Reizgas-Attacke am Hamburger Flughafen: 68 Verletzte

Symbolfoto: © Marlies Schwarzin | pixelio.de

Am Sonntagmittag ist am Hamburger Flughafen Gas ausgetreten. Der Flughafen wurde ab 12.32 Uhr evakuiert und vorübergehend gesperrt. Ein Unbekannter hatte mit Pfefferspray gesprüht. Die Klimaanlage sorgte dafür, dass das Gas verwirbelt und verteilt wurde. Zahlreiche Reisende klagten über Augenbrennen und Reizhusten. Insgesamt wurden 68 Menschen behandelt. Neun von ihnen wurden in Krankenhäuser eingeliefert. Die Feuerwehr eilte mit 120 Einsatzkräften zum Flughafen und richtete umgehend Behandlungsplätze für die Verletzten ein. In eisiger Kälte mussten hunderte Reisende vor dem Flughafen ausharren. Zahlreiche Flugverbindungen wurden von Hamburg auf andere Flughäfen umgeleitet. Dreizehn Maschinen kreisten zeitweise in der Luft. Zwei der Maschinen wurden nach Bremen umgeleitet. Der Pfefferspray-Angriff auf den Hamburger Flughafen hatte am Sonntagmittag die Reisepläne von rund 1.500 Fluggästen am fünftgrößten Flughafen Deutschlands durcheinander gebracht. Die Flugzeuge durften nicht landen, weil der Flugbetrieb nur erlaubt ist, wenn die Flughafenfeuerwehr einsatzbereit ist.

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Syrien-Krieg: Fast alle Krankenhäuser in Aleppo haben ihren Betrieb eingestellt

Symbolfoto: © Katharina Wieland Müller | pixelio.de

Symbolfoto: © Katharina Wieland Müller | pixelio.de

In der umkämpften syrischen Stadt Aleppo sind fast alle Krankenhäuser außer Betrieb. Das ist die Folge von heftigen Luftangriffen, die auf die Stadt geflogen wurden. Die UNO äußerte sich bestürzt und entsetzt. Die USA sprachen von „abscheulichen Taten für die es keine Entschuldigungen gibt“ und machten Russland für die aktuelle Situation in der Stadt mitverantwortlich und verurteilen die Angriffe auf medizinische Einrichtungen und humanitäre Helfer scharf. Die syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte teilte mit, dass am Samstag 25 Menschen bei Luftangriffen ums Leben kamen. In ganz Aleppo gibt es keine Kinderklinik mehr, die geöffnet ist. Schon in den Vortagen wurde die letzte funktionierende Kinderklinik im Osten Aleppos immer wieder angegriffen. Die Kinderklinik wurde am Samstag so stark beschädigt, dass diese schließlich geschlossen werden musste.

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) warnte am Samstag in Aleppo vor dem Zusammenbruch der kompletten Infrastruktur. Sollte die Stromversorgung nicht mehr funktionieren, würde auch die Wasserversorgung betroffen sein. Humanitäre Hilfe ist zur Zeit aufgrund der anhaltenden Kämpfe nahezu unmöglich.

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Luftangriffe auf Kliniken und Schulen in Syrien: 50 Tote, darunter auch Kinder

Symbolfoto: © burntimes

Symbolfoto: © burntimes

Am Montag wurde bei einem Luftangriff ein, von der Hilfsorganisation „Ärzte ohne Grenze“ unterstütztes, Krankenhaus in Ma’arat Al Numan angegriffen und zerstört. Die Organisation geht davon aus, dass die Angriffe von regierungstreuen Truppen oder von Russland geflogen worden sind. Mindestens fünf verschiedene Krankenhäuser wurden aus der Luft angegriffen, zusätzlich noch zwei Schulen. Mindestens 50 Menschen starben, darunter auch Kinder. Die Angriffe ereigneten sich in der Provinz Aleppo sowie im nordsyrischen Idlib. Der UN-Generalsekretär Ban Ki Moon zeigte sich tief besorgt und verurteilte die Angriffe als Verstoß gegen internationales Recht. Das ohnehin schon geschwächte Gesundheitssystem in Syrien wird durch die neuen Angriffe noch weiter geschwächt. Die USA verurteilten die Luftangriffe scharf.

Es wird gezweifelt, dass Russland überhaupt entschlossen ist, das brutale Vorgehen des Assad-Regimes gegen die eigene Bevölkerung zu stoppen. Das Assad-Regime hingegen macht die US-geführte Koalition für die Angriffe verantwortlich. Syriens Machthaber Assad sagte, dass US-Kampfflugzeuge für die Angriffe verantwortlich sind.

Die Türkei warf Russland vor, sich am Syrien-krieg wie eine Terrororganisation zu beteiligen. Russland selbst fühlt sich hingegen durch die türkischen Angriffe in Nordsyrien provoziert. Die türkische Regierung warnte vor einer angemessenen Antwort für die zahlreichen Verbrechen gegen die Menschlichkeit, die Russland und andere Terrororganisationen begangen haben.

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