Bundeswehr: Nazi-Andenken wurden in weiterer Kaserne gefunden

Symbolfoto: © Gabi Eder | pixelio.de

Bei der Bundeswehr gibt es noch weitere rechtsextreme Zwischenfälle. In der Fürstenberg-Kaserne in Donaueschingen wurde ein mit Wehrmachtsdevotionalien dekorierter Besprechungsraum gesichtet. In der Kaserne wurden außerdem Helme aus der Nazi-Zeit in einer Vitrine gefunden. Rechtsextremes Gedankengut scheint bei der Bundeswehr kein Einzelfall zu sein. Der mutmaßlich rechtsextreme Franco A., der ein Parallelleben als Flüchtling führte, arbeitete in der Kaserne in Illkirch. Dort wurde am 7. November 2012 ein vier Meter großes Hakenkreuz auf dem Boden der Kaserne entdeckt.

In der Kaserne in Illkirch wurden Wehrmachtsurkunden, -bilder und eine Nachbildung einer in der Wehrmacht verbreiteten Maschinenpistole gefunden. Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen teilte mit, dass die Wehrmacht nichts mit der Bundeswehr zu tun hat. Sie sagte, dass die Wehrmacht keinesfalls traditionsstiftend für die Bundeswehr sei. Von der Leyen rechnet damit, dass noch weitere rechtsextreme Vorfälle öffentlich werden. Bundesjustizminister Heiko Maas rief die Bundeswehr zu einem engagierten Kampf gegen Rechtsextremismus auf.

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Neues Ausmaß der Gewalt: Unbekannter wirft Handgranate auf Flüchtlingsunterkunft Villingen-Schwenningen

Symbolfoto: © Paul-Georg Meister | pixelio.de

Symbolfoto: © Paul-Georg Meister | pixelio.de

In der Nacht zu Freitag, um kurz nach Mitternacht, haben Unbekannte eine Handgranate auf eine Flüchtlingsunterkunft in Villingen-Schwenningen geworfen. Die Kriegsgranate wurde von einem Wachmann gegen 1.15 Uhr entdeckt. Die unbekannten Täter haben die Handgranate über den Zaun geworfen. Glücklicherweise explodierte die Handgranate nicht. Die Polizei schließt nicht aus, dass der versuchte Anschlag auch dem diensthabenden Wachpersonal gegolten haben könnte. Auf der Kaserne leben zur Zeit 176 Flüchtlinge aus Syrien, Afghanistan, dem Irak und Albanien. Bei der aufgefundenen Handgranate handelt es sich um eine Kriegswaffe. Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius bezeichnete die Tat als Terrorismus. Die Täter sind noch nicht bekannt, ein rassistisches Motiv liegt jedoch nahe. Zur Stunde ist noch unklar, ob in der Handgranate ein Zünder verbaut war. TNT war Angaben des Kampfmittelräumdienstes auf jeden Fall in der Granate. Die Wirkung des verbauten TNT’s wäre im Umkreis von bis zu 20 Metern tödlich gewesen. Die Kriminalpolizei hat eine Sonderkommission eingeschaltet. Insgesamt fahnden 75 Beamte nach den Tätern. Aus der Nachbarschaft gab es schon erste Hinweise.

Es ist bundesweit der erste Angriff auf ein Flüchtlingsheim, bei dem Sprengstoff zum Einsatz kam. Bis jetzt gab es lediglich mehrere Fälle, in denen Pyrotechnik eingesetzt wurde.

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