Hildesheim: Pegel steigen aufgrund des Regens weiter – Überschwemmungen drohen

Symbolfoto: © M. Großmann | pixelio.de

Bisher halten in den Regengebieten in Niedersachsen alle Dämme. Nach den Niederschlägen aus der Nacht zu Mittwoch spitzt sich die Lage jedoch zu. Ein Sprecher der Stadt Hildesheim sagte, dass man auf alles vorbereitet sei und eine Evakuierung von Wohngebieten zunächst kein Thema sei. Eine Notunterkunft wurde trotzdem vorsichtshalber eingerichtet. Diese wird aktuell von 13 Menschen benutzt. Die Feuerwehr füllte und verbaute die ganze Nacht zu Mittwoch zahlreiche Sandsäcke. An einigen Stellen sickerte bereits Wasser durch die Sandsäcke hindurch. Der Fluss Innerste erreichte am Pegel Heinde einen Rekordstand von 694 Zentimeter. Der bisher höchste Wert, der jemals gemessen wurde, war 2007 ein Wasserstand von 675 Zentimeter. Zur Zeit besteht noch keine unmittelbare Gefahr für Menschen.

Nach Angaben des Wetterdienstes wird der Regen am Mittwoch vielerorts weiter andauern.

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Schwere Überschwemmungen in Bayern: Katastrophenalarm im Kreis Weilheim-Schongau

Symbolfoto: © M. Großmann | pixelio.de

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Im bayerischen Landkreis Weilheim-Schongau wurde vom zuständigen Landratsamt Katastrophenalarm ausgelöst. Besonders stark vom Hochwasser betroffen sind die Gemeinden Peißenberg und Polling. Angehörige samtner verfügbarer Hilfsorganisationen wurden inzwischen aufgefordert, sich in das Hochwassergebiet zu begeben, um beim Füllen von Sandsäcken zu helfen. Im Großeinsatz befinden sich derzeit das Technische Hilfswerk, Wasserwacht, Bergwacht und alle Feuerwehren der Region. Zur Zeit gibt es in der Gemeinde Polling großflächige Überschwemmungen, Straßen sind überflutet und Keller vollgelaufen. Teilweise steht das Wasser kniehoch in den Straßen. Besonders schwer betroffen sind momentan die Ortschaften Oberhausen und Polling mit Ortsteil Etting. Die Bundesstraße 472 ist komplett überflutet und vollgesperrt. Außerdem wurde nach einem Musenabgang die Bahnstrecke München-Mittenwald komplett gesperrt.

Das zuständige Landratsamt hat inzwischen die Bundeswehr zur Verstärkung angefordert. Die Soldaten sollen die Einsatzkräfte unterstützen und entlasten.

Die Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung ist riesig. Am Bauhof in Peißenberg werden seit 10 Uhr Sandsäcke gefüllt. Eine Unwetterfront hatte am Samstagabend in Teilen Bayerns erneut für Überschwemmungen gesorgt.

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