Irak: Militär entdeckt Massengrab mit mindestens 100 enthaupteten Leichen

Symbolfoto: © Katharina Wieland Müller | pixelio.de

Symbolfoto: © Katharina Wieland Müller | pixelio.de

Das irakische Militär hat am Montag ein Massengrab in Hammam al-Alil, im Süden von Mossul, entdeckt. Das betroffene Gebiet war bis vor kurzem in der Gewalt von Terroristen des „Islamischen Staats“ (IS). Die Leichen wurden in der Nähe einer Agrarschule gefunden, sagte ein Sprecher der irakischen Armee. Ob es sich bei den enthaupteten Leichen um Soldaten oder Zivilisten handelt ist noch unklar und wird untersucht. Die Terroristen des IS haben weiter an Boden verloren. Den Regierungstruppen gelang es am Montagvormittag, das von der IS kontrollierte Gebiet einzunehmen. In dem Massengrab befanden sich mindestens 100 enthauptete Leichen.

Parallel wird in Syrien die Stadt Rakka eingekesselt. Die von den USA geführte Koalition teilte mit, dass dadurch die Rückeroberung der Stadt ermöglicht werden soll. Es wurde jedoch mitgeteilt, dass die Einkesselung mehrere Monate dauern könnte.

Share

Anti-IS-Koalition will Mossul und Al-Rakka vom IS befreien

Symbolfoto: © Katharina Wieland Müller | pixelio.de

Symbolfoto: © Katharina Wieland Müller | pixelio.de

Irakische und kurdische Regierungstruppen sind weiter auf Mossul vorgerückt. Inzwischen sind rund 80 Ortschaften im Umkreis von Mossul von den Terroristen des „Islamischen Staats“ (IS) befreit. Die Anti-IS-Koalition bereitet unterdessen in Paris eine weitere Offensive in Mossul, gegen die Terroristen des IS vor. Am Dienstag trafen sich unter französischer und amerikanischer Leitung 13 Verteidigungsminister, um über das weitere Vorgehen in Syrien und dem Irak zu beraten. Die USA äußerten sich außerdem dafür, die syrische Stadt Al-Rakka vom IS zu befreien. Die Vorbereitungen zur Isolierung der Stadt haben bereits begonnen.

Beim Treffen ging es auch darum, sich auf die Folgen eines Sieges über den IS vorzubereiten. Der französische Präsident Hollande sagte, dass Europa sehr wachsam sein muss, denn Kämpfer des IS könnten nach Europa zurückkehren.

Share

Terrorverdacht: Razzien in fünf Bundesländern

Symbolfoto: © burntimes

Symbolfoto: © burntimes

In fünf Bundesländern wurden am Dienstag Wohnungen durchsucht. Die Polizei bestätigte, dass es sich um einen Anti-Terror-Einsatz handelt. Das Thüringer Landeskriminalamt teilte mit, dass zeitgleich insgesamt zwölf Wohnungen in Thüringen, Hamburg, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Bayern durchsucht wurden. Der Verdacht richtet sich gegen Tschetschenen, die im Verdacht der Terrorismusfinanzierung stehen. Ein 28-jähriger Tschetschene soll demnach geplant haben sich der Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) anzuschließen. Bei den Anti-Terror-Einsätzen waren Spezialeinsatzkommandos im Einsatz. In Suhl war neben dem Spezialeinsatzkommando auch noch zusätzlich ein Sprengstoffhund im Einsatz. Eine Person wurde in Suhl verhaftet.

Share

Selbstmordanschlag auf Trauerfeier im Irak fordert mindestens 35 Todesopfer

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

Mindestens 35 Menschen starben am Samstag bei einem Terroranschlag, der sich während einer Trauerfeier in der irakischen Hauptstadt Bagdad, in einem Zelt ereignete. Ein Selbstmordattentäter sprengte sich inmitten einer Trauerfeier im Rahmen des Aschura-Festes in die Luft. Bei dem Anschlag, der sich ereignete, als gerade das Mittagessen serviert wurde, wurden mehr als 30 Menschen zum Teil schwer verletzt. Die Terroristen des „Islamischen Staats“ (IS) bekannten sich zu dem Anschlag auf die schiitische Versammlung. Die Terroristen betrachten die Schiiten als Ungläubige.

Bei zwei weiteren Anschlägen auf einen Stützpunkt der Polizei und die Familie eines IS-Gegners starben zwölf weitere Menschen. Zu diesen Anschlägen bekannte sich zunächst noch niemand. Die IS-Terroristen sind zur Zeit mit der Verteidigung von eroberten Gebieten im Irak und Syrien beschäftigt. Eine von der USA angeführte Militäroffensive hat unter anderem das Ziel die IS-Hochburg Mossul zurückzuerobern.

Bei dem Anschlag handelte es sich um den blutigsten seit Juli diesen Jahres. Im Juli hatte sich ein Selbstmordattentäter in einem Geschäftsviertel in die Luft gesprengt und dabei 300 Menschen mit den Tod gerissen.

Share

Leipzig: Landsmann fesselt syrischen Terrorverdächtigen Jaber A. –– Festnahme

Symbolfoto: © Rike  | pixelio.de

Symbolfoto: © Rike | pixelio.de

Der international gesuchte Terrorverdächtige Jaber A. konnte in der Nacht zu Montag um 0.42 Uhr im Leipziger Stadtteil Paunsdorf verhaftet werden. Der tatverdächtige Syrer hatte am Leipziger Hauptbahnhof einen Landsmann angesprochen und ihn gefragt, ob er bei ihm übernachten könnte. Der Syrer erkannte den Mann, als den Terrorverdächtigen, lud ihn zu sich nach Hause ein und fesselte ihn wenig später in seiner Wohnung und alarmierte die Polizei. Die Beamten fanden den 22-jährigen Jaber A. gefesselt in der Wohnung vor. Jaber A. war als Flüchtling in Deutschland registriert und steht unter dringendem Tatverdacht einen Sprengstoffanschlag geplant zu haben.

Am Samstag konnte er während einer Anti-Terror-Razzia knapp entkommen. Im Inneren der Chemnitzer Wohnung, in der sich der 22-Jährige aufhielt, wurden später mehrere hundert Gramm hochexplosiver Sprengstoff gefunden. Der Mieter der Wohnung wurde am Samstagnachmittag am Hauptbahnhof von Chemnitz verhaftet. Er könnte ein Komplize von Jaber A. sein. Der Mann hatte offenbar einen Sprengstoffanschlag auf einen der Berliner Flughäfen geplant. Jaber A. war im Auftrag der Terroristen des „Islamischen Staats“ (IS) aktiv. Am Sonntag wurden bereits die Sicherheitsmaßnahmen auf den Flughäfen in Berlin Tegel und Schönefeld verstärkt.

Die Bundesanwaltschaft hat die Ermittlungen gegen den Terrorverdächtigen übernommen. Jaber A. wird nun nach Karlsruhe überführt. Dort wird ihm noch am Montag der Haftbefehl verkündet.
Die Berliner Polizei gratulierte den Kollegen in Sachsen zum Fahndungserfolg.

Share

Anti-Terror-Razzien: IS-Verdächtige verhaftet – sie hatten Verbindungen zu den Paris-Attentätern

Symbolfoto: © Rike  | pixelio.de

Symbolfoto: © Rike | pixelio.de

In Schleswig-Holstein wurden in Ahrensburg, Großhansdorf und in Reinfeld bei einer Anti-Terror-Razzia drei Syrer verhaftet, die in kommunalen Flüchtlingsunterkünften lebten. Allen Dreien wird vorgeworfen im Auftrag der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) nach Deutschland eingereist zu sein. Bundesinnenminister Thomas de Maiziére sprach von einer möglichen „Schäferzelle“, die am Dienstag aufgedeckt wurde. Die drei verhafteten IS-Mitglieder sind im Alter zwischen 17 und 26 Jahren. Alle drei Männer haben Verbindungen zu den Paris-Attentätern. Zur Zeit spricht alles dafür, dass die drei Männer von der gleichen Schlepperorganisation nach Europa gebracht worden sind, wie die Paris-Attentäter. Die Reisedokumente sind gefälscht und stammen aus der gleichen Werkstatt.

Die Syrer gelangten im November 2015 über die Balkanroute nach Deutschland. Die Bundesanwaltschaft teilte mit, dass die drei verhafteten Syrer eine Ausbildung für den Umgang mit Waffen und Sprengstoff haben. Es besteht der dringende Verdacht, dass die Syrer nur nach Deutschland gelangt sind, um einen erteilten terroristischen Auftrag für die Terrormiliz IS durchzuführen. Gegen alle Drei wurden Haftbefehle erlassen. Konkrete Abschlagsplanungen konnten noch nicht genannt werden. Die Ermittlungen laufen.

In diesem Zusammenhang sagte Thomas de Maiziére, dass die Sicherheitslage in Deutschland unverändert hoch sei.

Share

Vor der Waffenruhe ab Mitternacht: 58 Tote bei Luftangriffen in Syrien

Symbolfoto: © Katharina Wieland Müller | pixelio.de

Symbolfoto: © Katharina Wieland Müller | pixelio.de

Ab Montag gilt in Syrien die Waffenruhe. Die USA hat diese mit Russland ausgehandelt. Am Freitagabend hatten sich der US-Außenminister John Kerry mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow nach langen Verhandlungen auf die Waffenruhe ab Montag geeinigt. Die USA und Russland unterstützen in Syrien unterschiedliche Seiten. Russland unterstützt den syrischen Machthaber Assad. Die USA unterstützen die bewaffneten Assad-Gegner. Bisher sieht es jedoch nicht danach aus, dass die Waffenruhe eingehalten wird. Bundesaußenminister Steinmeier spricht von einer echten Chance den Menschen in Not humanitär helfen zu können.

Am Sonntag starben bei Luftangriffen auf einen Markt in Idlib und mehrere Wohnviertel in Aleppo mindestens 58 Zivilisten, darunter auch 13 Kinder, bestätigte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Außerdem wurden 90 Zivilisten zum Teil schwer verletzt. Die syrische Armee hatte Fassbomben über bewohnten Gebieten abgeworfen.

Durch die Waffenruhe sollen dringend benötigte Hilfsgüter in die betroffenen Gebiete gebracht werden. Die USA kündigte an, wenn die Waffenruhe eine Woche lang anhält, mit Russland zu kooperieren. Es werde dann auch eine gemeinsame Einsatzzentrale geben.

Share

Terrormiliz IS verkündet den Tod ihres Sprechers Abu Mohammed Al-Adnani

Symbolfoto: © Katharina Wieland Müller | pixelio.de

Symbolfoto: © Katharina Wieland Müller | pixelio.de

Die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) teilte am Dienstag mit, dass ihr Sprecher Abu Mohammed Al-Adnani ums Leben gekommen ist. Er starb nach Angaben der Terroristen als „Märtyrer“ bei der Inspizierung von Militäroperationen. Er war für seine Audiobotschaften bekannt. In diesem Jahr sind auch schon mehrere der höchsten Anführer der Terrormiliz getötet worden. Der IS-Sprecher wurde nach Angaben der Terroristen im Norden des Landes getötet. Die Echtheit der Todesmeldung ließ sich zunächst nicht überprüfen. Der IS-Sprecher drohte im Internet in Audiobotschaften den Gegnern des IS immer wieder Angriffe an.

Er war es, der im vergangenen Mai die Anhänger der Terrormiliz zu Anschlägen im Westen aufrief. Die USA hatten auf Abu Mohammed Al-Adnani ein Kopfgeld in Höhe von fünf Millionen Dollar ausgesetzt.

Share

Jemen: Über 50 Tote nach Selbstmordanschlag auf Rekruten

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

Im Jemen hat sich am Montag ein folgenschwerer Selbstmordanschlag ereignet. Die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) bekannte sich in einem Video zu dem Anschlag, der sich in der Hafenstadt Aden im Süden Jemens ereignete. In dem Video wurde der mutmaßliche Selbstmordattentäter gezeigt, der in der Nähe des Anschlagsortes wohnte. Der Selbstmordanschlag wurde auf ein Armeegebäude verübt, das für die Rekrutierung verwendet wurde. Ein mit Sprengstoff beladender Lastwagen raste auf das abgeriegelte Militärgelände, als das Tor für einen Lieferwagen geöffnet wurde. Der Sprengstoff explodierte vor einer größeren Gruppe von Rekruten, die dort gemeinsam frühstückten. Die Detonation war so stark, dass das Dach eines Gebäudes einstürzte. Mehr als 50 Menschen kamen ums Leben und weitere 70 Menschen wurden zum Teil schwer verletzt, bestätigte das Gesundheitsministerium im Jemen.

In Aden kämpfen Anhänger des geflohenen Präsidenten Abed-Rabbo Mansur Hadi gegen die aus dem Norden vorrückenden Houthi-Rebellen, die einer schiitischen Sekte angehören, seit mehreren Wochen um die Einnahme der Stadt. Seit dem 26. März greifen Kampfflugzeuge einer von Saudi-Arabien geführten regionalen Allianz sunnitischer Staaten Stellungen und Waffenlager der Houthi-Rebellen an. Auch von Kriegsschiffen aus werden die Rebellen angegriffen. Saudi Arabien und seine Verbündeten haben große Angst davor, dass die vom Iran unterstützten Houthi-Rebellen die Kontrolle über die 190 Kilometer entfernt befindliche Meerenge Bab al-Mandab erlangen könnte. Diese Meerenge ist für den Welthandel strategisch sehr wichtig. Sie verbindet das Rote Meer mit dem Indischen Ozean.

Share

Panzer rollten über die Grenze: Türkei befindet sich im Syrien-Krieg

Symbolfoto: © Katharina Wieland Müller | pixelio.de

Symbolfoto: © Katharina Wieland Müller | pixelio.de

Die Türkei hat am Mittwoch Panzer über die Grenze nach Syrien geschickt. Damit befindet sich die Türkei ab sofort im Syrien-Krieg, bestätigte die Regierung. Das Ziel der Bodenoffensive ist Dscharablus. Dscharablus ist eine der letzten größeren Basisstationen der Terroristen des „Islamischen Staats“ (IS). Der Präsident Erdogan bestätigte die Offensive und teilte mit, dass dadurch der Bedrohung durch Terroristen ein Ende gesetzt werden soll. Die USA unterstützt die Bodenoffensive der Türkei mit Luftangriffen. Der türkische Außenminister forderte am vergangenen Wochenende, dass die türkisch-syrische Grenze von Terroristen „gesäubert“ werden müsste. Am Dienstag feuerten IS-Terroristen mehrere Mörsergranaten auf den Grenzort Karkamis ab. Menschen wurden dabei nicht verletzt. Die USA hat Gespräche mit der Türkei aufgenommen. Darin geht es hauptsächlich um die Angriffe auf die Kurden. Die Kurvenmiliz YPG ist für die USA ein wichtiger Verbündeter im Kampf gegen die Assad-Truppen sowie gegen Terroristen. Für die Türkei ist entscheidend, dass die Türkei die Terroristen des IS von der Grenze vertreibt.

Share