Imatra/Finnland: Bürgermeisterin und zwei Journalistinnen wurden erschossen

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

In Südost-Finnland, in Imatra, wurden am Samstagabend die Bürgermeisterin und zwei Journalistinnen mit einem Gewehr erschossen, als sie gemeinsam ein Restaurant verließen. Der 23-jährige Täter wurde festgenommen. Das Tatmotiv ist noch unklar. Polizeiangaben zufolge könnte es möglich sein, dass der 23-Jährige seine Opfer willkürlich ausgesucht hat und diese nicht kannte. Ermittlungen wurden eingeleitet. Zur Tatzeit befand sich ein Streifenwagen in der Nähe des Restaurants. Außerdem hatten Zeugen den Täter beobachtet und ihn identifiziert. Er ließ sich widerstandslos festnehmen. Der Tatort befindet sich in der Fußgängerzone in der Stadtmitte.

Die Behörden richteten einen Krisenstab ein. Die Stadt Imatra mit seinen 28.000 Einwohnern befindet sich 230 Kilometer von der finnischen Hauptstadt Helsinki entfernt.

Großeinsatz in Saarbrücken: SEK nimmt schlafenden Mann in Gewahrsam

Symbolfoto: © burntimes

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In der Saarbrücker Innenstadt hat sich am Sonntagmorgen ein bewaffneter und psychisch kranker Mann in einem Balkan-Restaurant Dubrovnik in der Kupfergasse verschanzt. Am Sonntagmittag gegen 13 Uhr stürmte ein Sondereinsatzkommando die Lokalität und fand den 43-Jährigen im Keller schlafend vor. Bei dem Mann handelte es sich um ein Mitglied des Restaurant-Teams. Die Polizei erklärte, dass der Mann am Sonntagmorgen blutverschmiert in das geschlossene Lokal gekommen sei und die Angestellten gebeten hatte das Lokal zu verlassen. Es kam zu einer unklaren Bedrohungslage. Der Mann stellte keinerlei Forderungen und bedrohte auch niemanden. Die Innenstadt von Saarbrücken wurde daraufhin aufgrund der unklaren Lage abgeriegelt. Es war auch lange Zeit unklar, ob sich noch weitere Personen in dem Lokal aufhielten. Nach dem der Mann im Keller entdeckt wurde, wurde er zunächst in ein Krankenhaus eingeliefert. Ermittlungen zur Klärung des genauen Hergangs wurden eingeleitet. Es handelt sich ersten Ermittlungen der Polizei zufolge um keinen politischen Sachverhalt. Der 43-Jährige ist der Polizei bekannt.

Kölner Innenstadt: Polizisten entdeckten eine Bombe in Rucksack eines Linksautonomen

Symbolfoto: © burntimes

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Die Polizei stoppte am Donnerstagabend in der Kölner Innenstadt einen 27-jährigen Mann aus Dortmund. Im Rucksack des Mannes wurde eine selbstgebaute funktionstüchtige Rohrbombe gefunden. Diese sei zündfähig gewesen, bestätigte die Polizei. Der Mann fiel den Beamten aufgrund seines T-Shirts mit der Aufschrift „FCK CPS“ (Fuck Cops) auf. Weil der Mann sichtlich nervös war, wurde er sehr genau durchsucht. Dabei entdeckten die Beamten die Rohrbombe im Rucksack. Bei dem 27-jährigen Mann handelt es sich um einen Linksautonomen, der bereits 2011 durch politische Gewalt aufgefallen war.

Ein islamistischer Hintergrund kann ausgeschlossen werden. Warum der Mann die Rohrbombe mit sich führte ist noch unklar. Im Fall einer Explosion hätte für die Menschen im näheren Umfeld eine erhebliche Gefahr bestanden. Der Mann wurde zunächst festgenommen.

Frankfurt: Schießerei in der Innenstadt –– Täter ist auf der Flucht

Symbolfoto: © burntimes

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In Frankfurt am Main kam es in der Innenstadt an Christi Himmelfahrt gegen 16.55 Uhr zu einer Schießerei. Die Schüsse fielen am Friedrich-Stoltze-Platz, nahe der Bar Celona. Drei Personen wurden verletzt und in Krankenhäuser eingeliefert. Der Täter befindet sich auf der Flucht und wurde bisher noch nicht gefasst. Eine Fahndung nach dem Schützen wurde eingeleitet. Die Hintergründe der Tat sind noch unklar. Es deutet momentan alles auf eine Tat im Rocker-Milieu hin. Ein Augenzeuge berichtet von zehn bis zwölf Schüssen, die der Täter abgab.

Bautzen (Sachsen): Flüchtlingsunterkunft brannte nieder und Schaulustige jubelten

© Stadt Bautzen

© Stadt Bautzen

In der Nacht zu Sonntag ist das ehemalige Hotel „Husarenhof“ im sächsischen Bautzen, das als Flüchtlingsunterkunft vorgesehen war, vorsätzlich in Brand gesteckt worden. Die Feuerwehr bestätigte, dass der gesamte Dachstuhl des „Husarenhofs“ am Rande der Innenstadt brannte. Das Gebäude sollte für Flüchtlinge hergerichtet werden und wurde zuletzt als Hotel benutzt. Die Ermittler teilten mit, dass es sich um Brandstiftung handelte. Einen konkreten Tatverdacht gegen eine Person gibt es bisher nicht, es wird in alle Richtungen ermittelt. Brandursachenermittler haben am Sonntagnachmittag ihre Untersuchungen in dem Gebäude aufgenommen. Die Löscharbeiten der Feuerwehren wurden durch Schaulustige, die jubelten, während das Gebäude brannte, zum Teil stark behindert. Gegen drei Bautzener musste ein Platzverweis ausgesprochen werden. Bei zwei von ihnen handelte es sich um stark betrunkene 20-Jährige. Beide wurden in Gewahrsam genommen, weil sie der mehrfachen Aufforderung nicht nachkamen und Widerstand gegen die Polizei leisteten. Augenzeugenberichten zufolge waren auch Kinder unter den Schaulustigen. Die Menschen riefen unter anderem: „Wir wollen keine Asylantenheime.“ In dem ehemaligen Hotel sollten bis zu 300 Schutzsuchende ein neues Zuhause finden. Die Bautzener setzten am Sonntag ein starkes Zeichen und versammelten sich spontan zu einer Solidaritätskundgebung. Sie demonstrierten und hatten Transparente mit starken Aussagen wie „Wenn Häuser brennen darf man nicht klatschen“ dabei.

Innenminister Thomas de Maiziére sagte, dass die Schwelle des Aufstands deutlich überschritten ist und die Ergebnisse völlig inakzeptabel sind. Sachsens Ministerpräsident Tillich erklärte am Sonntag, dass das keine Menschen sind, die so etwas tun, sondern Verbrecher, die für ihre kriminellen Taten bestraft werden müssen. Er ergänzte, dass die Vorkommnisse in Bautzen und die Ausschreitungen in Clausnitz widerlich und abscheulich seien. Erst am Donnerstag wurde ein Bus mit Schutzsuchenden von mehreren offensichtlich gewaltbereiten Rechtsextremen belagert, sodass die Insassen am Aussteigen gehindert wurden.

Terror-Alarm in München an Silvester: Polizei fahndet nach möglichen Attentätern

Symbolfoto: © Paul-Georg Meister | pixelio.de

Symbolfoto: © Paul-Georg Meister | pixelio.de

Nach der Terrorwarnung in München fahndet die Polizei nach fünf bis sieben möglichen Attentätern aus Syrien und dem Irak. Der Alarm wurde unter anderem durch Hinweise vom französischen Geheimdienst ausgelöst. Die ersten Hinweise erreichten das Bundeskriminalamt am Silvesterabend gegen 19.40 Uhr. Die Attentäter wollten offenbar einen Doppelanschlag verüben, bei dem sie sich selbst in die Luft sprengen wollten. Am Silvesterabend wurden aus Sicherheitsgründen der Münchener Hauptbahnhof und der Bahnhof in Pasing gegen 22.40 Uhr evakuiert. Die Menschen wurden außerdem aufgefordert größere Menschenansammlungen in der Innenstadt zu meiden. Die Fernzüge fuhren durch den Hauptbahnhof, ohne anzuhalten. Die Behörden hielten sich am Freitag äußerst bedeckt mit Informationen während der laufenden Ermittlungen. Der Polizeipräsident sagte am Freitagmorgen, dass es noch nicht bestätigt sei, dass es die genannten fünf bis sieben Personen aus Syrien und dem Irak überhaupt gebe. Von etwa der Hälfte der Terrorverdächtigen hatten die Geheimdienste Personalien nach Deutschland übermittelt. Am Freitagvormittag wurde die Gefahrensituation in München wieder herabgestuft und befindet sich auf dem Niveau vor der Warnung, teilte ein Polizeisprecher mit. Die Polizei ist auch am Neujahrstag mit verstärkter Präsenz in München auf den Straßen. Mehr als 100 Einsatzkräfte sind in diesen Stunden zusätzlich im Einsatz. Die Terrorgefahr sei nach wie vor hoch, stellte der Polizeipräsident am Freitagvormittag klar. Die ganze Nacht über wurde der Hauptbahnhof und der Bahnhof Pasing von schwer bewaffneten Spezialeinheiten überwacht. Zwischen 3.30 und 4 Uhr am Freitagmorgen wurde der Hauptbahnhof wieder freigegeben, sodass der Bahnverkehr wieder planmäßig verkehren konnte. Nach Angaben der ausländischen Behörden sollen sich die möglichen Attentäter in München aufgehalten haben. Die Täter wollten sich angeblich um Mitternacht zeitgleich an beiden Bahnhöfen in die Luft sprengen.

Gewalt in NRW: Polizist erschießt Mann in der Innenstadt von Gronau

Symbolfoto: © NicoLeHe  | pixelio.de

Symbolfoto: © NicoLeHe | pixelio.de

Im nordrhein-westfälischen Gronau (Landkreis Borken) ist es am Montag zu einem tödlichen Polizei-Einsatz gekommen. Ein Polizist wurde in der Innenstadt von Gronau mit einem Messer angegriffen. Der Beamte erschoss den 46-jährigen Täter. Ein 17-Jähriger wurde durch einen Schuss am Bein verletzt. Der Polizist war zusammen mit seinem Kollegen am Montagnachmittag zu einem Streit zwischen zwei Gruppen gerufen worden. Als die beiden Beamten versuchten die Auseinandersetzung zu deeskalieren, kam es plötzlich zu dem Angriff. Die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen eingeleitet. Welcher der beiden Beamten auf den 17-Jährigen geschossen hat ist zur Stunde noch unklar. Am Dienstag wird die Staatsanwaltschaft nähere Details bekanntgeben.

Schwerste Ausschreitungen bei Blockupy-Demo in Frankfurt: 350 Festnahmen

Symbolfoto: © Michael Hirschka | pixelio.de

Symbolfoto: © Michael Hirschka | pixelio.de

»Frankfurt befindet sich zur Stunde im Ausnahmezustand. Am Mittwoch demonstrieren in Frankfurt tausende Menschen gegen den Neubau der Europäischen Zentralbank (EZB), die am Vormittag ihre neue Zentrale im Osten der Stadt eröffnen wird. Die antikapitalistische Blockupy-Bewegung nimmt das zum Anlass für großangelegte Proteste. Bis 10 Uhr wurden bereits 350 Menschen verhaftet. 88 Polizisten wurden bisher verletzt. Zahlreiche Polizisten wurden mit Steinen beworfen, haben eine ätzende Flüssigkeit oder Reizgas abbekommen. Dutzende Streifenwagen und Stapel von Reifen wurden angezündet. Außerdem wurden Fensterscheiben beschmiert und eingeschmissen. Die Polizei hat 550 Aktivisten in der Frankfurter Innenstadt festgesetzt und eingekesselt. Sie hatten zuvor an verschiedenen Stellen der Stadt teils schwere Straftaten begangen. Die Polizei will die Personalien aufnehmen. Unter anderem wurden Fahrräder der Deutschen Bahn aufeinander geworfen und mit Brandbeschleuniger angezündet. Die Feuerwehr soll während der Löscharbeiten auch mehrfach angegriffen worden sein. Es befinden sich auch Wasserwerfer im Einsatz. Die Polizei erwartet bis zu 10.000 Demonstranten. Am Morgen sollen schon bis zu 15.000 Demonstranten in der Stadt unterwegs gewesen sein. im Franktfurter Ostend gab es am Mittwochvormittag kaum eine Straßenkreuzung an der keine Reifen, Mülltonnen oder Autos brannten.

Einige Demonstranten seilten sich am Mittwochvormittag vom Banken-Turm „Skyper“ ab, um dort Protest-Transparente aufzuhängen. Die Polizei konnte das nicht verhindern.

Der Vorsitzende der Innenministerkonferenz von Rheinland-Pfalz sagte, dass es nicht sein kann, dass Polizisten einem so hohen Maß an Gewalt ausgesetzt werden. Er verurteilte die massive Gewalt bei dem Protest. Obwohl die Beamten auf einen schwierigen Einsatz vorbereitet waren sind sie überrascht von der Heftigkeit der Ausschreitungen. Ein Polizist sagte, dass die Gewalt in Frankfurt alle Erwartungen übersteigt.

Um kurz nach 11 Uhr traf der EZB-Chef Mario Draghi in der neuen Zentrale ein. Zu der Eröffnungsfeier mit einem kleinen Festakt wurden nur wenige Gäste eingeladen. Von bis zu 25 Teilnehmern war zuletzt die Rede. Gegen 11.30 Uhr eröffnete Draghi das neue Hochhaus. Die Demonstranten versuchen immer wieder das abgesperrte Gelände der EZB zu stürmen. Bisher konnten die Versuche jedes Mal von der Polizei, die dort mit einem Großaufgebot vor Ort ist, abgewendet werden.

Aufgrund der massiven Gewaltwelle der Blockupy-Demonstranten ist der gesamte Straßenbahnbetrieb in Frankfurt eingestellt worden. Auch einige U-Bahnlinien wie beispielsweise die Linie U5 verkehren nicht mehr. Die Buslinien 36, 38, 41 und 44 wurden ebenfalls eingestellt. Außerdem stellten vier Schulen im Frankfurter Osten ihren Schulbetrieb aufgrund der gewalttätigen Proteste ein. Die Schüler wurden am Vormittag wieder nach Hause geschickt. Außerdem stehen die Behörden in Kontakt mit weiteren Schulen. Die Entscheidung, ob die Kinder auf den Nachhauseweg geschickt werden, treffen die Schulleiter.

Es gibt in Frankfurt aber auch singende und tanzende Demonstranten, die keinerlei Gewaltbereitschaft an den Tag legen. Dass die Proteste in Frankfort solche brutalen Ausmaße annehmen, trifft in der Bevölkerung mehr und mehr auf Unverständnis.«