Köln: Polizei stürmt Vereinsheim des Rockerclubs Hells Angels

Symbolfoto: © burntimes

Schwer bewaffnete Spezialkräfte der Polizei haben am Mittwochabend um 21 Uhr das Vereinsheim des Rockerclubs Hells Angels in Köln gestürmt. Mit einem gepanzerten Spezialfahrzeug durchbrachen sie das Eisentor zum Grundstück und durchsuchten das Gebäude. Es wurden Waffen und Bargeld sichergestellt. Vor Ort wurden außerdem zwölf Personen angetroffen und festgehalten, bestätigte die Polizei. 100 Polizisten waren bis in die nacht hinein im Einsatz. Der Hintergrund der Durchsuchung war ein Vorfall vor zwei Wochen in der Kölner Innenstadt.

Dort hatten 40 Mitglieder der Hells Angels die Geburtstagsfeier des Präsidenten des rivalisierenden Rockerclubs Bandidos angegriffen. Die Hells Angels versuchten gewaltsam in den Nachtclub zu gelangen, in dem die Feier stattfand. Sie wurden von Beamten mit Pfefferspray und Schlagstöcken zurückgedrängt. Die Hells Angels beanspruchen das Gebiet, in dem sich der Nachtclub befindet, für sich. Zu der Feier waren mehr als 100 Personen eingeladen. Es sollte offenbar eine Provokation sein. Mehrere Hells-Angels-Mitglieder wurden nach dem Vorfall in Gewahrsam genommen. Nach dem Vorfall wurden Ermittlungen wegen Landfriedensbruchs eingeleitet. Der richterliche Durchsuchungsbefehl wurde am Mittwochabend vollstreckt.

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Polizei spricht von schwerem Landfriedensbruch: Festnahmen bei Braunkohle-Demo

Symbolfoto: © Rike  | pixelio.de

Symbolfoto: © Rike | pixelio.de

Am Samstagnachmittag haben im brandenburgischen Welzow 300 Demonstranten gewaltsam das Gelände des Kohlekraftwerks „Schwarze Pumpe“ gestürmt. Bei den Demonstranten handelte es sich um Anhänger des „Klimacamps“ und der Gruppierung „Ende im Gelände“. Beide Gruppen hat am Pfingstwochenende zu einer Blockade aufgerufen. Rund 2.000 Menschen folgten dem Aufruf. Die Sprecherin der Gruppe „Ende im Gelände“ teilte mit, dass keine Gewalt angewendet wurde. Die Demonstranten übten angeblich Gewalt gegen das Sicherheitspersonal des Kohlekraftwerks aus. Im Eingangsbereich sollen die Demonstranten Zäune umgerissen haben. Rund 120 Demonstranten wurden von der Polizei vorläufig festgenommen, als sie das Gelände wieder verlassen wollten. Dabei setzten die Beamten Schlagstöcke und Pfefferspray ein. Zwei der Umweltaktivisten zogen sich Verletzungen zu und mussten ärztlich in einem Krankenhaus behandelt werden.

Der Betreiber Vattenfall teilte mit, dass eine Zugangsschranke des Kraftwerks durchbrochen wurde und die Demonstranten somit unkontrolliert auf das Gelände des Braunkohle-Kraftwerks gelangten. Das Unternehmen selbst erstatte Anzeigen. Die Polizei sprach von eingeleiteten Ermittlungen wegen Landfriedensbruch.

Vattenfall teilte außerdem mit, dass Brunkohlegegner das Kraftwerk in Cottbus lahmgelegt haben. Kohlezüge können aufgrund der Demonstranten die Gleise nicht passieren und somit das Kraftwerk nicht erreichen. Die Leistung des Kraftwerks musste deshalb bereits heruntergefahren werden, teilte Vattenfall mit.

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Berlin: Geburtstagsparty gerät nach WhatsApp-Einladung komplett außer Kontrolle: 60 Polizisten im Einsatz

Symbolfoto: © Peter Bohot | pixelio.de

Symbolfoto: © Peter Bohot | pixelio.de

Am Freitagabend ist die Geburtstagsfeier eines 18-jährigen Berliners im Stadtteil Frohnau eskaliert. Er hatte zuvor über den Messenger WhatsApp zu seiner Geburtstagsfeier eingeladen. Der junge Mann rief schließlich die Polizei. Zu der Zeit befanden sich mehr als 120 Gäste im Elternhaus des 18-Jährigen in der Wahnfriedstraße. Die Beamten geleiteten schließlich gegen 22.30 Uhr die Partybesucher aus dem Haus und erklärten die Feier für beendet. Auf der Kreuzung an der Ortwinstraße – ganz in der Nähe des Hauses – befanden sich zu diesem Zeitpunkt weitere 130 Menschen. Es handelte sich bei ihnen um Bekannte und weniger Bekannte des 18-Jährigen. Die Polizei rückte mit einem Großaufgebot an und war mit 60 Beamten im Einsatz. Zusätzlich wurde ein Polizeihubschrauber eingesetzt. Dieser sicherte die Abreise der Partygäste aus der Luft ab. Auf dem Weg zu den umliegenden S-Bahn-Stationen bildeten sich immer wieder größere Gruppen. Einige Partygäste leisteten Widerstand, sodass die Polizisten Platzverweise gegen die Partygäste aussprachen. Es kam zu mehreren Sachbeschädigungen und Landfriedensbrüchen.

Am Samstag stand das Haus, in dem gestern noch gefeiert wurde offenbar leer. Der Vater des 18-Jährigen soll die Immobilie, in der die Feier ausgerichtet wurde, erst vor Kurzem erworben haben. Einige Glasscheiben sind während der Feier zu Bruch gegangen. Ein Teil der Jugendlichen, die in dem Haus randaliert haben, gehören zu einer polizeibekannten Gruppe aus Berlin.

Nach wie vor haben einige Jugendliche nicht verstanden, dass die sozialen Plattformen im Internet, aufgrund ihrer großen Reichweite, nicht die beste Möglichkeit sind Gäste zu einer privaten Feier einzuladen.

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Rechtsextreme greifen Flüchtlingsheim bei Dresden an

Symbolfoto: © burntimes

Symbolfoto: © burntimes

Im sächsischen Heidenau bei Dresden haben Rechtsextreme erneut ein Flüchtlingsheim angegriffen. Mehrere Neonazis demonstrierten mit rassistischen Parolen und Gewalt gegen Flüchtlinge. In der Nacht zu Samstag blockierten mehrere hundert Rechtsextreme die Zufahrtsstraße zu einer neuen Flüchtlingsunterkunft in Heidenau. Die Asylbewerber wurden von den Rechten angepöbelt und die Polizisten wurden mit Steinen, Flaschen und Feuerwerkskörpern beworfen. Die Beamten setzten Tränengas und Pfefferspray ein. Insgesamt wurden 31 Polizisten verletzt, einer von ihnen schwer.

Politiker verurteilten die Angriffe scharf und forderten harte Strafen für die Gewalttätigen. Bundesjustizminister Heiko Maas appellierte an die Bevölkerung, dass Menschen hierzulande niemals tolerieren dürfen, dass Menschen bedroht und angegriffen werden. In der Nacht zum Samstag waren rund 600 Demonstranten gegen das Flüchtlingsheim in Heidenau auf die Straße gegangen. Knapp 140 Polizisten sicherten die neue Notunterkunft. Um die Lage unter Kontrolle zu kriegen, setzte die Polizei Pfefferspray und Tränengas ein. Festgenommen wurde niemand. Es wurden jedoch zahlreiche Verfahren wegen Landfriedensbruchs eingeleitet, teilte die Polizei mit. Gegen 0.40 Uhr traf der Bus mit Flüchtlingen ein. Die Flüchtlinge konnten nur unter Polizeischutz zu der Notunterkunft begleitet werden. Bis Samstagmorgen kamen zwei weitere Busse an. In dem ehemaligen Baumarkt sollen auf knapp 6.000 Quadratmetern insgesamt 600 Flüchtlinge untergebracht werden. Der SPD-Landesvorsitzende in Sachsen erklärte, dass er schockiert sei, dass den Asylbewerbern, die vor Krieg, Not und Verfolgung aus ihrem Heimatland geflüchtet sind, blinder Hass und Ablehnung entgegenschlägt.

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Berlin: Schwimmbad wurde nach Massen-schlägerei geschlossen

Symbolfoto:  © Rainer Sturm  | pixelio.de

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© Rainer Sturm | pixelio.de

Am Sonntagnachmittag um 17.15 Uhr alarmierte eine verantwortliche Fachangestellte für Bäderbetriebe die Polizei und teilte mit, dass es im Columbiabad zu einer Schlägerei mit mindestens 60 Beteiligten gekommen sei. Das war auch der Grund warum 6.000 Badegäste am Sonntagnachmittag das Schwimmbad verlassen mussten. Das Freibad wurde mit Hilfe der Polizei geräumt. Die Fachangestellten für Badebetriebe baten die Polizei um Unterstützung durch Lautsprecherdurchsagen. Die Beamten forderten schließlich alle Besucher zum Verlassen des Bades auf. Zunächst gerieten zwei Jugendliche im Columbiabad aneinander und beleidigten sich gegenseitig. Dann griffen immer mehr Badegäste ein. Innerhalb kürzester Zeit stritten und schlugen rund 60 Menschen gegenseitig aufeinander ein. Bevor die Polizei vor Ort war haben sich die am Streit beteiligen Badegäste bereits wieder über das Bad verteilt. Sie konnten nicht mehr ermittelt werden. Die Polizisten konnten dennoch einige Strafanzeigen wegen Landfriedensbruchs und Nötigung schreiben.

Am Montag blieb das Schwimmbad ebenfalls geschlossen. In der Nacht zu Montag hatten Unbekannte versucht in den Kassenraum des Columbiabads einzubrechen. Die Einbrecher scheiterten jedoch an ihrem Vorhaben. Am Dienstag soll das Bad wieder geöffnet werden.

In den Berliner Schwimmbädern im Stadtteil Neukölln kam es bereits in der Vergangenheit immer wieder zu eskalierenden Auseindersetzungen. Neben dem Columbiabad ist auch das Prinzenbad in Kreuzberg ein Brennpunkt. Die Berliner Bäderbetriebe setzen schon seit Jahren während des Badebetriebes Wachleute ein, die für die Sicherheit auf dem Gelände außerhalb der Schwimmbecken verantwortlich sind. Sie kontrollieren beim Einlass beispielsweise Taschen und Rucksäcke auf gefährliche Gegenstände wie Waffen und Messer. Hierfür sind im Columbiabad zwischen 18 und 24 Sicherheitsmitarbeiter verantwortlich. Alle Fachangestellten für Bäderbetriebe wurden in Berlin außerdem in Deeskalation geschult. Da auch Taschendiebstähle ein Thema sind, befinden sich auch Zivilpolizisten in Badehosen auf den Liegewiesen.

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