Kiel: Mann zündete Grill in Wohnung an

Symbolfoto: © Marlies Schwarzin | pixelio.de

Die Feuerwehr im schleswig-holsteinischen Kiel wurde am Samstagmittag gegen 13.50 Uhr zu einem Mehrfamilienhaus in die Deliusstraße gerufen. Dort war ein Mann dabei im Wohnzimmer zu grillen. Dabei entstand Kohlenmonoxid in der Wohnung. Kohlenmonoxid entsteht durch die unvollständige Verbrennung von von kohlenstoffhaltigem Material, wie Grillkohle, wenn nicht genügend Sauerstoff vorhanden ist. Der Kieler hatte Glück, er kam mit einer Vergiftung ins Krankenhaus. Auch die Katze des Mannes konnte die Feuerwehr retten. Nach dem Ablöschen des Grills lüftete die Feuerwehr die Wohnung.

Brandanschlag in Kronshagen bei Kiel: 38-jährige Mutter stirbt

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Auf offener Straße hat sich am Mittwoch ein Brandanschlag im schleswig-holsteinischen Kronshagen bei Kiel ereignet. Eine 38-jährige Frau wurde von ihrem Ehemann auf dem Gehweg vor dem Mare Klinikum mit einer brennbaren Flüssigkeit übergossen und angezündet. Augenzeugenberichten zufolge brannte die Frau am ganzen Körper. Sie lief brennend vor dem Täter davon und überquerte dabei eine Straße. Ersthelfer versuchten vergebens die Flammen zu ersticken. Erst der Einsatz eines Feuerlöschers konnte die Flamen ersticken. Ein Sprecher der Polizei sagte, dass die Frau so stark verbannt war, dass nicht mehr zu erkennen gewesen sei, ob es sich um eine Frau oder einen Mann handelte. Der 41-jährige Ehemann flüchtete nach der Tat. Ihm selbst brannte die Hose. Ein Augenzeuge konnte den Täter kurz nach der Tat überwältigen und der Polizei übergeben. Der Täter lebte mit seiner Frau viele Jahre in Kiel zusammen. Beide sind vor 20 Jahren aus Afrika nach Deutschland gekommen. Das Paar lebte zuletzt allerdings getrennt.

Die Ermittler gehen von einer Beziehungstat aus. Die Staatsanwaltschaft prüft zur Stunde, ob der Täter in Untersuchungshaft genommen wird oder in eine Psychiatrie eingewiesen wird. Das Jugendamt brachte die beiden drei und sieben Jahre alten Kinder des Opfers in einer Pflegefamilie unter. Die 38-Jährige wurde nach Tat mit schwersten Verbrennungen in ein Krankenhaus eingeliefert. Am Mittwochabend gegen 17.30 Uhr erlag sie dort ihren schweren Verletzungen.

Dei Polizei befragte nach der Tat mehrere Zeugen, die das Geschehen beobachtet haben. Kriseninterventionshelfer rückten an, um die Ersthelfer und Augenzeugen zu betreuen.

Zeugensuche in Kiel: Rund 30 Gaffer filmten und verfolgten Angriff auf Polizisten

Symbolfoto: © burntimes

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Ein 37 Jahre alter Polizeibeamter des 4. Reviers in Kiel ist in der Nacht von vergangenen Samstag auf Sonntag bei einem Einsatz schwer verletzt worden. Er erlitt mehrere Frakturen im Gesichtsbereich. Der Tatverdächtige konnte ermittelt werden. Während einer Streifenfahrt wurde ein Streifenwagen des 4. Reviers gegen 23.30 Uhr in der Schulstraße aus einer Personengruppe heraus mit einem Laserpointer geblendet, so dass sich die Beamten zur Kontrolle entschlossen. Da sich die elfköpfige Gruppe hochaggressiv und unkooperativ gegenüber den Beamten verhielt wurden weitere Streifenwagen zur Unterstützung der Maßnahme hinzugezogen. Als die Beamten die Personalien der Gruppe aufnehmen wollten, schlug ein 20 Jahre alter Tatverdächtiger unvermittelt auf einen Polizei-Obermeister ein, der gerade einer anderen Person zugewandt war. Der Polizist ging zu Boden und erlitt einen mehrfachen Nasenbruch, einen Bruch der Augenhöhle, einen Jochbeinbruch und einen Bänderriss am Fuß. Die Verletzungen werden im Laufe der aktuellen Woche operiert.

Nach bisherigem Ermittlungsstand haben sich während des Polizeieinsatzes in der Gaardener Schulstraße rund 30 Schaulustige eingefunden, die den Einsatz teilweise auch mit ihren Smartphones gefilmt haben sollen. Auf die Aussagen der Zeugen, beziehungsweise deren Videoaufnahmen, sind die Ermittler nun angewiesen. Personen, die noch nicht von der Polizei befragt wurden, werden gebeten, sich unter der Rufnummer 0431 / 160 3333 mit der Kriminalpolizei Kiel in Verbindung zu setzen.

Kiel: Zwei Dutzend Männer haben Jugendliche in Kiel bedrängt

Symbolfoto: © burntimes

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Im Kieler Einkaufszentrum Sophienhof hat am Donnerstagabend gegen 17.30 Uhr eine Horde von 20 bis 30 Männern mit Migrationshintergrund Jagd auf Mädchen gemacht haben. Drei Mädchen im Alter von 15 bis 17 Jahren wurden massiv bedrängt. Zunächst hatten zwei Afghanen die Mädchen beobachtet, sie in ein Restaurant verfolgt und sie anschließend mit Mobiltelefonen gefilmt und fotografiert. Nachdem die beiden Männer die Aufnahmen verbreiteten, nahm die Anzahl der Männer mit Migrationshintergrund immer weiter zu. Vier der Täter wurden verhaftet, zwei von ihnen sind inzwischen wieder auf freiem Fuß.

Unter den Verhafteten befinden sich auch die zwei Afghanen, die der Polizei gegenüber Widerstand leisteten. Zu den Nationalitäten der anderen Männer machten die Beamten keine weiteren Angaben. Die Festgenommenen wehrten sich auf dem Weg in das Polizeirevier stark gegen die Beamten. Es kam zu Körperverletzungen, Beleidigungen und Bedrohungen. Bei der weiteren Untersuchung der Verdächtigen wurde auch der Polizeiarzt bedroht und beleidigt. Der Vorfall sei nicht hinnehmbar und muss aufgeklärt werden, sagte Schleswig-Holsteins Innenminister am Freitag. Die Polizei hat gut und richtig reagiert. Die Polizeipräsenz am Sophienhof soll ab sofort verstärkt werden. Es kam in Kiel, im Gegensatz zu den Taten in der Silvesternacht in Köln, zu keinen körperlichen Übergriffen. Die zwei Haupttäter wohnen in Kiel. Die jungen Frauen werden psychologisch betreut. Eine Ermittlungsgruppe hat in Kooperation mit der Kriminalpolizei Ermittlungen aufgenommen. Experten werten Videoaufnahmen von Überwachungskameras und die Daten von sichergestellten Mobiltelefonen aus.

Die Polizei sucht nun Zeugen, die Angaben zu den Abläufen am Donnerstagabend machen können. Diese werden gebeten sich mit der zuständigen Polizei unter der 0431 – 160-3333 in Verbindung zu setzen.

Olympia-Referendum: Hamburg hat zu Olympia 2024 nein gesagt

Symbolfoto: © Tim Reckmann  | pixelio.de

Symbolfoto: © Tim Reckmann | pixelio.de

Die Olympia-Entscheidung ist am Sonntagabend gefallen. Die Hochrechnung des ZDF mit 56 Prozent Zuspruch sollte sich als falsch herausstellen: Die Olympiade im Jahr 2024 wird nicht in Hamburg stattfinden. Die Hamburger haben mit 51,6 Prozent knapp gegen die Olympiade in ihrer Stadt gestimmt. Die Wahllokale waren seit Sonntagmorgen um 8 Uhr geöffnet. Viele Bürger hatten bereits im Vorfeld per Briefwahl ihre Stimme abgegeben. Insgesamt wurden in Hamburg 646.434 gültige Stimmen abgegeben – das entspricht einer Wahlbeteiligung von etwa 50 Prozent.
Das Referendum hat sich als richtige Entscheidung herausgestellt. Das zeigte die hohe Wahlbeteiligung. Damit steht fest, dass sich Hamburg nicht für die Austragung der olympischen und paralympischen Spiele 2024 bewerben wird. In Kiel, der olympischen Partnerstadt von Hamburg, haben 65,6 Prozent für die olympischen Spiele gestimmt.

In Hamburg wurden zuletzt die Bedenken aufgrund der ungeklärten Finanzierungen lauter. Der Bund weigerte sich einige Tage vor dem Referendum den von Hamburg ausgerechneten Anteil in Höhe von 6,2 Milliarden Euro zu übernehmen. Hamburg selbst war bereit maximal 1,2 Milliarden Euro in die Olympiade 2024 zu investieren. Die Einnahmen durch Olympia 2024 wurden auf 3,8 Milliarden Euro geschätzt. Hamburg wollte außerdem einen eigenen Stadtteil für die Olympiade schaffen.