Terrorverdacht: Razzien in fünf Bundesländern

Symbolfoto: © burntimes

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In fünf Bundesländern wurden am Dienstag Wohnungen durchsucht. Die Polizei bestätigte, dass es sich um einen Anti-Terror-Einsatz handelt. Das Thüringer Landeskriminalamt teilte mit, dass zeitgleich insgesamt zwölf Wohnungen in Thüringen, Hamburg, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Bayern durchsucht wurden. Der Verdacht richtet sich gegen Tschetschenen, die im Verdacht der Terrorismusfinanzierung stehen. Ein 28-jähriger Tschetschene soll demnach geplant haben sich der Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) anzuschließen. Bei den Anti-Terror-Einsätzen waren Spezialeinsatzkommandos im Einsatz. In Suhl war neben dem Spezialeinsatzkommando auch noch zusätzlich ein Sprengstoffhund im Einsatz. Eine Person wurde in Suhl verhaftet.

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Selbstmordanschlag auf Trauerfeier im Irak fordert mindestens 35 Todesopfer

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

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Mindestens 35 Menschen starben am Samstag bei einem Terroranschlag, der sich während einer Trauerfeier in der irakischen Hauptstadt Bagdad, in einem Zelt ereignete. Ein Selbstmordattentäter sprengte sich inmitten einer Trauerfeier im Rahmen des Aschura-Festes in die Luft. Bei dem Anschlag, der sich ereignete, als gerade das Mittagessen serviert wurde, wurden mehr als 30 Menschen zum Teil schwer verletzt. Die Terroristen des „Islamischen Staats“ (IS) bekannten sich zu dem Anschlag auf die schiitische Versammlung. Die Terroristen betrachten die Schiiten als Ungläubige.

Bei zwei weiteren Anschlägen auf einen Stützpunkt der Polizei und die Familie eines IS-Gegners starben zwölf weitere Menschen. Zu diesen Anschlägen bekannte sich zunächst noch niemand. Die IS-Terroristen sind zur Zeit mit der Verteidigung von eroberten Gebieten im Irak und Syrien beschäftigt. Eine von der USA angeführte Militäroffensive hat unter anderem das Ziel die IS-Hochburg Mossul zurückzuerobern.

Bei dem Anschlag handelte es sich um den blutigsten seit Juli diesen Jahres. Im Juli hatte sich ein Selbstmordattentäter in einem Geschäftsviertel in die Luft gesprengt und dabei 300 Menschen mit den Tod gerissen.

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Leipzig: Landsmann fesselt syrischen Terrorverdächtigen Jaber A. –– Festnahme

Symbolfoto: © Rike  | pixelio.de

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Der international gesuchte Terrorverdächtige Jaber A. konnte in der Nacht zu Montag um 0.42 Uhr im Leipziger Stadtteil Paunsdorf verhaftet werden. Der tatverdächtige Syrer hatte am Leipziger Hauptbahnhof einen Landsmann angesprochen und ihn gefragt, ob er bei ihm übernachten könnte. Der Syrer erkannte den Mann, als den Terrorverdächtigen, lud ihn zu sich nach Hause ein und fesselte ihn wenig später in seiner Wohnung und alarmierte die Polizei. Die Beamten fanden den 22-jährigen Jaber A. gefesselt in der Wohnung vor. Jaber A. war als Flüchtling in Deutschland registriert und steht unter dringendem Tatverdacht einen Sprengstoffanschlag geplant zu haben.

Am Samstag konnte er während einer Anti-Terror-Razzia knapp entkommen. Im Inneren der Chemnitzer Wohnung, in der sich der 22-Jährige aufhielt, wurden später mehrere hundert Gramm hochexplosiver Sprengstoff gefunden. Der Mieter der Wohnung wurde am Samstagnachmittag am Hauptbahnhof von Chemnitz verhaftet. Er könnte ein Komplize von Jaber A. sein. Der Mann hatte offenbar einen Sprengstoffanschlag auf einen der Berliner Flughäfen geplant. Jaber A. war im Auftrag der Terroristen des „Islamischen Staats“ (IS) aktiv. Am Sonntag wurden bereits die Sicherheitsmaßnahmen auf den Flughäfen in Berlin Tegel und Schönefeld verstärkt.

Die Bundesanwaltschaft hat die Ermittlungen gegen den Terrorverdächtigen übernommen. Jaber A. wird nun nach Karlsruhe überführt. Dort wird ihm noch am Montag der Haftbefehl verkündet.
Die Berliner Polizei gratulierte den Kollegen in Sachsen zum Fahndungserfolg.

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Anti-Terror-Razzien: IS-Verdächtige verhaftet – sie hatten Verbindungen zu den Paris-Attentätern

Symbolfoto: © Rike  | pixelio.de

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In Schleswig-Holstein wurden in Ahrensburg, Großhansdorf und in Reinfeld bei einer Anti-Terror-Razzia drei Syrer verhaftet, die in kommunalen Flüchtlingsunterkünften lebten. Allen Dreien wird vorgeworfen im Auftrag der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) nach Deutschland eingereist zu sein. Bundesinnenminister Thomas de Maiziére sprach von einer möglichen „Schäferzelle“, die am Dienstag aufgedeckt wurde. Die drei verhafteten IS-Mitglieder sind im Alter zwischen 17 und 26 Jahren. Alle drei Männer haben Verbindungen zu den Paris-Attentätern. Zur Zeit spricht alles dafür, dass die drei Männer von der gleichen Schlepperorganisation nach Europa gebracht worden sind, wie die Paris-Attentäter. Die Reisedokumente sind gefälscht und stammen aus der gleichen Werkstatt.

Die Syrer gelangten im November 2015 über die Balkanroute nach Deutschland. Die Bundesanwaltschaft teilte mit, dass die drei verhafteten Syrer eine Ausbildung für den Umgang mit Waffen und Sprengstoff haben. Es besteht der dringende Verdacht, dass die Syrer nur nach Deutschland gelangt sind, um einen erteilten terroristischen Auftrag für die Terrormiliz IS durchzuführen. Gegen alle Drei wurden Haftbefehle erlassen. Konkrete Abschlagsplanungen konnten noch nicht genannt werden. Die Ermittlungen laufen.

In diesem Zusammenhang sagte Thomas de Maiziére, dass die Sicherheitslage in Deutschland unverändert hoch sei.

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Terrormiliz IS verkündet den Tod ihres Sprechers Abu Mohammed Al-Adnani

Symbolfoto: © Katharina Wieland Müller | pixelio.de

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Die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) teilte am Dienstag mit, dass ihr Sprecher Abu Mohammed Al-Adnani ums Leben gekommen ist. Er starb nach Angaben der Terroristen als „Märtyrer“ bei der Inspizierung von Militäroperationen. Er war für seine Audiobotschaften bekannt. In diesem Jahr sind auch schon mehrere der höchsten Anführer der Terrormiliz getötet worden. Der IS-Sprecher wurde nach Angaben der Terroristen im Norden des Landes getötet. Die Echtheit der Todesmeldung ließ sich zunächst nicht überprüfen. Der IS-Sprecher drohte im Internet in Audiobotschaften den Gegnern des IS immer wieder Angriffe an.

Er war es, der im vergangenen Mai die Anhänger der Terrormiliz zu Anschlägen im Westen aufrief. Die USA hatten auf Abu Mohammed Al-Adnani ein Kopfgeld in Höhe von fünf Millionen Dollar ausgesetzt.

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Jemen: Über 50 Tote nach Selbstmordanschlag auf Rekruten

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

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Im Jemen hat sich am Montag ein folgenschwerer Selbstmordanschlag ereignet. Die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) bekannte sich in einem Video zu dem Anschlag, der sich in der Hafenstadt Aden im Süden Jemens ereignete. In dem Video wurde der mutmaßliche Selbstmordattentäter gezeigt, der in der Nähe des Anschlagsortes wohnte. Der Selbstmordanschlag wurde auf ein Armeegebäude verübt, das für die Rekrutierung verwendet wurde. Ein mit Sprengstoff beladender Lastwagen raste auf das abgeriegelte Militärgelände, als das Tor für einen Lieferwagen geöffnet wurde. Der Sprengstoff explodierte vor einer größeren Gruppe von Rekruten, die dort gemeinsam frühstückten. Die Detonation war so stark, dass das Dach eines Gebäudes einstürzte. Mehr als 50 Menschen kamen ums Leben und weitere 70 Menschen wurden zum Teil schwer verletzt, bestätigte das Gesundheitsministerium im Jemen.

In Aden kämpfen Anhänger des geflohenen Präsidenten Abed-Rabbo Mansur Hadi gegen die aus dem Norden vorrückenden Houthi-Rebellen, die einer schiitischen Sekte angehören, seit mehreren Wochen um die Einnahme der Stadt. Seit dem 26. März greifen Kampfflugzeuge einer von Saudi-Arabien geführten regionalen Allianz sunnitischer Staaten Stellungen und Waffenlager der Houthi-Rebellen an. Auch von Kriegsschiffen aus werden die Rebellen angegriffen. Saudi Arabien und seine Verbündeten haben große Angst davor, dass die vom Iran unterstützten Houthi-Rebellen die Kontrolle über die 190 Kilometer entfernt befindliche Meerenge Bab al-Mandab erlangen könnte. Diese Meerenge ist für den Welthandel strategisch sehr wichtig. Sie verbindet das Rote Meer mit dem Indischen Ozean.

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Gaziantep/Türkei: Anschlag auf Hochzeitsfeier – 50 Tote

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

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Im Südosten der Türkei hat sich ein folgenschwerer Bombenanschlag auf eine Hochzeitsfeier ereignet. Die betroffene 1,5-Millionen-Einwohner-Stadt Gaziantep befindet sich 70 Kilometer von der syrischen Grenze entfernt. Während der Hochzeitsfeier explodierte eine Bombe, gezündet von einem Selbstmordattentäter. Dabei wurden 50 Menschen getötet, darunter auch Kinder, und 90 weitere zum Teil schwer verletzt. Es handelte sich um eine kurdische Hochzeit. Der türkische Präsident Erdogan sprach am Sonntagmorgen von einem Terroranschlag und vermutete die Terroristen des „Islamischen Staats“ (IS) hinter dem Anschlag.

Für das Attentat wurde ein zwölf bis 14-jähriges Kind missbraucht. Kurz nach dem Anschlag verhängte die türkische Rundfunkbehörde zunächst ein Nachrichtenverbot.

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Razzien in NRW: Islamisten haben IS-Terroristen unterstützt

Symbolfoto: © burntimes

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Am Mittwochmorgen wurden in nordrhein-westfälischen Städten Razzien durchgeführt, die sich gegen Verdächtige mit islamistischem Hintergrund richten. Ein Sprecher der Polizei bestätigte am Mittwochmorgen die Razzien in Duisburg, Dortmund, Düsseldorf und Tönisvorst. Außerdem wurden Durchsuchungen im niedersächsischen Hildesheim durchgeführt. Insgesamt befinden sich 150 Polizisten im Einsatz, darunter auch Spezialeinheiten. Die Wohn- und Geschäftsräume von drei Verdächtigen wurden unter anderem vollständig durchsucht. Drei Beschuldigte sind im Visier der Ermittler. Sie sollen Kämpfer für den IS in Deutschland rekrutiert haben und im vergangenen Jahr für die Terroreinheit „Islamischer Staat“ (IS) geworben haben. Einer der Verdächtigen, Hasan C. aus Duisburg, der dort ein Reisebüro führt, soll Kontakt zu zwei Jugendlichen gehabt haben, die einen Anschlag auf die Sikh-Religionsgemeinschaft in Essen verübt hatten. Der Staatsschutz erhofft sich Beweismaterial, das als Grundlage für eine Anklage dienen kann.

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Hinweise auf Terroranschlag gegen Bundesliga-Spiel: IS-Mitglied wurde verhaftet

Symbolfoto: © Rike  | pixelio.de

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Nach einem Hinweis aus Nordrhein Westfalen wurde bereits am vergangenen Freitag, wie erst am Dienstag bekannt wurde, ein mutmaßlicher Islamist im rheinland-pfälzischen Mutterstadt festgenommen. Der Asylbewerber hatte einen Terroranschlag auf ein Fußball-Bundesliga-Spiel geplant, teilten die Behörden mit. Der Mann hatte sich demnach auf einen Terroranschlag im Zusammenhang mit einem Fußballspiel in der 2. Fußball-Bundesliga vorbereitet. Der Mann wurde vergangenen Freitag von einem Spezialeinsatzkommando verhaftet. Die Staatsanwaltschaft hat inzwischen einen Haftbefehl gegen den Mann erlassen, der seit dem in Untersuchungshaft sitzt.

Der Innenminister von Nordrhein-Westfalen teilte mit, dass man anhand der Festnahme sieht, dass die Sicherheitsbehörden bundesländerübergreifend erfolgreich kooperieren. Der Verdächtige wurde vor der Festnahme über einen längeren Zeitraum überwacht. Auf den Täter aufmerksam wurden die Behörden, weil ein Insasse aus dem Gefängnis in Gelsenkirchen vor einem Terroranschlag des Mannes gewarnt hatte. Unklar ist bisher noch, um welche Art Angriffs es sich handeln sollte. Neben der Festnahme gab es auch eine Wohnungsdurchsuchung.

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Neue Erkenntnisse zu den Anschlägen in Ansbach und Würzburg: Täter hatten Kontakte nach Saudi Arabien

Symbolfoto: © Paul-Georg Meister | pixelio.de

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Die genauen Hintergründe der Anschläge in Ansbach und Würzburg sind noch unklar, dennoch gibt es neue neue Erkenntnisse. Eine Spur führt nach Saudi Arabien. Recherchen des „Spiegels“ zufolge hatten beide Attentäter Kontakt zu Mitgliedern der Terrorgruppe Islamischer Staat (IS), unter anderem in Saudi Arabien. Ebenfalls bekamen beide Männer bis kurz vor dem Attentat Anweisungen aus dem Nahen Osten. Ein IS-Kontaktmann schlug dem Würzburg-Atemtäter vor mit einem Auto in eine Menschenmenge zu rasen. Dieses lehnte der 17-Jährige ab, mit der Begründung noch nicht im Besitz eines Führerscheins zu sein. Der aus Afghanistan stammende Jugendliche kündigte daraufhin an, dass er in einen Zug einsteigen und die erstbesten Fahrgäste angreifen und töten wird. Mindestens 21 Menschen wurden dabei von dem 17-Jährigen mit einer Axt und einem Messer angegriffen und drei von ihnen schwer verletzt. Der Täter wurde von der Polizei erschossen.

Aus den Chatprotokollen geht auch hervor, dass der Anschlag in Ansbach, den ein 27-jährige Syrer ausführte, anders verlief als geplant. Der Syrer hat sich demnach aus Versehen in die Luft gesprengt. Ursprünglich wollte er den Sprengstoffrucksack in einer Menschenmenge auf dem Veranstaltungsgelände abstellen. Kurz vor Tat forderte der IS-Chatpartner den Syrer auf alles zu filmen. In den Chats war auch die Rede von mehreren weiteren Taten. Die Kommunikation endete erst unmittelbar vor dem Anschlag. Bei dem Bombenanschlag sind 15 Menschen zum teil schwer verletzt worden.

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