SEK-Einsatz im Harz: 28-Jähriger schoss mit AK-47 auf Beamte und wurde bei Schusswechsel getötet

Symbolfoto: © Paul-Georg Meister | pixelio.de

Nach einem Familiendrama hatte sich ein 28-Jähriger in Weddersleben im Landkreis Harz im Wohnhaus verschanzt. Die Polizei wurde von Familienmitgliedern am Dienstagvormittag gegen 11 Uhr alarmiert. Beim Eintreffen der Polizei befanden sich noch zwei weitere Personen im Haus. Der 28-Jährige hatte seine Familienmitglieder bedroht und sich in einem Zimmer verschanzt. Als ein Sondereinsatzkommando (SEK) das obere Stockwerk des Hauses betrat, gab der Mann Schüsse aus einem Sturmgewehr vom Typ AK-47 ab – die auch als Kalaschnikow bekannt ist. Die Spezialeinsatzkräfte erwiderten das Feuer und töteten den 28-jährigen Angreifer. Bei dem Schusswechsel wurde ein Polizist schwer, aber nicht lebensgefährlich verletzt, teilte die Polizei mit. Ein politischer Tathintergrund wird ausgeschlossen. Neben dem Motiv für den Angriff ist auch zu klären, woher der 28-Jährige die Kriegswaffe hatte.

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Anti-Terror-Einsatz in Brüssel: Verdächtige flüchteten über Dächer – ein Toter

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

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Bei einem Anti-Terror-Einsatz im Brüsseler Stadtteil Forest ist ein Verdächtiger getötet worden. Der Verdächtige war mit einem Sturmgewehr bewaffnet und wurde von Polizisten erschossen. Zuvor hatten Unbekannte während der laufenden Razzia plötzlich das Feuer auf die Beamten eröffnet. Anschließend wurde die betroffene Gegend großflächig abgesperrt und Polizeihubschrauber kreisten über dem Gebiet. Es wurde mit großkalibrigen Waffen minutenlang auf die Polizisten geschossen, hieß es am Dienstagabend. An den Ermittlungen am Dienstag waren auch französische Polizisten beteiligt. Weitere Verdächtige ergriffen die Flucht und flüchteten über Dächer. Vier Polizisten sollen verletzt worden sein. Mehrere Verdächtige sind noch auf der Flucht. Der großangelegte Einsatz stand im direkten Zusammenhang mit den Anschlägen von Paris. Die Jagd nach weiteren Verdächtigen dauert zur Stunde noch an. Rund um den Tatort gingen zwischenzeitlich schwer bewaffnete Spezialkräfte in Stellung. Auch in der Innenstadt von Brüssel patrouillieren zur Zeit Soldaten. Genauere Details zu dem Anti-Terror-Einsatz machte die Polizei zunächst nicht. Aus Ermittlungskreisen sickerte durch, dass die Beamten eine Wohnung durchsuchen wollten, die von einem gesuchten Terroristen gemietet wurde. Nach dem Vorfall haben die Beamten jedes Haus in dem betroffenen Viertel systematisch durchkämmt. Gesucht wird noch immer der 26-jährige Salah Abdeslam. Er wird verdächtigt an den Terroranschlägen in Paris, mit 130 Toten, beteiligt gewesen zu sein. Die Operation am Dienstagmorgen in Brüssel galt jedoch nicht Salah Abdeslam. Sein Bruder hatte sich in Paris am 13. November in die Luft gesprengt. Abdeslam ist einer der mistgesuchten Terroristen Europas. Er wuchs im belgischen Stadtteil Molenbeek auf. Der Stadtteil Molenbeek gilt als belgische Hochburg des Terrorismus. Von Molenbeek aus sollen auch die Anschläge in Paris geplant worden sein.

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Blutbad im Touristenhotel in Tunesien: Täter zog Kalaschnikow aus einem Sonnenschirm

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

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Am zweiten Freitag des Fastenmonats Ramadan sind bei einem Angriff auf Touristen im tunesischen Sousse mindestens 37 Menschen ums Leben gekommen. Auch Deutsche sollen sich unter den Opfern befinden. Das Auswärtige Amt hat einen Krisenstab eingerichtet. Das tunesische Gesundheitsministerium teilte mit, dass unter den Opfern auch Deutsche sind. Der Reiseanbieter TUI konnte nicht ausschließen, das eigene Kunden unter den Opfern sind. Der Reisedienstleister richtete unter 0511-567 8000 eine kostenlose Kundenhotline ein. Auch das Auswärtige Amt hat unter 030/5000 3000 eine Telefonauskunft eingerichtet.

Wer für den Angriff verantwortlich ist, bleibt mysteriös. Bei dem islamischen Anschlag im Küstenort Sousse wurden mindestens 37 Menschen erschossen, bestätigten auch die nordafrikanischen Behörden des Landes. Der Ort ist eine der wichtigsten Touristenzentren in ganz Tunesien. 36 Menschen wurden bei dem Anschlag zum Teil schwer verletzt und einige schwebten auch am Freitagabend noch in Lebensgefahr. Die Nationalitäten der Toten sind noch nicht abschließend geklärt. Zur Zeit befinden sich alleine 260 Deutsche, die ihre Reise über den Dienstleister TUI gebucht haben in Tunesien. Der Anschlag ereignete sich direkt an der Strandpromenade, nur wenige Kilometer vom Zentrum des Ferienorts entfernt. Dort zog am Freitagvormittag ein unbekannter Mann eine Kalaschnikow aus einem Sonnenschirm und eröffnete sofort wahllos das Feuer auf die Touristen am Strand. Der Mann war als Badegast getarnt und mit einem Schlauchboot an den Strand gelangt. Der Täter soll 1992 geboren sein und aus der 50 Kilometer entfernten Stadt Kairouan kommen. Zunächst war von zwei Angreifern die Rede. Die Angabe wurde am Nachmittag korrigiert. Ein Sicherheitsmitarbeiter eines Hotels soll das Feuer erwidert haben. Nach dem Attentat soll sich der Täter in Richtung eines Hotel-Pools bewegt haben. Dort habe der Täter sich selbst getötet, berichteten tunesische Behörden. Nach dem Terroranschlag sind viele Touristen frühzeitig abgereist. Die deutsche Botschaft rief alle deutschen Staatsbürger in einer versandten E-Mail auf, die Umgebung des von tunesischen Sicherheitskräften abgeriegelten Tatorts zu verlassen.

Ramadan zählt zu den wichtigsten religiösen Ereignissen in Tunesien für Muslime. Erst Ende März diesen Jahres kamen bei einem Anschlag auf das nationale Bardeo-Museum 22 Touristen aus elf Ländern ums Leben gekommen. Die Regierung in Tunesien wird durch Taten wie die am Freitag weiter geschwächt.

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