Tödliches Autorennen in Berlin: Kudamm-Raser zu Haftstrafen verurteilt

Symbolfoto: © Thorben Wengert | pixelio.de

Das Berliner Landgericht hat am Montag zwei Teilnehmer eines illegalen Autorennens zu Haftstrafen verurteilt. Die zwei Männer rasten am 1. Februar 2016 mit ihren Autos in Berlin den Straßenzug Tauentzienstraße/Kurfürstendamm hinunter und erreichten Geschwindigkeiten von bis zu 160 Stundenkilometern. Die Männer überfuhren mehrere rote Ampeln. Einer der Raser kollidierte mit seinem Auto mit dem Fahrzeug eines 69-jährigen Mannes, der bei Grün in eine Kreuzung eingefahren war. Der 69-jähriger Fahrer starb an seinen schweren Verletzungen. Die Verteidiger argumentierten, dass der Vorsatz an einem Rennen teilzunehmen nicht mit einem Tötungsdelikt gleichzusetzen sei.

Das sah das Gericht anders und verurteilte die beiden Männer im Alter von 25 und 28 Jahren wegen Mordes zu lebenslangen Freiheitsstrafen. Außerdem müssen beide ihren Führerschein lebenslang abgeben. Die Anklage argumentierte, dass die Männer bei ihrem Rennen zwar niemanden töten wollten, aber mögliche Folgen billigend in Kauf nahmen.

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