive Fahrgast ließ sich schließlich vom SEK festnehmen. Gegen 16.30 Uhr stieg der Mann in Begleitung des SEK aus dem Zug aus. Er hat freiwillig aufgegeben, in dem er sich mit erhobenen Händen an ein Zugfenster stellte. Anschließend musste sich der Mann vor den Polizisten vollständig entkleiden, um auszuschließen, dass er Sprengstoff am Körper trug. Danach wurde der verwirrte Mann verhaftet und in eine Spezialklinik eingeliefert. Von den Fahrgästen des IC wurde niemand verletzt. Der IC wurde anschließend nach Sprengstoff durchsucht. Dabei kam auch ein Spürhund zum Einsatz. Es wurde keinerlei Sprengstoff gefunden.

Durch den Vorfall wurde der Bahnverkehr im Großraum von Leipzig massiv gestört. Die Strecke in Richtung Berlin wurde gesperrt. Das hatte auch Auswirkungen auf den Fernverkehr. Auch S-Bahn-Linien in Leipzig waren von dem Vorfall betroffen und konnten zum Teil nicht planmäßig verkehren. Ein Not-Busverkehr wurde eingerichtet.

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Menschenkette gegen Rassismus: Deutschlandweit beteiligten sich zehntausende Menschen

Symbolfoto: © Juergen Jotzo | pixelio.de

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Vor dem Weltflüchtlingstag beteiligten sich zehntausende Menschen in zahlreichen deutschen Großstädten an einer Menschenkette gegen Rassismus. Die Organisation „Pro Asyl“ rief beispielsweise in den Städten Berlin, Bochum, Hamburg, München und Leipzig, unter dem Motto „Hand in Hand gegen Rassismus“ zur Bildung einer Menschenkette gegen Rechtsextremismus auf. „Rassismus, Hetze und Fremdenfeindlichkeit breiten sich in Deutschland immer mehr aus. Es ist an der Zeit, die Kultur des Wegschauens zu beenden und dagegen ein deutliches Zeichen zu setzen“, teilte die Organisation zur Begründung mit.

In Leipzig setzten 2.500 Menschen mit ihrer knapp drei Kilometer langen Menschenkette ein deutliches Zeichen gegen Rassismus. Die Initiatoren der Aktion teilten mit, dass deutschlandweit in insgesamt 21 Städten und diversen Dörfern mehr als 33.000 Demonstranten, durch die Bildung einer Menschenkette gegen Rechts, ein starkes Zeichen für ein weltoffenes und vielfältiges Deutschland gesetzt haben. Auch in kleineren Städten, wie Bonn, Münster oder Osnabrück bildeten jeweils mehrere tausend Demonstranten eine Menschenkette. In Berlin war die Menschenkette mit 9.000 Teilnehmern knapp sieben Kilometer lang und reichte vom Stadtteil Kreuzberg bis hin zum Roten Rathaus. Unter den Organisatoren befanden sich neben Pro Asyl auch Terre de Hommes, Amnesty International, Brot für die Welt und der DGB. Weitere prominente Unterstützer waren beispielsweise der Schauspieler Benno Fürmann, sowie der Musiker Michael Breitkopf von den Toten Hosen.

Am Samstag hatten bereits in Bochum 8.500 Menschen eine Menschenkette gebildet.
Während der Auftaktveranstaltung am Sonntag in München sagte die Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth (Grüne), dass wir niemals akzeptieren werden, dass zum Beispiel Muslime oder Schutzsuchende weniger Wert sein sollen, als andere Menschen.

Am Montag wird der Weltflüchtlingstag begangen, deren Anlass die Bildung einer Menschenkette war.

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Geiselnahme in Dölzig bei Leipzig: SEK war im Einsatz

Symbolfoto: © burntimes

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In Dölzig bei Leipzig hat das Landeskriminalamt (LKA) am Donnerstagmorgen eine Wohnungsdurchsuchung, im Frankenheimer Weg, um 6 Uhr durchführen wollen. Hintergrund der Wohnungsdurchsuchung war Kriminalität in Form von Einbruchsdiebstählen. Der Mann hatte sich, nachdem er die Beamten gesehen hatte, in seiner Wohnung verschanzt und seine Frau sowie zwei Kinder in der Wohnung festgehalten. Die Polizei rückte mit einem Großaufgebot, darunter auch Spezialkräfte eines Sondereinsatzkommandos (SEK) an und sicherte das Haus in alle Richtungen ab. Die Beamten versuchten über ein Fenster mit dem Geiselnehmer zu verhandeln. Die Verhandlungsgruppe reichte dem Geiselnehmer immer wieder Zettel durch das Fenster. Bei dem Geiselnehmer handelte es sich um einen Serben, der während der Geiselnahe deutlich sichtbar eine Waffe in der Hand hielt.

Die Polizei teilte mit, dass die Geiselnahme am Donnerstagvormittag gegen 10.30 Uhr beendet werden konnte. Der 29-jährige Geiselnehmer wurde festgenommen. Die festgehaltenen Personen konnten die Wohnung inzwischen verlassen. Bei dem Geiselnehmer hatte es sich nach Angaben der Polizei um einen Serben gehandelt. Die Wohnung wurde nach der Geiselbefreiung durchsucht.

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Legida-Demonstration in Leipzig: Auf die Bahnstrecke Dresden-Leipzig wurde ein Anschlag verübt

Symbolfoto: © burntimes

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Ein Jahr nach dem ersten Legida-Aufmarsch gingen in Leipzig am Montagabend Befürworter und Gegner der islamfeindlichen Gruppierung auf die Straße. Im Stadtteil Connewitz kam es zu Ausschreitungen bei denen rund 250 Vermummte randalierten. Sie zündeten Pyrotechnik und bewarfen Schaufensterscheiben mit großen Pflastersteinen. Unter anderem seien Gegenstände in einen Dönerladen, Augenoptiker und eine Buchhandlung geworfen worden. Die Randalierer haben in der Wolfgang-Heinze-Straße eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Die Polizei teilte mit, dass es sich bei den Randalierern um gewaltbereite Hooligans handelt. Die Randalierer wurden von der Polizei festgesetzt und die Lage war am späten Montagabend unter Kontrolle. Die Randalierer wurden mit einem Gefangenentransporter zur Identitätsfeststellung zu einer nahegelegenen Polizeistation gebracht.

Ein Zeichen für Toleranz und ein friedliches Zusammenleben setzten die Leipziger mit einer Lichterkette. Mehrere tausend Menschen beteiligten sich an der Protestaktion. Anlass dafür war ein Aufmarsch der fremdenfeindlichen Legida-Bewegung. Die Dresdner Pegida-Bewegung hatte ihre Anhänger zur Teilnahme an der Kundgebung in Leipzig aufgerufen. Auch die Pegida-Spitze Lutz Bachmann war am Montagabend nach Leipzig gekommen. An der Legida/Pegida Kundgebung nahmen etwa 2.500 bis 3.400 Menschen teil. Mindestens zehn Wasserwerfer wurden in Stellung gebracht.

Auf die Bahnstrecke Dresden-Leipzig wurde im Vorfeld der Legida-Demonstration ein Brandanschlag verübt. Ein Bahnsignal brannte und fiel anschließend aus. Die Strecke wurde gesperrt.

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Der Stardirigent Kurt Masur ist tot

Symbolfoto: © Martin Morgenstern | wikipedia

Symbolfoto: © Martin Morgenstern | wikipedia

Kurt Masur ist tot. Er verstarb im Alter von 88 Jahren. Masur war ein deutscher Dirigent und ehemaliger Chefdirigent der New Yorker Philharmoniker von 1991 bis 2002. Neben seinem musikalischen Wirken war er auch für sein politisches Engagement insbesondere während der Friedlichen Revolution in Leipzig bekannt.
Am 4. Okrober 1989 hatte Kurt Masur seinen berühmtesten Auftritt der „Leipziger Sechs“. Sie verkündeten vor der großen Demonstration einen Aufruf gegen Gewalt. Neben Masur waren daran auch die damaligen drei Sekretäre der SED-Bezirksleitung Leipzig beteiligt. Außerdem prägte er als Gewandhauskapellmeister fast dreißig Jahre lang das Leipziger Musikleben. Während seines künstlerischen Schaffens erhielt er zahlreiche Auszeichnungen wie den Kunstpreis der DDR und den Echo-Klassik. Im Jahr 2014 erhielt Mansur die Goldene Henne in der Kategorie „Politik“.

Masur fiel es schwer am 10. Oktober 2012 vor die Öffentlichkeit zu treten und bekanntzugeben, dass er an Parkinson litt. Dabei war er immer bekannt für seine Überzeugungskraft. Er dirigierte weiter und spielte zwei Monate nach der Bekanntgabe seiner Krankheit noch ganze Beethoven-Zyklen in München. Die Musik hatte Mansur immer vorangetrieben und sein Leben lang inspiriert. Beethoven bezeichnete Mansur als den Revolutionär des Menschlichen in der Kunst der Musik. Bis zuletzt war Kurt Masur ein bodenständiger Dirigent geblieben.

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Schwerste Ausschreitungen in Leipzig: Oberbürgermeister spricht von Straßenterror

Symbolfoto: © Michael Hirschka | pixelio.de

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Am Samstag kam es am Rande einer Nazi-Demo zu schwersten Ausschreitungen zwischen der Polizei und linken Gegendemonstranten. Es wurden mehr als 40 Polizisten verletzt und viele Demonstranten in Gewahrsam genommen. Vermummte warfen immer wieder Flaschen und Feuerwerkskörper auf Beamte. Die Polizei ging mit Wasserwerfern und Reizgas gegen die Demonstranten vor. Der Polizeisprecher teilte mit, dass die Polizisten aus einer Menge von rund 1.000 Menschen heraus massiv angegriffen wurden. Rund 2.500 Menschen beteiligten sich an den Gegendemonstrationen. Eine Bushaltestelle wurde zerstört und zahlreiche Müllcontainer gingen in Flammen auf, so das erste Fazit aus der Leipziger Südvorstadt. Erste Brände gab es bereits am Samstagmorgen. Es brannten Autoreifen und Müllcontainer. Auf dem Dach einer Fabrik wurde außerdem von Unbekannten ein Lagerfeuer angezündet.

Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) sprach von „Straßenterror“ der von Kriminellen ausging. „Die Gewalt von Anarchisten und Autonomen ist schockierend“, sagte er. Die Polizei war am Samstag mit einem Großaufgebot aus mehreren Bundesländern in Leipzig vor Ort. Am Rande der Demonstration wurde der gegen Rechtsextremismus engagierte Jenaer Stadtjugendpfarrer Lothar König in Gewahrsam genommen worden. Er hatte am Samstag auf einer Gegendemonstration von seinem Lautsprecherwagen aus gesprochen. Gegen ihn wurden Ermittlungen wegen Landfriedensbruchs eingeleitet, teilte die Polizei mit.

Der Grund für die Ausschreitungen war eine angemeldete Demonstration von Rechtsextremisten im Leipziger Stadtteil Südvorstadt. Dort sollen etwa 200 Rechtsextreme demonstriert haben. Damit sind deutlich weniger Neonazis nach Leipzig gekommen, als es zuvor vermutet wurde. Eigentlich wollten die Nazis durch den Stadtteil Connewitz marschieren. Dieses wurde aber von der Polizei aufgrund mehrerer Sicherheitsbedenken verboten – unter anderem weil dort ein alternativer Weihnachtsmarkt und ein Weihnachtskonzert stattfanden.

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Leipzig: Unbekannter erschießt Mann auf Pferdehof – bundesweite Fahndung

Symbolfoto: © Paul-Georg Meister | pixelio.de

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Auf einem Leipziger Pferdehof im Stadtteil Knauthain ist am Donnerstagmittag ein 52-jähriger Mann erschossen worden. Die Polizei teilte mit, dass der unbekannte Täter geflüchtet sei und bundesweit gesucht wird. Der Täter ist mit einer dunklen Limousine, die ein österreichisches Kennzeichen gehabt hat, geflüchtet. Das Kennzeichen des Autos begann mit den Buchstaben „VB“ für Vöcklabruck. Die österreichische Polizei wurde in die Ermittlungen eingeschaltet. Die Polizei geht nach derzeitigem Ermittlungsstand davon aus, dass es sich um einen gezielten Angriff auf den 52-Jährigen handelte. Ob der Täter auf dem Leipziger Pferdehof selbst ein Pferd besaß oder auf dem Hof arbeitete ist noch unklar. Bei dem Toten handelt es sich um den Besitzer des Pferdehofs.

Der gesuchte Täter ist als gefährlich einzustufen, da er mit hoher Wahrscheinlichkeit bewaffnet ist, teilte die Polizei mit.

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200 Meter neben einem Flüchtlingsheim in Berlin: Sporthalle brennt in voller Ausdehnung

Symbolfoto: © Initiative Echte Soziale Marktwirtschaft (IESM)    | pixelio.de

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Die Turnhalle der ehemaligen Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik im Berliner Stadtteil Reinickendorf brennt in voller Ausdehnung. Auf dem Gelände leben momentan auch einige Flüchtlinge. Augenzeugen alarmierten die Feuerwehr um 15.42 Uhr und teilten der Leitstelle mit, dass die Sporthalle auf dem Gelände der Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik in Flammen steht. Die Feuerwehr befindet sich mit 80 Einsatzkräften vor Ort. Menschen wurden nicht verletzt und seien nicht in Gefahr, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Die Sporthalle war abgeschlossen. Die Halle war nicht mehr zu retten. Die Anwohner im näheren Umkreis um die Brandstelle wurden evakuiert. Die weiter entfernt Wohnenden wurden aufgefordert Fenster und Türen wegen möglicher asbesthaltiger oder anderen Stoffen, geschlossen zu halten. Auf dem Gelände der ehemaligen Nervenklinik befanden sich bereits mehrere Flüchtlingsunterkünfte. In der Sporthalle wollten Flüchtlingskinder ab September zusammen Fußball spielen.

Die Brandursache ist noch unklar. Sollte sich jedoch herausstellen, dass das Feuer gelegt wurde und es sich somit um einen Anschlag handelt, müssen die Verantwortlichen die volle Härte des Gesetzes zu spüren bekommen. In dem Berliner Stadtteil Reinickendorf gibt es eine aktive NPD-Szene. Die Ermittlungen zur Brandursache wurden eingeleitet.

In der Nacht zu Mittwoch hatte sich ein Brandanschlag auf eine geplante Flüchtlingsunterkunft in Leipzig ereignet. Ein unbekannter Täter hatte einen Brandsatz in die geplante Flüchtlingsunterkunft geworfen. Eine Matratze ging in Flammen auf.

In der Nacht zu Dienstag gab es einen Brandanschlag in Nauen, bei Brandenburg. Dort ist eine Turnhalle ausgebrannt, in der etwa 100 Asylbewerber vorübergehend wohnen sollten. Der Staatsschutz hat Ermittlungen eingeleitet. Die Polizei bestätigte, dass von vorsätzlicher Brandstiftung auszugehen ist.

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