Berlin: Durchsuchungen bei möglichem Kontaktmann von Anis Amri

Symbolfoto: © burntimes

Die Bundesstaatsanwaltschaft hat am Dienstag die Unterkunft eines möglichen Kontaktmanns des mutmaßlichen Berlin-Attentäter Anis Amri durchsuchen lassen. Die Unterkunft des 26-jährigen Tunesiers befindet sich in einem Berliner Flüchtlingsheim. Der Tunesier steht im Verdacht von Amris Anschlagsplänen gewusst und ihm möglicherweise geholfen zu haben. Der Kontaktmann kannte den Attentäter seit Ende 2015. Noch kurz vor dem Anschlag standen beide in Kontakt. Die Bundesanwaltschaft kündigte an am Mittwochnachmittag über den Stand der Dinge der Ermittlungen zu informieren. Am vergangenen Donnerstag wurde der mögliche Kontaktmann von Amri mangels Beweisen wieder freigelassen. Am vergangenen Mittwoch wurde der Kontaktmann in Berlin vorübergehend verhaftet. Die Bundesanwaltschaft erwirkte gegen den Mann keinen Haftbefehl.

Anis Amri tötete am 19. Dezember einen polnischen LKW-Fahrer und lenkte anschließend seinen Lastwagen in den Berliner Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche. Elf Menschen starben. Der 24-jährige Tunesier wurde wenige Tage nach dem Anschlag von italienischen Polizisten in Mailand erschossen (wir berichteten).

Share

Anschlag auf Berliner Weihnachtsmarkt: Polizei nimmt mutmaßlichen Kontaktmann von Amri fest

Symbolfoto: © Rike | pixelio.de

Am Mittwoch wurde in Berlin ein 40-jähriger Mann aus Tunesien verhaftet. Er steht im Verdacht Kontakt mit dem mutmaßlichen Attentäter Anis Amri gehabt zu haben, hieß es von der Bundesanwaltschaft am Mittwochabend. Die Telefonnummer des Tunesiers befand sich auf dem sichergestellten Mobiltelefon des Attentäters Amri. Außerdem ergaben Ermittlungen, dass der 40-Jährige in den Anschlag eingebunden sein könnte. Bis Donnerstag soll feststehen, ob gegen den mutmaßlichen Kontaktmann Haftbefehl erlassen wird.

Der 24-jährige Anis Amri hat am Montag vor Weihnachten einen polnischen Lastwagenfahrer getötet und anschließend den Lastwagen in terroristischer Absicht in den Berliner Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz gelenkt. An der Berliner Gedächtniskirche raste er mit dem Lastwagen in den Weihnachtsmarkt und legte dort 50 bis 80 Meter zurück. Dabei wurden zahlreiche Buden zerstört und rund 50 Menschen zum Teil schwer verletzt – zwölf Menschen starben. Die Dschihadistenmiliz „Islamischer Staat“ (IS) hat die Verantwortung für die Tat übernommen.

Der Attentäter wurde in Italien von Sicherheitskräften erschossen. Die Leiche wird noch immer obduziert. Geklärt werden soll auch, ob die Waffe, die Amri bei sich führte, die gleiche Waffe ist mit der der polnische LKW-Fahrer erschossen wurde.

Share