Hagen: Einjähriges Kind starb bei Unfall

Symbolfoto: © burntimes

Am Donnerstag geriet ein Volvo-Faher auf der Volmebrücke im nordrhein-westfälischen Hagen auf den Gehweg und prallte frontal in einen Kinderwagen. Das einjährige Kleinkind wurde dabei tödlich verletzt. Der vierjährige Bruder erlitt schwere Verletzungen, schwebt aber nicht in Lebensgefahr. Die 21-jährige Mutter erlitt einen Schock. Während der Rettungsarbeiten fertigten Schaulustige Videos an und behinderten damit die Arbeit der Rettungskräfte. Die Unfallursache ist noch unklar. Es wird geprüft, ob der 34-jährige Autofahrer zum Unfallzeitpunkt einen beeinträchtigten Gesundheitszustand hatte.

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Landkreis Fulda: Säugling lag monatelang tot in der Wohnung

Symbolfoto: © Paul-Georg Meister | pixelio.de

Symbolfoto: © Paul-Georg Meister | pixelio.de

In Hessen wurde in der Nähe von Fulda ein totes sechs Monate altes Baby aufgefunden. Nach einem anonymen Hinweis fanden Beamte in einem Kinderwagen liegend, in einer verlassenen Wohnung, am vergangenen Montag die Leiche eines Säuglings. Die Mutter gab an, sich im Schlaf auf einer Matratze versehentlich auf ihren Sohn gelegt und ihn dabei erstickt zu haben. Aus Angst vor der Polizei hat das paar die Tat verschwiegen. Das Baby lag seit Januar oder Februar tot in der Wohnung. Die Eltern wissen selbst nicht mehr genau, wann ihr Kind ums Leben kam. Das Paar hatte die Wohnung nach dem Tod ihres Kindes verlassen und seit dem bei Freunden und Verwandten gewohnt. Zuvor legten sie ihren toten Sohn in einen Kinderwagen und deckten ihn zu. Der Leichnam war entsprechend stark verwest.

Die Polizei teilte mit, dass das Paar aus schwierigen sozialen Verhältnissen stammt. Beide Eltern sollen auch Drogen- und Alkoholprobleme haben oder gehabt haben. Die Fuldaer Oberstaatsanwalt hat Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung gegen die Mutter eingeleitet. Bislang deutet alles auf einen häuslichen Unfall hin, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Nach dem die Leiche des Säuglings gefunden wurde, verhaftete die Polizei das Paar zunächst. Ob es zu einem Prozess gegen die Mutter kommen wird war am Montag noch unklar.

Das Jugendamt kannte die Familie. Durch eine nicht wahrgenommene Untersuchung des Kindes beim Kinderarzt wurde das Amt erneut informiert. An dem Tag, als eine Mitarbeiterin vor Ort bei den Eltern nachfragen wollte, traf sie dort auf die Polizei, die den toten Säugling entdeckt hatte. Das Jugendamt will das tragische Geschehen noch einmal aufarbeiten, sieht aber keinen grundsätzlichen Nachbesserungsbedarf. Es hatte vor dem Tod des Säuglings keine Hinweise auf Kindswohlgefährdung gegeben.

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