Hamburg: Polizei hat 1.500 gestohlene Fahrräder sichergestellt

Symbolfoto: © Rike | pixelio.de

Die Polizei hat in Hamburg Rothenburgsort 1.500 gestohlene Fahrräder sichergestellt. Ein Sprecher der Polizei bestätigte, dass davon ausgegangen wird, dass es sich um 1.500 gestohlene Fahrräder handelt. Es ist der größte Schlag in der organisierten Fahrradkriminalität in der Geschichte der Polizei Hamburg. Die Beamten durchsuchten zeitgleich vier Lagerhallen und zwei Wohnungen in Hamburg und Essen. Alleine in dem Industriegebiet waren 200 Polizisten im Einsatz. Die Polizei forderte nach dem Fund 15 Lastwagen an, um die gestohlenen Fahrräder abzutransportieren. Ermittlungen gegen drei Männer im Alter von 42 bis 44 Jahren wurden eingeleitet.

Ob es noch weitere Verdächtige gibt wollte der Polizeisprecher am Dienstagabend nicht mitteilen. Die betroffenen Lagerhallen inmitten eines Hamburger Gewerbegebietes waren offenbar ein Sammelpunkt für gestohlene Fahrräder aus ganz Norddeutschland. Von dort aus wurden die Fahrräder teilweise mit Hilfe von Transportern nach Osteuropa gebracht.

Nun werden die Fahrräder katalogisiert, um sie ihren rechtmäßigen Besitzern zurückzugeben. Alle Fahrräder werden dazu fotografiert und mit einer Nummer versehen. Diese Arbeit wird vermutlich einige Wochen Zeit in Anspruch nehmen.

Chemieunfall in Hamburg: Zwei Verletzte auf der Intensivstation

Symbolfoto: © Marlies Schwarzin  | pixelio.de

Symbolfoto: © Marlies Schwarzin | pixelio.de

Im Hamburger Stadtteil Billbrook hat sich am Donnerstagabend gegen 20.40 Uhr ein Chemieunfall ereignet. Auf dem Gelände einer Chemiefirma am Billbrookdeich war aus einem stationären Tank eine mit Wasserdampf vermischte ätzende Lauge ausgetreten. Zwei Menschen wurden schwer verletzt auf die Intensivstation eines Krankenhauses gebracht. Die Feuerwehr evakuierte über 100 Gäste aus einem nahegelegenen Hotel. In dem betroffenen Hotel wohnen derzeit 240 Gäste, die sich zum Zeitpunkt des Chemieunfalls aber nicht alle dort aufhielten. Die Menschen wurden in die nahegelegene Feuerwehr- und Rettungswache gebracht. Notärzte und Sanitäter kümmerten sich später um die Verletzten. Insgesamt klagten 45 Menschen über Reizungen der Atemwege oder der Augen. 17 Menschen, darunter auch Feuerwehrleute und Polizisten, wurden am Donnerstagabend ins Krankenhaus gebracht. In 20 Hamburger Stadtteilen sollten die Anwohner in der Nacht ihre Fenster und Türen geschlossen halten und sich möglichst nicht im Freien aufhalten. Am frühen Freitagmorgen gab die Feuerwehr Entwarnung für die betroffenen Gebiete.

An der Einsatzstelle befanden sich 120 Feuerwehrleute. Anfangs bildete sich eine weiße Wolke über dem Industriegebiet. Gegen 21.45 Uhr war der Austritt der Lauge gestoppt.

Die Feuerwehr Hamburg rückte erst am Dienstag zu einem Großeinsatz aus. Es brannte in einem Hochbunker aus dem zweiten Weltkrieg. Hier kam es während des Einsatzes plötzlich zu einer explosionsartigen Durchzündung. Insgesamt wurden 45 Menschen verletzt (wir berichteten). Im Umkreis des Hochbunkers warten noch immer rund 400 Anwohner darauf in ihre Wohnungen zurückkehren zu dürfen.