Bundeswehrskandal: Weiterer Soldat soll Anschlag geplant haben – dritte Festnahme

Symbolfoto: © Gabi Eder | pixelio.de

Die Bundeswehr ermittelt in diesen Tagen gegen eine mögliche Terrorzelle in ihren Reihen. Am Dienstag wurde ein weiterer 27-jähriger Soldat im baden-württembergischen Kehl verhaftet. Der 27-jährige Maximilian T. soll den unter Terrorverdacht stehenden Oberleutnant Franco A. bei seinen Plänen unterstützt haben und ihm geholfen haben eine Schein-Idenität als syrischer Flüchtling zu erhalten. Ein Richter ordnete noch am Dienstag Untersuchungs-haft an. Die unter Verdacht stehenden Soldaten haben im Jägerbataillon 291 im elsässischen Illkirch gearbeitet. Beide Männer verband eine Freundschaft. Der am Dienstag verhaftete war auch Mitglied in einer Whatsapp-Gruppe, in der sich auch Franco A. mit Gleichgesinnten austauschte. Der 27-jährige wird genauso wie Franco A. verdächtig eine schwere staatsgefährdende Straftat geplant zu haben. Ende April wurde außerdem Mathias F. verhaftet. Er soll Franco A. ebenfalls unterstützt haben. Den Anschlag sollte Franco A. ausüben. Dazu hatte er sich bereits eine fiktive Identität als syrischer Flüchtling zugelegt. Er war als Flüchtling registriert und kassierte neben seinem Gehalt bei der Bundeswehr staatliche Leistungen.

Nach der Festnahme von Franco A. besteht der Verdacht, dass sich innerhalb der Bundeswehr eine Terrorzelle gebildet hat. Das ist eine große Blamage für die Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen.

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Bundeswehr: Nazi-Andenken wurden in weiterer Kaserne gefunden

Symbolfoto: © Gabi Eder | pixelio.de

Bei der Bundeswehr gibt es noch weitere rechtsextreme Zwischenfälle. In der Fürstenberg-Kaserne in Donaueschingen wurde ein mit Wehrmachtsdevotionalien dekorierter Besprechungsraum gesichtet. In der Kaserne wurden außerdem Helme aus der Nazi-Zeit in einer Vitrine gefunden. Rechtsextremes Gedankengut scheint bei der Bundeswehr kein Einzelfall zu sein. Der mutmaßlich rechtsextreme Franco A., der ein Parallelleben als Flüchtling führte, arbeitete in der Kaserne in Illkirch. Dort wurde am 7. November 2012 ein vier Meter großes Hakenkreuz auf dem Boden der Kaserne entdeckt.

In der Kaserne in Illkirch wurden Wehrmachtsurkunden, -bilder und eine Nachbildung einer in der Wehrmacht verbreiteten Maschinenpistole gefunden. Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen teilte mit, dass die Wehrmacht nichts mit der Bundeswehr zu tun hat. Sie sagte, dass die Wehrmacht keinesfalls traditionsstiftend für die Bundeswehr sei. Von der Leyen rechnet damit, dass noch weitere rechtsextreme Vorfälle öffentlich werden. Bundesjustizminister Heiko Maas rief die Bundeswehr zu einem engagierten Kampf gegen Rechtsextremismus auf.

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