Buckinghamshire: Hubschrauber kollidierte mit Flugzeug – vier Tote

Symbolfoto: © Marvin Siefke | pixelio.de

In Großbritannien sind in Buckinghamshire, nordwestlich von London, am Freitagmittag ein Kleinflugzeug und ein Hubschrauber in der Luft kollidiert. Insgesamt kamen vier Menschen ums Leben, teilte die Polizei am Freitagabend mit. An Bord der verunglückten Maschinen befanden sich vier Menschen. Die Kollision ereignete sich aus bislang unklaren Gründen über bewaldetem Gebiet in der Nähe eines historischen Herrenhauses. Augenzeugenberichten zufolge gab es einen lauten Knall. Anschließend stieg Rauch über der Unglücksstelle auf. Bei dem Flugzeug handelte es sich um eine Cessna 152 (Baujahr 1982), die 1993 schon einmal abgestürzt war aber damals repariert werden konnte. Die britische Organisation für Flugunfalluntersuchungen hat Ermittlungen eingeleitet.

Kampf gegen Boko Haram in Nigeria: Zahlreiche Tote nach versehentlichen Luftangriff auf Flüchtlingslager

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

Im Kampf gegen die Terroristen von Boko Haram in Nigeria hat ein Kampfflugzeug versehentlich am Dienstag ein Flüchtlingslager angegriffen. Der Angriff sollte Boko-Haram-Terroristen gelten. Ein Regierungsvertreter sprach zunächst von knapp 100 Toten. Die vor Ort ansässige Organisation Ärzte Ohne Grenzen bestätigte den Angriff und korrigierte, dass mindestens 50 Menschen getötet wurden und rund 120 Menschen verletzt wurden. Der Luftangriff hatte einer Versammlung von Mitgliedern der islamistischen Terrormiliz Boko Haram gegolten, teilte der Militärkommandeur mit. Bei dem Angriff sind jedoch auch Mitarbeiter der Organisation Ärzte ohne Grenzen und des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz getötet worden. Nach dem Angriff schickten die Streitkräfte Hubschrauber um die Verletzten zu bergen.

Die extremistische Boko-Haram-Gruppe steht seit 2009 für Gewalt. Boko Haram ist ein Ableger des Terrornetzwerkes Al-Kaida. Die Terroristen greifen immer wieder Busbahnhöfe, Märkte, Moscheen und Kirchen an. Die Gruppe wurde durch verschärfte Interventionen der Nachbarländer etwas geschwächt. Trotzdem verübt die Terroristengruppe weiterhin blutige Anschläge. Die Boko-Haram-Terroristen setzen sich für die Einführung der Scharia in ganz Nigeria und das Verbot westlicher Bildung ein. Boko Haram ist bekannt für die Ermordung von Christen und Muslimen. Berichte aus dem März 2015 belegen, dass sich Boko Haram der Terror-Miliz Islamischer Staat (IS) angeschlossen hat. Ende Dezember kamen bei der Explosion einer Bombe in einer Moschee 20 Menschen ums Leben. Seit 2009 kamen bei den Anschlägen von Boko Haram mindestens 20.000 Menschen ums Leben. Rund 2,7 Millionen Menschen sind nach Angaben der Vereinten Nationen (UN) vor der Terrormiliz geflüchtet.

Syrien-Krieg: Hubschrauber hat Fässer mit giftigem Chlorgas abgeworfen

Symbolfoto: © Katharina Wieland Müller | pixelio.de

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Nach dem ein russischer Transporthubschrauber des Militärs abgeschossen wurde (wir berichteten), wurden in der Nacht zu Dienstag von einem Hubschrauber, Behälter mit giftigem Gas, 15 Kilometer entfernt von der Absturzstelle des russischen Transporthubschraubers, abgeworfen. Es könnte sich hierbei um einen Racheakt handeln. Insgesamt sind in der Stadt Sarakeb 33 Menschen von den Giftfässern betroffen. Unter den 33 Betroffenen befinden sich 18 Frauen und Kinder. Bei dem Gas handelte es sich um Chlorgas. Ein veröffentlichtes Video zeigt Menschen mit Atemnot. Sie bekommen von Rettungskräften Atemschutzmasken gereicht.

Von der syrischen Assad-Regierung, als auch von Russland gab es dazu bisher keine Stellungnahmen. Die syrische Regierung und der Verbündete Russland bestreiten strikt, dass chemische Waffen gegen die in Syrien lebende Bevölkerung eingesetzt wird. Der Westen wirft der syrischen Regierung jedoch vor mit Chlorgas und anderen chemischen Waffen gegen die eigene Bevölkerung vorzugehen. Syrien als auch die Regierung in Russland verdächtigen die Rebellen mit solchen Waffen zu hantieren.

Krieg in Syrien: Russischer Hubschrauber wurde in Aleppo abgeschossen

Symbolfoto: © Katharina Wieland Müller | pixelio.de

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Auf dem Rückflug von einem humanitären Einsatz wurde ein russischer Transporthubschrauber vom Typ Mi-8 abgeschossen. Alle fünf Insassen kamen bei dem Absturz ums Leben. Der Hubschrauber wurde für die Menschen eingesetzt, die in der umkämpften Stadt Aleppo eingeschlossen sind. Die Stadt ist komplett abgeriegelt und dort sitzen zur Zeit 300.000 Menschen fest. Rebellen wollen die Umlagerung der Stadt durch die Regierungstruppen des Assad-Regimes durchbrechen und haben eine neue Offensive gestartet. Das Ziel der Rebellen ist es, Versorgungsrouten zu öffnen. Zur Zeit halten die syrischen Regierungstruppen alle Zufahrtswege gesperrt, sodass niemand in die Stadt kommt oder sie verlassen kann. Die Menschen haben Angst und fürchten um ihr Leben. Bisher hat sich niemand getraut Aleppo zu verlassen, da die Assad-Truppen auch auf flüchtende Zivilisten schießen. Dadurch gelangen auch keinerlei Hilfslieferungen mit Lebensmitteln, Trinkwasser und Medikamenten in die Stadt. Es ist eine humanitäre Katastrophe.

Am Sonntag ereigneten sich zwei Autobomben-Explosionen gegen die Stellungen der Regierungstruppen, bestätigte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Die gültige Waffenruhe wurde in Teilen des Landes längst gebrochen. In der Stadt Aleppo wird seit mehr als fünf Jahren gekämpft. Millionen Menschen sind bereits vor dem Leid geflüchtet. Nach dem Fall der Stadt Homs wurde den Rebellen freies Geleit garantiert. Dennoch verschwanden hunderte Männer bis heute spurlos.

Bimöhlen in Schleswig-Holstein: Hubschrauber der Bundespolizei abgestürzt –– zwei Tote

Symbolfoto: © Ingo Büsing | pixelio.de

Symbolfoto: © Ingo Büsing | pixelio.de

Am Donnerstagabend um kurz nach 20 Uhr ist in Bimöhlen in Schleswig-Holstein in der Nähe von Bad Bramstedt an der A7 ein Hubschrauber der Bundespolizei abgestürzt. Von den drei Insassen kamen zwei ums Leben. Sie starben noch an der Unglücksstelle. Ein drittes Besatzungsmitglied wurde mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert. Der Hubschrauber vom Typ Eurocopter 135 stürzte in Bimöhlen auf einem Feld ab. Dabei wurde die Maschine komplett zerstört. Umliegende Gebäude oder Unbeteiligte kamen nicht zu Schaden. Kurz vor demAbsturz setzte der Pilot einen Funkspruch ab, der nicht mehr verstanden werden konnte.

Der abgestürzte Hubschrauber gehörte zur Fliegerstaffel der Bundespolizei in Fuhlendorf. Der Standort liegt lediglich fünf Kilometer von der Absturzstelle entfernt. Von Fuhlendorf aus starten und landen Hubschrauber der Bundespolizei zur Überwachung der Nord- und Ostsee. Nachts werden die Hubschrauber zu Bahnstreckenüberwachung, für Fahndungen und Absicherungen eingesetzt. Insgesamt sind in Fuhlendorf 21 Hubschrauber verschiedener Baureihen stationiert. Die Absturzursache ist noch unklar und wird durch die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung ermittelt. Es ist der erste Absturz eines Eurocopters 135 in Deutschland. Im November 2013 stürzte ein Eurocopter 135 in Glasgow auf fas Dach eines Pubs. Damals starben die drei Besatzungsmitglieder und sieben Besucher des Pubs.

Donau: Zwei Kinder werden von Strömung erfasst –– 23-jähriger Notfallsanitäter rettet beide Kinder und kommt selbst ums Leben

Symbolfoto: © burntimes

Symbolfoto: © burntimes

Das Rote Kreuz in Österreich trauert um einen 23-jährigen Notfallsanitäter. Ein furchtbarer Einsatz hat dem jungen Mann am späten Freitagnachmittag das Leben gekostet. Der ehrenamtliche Notfallsanitäter der Rotkreuz-Bezirksstelle Hollabrunn war privat im Aubad Stockerau unterwegs und sah, wie zwei Kinder im Alter von 6- und 12 Jahren von der starken Strömung der Donau mitgerissen wurden und in Folge unter Wasser gerieten. Der 23-Jährige zögerte keinen Moment und stürzte sich in die Fluten. Die dramatische Rettungsaktion gelang – er zog beide Kinder aus der Strömung, sodass sie gerettet werden konnten.

Anschließend verließen den 23-Jährigen die Kräfte und er wurde selbst von einem starken Strudel erfasst. Er konnte sich nicht mehr befreien. Die alarmierten Einsatzkräfte suchten längere Zeit nach dem 23-Jährigen und fanden ihn schließlich unter Wasser und zogen ihn sofort ans Land. Trotz eines Großeinsatzes mit Feuerwehr, Hubschrauber und drei Notärzten verlieren die Ärzte den Kampf um sein Leben, teilte das Österreichische Rote Kreuz (ÖRK) mit. Wiederbelebungsversuche vor Ort scheiterten.

Der Präsident des ÖRK sagte: „Der 23-jährige Notfallsanitäter hat das wertvollste gegeben, was ein Mensch im Dienst der Nächstenliebe geben kann. Er hat sein Leben gegeben, damit zwei Kinder weiterleben dürfen. Robert ist zu einem leuchtenden Stern der Menschlichkeit geworden. Er war menschlich, menschlich bis zuletzt. Aus Liebe zum Menschen.“

Mittelmeer: Europäische Schiffe retten am Wochenende 5.800 Flüchtlingen das Leben

Symbolfoto: © Andreas Hermsdorf | pixelio.de

Symbolfoto: © Andreas Hermsdorf | pixelio.de

Am Sonntag haben die italienische und die französische Marine den zweiten Tag in Folge tausende Menschen im Mittelmeer von überfüllten, maroden Schiffen in Sicherheit gebracht. Mindestens zehn Menschen starben jedoch. Die Küstenwache in Italien ist für die Einsatzleitung zuständig und koordiniert die Rettungseinsätze. Viele der geretteten Flüchtlinge waren in äußerst wackeligen und maroden Booten auf dem Weg nach Europa, bestätigte die italienische Küstenwache. Die zehn Leichen wurden bei drei verschiedenen Einsätzen geborgen. Bei einem Einsatz war ein Frachtschiff als erstes vor Ort. Die Helfer hatten nördlich von Tripolis 105 Überlebende gerettet und drei Leichen geborgen. Die Besatzung eines italienischen Marinehubschraubers sah unter anderem ein Schlauchboot, dem die Luft ausging und alarmierte die Küstenwache. Bei einem der Rettungseinsätze wurden 311 Menschen, darunter auch 16 Kinder vom Fischerboot einer Menschenschmugglerbande gerettet. Die Zunahme der Überfahrten von Flüchtlingsbooten in der wärmeren Jahreszeit wurde von Italien bereits im Vorfeld erwartet. Die maroden Boote werden überfüllt, damit die Menschenschmuggler-banden den maximalen Profit erzielen können. Jeder Flüchtling muss umgerechnet mehrere hundert Euro für die lebensgefährliche Überfahrt bezahlen. Die Schlepperbenden machen sich das durch den Krieg entstandene Chaos zu nutze. Die neuen Flüchtlinge bringen das Aufnahmelager auf Lampedusa an den Rand der Aufnahmekapazitäten. Zahlreiche Flüchtlinge wurden deshalb bereits nach Sizilien und auf das italienische Festland gebracht.

Erst im April ereignete sich zwischen der libyschen und der italienischen Insel Lampedusa erneut eine Flüchtlingskatastrophe bei der 700 Menschen, darunter auch Frauen und Kinder, im Mittelmeer ertrunken sind.

Seit Jahresbeginn erreichten bisher mehr als 21.000 Bootsflüchtlinge Italien. Die italienische Regierung bittet schon seit langem um mehr Hilfe aus Europa, um die Flüchtlingskrise unter Kontrolle zu bekommen. Die EU hat daraufhin in einer Krisensitzung beschlossen die Rettungsmission „Triton“ zu verstärken. Seit dem Jahresbeginn ertranken im Mittelmeer insgesamt 1.750 Flüchtlinge – das sind 30 Mal mehr wie im gleichen Zeitraum des letzten Jahres.

Parsberg: Vermisste Rajana (5) wurde lebend gefunden – Update

Foto: © Polizei Parsberg

Foto: © Polizei Parsberg

»Seit Montagvormittag, den 23. März, gegen 11.00 Uhr, wird die fünfjährige Rajana, im bayerischen Parsberg vermisst. Die 5-Jährige entfernte sich in einem unbeobachtetem Augenblick aus der Obhut ihres 26-jährigen Vaters. Zuvor hatte ihr Vater mit ihr einen Zahnarzt besucht und danach wollte er mit seiner Tochter auf den Spielplatz gehen. Zuletzt wurde Rajana zusammen mit ihrem Vater am Spielplatz im Elisabethpark, hinter einem Café, an der Dr.-Boecale-Straße in Parsberg gesehen. Dort soll ein Unbekannter den Vater in ein Gespräch verwickelt haben. Anschließend fehlte von seiner Tochter jede Spur. Gegen 13 Uhr meldete der Vater seine Tochter bei der Polizei als vermisst. Rajana hat braune Augen und Haare, sie ist mit einer roten Jacke und einer blauen Hose bekleidet und trägt weiße Schuhe. Die Zeugenbefragungen auf dem Spielplatz verliefen negativ, teilte die Polizei mit. In der Nacht zum Dienstag suchten Polizei und Feuerwehr bis 2 Uhr morgens nach der vermissten 5-Jährigen. Auch die speziell ausgebildeten Mantrailerhunde konnten noch keine Spur aufnehmen. Der zuständige Polizeisprecher spricht von einem Fall mit „größter Brisanz“. Die Polizeiinspektion Parsberg bittet um Hinweise über den Verbleib des Kindes unter (0 94 92) 94 110.

Die Suchmaßnahmen unter Beteiligung der Feuerwehr, acht Rettungshunden der Rettungshunde-staffel, einem Personensuchhund, 4 Wärmebildkameras, Hubschrauber mit Wärmebildkamera und vielen Freiwilligen bis spät in die Nacht verlief bislang ohne Ergebnis. Die Absuche wurde am Dienstagmorgen um 2 Uhr beendet. Weitere große angelegte und umfangreiche Suchmaßnahmen wurden seit den frühen Morgenstunden am Dienstag fortgesetzt. Die Anteilnahme und Solidarität der Bevölkerung ist enorm. Die Polizei ermittelt mit Hochdruck in alle Richtungen. Seit Dienstagmorgen sind erneut Rettungshunde im Einsatz, um nach dem Kind zu suchen. Die Polizei lobte die sehr große Unterstützung der Bevölkerung.

Die Polizei bittet den Mann, der mit dem Vater gesprochen hatte, sich mit der Polizei in Verbindung zu setzen. Er ist möglicherweise der einzige Zeuge. Bisher gibt es keinerlei Hinweise darauf, dass Rajana beispielsweise in ein Auto gestiegen oder mit einem Unbekannten fortgegangen ist.«

Update: Die fünfjährige Rajana wurde am Dienstagmittag gefunden und sie lebt. Näheres teilen wir in Kürze mit.