Nigeria: Über 200 Tote nach Einsturz von Kirche

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

Ein Gottesdienst in einer erst halb fertigen Kirche in Südost-Nigeria endete am Samstagnachmittag in einer Katastrophe. Die Kirche in Uyo im Bundesstaat Akwa Ibom stürzte aus noch unbekannter Ursache rund 30 Minuten nach Beginn eines Gottesdienstes ein. Zunächst stürzte das Dach ein und kurz darauf das ganze Gebäude. Zwei schwere Kräne wurden eingesetzt, um Teile der Dachkonstruktion anzuheben und zu weiteren Opfern zu gelangen. Über 200 Menschen starben. Die Leichen wurden zunächst in die Leichenhallen eines Krankenhauses gebracht. Viele Gottesdienstbesucher wurden von der schweren Dachkonstruktion regelrecht zerquetscht und starben noch bevor Rettungskräfte am Unglücksort eintrafen. Unter den Toten befanden sich auch Regierungsvertreter, die als Gäste eingeladen wurden. In der neu gebauten Kirche sollte Platz für mehrere tausend Menschen sein.

Der Gouverneur der betroffenen Provinz Akwa Ibom war selbst als Ehrengast in der ersten Reihe des Gottesdienstes dabei. Er kam mit dem Schrecken davon und schrieb im sozialen Netzwerk Facebook, dass es sich um das schockierendste Ereignis in der Geschichte des Bundesstaates handelt. Die betroffene Kirche gehört zur evangelischen The Reigners Bible Church International.

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Rouen in Frankreich: Geiselnahme in Kirche – Priester wurde getötet

Symbolfoto: © burntimes

Symbolfoto: © burntimes

Bei Rouen in Frankreich hat sich am Dienstagmorgen eine Geiselnahme ereignet. Die Polizei bestätigte, dass zwei Bewaffnete fünf Menschen in der Kirche von Saint-Etienne-du-Rouvray unter ihre Gewalt gebracht haben, darunter auch den Pfarrer. Der Priester wurde nach Angaben der Zeitung „Le Figaro“ geköpft und überlebte nicht. Eine der Geiseln konnte fliehen und die Polizei alarmieren. Die beiden Täter konnten zwischenzeitlich von Spezialeinheiten überwältigt werden. „Beide Geiselnehmer wurden neutralisiert“, teilte die Polizei mit. Einer der beiden Geiselnehmer wurde dabei getötet. Die Hintergründe der Geiselnahme sind noch unklar. Saint-Etienne-du-Rouvray befindet sich 100 Kilometer nordwestlich von der französischen Hauptstadt Paris.

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Charleston: Weißer erschießt neun Menschen in afroamerikanischer Kirche

Symbolfoto: © O. Fischer | pixelio.de

Symbolfoto: © O. Fischer | pixelio.de

Ein Weißer hat im US-Bundesstaat South Carolina in einer afroamerikanischen Kirche am Mittwochabend Ortszeit neun Menschen getötet. Unbestätigten Medienberichten zufolge soll sich Clementa Pinckney, demokratischer Senator im Landesparlament, unter den Todesopfern befinden. Der 21-jährige Täter ist noch auf der Flucht und konnte bisher noch nicht gefasst werden. Augenzeugenberichten zufolge hat der Täter die Kirche betreten und sofort das Feuer eröffnet. Der Bürgermeister von Charleston bestätigte, dass neun Menschen ums Leben kamen. Acht Opfer seien in der Kirche gestorben und ein Verletzter auf dem Weg ins Krankenhaus.

Die US-Polizei vermutet Fremdenhass als Motiv. Die Beamten fahnden mit Hochdruck nach dem 21-jährigen Täter. Der Mann wird als gefährlich eingestuft. Von ihm fehlt noch jede Spur. Er soll schlank sein, rasiert sein und ein graues Sweatshirt, blaue Jeans und Stiefel getragen haben. Der Bürgermeister sagte in einer ersten Stellungnahme, dass es sich um eine unsägliche und herzzerreißende Tragödie handelt. „Eine böse und hasserfüllte Person hat neun Menschen das Leben geraubt, die zusammenkamen, um gemeinsam zu beten“, sagte er. Ein unbekannter Anrufer hatte zeitgleich zu dem Anschlag bei der Polizei eine Bombendrohung in der Umgebung der Kirche ausgesprochen. Es besteht jedoch keine Gefahr, teilte die Polizei mit. Der Anschlag ereignete sich in der historischen Kirche in der Altstadt von Charleston.

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