Schlägerei in Fürth bei Köln: 29-Jähriger stirbt – acht Festnahmen

Symbolfoto: © Rike | pixelio.de

Nach einem Gaststättenbesuch in Fürth bei Köln ist ein 29-Jähriger bei einer Schlägerei ums Leben gekommen. Neun stark alkoholisierte Männer gerieten am Sonntagmorgen vor der Gaststätte aneinander. Zwei 19- und 29-jährige Tatverdächtige flohen zunächst vom Tatort, sechs weitere Tatbeteiligte wurden verhaftet. Am Sonntagnachmittag konnten die beiden Tatbeteiligungen verhaftet werden. Der 29-Jährige erlitt lebensgefährliche Kopfverletzungen und verstarb später im Krankenhaus. Der 25-jährige Bruder des Opfers erlitt schwere Gesichtsverletzungen. Polizeiangaben zufolge besteht keine Lebensgefahr. Eine Mordkommission wurde eingeleitet.

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Erdogans Minister dürfen nicht in Deutschland reden – Türkei bestellt deutschen Botschafter ein

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

In den Städten Gaggenau und Köln sollten Wahlkampfauftritte türkischer Minister stattfinden. Die Städte haben diese Veranstaltungen verboten. Der türkische Justizminister und der Wirtschaftsminister wollten die Städte besuchen, um Wahlkampf für die AKP-Partei zu betreiben. Aus Protest gegen die Verhinderung des Auftritts hat der türkische Justizminister ein Treffen mit Bundesjustizminister Maas kurzerhand abgesagt. Er wird nun aus Protest direkt zurück in die Türkei fliegen. Die Auftritte der zunehmend autoritären türkischen Regierung stoßen in Deutschland in allen Parteien auf Kritik.

Der Bürgermeister von Gaggenau teilte mit, dass der Veranstaltungsort nur Platz für etwa 500 Menschen geboten hätte und die Parkplätze und Zufahrten für den erwarteten Besucherandrang nicht ausgereicht hätten. Die Stadt Köln hingegen teilte mit, dass sie den Saal nicht zur Verfügung stellen wird. Der türkische Justizminister geht davon aus, dass politische Motive der Grund für die Absagen sind. Der Sprecher von Präsident Erdogan sprach von einer „Skandal-Entscheidung“.

Im April stimmt die Türkei über die umstrittene Verfassungsänderung ab. Bei der kommenden Volksabstimmung wäre nur noch eine einfache Mehrheit notwendig, damit Erdogan mehr Macht erhält. Wenn es so kommen sollte, könnte Erdogan per Dekret regieren. Damit würde auch sein Einfluss auf die Justiz weiter zunehmen.

Die Türkei hat als Reaktion auf die abgesagten Auftritte der türkischen Minister am Donnerstagabend den deutschen Botschafter einbestellt. Ihm wurde das „Unbehagen“ der Türkei über die Entwicklungen mitgeteilt.

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Köln: Indisches Passagierflugzeug von deutschen Kampfjets abgefangen

Symbolfoto: © Daniel Pittner | pixelio.de

Über den Dächern von Köln wurde eine indische Passagiermaschine vom Typ Boeing 777 von Kampfjets abfangen, nachdem das Flugzeug, von Jet Airways, sich beim Einflug in den deutschen Luftraum nicht über Funk meldete. Das Passagierflugzeug von Mumbai nach London konnte über Funk nicht von der Flugaufsicht erreicht werden – auch nicht über den Notrufkanal. Daraufhin stiegen zwei Abfangjäger in die Luft, um nach dem Rechten zu sehen. Die Eurofighter stellten Sichtkontakt zu den Piloten des Passagierflugzeugs her. Die Piloten der indischen Maschine reagierten auf den Sichtkontakt und gaben Entwarnung. Über die Notfrequenz konnte anschließend wieder Kontakt zur Maschine hergestellt werden. Was die Ursache für die fehlende Anmeldung des Flugs war ist unklar. Der Funkkontakt zu dem indischen Passagierflugzeug riss schon über der Tschechischen Republik ab.

In entgegengesetzter Richtung kam es im März 2014 schon einmal zu einem fast identischen Vorfall. Auch damals war kein Funkkontakt zu der Passagiermaschine möglich. Abfangjäger starteten und stellten fest, dass die Piloten ihre Kopfhörer abgesetzt hatten und vergaßen die Außenlautsprecher einzuschalten. Die Fluggesellschaft hatte ein zweiwöchiges Flugverbot gegen die Piloten ausgesprochen.

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Polizeiliche E-Mail an Asylheime: Schutzsuchende sollen Karneval in Köln meiden

Symbolfoto: © Initiative Echte Soziale Marktwirtschaft (IESM) | pixelio.de

Die nordrhein-westfälische Landespolizei hat eine E-Mail an zahlreiche Asylheime in und rund um Köln versandt. In dem Schreiben wurden Schutzsuchende aufgefordert den Karneval zu meiden. Am Samstag hat sich die Arbeiterwohlfahrt zu Wort gemeldet. Die Einrichtung betreut Schutzsuchende in Nordrhein Westfalen. Die Arbeiterwohlfahrt teilte mit, dass sie den Familien nicht sagen wird, dass sie den Karneval nicht besuchen dürfen. Die E-Mail sei undifferenziert gewesen und diese hätte nie so kommuniziert werden dürfen, urteilte die Einrichtung. Die Polizei begründete den Ausschluss von Schutzsuchenden beim Karneval in Köln damit, dass es zu „unerwünschten Wechselwirkungen“ in der Bevölkerung kommen könnte. Die Innenministerin meldete sich zu Wort und distanzierte sich von dem Schreiben. Eine Sprecherin der Polizeibehörde teilte mit, dass es sich um ein nicht autorisiertes, internes Schreiben handelte. Das Innenministerium teilte mit: „So etwas geht gar nicht.“

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Ausnahmezustand in Köln: Demonstration verlief weitgehend friedlich

Symbolfoto: © burntimes

Symbolfoto: © burntimes

Am Sonntag herrschte Ausnahmezustand in Köln. Die Sorgen vor der Demonstration waren groß und größtenteils unbegründet. Bis zu 30.000 Menschen wurden zu der Pro-Erdogan-Demonstration erwartet. Rund 20.000 Teilnehmer sind am Ende gekommen. Der Anmelder der Demonstration ist die Union Europäisch-Türkischer Demokraten (UETD). Diese demonstrierten gegen den Militärputsch und für eine Demokratie. Die UETD beklagte sich darüber, dass sie keine Politiker aus der Türkei per Video zuschalten durften. Noch in der Nacht zu Sonntag entschied das Bundesverfassungsgericht in dem Fall, dass eine Zuschaltung von türkischen Politikern nicht erlaubt sei. Zu Beginn der Kundgebung wurde mit einer Schweigeminute den Opfern des Putschversuchs, sowie den Opfern der Anschläge in München und Ansbach gedacht. Gegen 18.30 Uhr machten sich die Demonstranten an der Deutz Werft auf den Heimweg. Viele Teilnehmer gelangten mit Reisebussen aus anderen Bundesländern. Parallel zu der Demonstration gab es noch eine Demonstration mit 250 Rechtsextremen und eine weitere unter dem Motto „Köln gegen Rechts“ mit 600 Teilnehmern. Die Polizei hatte die Lage zu jeder Zeit im Griff. Die Polizei war mit 3.000 Einsatzkräften und acht Wasserwerfern im Einsatz.

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Die Pro-Erdogan-Demo in Köln wird Fall für das Bundesverfassungsgericht

Symbolfoto: © Thorben Wengert | pixelio.de

Symbolfoto: © Thorben Wengert | pixelio.de

In Köln werden am Sonntag rund 30.000 Menschen zu der angekündigten Pro-Erdogan-Demonstration erwartet. Der Anmelder der Demonstration ist die Union Europäisch-Türkischer Demokraten (UETD). Diese demonstrieren gegen den Militärputsch und für eine Demokratie. Die UETD beklagte sich, darüber, dass sie keine Politiker aus der Türkei per Video zuschalten dürfen. Das ist nun ein Fall für das Bundesverfassungsgericht, weil sich der Antragsteller nach eigener Aussage in seinen Grundrechten verletzt sieht. Das Oberverwaltungsgericht in Nordrhein-Westfalen hatte bereits entschieden, dass zu der Pro-Erdogan-Demonstration keine Politiker aus der Türkei auf eine Großbildleinwand geschaltet werden dürfen. Der türkische Sportminister und ein Ex-Minister der aktuellen Regierung werden in Köln erwartet und sprechen.

Während der Demonstration soll die türkische und die deutsche Nationalhymne gespielt werden und der Opfer des Putschversuchs gedacht werden, ebenso den Todesopfern der Anschläge in München und Ansbach. Ein Auftritt des türkischen Außenministers konnte abgewendet werden, hieß es von der Kölner Polizei. Während der Demonstration werden 2.700 Beamte für die Sicherheit sorgen. Die Demonstration findet auf dem Areal der Deutzer Werft statt. Die Organisatoren der Demo, die UETD, gilt als der „verlängerte Arm Erdogans“. Es werden mehrere Gegendemonstrationen sowohl Rechts- als auch Linksextreme erwartet. Die Oberbürgermeisterin von Köln sagte, dass sie zahlreiche Anrufe und E-Mails von besorgten Bürgern erreicht hätten. Diese nehme sie sehr ernst, sagte sie.

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Kölner Innenstadt: Polizisten entdeckten eine Bombe in Rucksack eines Linksautonomen

Symbolfoto: © burntimes

Symbolfoto: © burntimes

Die Polizei stoppte am Donnerstagabend in der Kölner Innenstadt einen 27-jährigen Mann aus Dortmund. Im Rucksack des Mannes wurde eine selbstgebaute funktionstüchtige Rohrbombe gefunden. Diese sei zündfähig gewesen, bestätigte die Polizei. Der Mann fiel den Beamten aufgrund seines T-Shirts mit der Aufschrift „FCK CPS“ (Fuck Cops) auf. Weil der Mann sichtlich nervös war, wurde er sehr genau durchsucht. Dabei entdeckten die Beamten die Rohrbombe im Rucksack. Bei dem 27-jährigen Mann handelt es sich um einen Linksautonomen, der bereits 2011 durch politische Gewalt aufgefallen war.

Ein islamistischer Hintergrund kann ausgeschlossen werden. Warum der Mann die Rohrbombe mit sich führte ist noch unklar. Im Fall einer Explosion hätte für die Menschen im näheren Umfeld eine erhebliche Gefahr bestanden. Der Mann wurde zunächst festgenommen.

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Busunfall in Köln-Gremberghoven: 21 Verletzte

Symbolfoto: © Paulwip  | pixelio.de

Symbolfoto: © Paulwip | pixelio.de

In Köln-Gremberghoven ist am Sonntagmittag um 12 Uhr ein Linienbus von der Straße abgekommen und frontal gegen einen Hochspannungsmast geprallt. Die Polizei teilte mit, dass 21 Fahrgäste verletzt wurden, zwei von ihnen schwer – darunter auch der Busfahrer und eine schwangere Frau. Die Verletzten sind zwischen 11 und 76 Jahren alt. Das Unglück ereignete sich in einem Bus der Linie 152, im Verlauf der Neuenhofstraße in Richtung Frankfurter Straße. Kurz hinter der Einmündung Ettore-Bugatti-Straße geriet der Bus, der von einem 57-jährigen KVB-Mitarbeiter gelenkt wurde, von der Straße ab und kollidierte mit einem Strommast. Die Feuerwehr teilte mit, dass sich zum Zeitpunkt des Unfalls 47 Menschen in dem Bus befanden. Nach Angaben der Polizei konnte der Busfahrer das Fahrzeug aufgrund plötzlicher Ohnmacht nicht mehr unter Kontrolle halten.

Der Hochspannungsmast drohte nach dem Frontalzusammenstoß umzustürzen und musste gesichert werden. Die Deutsche Bahn stellte aus Sicherheitsgründen den Strom ab. Fachkräfte wurden beauftragt den kompletten Mast zu demontieren, da dieser lediglich noch auf drei Stützen stand.

Zahlreiche Einsatzkräfte befanden sich an der Unfallstelle, darunter auch ein Rettungshubschrauber.

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Prozessbeginn in Köln: SEK gab über 100 Schüsse auf einen Gemüsehändler ab

Symbolfoto: © Thorben Wengert | pixelio.de

Symbolfoto: © Thorben Wengert | pixelio.de

Am Kölner Großmarkt hat sich am 19. Juni 2011 eine Schießerei ereignet. Der Prozess gegen einen Gemüsehändler hat am Montag begonnen. Er soll aus dem Auto heraus auf einen Beamten des Sondereinsatzkommandos (SEK) geschossen haben. Der heute 55-jährige Gemüsehändler hat ausgesagt keine Schüsse abgegeben zu haben und keine Waffe in der Hand gehalten zu haben. Die Verteidigung des Mannes spricht von einem „absurden Vorwurf“ und verweist auf die Aufnahmen einer Überwachungskamera. Auf den Kameraaufzeichnungen ist zu erkennen, dass der erste Schuss von einem SEK-Beamten ausging. Der Fall hatte im Sommer 2011 deutschlandweit für großes Aufsehen gesorgt.

Der Gemüsehändler hatte eine Ex-Angestellte mit einer Waffe und seine Frau am Telefon bedroht. Das SEK wollte den Mann schließlich in seinem Auto stellen. Dem 55-Jährigen wird vorgeworfen aus dem Wagen heraus Schüsse abgegeben zu haben. Das SEK erwiderte das Feuer und schoss über 100 Mal auf den Gemüsehändler. Er wurde von insgesamt sechs Kugeln getroffen, unter anderem in beide Unterarme und schwer verletzt.

Gegen den Gemüsehändler wird unter anderem wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz ermittelt. Die Ermittlungen wegen versuchten Totschlags wurden bereits eingestellt. Ab Mittwoch werden erste Zeugen vernommen. Insgesamt wurden vierzehn Verhandlungstage angesetzt.

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Bergheim bei Köln: Drei Tote im Schwimmbad gefunden – Unfall wird vermutet

Symbolfoto: © Paul-Georg Meister | pixelio.de

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In einem Schwimmbad in Bergheim-Ahe bei Köln sind drei tote Menschen entdeckt worden. Die Polizei geht zur Zeit davon aus, dass es sich bei den Toten um Bewohner einer dazugehörigen Wohnanlage handelt. Bei den drei Toten handelt es sich um zwei Kinder und einen Jugendlichen. Alle drei wurden leblos im Wasser treibend aufgefunden. Der zuständige Polizeisprecher teilte mit, dass es sich vermutlich um ein tragisches Unfallgeschehen handelt. Spezialisten vom Landeskriminalamt (LKA) in Düsseldorf sicherten im Schwimmbad Spuren und begutachteten die stromführenden Leitungen in der Schwimmhalle. Es wird geprüft, ob ein Stromschlag die drei tötete. Ausschließlich die Bewohner der Wohnanlage haben Zutritt zu dem Schwimmbad – sonst niemand, hieß es am Dienstag. Ein Anwohner entdeckte die Leichen am Dienstagmittag gegen 13 Uhr im Wasser. Mehrere hundert Schaulustige, darunter auch Bewohner der Wohnanlage, versammelten sich in dem Schwimmbad. Auch Notfallseelsorger und eine Dolmetscherin waren im Einsatz.

Am Dienstagabend hieß es, dass es erste Anzeichen dafür gebe, dass die drei ertrunken sind. Das betroffene Schwimmbad wird täglich von 80 bis 100 Menschen benutzt. Die Identität der Toten ist noch unklar. Die Ermittlungen gestalten sich schwierig, weil in der Heimanlage überwiegend ausländische Bewohner untergebracht sind. Es gibt keine ausreichenden Dokumente. In der Wohnanlage leben zur Zeit 2.500 Menschen in 750 Wohnparteien.

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