Asas/Syrien: Autobombe explodiert – mindestens 48 Menschen starben

Symbolfoto: © Katharina Wieland Müller | pixelio.de

In Syrien hat sich am Samstag wieder ein schwerer Anschlag ereignet. Ziel des Anschlags war die von den Rebellen kontrollierte Stadt Asas im Norden des Landes – in der Nähe von Aleppo. Die Rebellen werden in Asas von der Türkei unterstützt. Bei der Explosion eines mit Sprengstoff beladenen Tanklastwagens, auf einem Markt vor dem Gerichtsgebäude, starben mindestens 48 Menschen. Zahlreiche weitere Menschen wurden zum Teil schwer verletzt. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte teilte mit, dass es sich bei den meisten Opfern um Zivilisten handelt. Einige Opfer konnten bisher nicht identifiziert werden, weil sie bis zur Unkenntlichkeit verbrannten. Veröffentlichte Fotos und Videos von Aktivisten zeigten beschädigte Fahrzeuge und Häuser. In der Straße befanden sich nach der Explosion tiefe Löcher. Das Gerichtsgebäude wurde komplett zerstört.

In der betroffenen Stadt Asas war erst im November eine Autobombe explodiert. Damals starben mindestens 10 Menschen – die Rebellen sprachen sogar von 25 Todesopfern. Die Stadt war in der Vergangenheit immer wieder Anschlagsziel von Terroristen des „Islamischen Staats“ (IS).

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Ludwigshafen: Zwölfjähriger versuchte zwei Mal einen Bombenanschlag auf dem Weihnachtsmarkt

Symbolfoto: © burntimes

Ein zwölfjähriger Deutsch-Iraker hat auf dem rheinland-pfälzischen Weihnachtsmarkt in Ludwigshafen zwei Mal versucht eine Bombe zur Explosion zu bringen. Glücklicherweise zündete die Bombe in beiden Fällen nicht. Die Bundesanwaltschaft hat Ermittlungen gegen das Kind eingeleitet. Verbindungen zu den Terroristen des „Islamischen Staats“ könnten bestehen, hieß es SWR-Informationen zufolge. Zuletzt hatte der Zwölfjährige am 5. Dezember in einem Gebüsch in der Nähe des Rathausplatzes einen Rucksack abgestellt, in dem sich ein Konservenglas mit einem entzündlichen Pulver befand.

Von Außen war der Behälter mit Klebeband umwickelt und mit Nägeln präpariert. Ein aufmerksamer Passant entdeckte den Rucksack und alarmierte die Polizei. Aus Sicherheitsgründen wurde ein Teil der „hochbrisanten Mischung“ von Spezialkräften vor Ort gesprengt. Zuvor hatte der Junge bereits am 26. November versucht einen Nagelbomben-anschlag auf den Weihnachtsmarkt zu verüben. Der Zwölfjährige hatte jedoch beim Bau der Bombe einen entscheidenen Fehler gemacht, sodass die Bombe nicht zündete.

Ein Ermittlungsverfahren wird es gegen den Zwölfjährigen nicht geben, weil Kinder sich erst nach dem 14. Geburtstag strafrechtlich verantworten müssen. Der Fall wurde deshalb an den Generalbundesanwalt übergeben.

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Pakistan: Anschlag der IS-Terroristen fordert mindestens 43 Todesopfer

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

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Bei einem Angriff der Terroristen des „Islamischen Staats“ (IS) wurden in der südpakistanischen Provinz Baluchistan mindestens 43 Menschen getötet. Das Innenministerium teilte mit, dass die Anzahl der Opfer noch weiter steigen könnte, da zahlreiche Menschen schwer verletzt wurden. Insgesamt erlitten mehr als 100 Menschen Verletzungen. Der Sprengsatz explodierte am Samstag am Shah-Norani-Schrein – rund 150 Kilometer von der Stadt Hub entfernt. Rettungskräfte hatten zunächst Schwierigkeiten den Ort zu erreichen. Die Behörden baten Anwohner um Hilfe und entsandten 100 Soldaten der Armee.

Zum Zeitpunkt des Terroranschlags nahmen mehrere hundert Menschen an einer sogenannten Sufi-Zeremonie teil, als plötzlich eine Bombe explodierte. Die Schreine der Sufis werden regelmäßig von pakistanischen Taliban-Kämpfern angegriffen, die der Meinung sind, dass Musik und Tanz beim Gebet unislamisch sind. Für den Anschlag am Samstag übernahm die Terrormiliz IS in einer Stellungnahme die Verantwortung.

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Irak: Militär entdeckt Massengrab mit mindestens 100 enthaupteten Leichen

Symbolfoto: © Katharina Wieland Müller | pixelio.de

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Das irakische Militär hat am Montag ein Massengrab in Hammam al-Alil, im Süden von Mossul, entdeckt. Das betroffene Gebiet war bis vor kurzem in der Gewalt von Terroristen des „Islamischen Staats“ (IS). Die Leichen wurden in der Nähe einer Agrarschule gefunden, sagte ein Sprecher der irakischen Armee. Ob es sich bei den enthaupteten Leichen um Soldaten oder Zivilisten handelt ist noch unklar und wird untersucht. Die Terroristen des IS haben weiter an Boden verloren. Den Regierungstruppen gelang es am Montagvormittag, das von der IS kontrollierte Gebiet einzunehmen. In dem Massengrab befanden sich mindestens 100 enthauptete Leichen.

Parallel wird in Syrien die Stadt Rakka eingekesselt. Die von den USA geführte Koalition teilte mit, dass dadurch die Rückeroberung der Stadt ermöglicht werden soll. Es wurde jedoch mitgeteilt, dass die Einkesselung mehrere Monate dauern könnte.

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Anti-IS-Koalition will Mossul und Al-Rakka vom IS befreien

Symbolfoto: © Katharina Wieland Müller | pixelio.de

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Irakische und kurdische Regierungstruppen sind weiter auf Mossul vorgerückt. Inzwischen sind rund 80 Ortschaften im Umkreis von Mossul von den Terroristen des „Islamischen Staats“ (IS) befreit. Die Anti-IS-Koalition bereitet unterdessen in Paris eine weitere Offensive in Mossul, gegen die Terroristen des IS vor. Am Dienstag trafen sich unter französischer und amerikanischer Leitung 13 Verteidigungsminister, um über das weitere Vorgehen in Syrien und dem Irak zu beraten. Die USA äußerten sich außerdem dafür, die syrische Stadt Al-Rakka vom IS zu befreien. Die Vorbereitungen zur Isolierung der Stadt haben bereits begonnen.

Beim Treffen ging es auch darum, sich auf die Folgen eines Sieges über den IS vorzubereiten. Der französische Präsident Hollande sagte, dass Europa sehr wachsam sein muss, denn Kämpfer des IS könnten nach Europa zurückkehren.

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Terrorverdacht: Razzien in fünf Bundesländern

Symbolfoto: © burntimes

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In fünf Bundesländern wurden am Dienstag Wohnungen durchsucht. Die Polizei bestätigte, dass es sich um einen Anti-Terror-Einsatz handelt. Das Thüringer Landeskriminalamt teilte mit, dass zeitgleich insgesamt zwölf Wohnungen in Thüringen, Hamburg, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Bayern durchsucht wurden. Der Verdacht richtet sich gegen Tschetschenen, die im Verdacht der Terrorismusfinanzierung stehen. Ein 28-jähriger Tschetschene soll demnach geplant haben sich der Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) anzuschließen. Bei den Anti-Terror-Einsätzen waren Spezialeinsatzkommandos im Einsatz. In Suhl war neben dem Spezialeinsatzkommando auch noch zusätzlich ein Sprengstoffhund im Einsatz. Eine Person wurde in Suhl verhaftet.

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Selbstmordanschlag auf Trauerfeier im Irak fordert mindestens 35 Todesopfer

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

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Mindestens 35 Menschen starben am Samstag bei einem Terroranschlag, der sich während einer Trauerfeier in der irakischen Hauptstadt Bagdad, in einem Zelt ereignete. Ein Selbstmordattentäter sprengte sich inmitten einer Trauerfeier im Rahmen des Aschura-Festes in die Luft. Bei dem Anschlag, der sich ereignete, als gerade das Mittagessen serviert wurde, wurden mehr als 30 Menschen zum Teil schwer verletzt. Die Terroristen des „Islamischen Staats“ (IS) bekannten sich zu dem Anschlag auf die schiitische Versammlung. Die Terroristen betrachten die Schiiten als Ungläubige.

Bei zwei weiteren Anschlägen auf einen Stützpunkt der Polizei und die Familie eines IS-Gegners starben zwölf weitere Menschen. Zu diesen Anschlägen bekannte sich zunächst noch niemand. Die IS-Terroristen sind zur Zeit mit der Verteidigung von eroberten Gebieten im Irak und Syrien beschäftigt. Eine von der USA angeführte Militäroffensive hat unter anderem das Ziel die IS-Hochburg Mossul zurückzuerobern.

Bei dem Anschlag handelte es sich um den blutigsten seit Juli diesen Jahres. Im Juli hatte sich ein Selbstmordattentäter in einem Geschäftsviertel in die Luft gesprengt und dabei 300 Menschen mit den Tod gerissen.

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Leipzig: Landsmann fesselt syrischen Terrorverdächtigen Jaber A. –– Festnahme

Symbolfoto: © Rike  | pixelio.de

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Der international gesuchte Terrorverdächtige Jaber A. konnte in der Nacht zu Montag um 0.42 Uhr im Leipziger Stadtteil Paunsdorf verhaftet werden. Der tatverdächtige Syrer hatte am Leipziger Hauptbahnhof einen Landsmann angesprochen und ihn gefragt, ob er bei ihm übernachten könnte. Der Syrer erkannte den Mann, als den Terrorverdächtigen, lud ihn zu sich nach Hause ein und fesselte ihn wenig später in seiner Wohnung und alarmierte die Polizei. Die Beamten fanden den 22-jährigen Jaber A. gefesselt in der Wohnung vor. Jaber A. war als Flüchtling in Deutschland registriert und steht unter dringendem Tatverdacht einen Sprengstoffanschlag geplant zu haben.

Am Samstag konnte er während einer Anti-Terror-Razzia knapp entkommen. Im Inneren der Chemnitzer Wohnung, in der sich der 22-Jährige aufhielt, wurden später mehrere hundert Gramm hochexplosiver Sprengstoff gefunden. Der Mieter der Wohnung wurde am Samstagnachmittag am Hauptbahnhof von Chemnitz verhaftet. Er könnte ein Komplize von Jaber A. sein. Der Mann hatte offenbar einen Sprengstoffanschlag auf einen der Berliner Flughäfen geplant. Jaber A. war im Auftrag der Terroristen des „Islamischen Staats“ (IS) aktiv. Am Sonntag wurden bereits die Sicherheitsmaßnahmen auf den Flughäfen in Berlin Tegel und Schönefeld verstärkt.

Die Bundesanwaltschaft hat die Ermittlungen gegen den Terrorverdächtigen übernommen. Jaber A. wird nun nach Karlsruhe überführt. Dort wird ihm noch am Montag der Haftbefehl verkündet.
Die Berliner Polizei gratulierte den Kollegen in Sachsen zum Fahndungserfolg.

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Anti-Terror-Razzien: IS-Verdächtige verhaftet – sie hatten Verbindungen zu den Paris-Attentätern

Symbolfoto: © Rike  | pixelio.de

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In Schleswig-Holstein wurden in Ahrensburg, Großhansdorf und in Reinfeld bei einer Anti-Terror-Razzia drei Syrer verhaftet, die in kommunalen Flüchtlingsunterkünften lebten. Allen Dreien wird vorgeworfen im Auftrag der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) nach Deutschland eingereist zu sein. Bundesinnenminister Thomas de Maiziére sprach von einer möglichen „Schäferzelle“, die am Dienstag aufgedeckt wurde. Die drei verhafteten IS-Mitglieder sind im Alter zwischen 17 und 26 Jahren. Alle drei Männer haben Verbindungen zu den Paris-Attentätern. Zur Zeit spricht alles dafür, dass die drei Männer von der gleichen Schlepperorganisation nach Europa gebracht worden sind, wie die Paris-Attentäter. Die Reisedokumente sind gefälscht und stammen aus der gleichen Werkstatt.

Die Syrer gelangten im November 2015 über die Balkanroute nach Deutschland. Die Bundesanwaltschaft teilte mit, dass die drei verhafteten Syrer eine Ausbildung für den Umgang mit Waffen und Sprengstoff haben. Es besteht der dringende Verdacht, dass die Syrer nur nach Deutschland gelangt sind, um einen erteilten terroristischen Auftrag für die Terrormiliz IS durchzuführen. Gegen alle Drei wurden Haftbefehle erlassen. Konkrete Abschlagsplanungen konnten noch nicht genannt werden. Die Ermittlungen laufen.

In diesem Zusammenhang sagte Thomas de Maiziére, dass die Sicherheitslage in Deutschland unverändert hoch sei.

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Terrormiliz IS verkündet den Tod ihres Sprechers Abu Mohammed Al-Adnani

Symbolfoto: © Katharina Wieland Müller | pixelio.de

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Die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) teilte am Dienstag mit, dass ihr Sprecher Abu Mohammed Al-Adnani ums Leben gekommen ist. Er starb nach Angaben der Terroristen als „Märtyrer“ bei der Inspizierung von Militäroperationen. Er war für seine Audiobotschaften bekannt. In diesem Jahr sind auch schon mehrere der höchsten Anführer der Terrormiliz getötet worden. Der IS-Sprecher wurde nach Angaben der Terroristen im Norden des Landes getötet. Die Echtheit der Todesmeldung ließ sich zunächst nicht überprüfen. Der IS-Sprecher drohte im Internet in Audiobotschaften den Gegnern des IS immer wieder Angriffe an.

Er war es, der im vergangenen Mai die Anhänger der Terrormiliz zu Anschlägen im Westen aufrief. Die USA hatten auf Abu Mohammed Al-Adnani ein Kopfgeld in Höhe von fünf Millionen Dollar ausgesetzt.

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