Syrien: Waffenruhe in Aleppo wurde gebrochen

Symbolfoto: © Katharina Wieland Müller | pixelio.de

Die syrische Armee am Mittwoch den Beschuss auf Aleppo fortgesetzt und die Waffenruhe gebrochen. Die Truppen haben damit begonnen den belagerten Teil im Osten der Stadt mit schweren Waffen zu beschießen. Die Stadt Aleppo wurde weitestgehend von den regierungstreuen syrischen Truppen zurückerobert. Es war geplant, dass am Mittwochmorgen eingeschlossene Zivilisten und Rebellen aus der Stadt heraus gebracht werden. Bisher hat jedoch kein Zivilist oder Kämpfer die Stadt verlassen, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Die 20 wartenden Busse, die die Menschen aus der Stadt herausbringen sollten, sind inzwischen in ihre Depots zurückgekehrt. Zuerst sollten die Verletzten und Zivilisten aus der Stadt gebracht werden. Die Aktion hat jedoch nicht wie geplant stattgefunden.

Das Assad-Regime ist unzufrieden darüber, dass Russland eine Einigung mit den Rebellen ohne ihre Abstimmung verkündet hat. Die syrische Armee hatte zuletzt mehr als ein Drittel des Rebellengebietes im Osten Aleppos einnehmen können. Ost-Aleppo steht vor dem Fall. Die Vereinten Nationen (UN) warnen in diesem Zusammenhang vor einem gigantischen Friedhof. In Aleppo sind 100.000 Menschen auf einem Gebiet von nur noch fünf Quadratkilometern eingeschlossen.

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Aleppo: Vereinte Nationen warnen vor einem gigantischen Friedhof

Symbolfoto: © Katharina Wieland Müller | pixelio.de

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In der stark umkämpften syrischen Stadt Aleppo wurden allein in den letzten Tagen mehr als 70.000 Menschen vertrieben, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Mindestens 26 Menschen kamen bei dem Artilleriebeschuss ums Leben, darunter auch Kinder. Menschenrechtler machen das Assad-Regime und seine Truppen für die Toten verantwortlich. Am Dienstag starben durch einen Luftangriff zehn Menschen, die vor den Kämpfen fliehen wollten. Die syrische Armee hat in den letzten Tagen mehr als ein Drittel des Rebellengebietes im Osten Aleppos einnehmen können. Ost-Aleppo steht vor dem Fall. Die Vereinten Nationen (UN) warnen in diesem Zusammenhang vor einem gigantischen Friedhof. In Aleppo sind 100.000 Kinder hungernd eingeschlossen.

In einer Dringlichkeitssitzung des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen (UN) über eine längere Waffenruhe für das stark umkämpfte Aleppo wurden Standpunkte ausgetauscht und es wurde klar, dass es wenig Hoffnung auf eine schnelle Einigung gibt. Zahlreiche Länder forderten mit Hilfe einer Resolution eine zehntägige Feuerpause durchzusetzen. Zivilisten brauchen dringend eine Feuerpause, um mit dem Nötigsten versorgt zu werden. Außerdem wurden internationale Ermittlungen gegen das Assad-Regime gefordert. Dem Regime werden Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit vorgeworfen.

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Provinz Idlib: Schule wurde bombardiert – mindestens 22 Kinder starben

Symbolfoto: © burntimes

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In Syrien wurde bereits am Mittwoch in der Provinz Idlib eine Schule angegriffen. Mindestens 22 Kinder und sechs Lehrer starben. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte teilte mit, dass vor dem Angriff auf die Schule syrische oder russische Kampfflugzeuge Angriffe auf die betroffene Region flogen. Russland teilte am Donnerstag mit für den Angriff nicht verantwortlich zu sein. Die Vereinten Nationen (UN) forderten, dass dieser Horror-Akt genau untersucht wird. Der UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat sofortige und unparteiische Ermittlungen gefordert. Sollte es sich um einen absichtlichen Angriff handeln, handelt es sich um ein Kriegsverbrechen. Der Generaldirektor von Unicef meldete sich ebenfalls zu Wort und verurteilte den blutigen Luftangriff auf die Schule in der Provinz Idlib scharf und sprach von einer Tragödie.

„Wenn jemand den Befehl zu einem gezielten Angriff auf die Schule gab, muss diese Person zur Verantwortung gezogen werden und für das schreckliche Kriegsverbrechen verurteilt werden“, sagte der Unicef-Geschäftsführer. Es handelt sich um den schwersten Angriff auf eine Schule, seit dem Beginn des Bürgerkriegs vor über fünf Jahren. Seit dem Beginn des Krieges wurden nach Angaben von Unicef mehr als 4.000 Angriffe auf Schulen gezählt. Die betroffene Schule liegt in einer von Rebellen kontrollierten Provinz. Der Krieg in Syrien wird immer rücksichtsloser. Der bevorstehende Winter stellt die Hilfsorganisationen vor große Schwierigkeiten. In vielen Kriegsregionen gibt es weder Strom noch Wasser.

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Militärische Eskalation in Aleppo: Über 180 Tote

Symbolfoto: © burntimes

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Seit Tagen wird Aleppo pausenlos vom Assad-Regime sowie von Russland bombardiert. Auch Krankenhäuser wurden angegriffen. Über 180 Zivilisten kamen dieses Wochenende in Aleppo ums Leben. Die Wasserversorgung brach zusammen, sodass zwei Millionen Menschen von der Trinkwasserversorgung abgeschnitten sind. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon meldete sich zu Wort und teilte mit, dass er entsetzt sei über die „ungeheuerliche militärische Eskalation“. Mehrere Stadtteile von Aleppo wurden mit Bomben angegriffen, die sogar Bunker zerstören könnten. Der Einsatz solcher Waffen in besiedeltem Gebiet ist ein Kriegsverbrechen. Der Westen warnte Russland im Zusammenhang mit dem Bombenhagel auf Aleppo davor, dass die Geduld nicht unbegrenzt sei und forderte ein sofortiges Ende der Gewalt. Die Außenminister teilten am Sonntag auf der UNO-Vollversammlung übereinstimmend mit, dass Russland unfähig ist seinen Pflichten nachzukommen. Russland wies diese Kritik zurück.

Am Sonntag wurden die Bombenangriffe nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte fortgesetzt. Am Sonntag starben bis zum Abend mindestens 14 Zivilisten, darunter zwei Kinder. Syrien und Russland sind offenbar der Ansicht den Bürgerkrieg gewinnen zu können. Eine Rückeroberung Aleppos könnte ein Wendepunkt im Bürgerkrieg sein.

Die USA und Russland machen sich seit einer Woche gegenseitig für den Angriff auf den UN-Hilfskonvoi verantwortlich, bei dem 21 Zivilisten starben, die Menschen in Not helfen wollten.

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Syrien: Waffenruhe ist beendet – UN stellen Hilfslieferungen nach Angriff ein

Symbolfoto: © Katharina Wieland Müller | pixelio.de

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Die Waffenruhe in Syrien wurde am Montag von der syrischen Regierung für beendet erklärt. Die syrische Regierung begründete das Ende der Waffenruhe mit einem US-Angriff auf syrische Soldaten. Ein Hilfskonvoi wurde in der Nähe von Aleppo aus der Luft angegriffen. Mindestens 20 Mitarbeiter von Hilfsorganisationen kamen dabei ums Leben. Die Vereinten Nationen (UN) und das Rote Kreuz erklärten übereinstimmend, dass alle Hilfslieferungen ab sofort eingestellt werden. Der Konvoi war das Ergebnis eines langen Verhandlungsprozesses mit dem Ziel eingeschlossenen Menschen zu helfen. Das US-Außenministerium meldete sich am Dienstagmorgen zu Wort und teilte mit, dass die weitere Kooperation mit Russland in Frage gestellt wird. Noch ist unklar, ob russische oder syrische Kampfflugzeuge hinter dem Angriff auf den Hilfskonvoi stecken. Wenn der Angriff gezielt auf den Hilfskonvoi geflogen wurde, handelt es sich um ein Kriegsverbrechen.

Das Ziel des Hilfskonvois der Vereinten Nationen und des Roten Kreuzes sei nur der syrischen Regierung und der russischen Regierung bekannt gewesen. „Es wurden Menschen getötet, während sie versuchten Menschen in Not beizustehen“, sagte der Sprecher des US-Außenministeriums, John Kirby. „Aufgrund dieser ungeheuerlichen Verletzung der Waffenruhe wird die weitere Zusammenarbeit mit Russland neu bewertet“, erklärte Kirby.

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Syrien: Russland lehnt Waffenruhe für Aleppo ab

Symbolfoto: © Katharina Wieland Müller | pixelio.de

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Die humanitäre Situation in Aleppo ist katastrophal. In der syrischen Stadt kämpfen zur Zeit Rebellen, Terrorgruppen und die Regierungstruppen von Assad um die Macht. Syriens eng Verbündeter Russland hat eine sofortige Waffenruhe am Samstag abgelehnt. Die russische Armee unterstützt in und rund um Aleppo die Regierungstruppen des syrischen Machthabers Assad. Dabei ist die Lage in der Stadt sehr ernst. Zahlreiche Menschen flüchten aufgrund der Luftangriffe in den letzten Tagen. Am Freitag wurde erneut ein Krankenhaus angegriffen und zerstört. Zahlreiche Menschen wurden verletzt. Die kanadische Hilfsorganisation „Union of Medical Care and Relief Organisation“ teilte mit, dass es sich um ein Kriegsverbrechen handelt. Erst diese Woche Donnerstag kamen bei einem Luftangriff auf ein weiteres Krankenhaus in Aleppo über 50 Menschen ums Leben, darunter Ärzte und Kinder (wir berichteten). Bundesaußenminister Steinmeier meldete sich am Samstag zu Wort und sagte, dass Angriffe auf Krankenhäuser abscheulich und unentschuldbar seien. Der Präsident des Deutschen Roten Kreuzes kritisierte den Angriff scharf. Angriffe auf Zivilisten und medizinische Einrichtungen verstoßen massiv gegen das humanitäre Völkerrecht.

In Aleppo leben rund 250.000 Menschen. Ihnen droht der Ausschluss der Versorgung. Die Straßen sind meist menschenleer. Die Bewohner fürchten um ihr Leben und verstecken sich die meiste Zeit des Tages in ihren Wohnungen und Häusern. In den letzten zwei Tagen starben in Aleppo mindestens 250 Menschen.

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Afghanistan: US-Armee soll Krankenhaus angegriffen haben –– 19 Tote

Symbolfoto: © burntimes.com

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Die US-Armee soll für den Tod von 19 Menschen in einem Krankenhaus im afghanischen Kundus verantwortlich sein. Die Vereinten Nationen halten den Angriff für unentschuldbar und kriminell. Die Organisation „Ärzte ohne Grenzen“ war in der Vergangenheit schon in vielen Kriegen im Einsatz. Daher werden allen Konfliktparteien im Voraus mitgeteilt, wo sich ihre Hilfszentren befinden. In Kundus hatte das die Organisation in der Vergangenheit mehrfach, in den letzten Wochen mit genauen GPS-Koordinaten, gemacht. Trotzdem wurde das Krankenhaus bei amerikanischen Luftangriffen mehrfach getroffen. Auch nachdem das amerikanische und das afghanische Militär in Kabul darüber informiert wurden dauerten die Angriffe noch mehr als 30 Minuten an.

Die Organisation „Ärzte ohne Grenzen“ verlangt Aufklärung darüber, wie es zu dem schrecklichen Vorfall kommen konnte. Bei dem Angriff in der Nacht zu Samstag wurden 19 Menschen getötet, darunter zwölf Mitarbeiter und sieben Patienten – unter ihnen auch drei Kinder. Weitere 37 Menschen wurden zum Teil schwer verletzt – 19 davon sind Mitarbeiter von „Ärzte ohne Grenzen“. „Dieser Angriff ist eine abscheuliche und schwere Verletzung internationalen humanitären Rechts“, sagte Meinie Nicolai, die Präsidentin von „Ärzte ohne Grenzen“.

Aus den USA hieß es, dass möglicherweise ein Flugzeug des Typs AC-130 für den Kollateralschaden im Krankenhaus verantwortlich war. Dies werde untersucht, hieß es am Samstag. Das amerikanische Verteidigungsministerium sprach von einem tragischen Vorfall. Das Krankenhaus wurde durch das Bombardement nahezu vollständig zerstört. Auch die Vereinten Nationen kritisieren den Angriff scharf. „Krankenhäuser, in denen sich Patienten und medizinisches Personal befinden, dürfen niemals zum Angriffsziel werden“, sagte der UN-Sondergesandte für Afghanistan, Nicholas Haysom.

Sollte sich der Angriff auf das Krankenhaus als vorsätzlich herausstellen, könnte der Luftangriff ein Kriegsverbrechen darstellen.

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