Mossul/Irak: Die vier verhafteten IS-Frauen sind Deutsche – ihnen droht die Hinrichtung

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

Bei einer, der im Irak verhafteten Frauen, handelt es sich um die 16-jährige Linda W. aus dem sächsischen Pulsnitz. Das hat die Staatsanwaltschaft in Dresden am Sonntag bestätigt. Im Irak werden die junge und drei weitere deutsche Frauen verdächtigt sich den Terroristen des „Islamischen Staats“ angeschlossen und für die Terrorgruppe gekämpft zu haben. Bei einer Verurteilung im Irak droht den vier Frauen die Todesstrafe. Schon der illegale Grenzübertritt wird dort mit dreieinhalb Jahren Haft bestraft. Die Staatsanwaltschaft in Dresden teilte mit, dass die vermisste Jugendliche entweder vom Irak nach Deutschland zurückgeführt wird oder im Irak verurteilt wird.

Linda W. war vor einem Jahr spurlos verschwunden. Später stellte sich heraus, dass die Jugendliche über die Türkei nach Syrien reiste, um sich dort der Terrororganisation IS anzuschließen. Linda W. war zum Zeitpunkt ihrer Verhaftung leicht verwundet und hatte eine Schussverletzung am linken Oberschenkel und auch das rechte Knie musste versorgt werden. Der Bundesnachrichtendienst ist bemüht in Absprache mit dem Auswärtigen Amt, die Frauen zurück nach Deutschland zu holen. Linda W. soll gesagt haben, dass sie genug von dem Krieg und Leid hat und nur noch zurück nach Deutschland möchte. Bei ihr handelte es sich um eine gute Schülerin mit einem Notendurchschnitt von 2,1, die sich im Stillen radikalisierte. Auch in Deutschland drohen Linda W. Ermittlungen wegen des Vorwurfs, dass sie eine schwere staatsgefährdende Straftat vorbereitet. Für die Familie von ihr steht jedoch an erster Stelle, dass sie lebt.

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Irakische Regierung bestätigt Rückeroberung Mossuls

Symbolfoto: © Katharina Wieland Müller | pixelio.de

Die nordirakische Großstadt Mossul ist nach Angaben der irakischen Regierung nach monatelangen Kämpfen von irakischen Regierungstruppen zurückerobert worden. Nun soll die Stadt nach drei Jahren von den Terroristen des „Islamischen Staats“ befreit werden. Der irakische Ministerpräsident Al Abadi ist inzwischen in Mossul eingetroffen und hat den Bewohnern und den heldenhaften Armee-Kämpfern zur Befreiung gratuliert. Mossul war die Hauptstadt der IS-Terroristen im Irak. Seit 2014 hatten die Terroristen von der Stadt aus ein islamistisches Kalifat in Teilen des Irak und Syriens ausgerufen. In den letzten Tagen hatten die IS-Terrooristen nur noch kleine Teile der Stadt unter Kontrolle. Die internationale Anti-IS-Koalition unterstütze die Befreiung Mossuls durch Luftangriffe.

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Ludwigshafen: Zwölfjähriger versuchte zwei Mal einen Bombenanschlag auf dem Weihnachtsmarkt

Symbolfoto: © burntimes

Ein zwölfjähriger Deutsch-Iraker hat auf dem rheinland-pfälzischen Weihnachtsmarkt in Ludwigshafen zwei Mal versucht eine Bombe zur Explosion zu bringen. Glücklicherweise zündete die Bombe in beiden Fällen nicht. Die Bundesanwaltschaft hat Ermittlungen gegen das Kind eingeleitet. Verbindungen zu den Terroristen des „Islamischen Staats“ könnten bestehen, hieß es SWR-Informationen zufolge. Zuletzt hatte der Zwölfjährige am 5. Dezember in einem Gebüsch in der Nähe des Rathausplatzes einen Rucksack abgestellt, in dem sich ein Konservenglas mit einem entzündlichen Pulver befand.

Von Außen war der Behälter mit Klebeband umwickelt und mit Nägeln präpariert. Ein aufmerksamer Passant entdeckte den Rucksack und alarmierte die Polizei. Aus Sicherheitsgründen wurde ein Teil der „hochbrisanten Mischung“ von Spezialkräften vor Ort gesprengt. Zuvor hatte der Junge bereits am 26. November versucht einen Nagelbomben-anschlag auf den Weihnachtsmarkt zu verüben. Der Zwölfjährige hatte jedoch beim Bau der Bombe einen entscheidenen Fehler gemacht, sodass die Bombe nicht zündete.

Ein Ermittlungsverfahren wird es gegen den Zwölfjährigen nicht geben, weil Kinder sich erst nach dem 14. Geburtstag strafrechtlich verantworten müssen. Der Fall wurde deshalb an den Generalbundesanwalt übergeben.

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Irak: Militär entdeckt Massengrab mit mindestens 100 enthaupteten Leichen

Symbolfoto: © Katharina Wieland Müller | pixelio.de

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Das irakische Militär hat am Montag ein Massengrab in Hammam al-Alil, im Süden von Mossul, entdeckt. Das betroffene Gebiet war bis vor kurzem in der Gewalt von Terroristen des „Islamischen Staats“ (IS). Die Leichen wurden in der Nähe einer Agrarschule gefunden, sagte ein Sprecher der irakischen Armee. Ob es sich bei den enthaupteten Leichen um Soldaten oder Zivilisten handelt ist noch unklar und wird untersucht. Die Terroristen des IS haben weiter an Boden verloren. Den Regierungstruppen gelang es am Montagvormittag, das von der IS kontrollierte Gebiet einzunehmen. In dem Massengrab befanden sich mindestens 100 enthauptete Leichen.

Parallel wird in Syrien die Stadt Rakka eingekesselt. Die von den USA geführte Koalition teilte mit, dass dadurch die Rückeroberung der Stadt ermöglicht werden soll. Es wurde jedoch mitgeteilt, dass die Einkesselung mehrere Monate dauern könnte.

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Selbstmordanschlag auf Trauerfeier im Irak fordert mindestens 35 Todesopfer

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

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Mindestens 35 Menschen starben am Samstag bei einem Terroranschlag, der sich während einer Trauerfeier in der irakischen Hauptstadt Bagdad, in einem Zelt ereignete. Ein Selbstmordattentäter sprengte sich inmitten einer Trauerfeier im Rahmen des Aschura-Festes in die Luft. Bei dem Anschlag, der sich ereignete, als gerade das Mittagessen serviert wurde, wurden mehr als 30 Menschen zum Teil schwer verletzt. Die Terroristen des „Islamischen Staats“ (IS) bekannten sich zu dem Anschlag auf die schiitische Versammlung. Die Terroristen betrachten die Schiiten als Ungläubige.

Bei zwei weiteren Anschlägen auf einen Stützpunkt der Polizei und die Familie eines IS-Gegners starben zwölf weitere Menschen. Zu diesen Anschlägen bekannte sich zunächst noch niemand. Die IS-Terroristen sind zur Zeit mit der Verteidigung von eroberten Gebieten im Irak und Syrien beschäftigt. Eine von der USA angeführte Militäroffensive hat unter anderem das Ziel die IS-Hochburg Mossul zurückzuerobern.

Bei dem Anschlag handelte es sich um den blutigsten seit Juli diesen Jahres. Im Juli hatte sich ein Selbstmordattentäter in einem Geschäftsviertel in die Luft gesprengt und dabei 300 Menschen mit den Tod gerissen.

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IS-Terroristen richten Blutbad in Bagdad an: 119 Tote

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

Bei zwei Bombenanschlägen sind in der Hauptstadt des Iraks, in Bagdad, mindestens 119 Menschen ums Leben gekommen, über 200 weitere wurden zum Teil schwer verletzt. Im Stadtteil Karrada explodierte ein mit Sprengstoff gefüllter Kühlwagen. Aufgrund der Ramadan-Feierlichkeiten befanden sich zum Zeitpunkt der Explosion viele Menschen auf der Straße. Der „Islamische Staat“ (IS) bekannte sich zu dem Anschlag. Ein weiterer Sprengsatz explodierte noch auf einem Markt im Schiiten-Viertel. Durch die Wucht der Explosionen sind die umliegenden Gebäude schwer beschädigt worden oder eingestürzt, darunter auch ein Einkaufszentrum. Die Anzahl der Leichen erhöhte sich im Verlauf des Sonntags immer weiter, weil Rettungskräfte unter den Trümmern weitere Leichen entdeckten und einige schwer Verletzte ihren schweren Verletzungen erlegen sind.

Es handelt sich um den schwersten Anschlag im Irak im laufenden Jahr 2016.

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Krieg und Gewalt: 41 Millionen Binnenflüchtlinge weltweit

Symbolfoto: © Initiative Echte Soziale Marktwirtschaft (IESM)    | pixelio.de

Symbolfoto: © Initiative Echte Soziale Marktwirtschaft (IESM) | pixelio.de

Rund 41 Millionen Menschen sind weltweit in ihrem eigenen Land auf der Flucht vor Krieg und Gewalt. Eine größere Anzahl von Binnenflüchtlingen ist nie zuvor registriert worden. In Europa wird unterdessen heftig über die aktuelle Flüchtlingspolitik gestritten und Zäune und Mauern werden hochgezogen, weil sich einige Länder nicht in der Lage sehen ein paar Tausend Flüchtlinge aufzunehmen und ihnen ein menschenwürdiges Leben zu bieten. Viele Schutzsuchende machen sich gar nicht auf den lebensgefährlichen Weg nach Europa, sondern suchen in den unmittelbaren Nachbarländern Schutz. Der größte Teil an Schutzsuchenden sind die Binnenflüchtlinge, die innerhalb ihres eigenen Landes vor Krieg und Gewalt fliehen. Dieses Schicksal teilten 2015 rund 41 Millionen Menschen. Ganz besonders stark war die Anzahl der Binnenflüchtlinge in Syrien, Jemen und dem Irak. Hier wurden die Menschen regelrecht gezwungen ihre vertraute Umgebung zu verlassen.
8,6 Millionen Menschen mussten aufgrund von Krieg und Gewalt ihr Zuhause aufgeben.

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Der Abzug von IS-Kämpfern wurde vertagt: Kämpfe um Ramadi gehen weiter

Symbolfoto: © Ingo Büsing| pixelio.de

Symbolfoto: © Ingo Büsing| pixelio.de

Der Irak hatte immer wieder angekündigt, dass das Militär die Stadt Ramadi vom IS zurückerobern wird. Am zweiten Weihnachtstag sieht es so, als ob die Armee vor einem ihrer größten Erfolge steht. Zuvor hatten sich Regierungstruppen und Kämpfer der Terroristenmiliz Islamischer Staat (IS) schwere Gefechte geliefert. Die Zurückeroberung von Ramadi wäre ein großer und bedeutender Erfolg für das irakische Militär, das im Mai aus der Stadt vertrieben worden war. Im Zentrum der Stadt hatten die Terroristen überall Sprengfallen aufgebaut und Häuser mit Sprengstoff präpariert. Damit hatten die IS-Terroristen versucht die irakische Armee fern zu halten. Am Dienstag hatten die irakischen Truppen gemeinsam mit internationalen Luftangriffen einen Großangriff auf das Stadtzentrum von Ramadi begonnen.

In der syrischen Hauptstadt Damaskus wurden unterdessen die Abzugspläne der IS-Terroristen auf noch unbestimmte Zeit verschoben. Die Vereinten Nationen hatten sich mit den Terroristen darauf geeinigt, dass alle 3.500 Kämpfer des IS die Hauptstadt verlassen. Die Vereinten Nationen hoffen nun darauf, dass die Friedensgespräche ab Ende Januar beginnen können. Der Tod des Rebellenführers Alloush gefährdet jedoch den Friedensplan für Syrien.

Die Bundeswehr war auch über die Weihnachtsfeiertage an den Luftangriffen auf die IS-Terroristen in Syrien und dem Irak beteiligt. Ab Anfang Januar werden in dem Gebiet auch Tornado-Aufklärungsflugzeuge der Bundeswehr eingesetzt. Der Bundestag hatte die deutsche Beteiligung an dem Anti-Terror-Einsatz nach den Terroranschlägen von Paris am 13. November mit 130 Toten beschlossen (wir berichteten).

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IS-Terror: Der Finanzchef der Terrorgruppe wurde bei einem Luftschlag getötet

Symbolfoto: © burntimes.com

Symbolfoto: © burntimes.com

Das US-Militär teilte am Donnerstag mit, dass der Finanzchef der Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) bei einem Luftangriff getötet wurde. Seit Wochen fliegen die USA Angriffe auf Stellungen der Terroristen. Ein Sprecher des amerikanischen Militärs teilte mit, dass Abu Saleh bereits Ende November getötet worden ist. Abu Saleh war einer der ranghöchsten und erfahrensten Terroristen des IS-Finanzsystems. Die Ermordung von Saleh ist wichtig, um das nötige Wissen zur Koordinierung von Geldgeschäften beim IS einzuschränken und zu unterbinden. Der Finanzchef und zwei weitere Vertrauensleute wurden bei dem US-Angriff getötet. Abu Saleh stand auf der Terrorliste des amerikanischen Außenministeriums. Die IS-Terroristen haben sowohl in Syrien als auch im Irak ganze Landstriche unter ihrer Gewalt. Unklar blieb ob Saleh in Syrien oder im Irak getötet wurde. Die USA fliegen in beiden Ländern Luftangriffe gegen die Terroristen.

Der IS bekommt sein Geld aus vielen verschiedenen Quellen. Dazu zählen auch unter anderem die Einnahmen aus Lösegeldern für entführte Geiseln und der Verkauf von gestohlenen Kulturschätzen. Der IS erbeutete bisher mehr als eine Milliarde Dollar von Banken in Syrien und dem Irak. Die Terroristen plündern immer wieder die Geldhäuser. Eine weitere Einnahmequelle sind die illegalen Ölverkäufe. Das Öl wird in großen Mengen an die Regierung des syrischen Präsidenten Assad verkauft. Der Ölhandel beschert dem IS jeden Monat rund 40 Millionen Dollar.

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Irak: Konvoi des IS-Chefs Abu Bakr al-Bagdadi wurde angegriffen

Symbolfoto: © Katharina Wieland Müller | pixelio.de

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Der Irak hat mitgeteilt, dass der Konvoi des Chefs der Terroristenmiliz „Islamischer Staat“ (IS) von der Luftwaffe angegriffen wurde. Der Konvoi wurde bombardiert. Unklar ist noch, ob der Anführer der Terroristen verletzt worden ist. Die Luftwaffe hat den Konvoi in der Nähe der Grenze zu Syrien angegriffen. Der IS-Anführer soll anschließend in einem Fahrzeug weggebracht worden sein. Der Irak hatte in der Vergangenheit jedoch bereits öfters berichtet, dass der IS-Anführer angeblich getötet worden sei. Das hat sich bisher nie bestätigt.

Der IS-Anführer war irakischen Angaben zufolge auf dem Weg zu einem Treffen von mehreren IS-Anführern. Der Angriff auf den Konvoi erfolgte in Rücksprache mit dem Geheimdienst und der gemeinsamen Einsatzzentrale, zu der auch ein Militärberater der von den USA geführten Militäraktion im Kampf gegen den IS gehört. Außerdem teilte der Irak mit, dass auch der Ort des Treffens aus der Luft bombardiert worden sei. Die Sicherheitskräfte verkündeten, dass einige dieser Anführer getötet oder verletzt worden sind. Die Namen der Getöteten sollen zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlicht werden.

Die USA haben auf den IS-Chef Abu Bakr al-Bagdadi ein Kopfgeld von umgerechnet 8,8 Millionen Euro ausgesetzt. Der IS hatte im Sommer letzten Jahres Teile von Syrien und des Iraks erobert und vielerorts ein islamisches „Kalifat“ ausgerufen. Die IS-Terroristen begingen außerdem Gräueltaten, die gegen das Menschenrecht verstoßen. Unter der Führung von den USA wird die Terrormiliz in beiden Ländern bekämpft. In Syrien fliegt seit Kurzem auch Russland Luftangriffe. Der Westen wirft Russland vor nicht gezielt den IS anzugreifen, sondern das Assad-Regime mit Angriffen auf Rebellen zu unterstützen.

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