Paris: Islamist wurde im Flughafen Orly erschossen

Symbolfoto: © burntimes

Französische Wachsoldaten haben am Samstagmorgen gegen 8.30 Uhr am Pariser Flughafen Orly einen mutmaßlichen 39-jährigen Islamisten erschossen, der zuvor versucht hatte einer Soldatin die Schusswaffe zu entreißen. Er hatte die Soldatin zu Boden geworfen und anschließend versucht an die Waffe zu kommen. Die Soldatin hielt die Waffe jedoch fest. Zwei weitere Wachsoldaten beobachteten den Zwischenfall und gaben Schüsse auf den Angreifer ab, um ihre Kollegin zu beschützen. Sprengstoff wurde bei dem Angreifer nicht gefunden. Die Soldatin erlitt einen Schock.

Die französische Anti-Terror-Einheit hat die Ermittlungen aufgenommen. Der Angreifer war der Polizei und dem Geheimdienst bekannt, teilte der Innenminister mit. Die Pariser Staatsanwaltschaft ließ mitteilen, dass der Angreifer auf keiner Liste von Personen stand, die eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit darstellt. Der 39-Jährige war wegen Raubes und Drogendelikten vorbestraft. Er war insgesamt neun Mal straffällig geworden. 2015 stand der Mann außerdem unter Radikalisierungsverdacht. Seine Wohnung wurde damals nicht durchsucht. Der Flughafen wurde zwischenzeitlich komplett geräumt und der Flugverkehr eingestellt.

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Berlin: Polizei erschießt mutmaßlichen Islamisten nach Messerattacke

Symbolfoto: © burntimes

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Am Donnerstag wurde ein 41-jähriger Iraker, nachdem er eine Polizistin angegriffen hatte, erschossen. Um 9.48 Uhr am Donnerstag ging bei der Polizei ein Notruf ein. Mehrere Passanten riefen bei der Polizei an und teilten mit, dass sich in der Heerstraße in Berlin-Spandau ein Mann mit einem Messer befindet, der Menschen bedroht. Vier Streifenwagenbesatungen eilten zum Tatort. Nachdem die ersten beiden Polizisten ausstiegen und sich dem Mann näherten, sei dieser auf die 44-jährige Polizistin zugerannt und hatte ihr mit einem Klappmesser mit einer etwa neun Zentimeter langen Klinge in Hals und Schulter gestochen. Daraufhin gab der zweite Polizist mehrere Schüsse ab. Der Täter starb trotz sofort eingeleiteter Wiederbelebungsversuche. Die schwerverletzte Polizistin wurde mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen, bestätigte Innensenator Henkel. Ihr Zustand sei stabil. Die Beamtin wurde offenbar auch durch einen Schuss ihres Kollegen verletzt.

Die Ermittlungen hat der Staatsschutz von der Mordkommission übernommen. Die Staatsanwaltschaft bestätigte, dass der Mann der Islamistenszene zuzuordnen sei. Den Behörden war der Täter ebenfalls bekannt. Der 41-Jährige war bereits 2008 vom Oberlandesgericht in Stuttgart wegen Mitgliedschaft in einer terroristsichen Vereinigung zu einer Haftstrafe verurteilt worden. Er gehörte der islamistischen Gruppierung Ansar-al-Islam an. Der Mann galt als Chefplaner des vereitelten Anschlags auf den damaligen irakischen Ministerpräsidenten Allawi in Berlin. Nach dem Urteil kam der Mann 2013 zurück nach Berlin. Eine Abschiebung in den Irak war nicht möglich, da dem Mann dort die Todesstrafe drohte. Er stand unter Führungsaufsicht und trug eine elektronische Fußfessel. Diese Fußfessel hatte der Mann am Donnerstagmorgen entfernt. Es könnte sich um eine religiös motivierte Tat gehandelt haben.

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