Syrien-Krieg: Viele Tote bei Anschlag auf einen Bus-Konvoi mit evakuierten Syrern

Symbolfoto: © Katharina Wieland Müller | pixelio.de

Ein Abkommen zwischen der syrischen Regierung und den Rebellen sah vor, dass 5.000 Menschen insgesamt vier stark belagerte Orte verlassen. Die Bewohner sollten in eine von Regierungstruppen kontrollierte Stadt im Norden des Landes gebracht werden. Am Samstag wurde der Bus-Konvoi mit evakuierten Menschen angegriffen. Als der Konvoi in der Nähe von Aleppo stoppte, explodierte eine Bombe. Mindestens 43 Menschen kamen ums Leben. Zahlreiche weitere Personen wurden zum Teil schwer verletzt, bestätigte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Es ist noch unklar, wer für die Explosion der Autobombe die Verantwortung trägt. Die syrische Regierung und die Rebellen schoben sich gegenseitig die Verantwortung für den Anschlag zu.

Share

Verdächtiger Rettungswagen-Konovi wurde auf der A3 bei Bonn gestoppt

Symbolfoto: © NicoLeHe  | pixelio.de

Symbolfoto: © NicoLeHe | pixelio.de

Die Polizei hat am Montag auf der Autobahn 3 in der Nähe von Bonn einen auffälligen Konvoi von acht ausrangierten Rettungswagen, die mit Hilfsgütern beladen waren, auf dem Rastplatz Logebachtal gestoppt. Während der Kontrolle gab es zunächst Widerstand. Dieses könnte aber auch an dem plötzlich hohen Medieninteresse auf dem Rastplatz gelegen haben. Die Beamten befürchteten, dass es sich um mutmaßliche Salafisten handeln könnte. Der Konvoi bestand insgesamt aus acht alten Rettungswagen, die zum Teil aus dem Ausland stammten. An Bord fanden die Beamten Hilfsgüter wie Babykleidung und Spielzeug. Die insgesamt 13 Männer teilten der Polizei mit, dass sie die Hilfsgüter in die Türkei bringen wollen, um diese dort an Hilfsorganisationen zu übergeben. Es gab keine strafrechtlichen Gründe, die sie an der Weiterfahrt hinderten. Die Fahrzeugkolonne konnte schließlich nach dreistündiger Untersuchung ihre Fahrt fortsetzen. Der „Kölner-Stadt-Anzeiger“ teilte mit, dass der Konvoi möglicherweise der Salafistenszene um den Hassprediger Pierre Vogel zuzuordnen sei. Einer der Männer soll ein T-Shirt mit dem Aufdruck „Pierre Vogel“ getragen haben.

Share

Irak: Konvoi des IS-Chefs Abu Bakr al-Bagdadi wurde angegriffen

Symbolfoto: © Katharina Wieland Müller | pixelio.de

Symbolfoto: © Katharina Wieland Müller | pixelio.de

Der Irak hat mitgeteilt, dass der Konvoi des Chefs der Terroristenmiliz „Islamischer Staat“ (IS) von der Luftwaffe angegriffen wurde. Der Konvoi wurde bombardiert. Unklar ist noch, ob der Anführer der Terroristen verletzt worden ist. Die Luftwaffe hat den Konvoi in der Nähe der Grenze zu Syrien angegriffen. Der IS-Anführer soll anschließend in einem Fahrzeug weggebracht worden sein. Der Irak hatte in der Vergangenheit jedoch bereits öfters berichtet, dass der IS-Anführer angeblich getötet worden sei. Das hat sich bisher nie bestätigt.

Der IS-Anführer war irakischen Angaben zufolge auf dem Weg zu einem Treffen von mehreren IS-Anführern. Der Angriff auf den Konvoi erfolgte in Rücksprache mit dem Geheimdienst und der gemeinsamen Einsatzzentrale, zu der auch ein Militärberater der von den USA geführten Militäraktion im Kampf gegen den IS gehört. Außerdem teilte der Irak mit, dass auch der Ort des Treffens aus der Luft bombardiert worden sei. Die Sicherheitskräfte verkündeten, dass einige dieser Anführer getötet oder verletzt worden sind. Die Namen der Getöteten sollen zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlicht werden.

Die USA haben auf den IS-Chef Abu Bakr al-Bagdadi ein Kopfgeld von umgerechnet 8,8 Millionen Euro ausgesetzt. Der IS hatte im Sommer letzten Jahres Teile von Syrien und des Iraks erobert und vielerorts ein islamisches „Kalifat“ ausgerufen. Die IS-Terroristen begingen außerdem Gräueltaten, die gegen das Menschenrecht verstoßen. Unter der Führung von den USA wird die Terrormiliz in beiden Ländern bekämpft. In Syrien fliegt seit Kurzem auch Russland Luftangriffe. Der Westen wirft Russland vor nicht gezielt den IS anzugreifen, sondern das Assad-Regime mit Angriffen auf Rebellen zu unterstützen.

Share