Anschlag in Barcelona fordert 13 Todesopfer – IS reklamiert Attentat für sich

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

Im Zentrum von Barcelona ist in einer beliebten Einkaufstraße am Donnerstagabend ein Lieferwagen in eine Menschenmenge gerast. Mindestens zwölf Menschen kamen dabei ums Leben, darunter Medienberichten zufolge auch drei Deutsche. Das Auswärtige Amt konnte am Donnerstagabend noch nicht bestätigen, dass Deutsche ums Leben kamen. Außerdem wurden 80 Menschen zum Teil schwer verletzt. Nach dem Anschlag haben spanische Polizisten einen Autofahrer erschossen, der zuvor zwei Polizisten mit einem weiteren Fahrzeug angefahren hatte. Ob ein Zusammenhang zu dem Anschlag mit den zwölf Todesopfern besteht ist noch unklar. Die Polizei hat die Tatorte großräumig abgesperrt.

Die Terroristen des „Islamischen Staats“ (IS) haben den Anschlag mit dem Transporter für sich reklamiert. „Einer der Soldaten habe den Angriff angeführt“, teilte das IS-Sprachrohr Amak mit. Nach dem Anschlag wurden zwei Personen festgenommen. Die spanische Polizei teilte mit, dass sich der Fahrer des Amok-Transporters nicht unter den Festgenommen befindet.

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Kabul: Terrormiliz IS reklamiert Anschlag auf irakische Botschaft für sich

Symbolfoto: © burntimes.com

In der afghanischen Hauptstadt Kabul hat sich ein Terroranschlag auf die irakische Botschaft ereignet. Ein Selbstmordattentäter sprengte sich vor der Botschaft im Zentrum Kabuls in die Luft. Kurz darauf drangen drei schwer bewaffnete Terroristen in die Botschaft ein und lieferten sich einen stundenlangen Schusswechsel mit afghanischen Polizisten. Die Diplomaten konnten in Sicherheit gebracht werden. Alle Angreifer wurden schließlich von der Polizei erschossen. Die Terroristen des „Islamischen Staats“ (IS) reklamierten die Tat für sich und teilten mit, dass sie das Eingangstor mit Haftbomben aufgesprengt hatten. Insgesamt starben sieben Menschen, darunter mehrere Sicherheitskräfte, Mitarbeiter der Botschaft und ein Zivilist. Der irakischen Armee ist es zuletzt gelungen die IS-Terroristen aus der Hochburg Mossul zu vertreiben. Der Angriff auf die irakische Botschaft in Kabul könnte eine Reaktion auf die Rückschläge im Irak sein.

In den letzten Wochen kam es in Afghanistan immer wieder zu schweren Anschlägen. Besonders betroffen ist die Hauptstadt Kabul. Ende Mai hatte ein Selbstmordattentäter einen mit eineinhalb Tonnen Sprengstoff beladenen Lastwagen in die Luft gesprengt. Dabei wurden mehr als 150 Menschen getötet und hunderte weitere teils schwer verletzt. (wir berichteten).
Die Sicherheitslage in Afghanistan ist zur Zeit sehr labil.

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Mossul/Irak: Die vier verhafteten IS-Frauen sind Deutsche – ihnen droht die Hinrichtung

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

Bei einer, der im Irak verhafteten Frauen, handelt es sich um die 16-jährige Linda W. aus dem sächsischen Pulsnitz. Das hat die Staatsanwaltschaft in Dresden am Sonntag bestätigt. Im Irak werden die junge und drei weitere deutsche Frauen verdächtigt sich den Terroristen des „Islamischen Staats“ angeschlossen und für die Terrorgruppe gekämpft zu haben. Bei einer Verurteilung im Irak droht den vier Frauen die Todesstrafe. Schon der illegale Grenzübertritt wird dort mit dreieinhalb Jahren Haft bestraft. Die Staatsanwaltschaft in Dresden teilte mit, dass die vermisste Jugendliche entweder vom Irak nach Deutschland zurückgeführt wird oder im Irak verurteilt wird.

Linda W. war vor einem Jahr spurlos verschwunden. Später stellte sich heraus, dass die Jugendliche über die Türkei nach Syrien reiste, um sich dort der Terrororganisation IS anzuschließen. Linda W. war zum Zeitpunkt ihrer Verhaftung leicht verwundet und hatte eine Schussverletzung am linken Oberschenkel und auch das rechte Knie musste versorgt werden. Der Bundesnachrichtendienst ist bemüht in Absprache mit dem Auswärtigen Amt, die Frauen zurück nach Deutschland zu holen. Linda W. soll gesagt haben, dass sie genug von dem Krieg und Leid hat und nur noch zurück nach Deutschland möchte. Bei ihr handelte es sich um eine gute Schülerin mit einem Notendurchschnitt von 2,1, die sich im Stillen radikalisierte. Auch in Deutschland drohen Linda W. Ermittlungen wegen des Vorwurfs, dass sie eine schwere staatsgefährdende Straftat vorbereitet. Für die Familie von ihr steht jedoch an erster Stelle, dass sie lebt.

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Irakische Regierung bestätigt Rückeroberung Mossuls

Symbolfoto: © Katharina Wieland Müller | pixelio.de

Die nordirakische Großstadt Mossul ist nach Angaben der irakischen Regierung nach monatelangen Kämpfen von irakischen Regierungstruppen zurückerobert worden. Nun soll die Stadt nach drei Jahren von den Terroristen des „Islamischen Staats“ befreit werden. Der irakische Ministerpräsident Al Abadi ist inzwischen in Mossul eingetroffen und hat den Bewohnern und den heldenhaften Armee-Kämpfern zur Befreiung gratuliert. Mossul war die Hauptstadt der IS-Terroristen im Irak. Seit 2014 hatten die Terroristen von der Stadt aus ein islamistisches Kalifat in Teilen des Irak und Syriens ausgerufen. In den letzten Tagen hatten die IS-Terrooristen nur noch kleine Teile der Stadt unter Kontrolle. Die internationale Anti-IS-Koalition unterstütze die Befreiung Mossuls durch Luftangriffe.

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Iran: Doppelanschlag erschüttert Hauptstadt Teheran

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

In der iranischen Hauptstadt Teheran hat sich am Mittwoch ein Doppelanschlag ereignet. Mindestens zwölf Menschen kamen bei den Selbstmordanschlägen ums Leben und 40 weitere wurden zum Teil schwer verletzt. Die Terroristen des „Islamischen Staats“ (IS) haben die Taten für sich deklariert. Sechs der insgesamt sieben Terroristen sind bei dem Anschlag ebenfalls ums Leben gekommen. Der siebte Täter wurde verhaftet. Das iranische Innenministerium teilte mit, dass sich vier Männer in das Parlament im Iran geschlichen haben und drei von ihnen erschossen wurden und einer sich in die Luft sprengte. Der zweite Anschlag ereignete sich im Mausoleum des verstorbenen Revolutionsführers Chomeni im Süden der Hauptstadt. Dort sprengte sich ebenfalls ein Mann in die Luft. Ein drittes Terrorkommando konnte festgenommen werden. Es ist das erste Mal, dass die Terroristen des IS sich zu einem Anschlag im Iran bekennen.

Der Iran ist ein enger Verbündeter mit Syrien und dem Präsidenten Baschar al-Assad. In der Bevölkerung wird der Einsatz von Chemiewaffen in Syrien stark umstritten. Viele verstehen nicht, wieso der Iran das Bürgerkriegsland Syrien unterstützt, in dem ein Genozid an Sunniten droht. Der Iran hatte bisher immer wieder betont, dass sicherste Land im Nahen Osten zu sein.

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Kampf gegen den Terrorismus: Nato will sich Anti-IS-Koalition anschließen

Symbolfoto: © burntimes

Auf Drängen der USA wird die Nato der Anti-IS-Koalition beitreten. Darauf haben sich am Mittwoch die Mitgliedsstaaten geeinigt. Es soll unter anderem der Einsatz von Awacs-Aufklärungsflugzeugen ausgeweitet werden. Eine unmittelbare Beteiligung an Kampfeinsätzen wird vorerst ausgeschlossen. Es wird erwartet das die endgültige Entscheidung am Donnerstag beim Treffen der Staats- und Regierungschefs der Nato. 2014 wurde die Koalition gegen die Terroristen des „Islamischen Staats“ von den USA ins Leben gerufen. Die Koalition hat zur Zeit 68 Mitglieder. Das Nato-Bündnis war bisher kein festes Mitglied der Anti-IS-Koalition, weil unter anderem Frankreich und Saudi Arabien dagegen waren und keinen Mehrwert an der Mitgliedschaft sahen. Die Bundesregierung verspricht durch den Beitritt zum Bündnis mögliche Erleichterungen beim Truppenbesuch im türkischen Incirlik.

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Bombenanschlag auf einen Nato-Konvoi in Afghanistan: Tote und Verletzte

Symbolfoto: © burntimes.com

In der afghanischen Hauptstadt Kabul hat sich am Mittwoch ein Selbstmordattentäter, in der Nähe der amerikanischen Botschaft, in die Luft gesprengt. Der Anschlag richtete sich gegen einen Nato-Konvoi. Mindestens acht Zivilisten kamen ums Leben und 25 weitere Menschen wurden verletzt, darunter drei US-Soldaten. Die Terroristen des „Islamischen Staats“ (IS) haben die Tat bereits für sich reklamiert. Die Terrorgruppe teilte mit, dass ein „Märtyrer“ des IS, sein mit Sprengstoff beladenes Fahrzeug gezündet hat. Afghanische Sicherheitsquellen berichteten, dass ein am Straßenrand befindlicher Sprengsatz explodierte.

Der Sprengsatz explodierte im morgendlichen Berufsverkehr, als der Nato-Konvoi mit Militärfahrzeugen vorbeifuhr. Zu dem Zeitpunkt waren tausende Menschen, um den beliebten Verkehrsknotenpunkt versammelt. Bilder zeigen, wie nach der Explosion zwei Panzerfahrzeuge ineinander verkeilt auf der Straße standen. Die Fahrzeuge wurden aber nur leicht beschädigt. Nach dem Anschlag fuhren die Fahrzeuge wieder zum Stützpunkt zurück. Die Soldaten nutzen die Militärfahrzeuge für Patrouillenfahrten in Kabul.

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Festnahme in Düsseldorf: Kriegsverbrecher aus Syrien wurde festgenommen – er soll 36 Menschen getötet haben

Symbolfoto: © Rike | pixelio.de

In Düsseldorf wurde am Mittwochabend auf Anweisung der Bundesanwaltschaft ein mutmaßlicher Kriegsverbrecher aus Syrien verhaftet. Der 35-Jährige steht unter dringendem Verdacht mindestens 36 Todesurteile an syrischen Regierungsmitarbeitern vollstreckt zu haben. Der Mann soll in seiner Heimat der Terrorgruppe Al-Nuszra-Front angehört haben. Die IS-Zelle war in Düsseldorf um dort einen Terroranschlag zu verüben. Es war geplant, dass sich zunächst ein Selbstmordattentäter in der Innenstadt in die Luft sprengt und anschließend Terrroristen mit Kalaschnikows auf flüchtende Menschen schießen. Ein 31-Jähriger wurde ebenfalls festgenommen. Er soll den Auftrag gehabt haben Sprengstoffwesten herzustellen.

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Selbstmordanschlag auf Schrein in Pakistan: Mindestens 72 Tote

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Mindestens 72 Menschen sind am Donnerstag bei einem Selbstmordanschlag auf einen Sufi-Schrein in Baluchistan ums Leben gekommen. Die Menschen tanzten vergnügt und verehrten Gott, als der Selbstmordattentäter seine Sprengstoffweste zündete. Rund 250 Menschen sind zum Teil schwer verletzt worden. Der Polizeichef bestätigte am Abend, dass es sich um einen Anschlag handelte. Die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) übernahm die Verantwortung für den Anschlag. Den betroffenen Lal Shahbaz Qalandar-Schrein in Baluchistan besuchen jede Woche mehrere tausend Gläubige.

Der Anschlag gehört zu einer neuen Gewaltwelle in Pakistan. Zwei Jahre war es relativ ruhig in Pakistan. Die meisten Anschläge in der letzten Zeit gingen auf das Konto der Gruppierung Jamaat ul-Ahrar. Diese Gruppe kündigte weitere schwere Anschläge an. Die Jamaat ul-Ahrar pflegt Kontakte zum IS. Die Anhänger kämpfen gegen Minderheiten und den Staat Pakistan. Sie verüben beispielsweise Anschläge gegen den Staat aber auch gegen Nicht-Muslime – wie Christen.

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ISIS-Anschlag in Jerusalem: Lastwagen rast in Soldaten – vier Todesopfer

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

In der israelischen Hauptstadt Jerusalem hat sich am Sonntag ein Anschlag auf Soldaten ereignet. Ein Lastwagen wurde von einem Terroristen des selbsternannten „Islamischen Staats“ (IS) in eine Gruppe Soldaten gelenkt, die gerade aus einem Bus ausge-stiegen war. Mindestens vier junge Soldaten starben, 13 weitere Soldaten wurden zum teil schwer verletzt. Bei den Todesopfern handelt es sich um drei junge Frauen und einen jungen Mann. Der Attentäter wurde unmittelbar nach der Tat erschossen. Auf Fotos in den sozialen Medien ist der Lastwagen mit von Schüssen durchsiebter Frontscheibe zu sehen. Der Täter war ein Palästinenser, der nach der Tat mehrfach mit dem Lastwagen vor- und zurückgefahren ist, um möglichst viele Soldaten mit dem schweren Lastwagen zu erfassen. Der israelische Polizeichef teilte mit, dass der Attentäter aus dem arabischen Ostteil Jerusalems stammt. Der Anschlagsort befindet sich in dem von Israel eroberten Teil Jerusalems.

Nicht mitgeteilt wurde, ob das Tatfahrzeug dem Attentäter gehörte oder zuvor gestohlen wurde. Der israelische Ministerpräsident Netanjahu sagte, dass er Parallelen zu dem LKW-Anschlag auf dem Berliner Weihnachtsmarkt sieht.

Anis Amri tötete kurz vor Weihnachten, am 19. Dezember einen polnischen LKW-Fahrer und lenkte anschließend seinen Lastwagen in den Berliner Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche. Zwölf Menschen starben. Der 24-jährige Tunesier wurde wenige Tage nach dem Anschlag von italienischen Polizisten in Mailand erschossen (wir berichteten).

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