Frauenleiche bei Zwingenberg gefunden: Es handelt sich um die vermisste 26-jährige Heidelbergerin

Symbolfoto: © burntimes

Nahe der Autobahnanschlussstelle Zwingenberg, an der A5, wurde am Freitag eine Frauenleiche gefunden. Ein Suchtrupp hatte das Gebiet abgesucht und entdeckte dabei die Leiche an einem unwegsamen Feldweg. Die Staatsanwaltschaft teilte am Samstag mit, dass es sich um die seit drei Wochen vermisste 26-jährige Julia B. aus Heidelberg handelt. Der Fundort der Leiche befindet sich rund 50 Kilometer von Heidelberg entfernt. Die Polizei hatte zeitweise mit 70 Beamten nach der Vermissten gesucht. Vor ihrem Verschwinden hatte die junge Frau in der gemeinsamen Wohnung einen Streit mit ihrem 34-jährigen Lebensgefährten.

Zwei Tage nach ihrem Verschwinden fanden Beamte den Dienstwagen der 26-Jährigen in den Mannheimer Quadraten. Den Streit mit seiner Lebensgefährtin hatte der 34-Jährige eingeräumt. Er sitzt zur Zeit in Untersuchungshaft. Zu den Aussagen des Mannes äußert sich die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen nicht. Die Ermittler gehen von einem Tötungsdelikt aus. Ob bei der Obduktion Spuren von Gewalt durch das rechtsmedizinische Institut in Heidelberg festgestellt wurden, ist ebenfalls noch unklar.

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Faßberg: Babyleiche wurde in Pumpstation aufgefunden

Symbolfoto: © burntimes

In Faßberg im niedersächsischen Landkreis Celle entdeckten Mitarbeiter des Abwasserverbandes am Mittwoch in einer Pumpstation eine Babyleiche. Es handelt sich um ein kleines Mädchen. Wie das Mädchen zu Tode kam und wer die Mutter des Kindes ist, ist noch unklar. Die Polizei hat Ermittlungen eingeleitet. Eine durchgeführte Obduktion konnte die Todesursache nicht klären. Die Leiche wird weiter untersucht, hieße es am Donnerstag. Es soll auch festgestellt werden, ob es sich um eine Fehl- oder Totgeburt handelte. Völlig unklar ist auch noch, wie und wann das Baby in den Abwasserschacht gelangte.

Die Staatsanwaltschaft in Celle hat Ermittlungen wegen Verdachts des Totschlags eingeleitet. Die Polizei sucht nach der Mutter des Babys und bittet die Bevölkerung um Hinweise besonders aus Faßberg und dem Landkreis Celle. Die Polizei interessiert vor allem ob jemand, jemanden kennt deren Schwangerschaft aus unklaren Gründen vorzeitig beendet wurde. Hinweise nimmt die Polizei in Celle unter der Rufnummer 05141-277215 entgegen.

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München: Lichtbildfahndung nach geflohenem Straftäter

Fahndungsfoto: Polizei München

Fahndungsfoto: Polizei München

Der wegen versuchten Totschlags seit dem 20. August 2016 inhaftierte 25-Jährige tschechische Staatsangehörige Zdenek Schejbal entwich am Freitag, den 26.08.2016, gegen 21.00 Uhr aus der Haft. Schejbal war wegen einer Verletzung, die dringend versorgt werden musste, in das Krankenhaus Altperlach gebracht worden. Dort nutzte er einen unbeobachteten Moment und flüchtete über ein Fenster im 2. Obergeschoss der Klinik. Trotz der sofort eingeleiteten Suchmaßnahmen konnte dessen Aufenthalt bislang nicht ermittelt werden. Er ist weiterhin auf der Flucht.

Schejbal ist 1,74 groß, schlank und wiegt 64 kg.

Die Mordkommission der Münchner Polizei bittet die Bevölkerung um Mithilfe:

Wer kann sachdienliche Angaben zum Aufenthalt des flüchtigen Zdenek Schejbal machen? Mitteilungen bitte an das Polizeipräsidium München unter der Telefonnummer 089/2910-0 oder an jede andere Polizeidienststelle.

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Großfahndung in Kassel: Polizei sucht nach Ulrike M. und ihren zwei Töchtern

Symbolfoto: © Polizeipräsidium Nordhessen - Kassel

Symbolfoto: © Polizeipräsidium Nordhessen – Kassel

Die Kasseler Polizei bittet die Bevölkerung bei der Suche nach der 48 Jahre alten Ulrike M. und ihrer beiden 7 und 10 Jahre alten Töchter um Mithilfe. Frau M. ist seit September 2015 ohne festen Wohnsitz und derzeit unbekannten Aufenthalts. Weil der begründete Verdacht besteht, dass die Kinder in ihrer Gesundheit gefährdet sind und sie selbst ärztliche Hilfe braucht, fahndet die Kasseler Polizei nun mit Fotos aus dem Jahr 2014 nach den Vermissten.

Frau M. lebte mit ihren Kindern bis zum September des letzten Jahres in einer Wohnung in Niederzwehren. Da ihr die behördliche Trennung von den Kindern drohte, verließ sie ihren gewohnten Lebensbereich. Seit dieser Zeit hielt sie nur sporadisch Kontakt zu Angehörigen und Bekannten in der Region. Von ihnen wird berichtet, dass Frau M. mit ihren Kindern größtenteils auf der Straße lebt. Sie selbst soll einen verwirrten Eindruck machen und die Kinder seien in einem schlechten Allgemeinzustand.

Den mit den Ermittlungen betrauten Beamten des Kommissariats 11 der Kasseler Kriminalpolizei liegt nun ein Hinweis einer Bekannten der Familie vor, dass sich die beiden Kinder vor gut vier Wochen, am 24. April, am Bahnhof Wilhelmshöhe aufhielten. Wie die Zeugin angab, sprach sie die Kinder mit ihren Namen an, woraufhin diese wegliefen. Anschließend verständigte sie die Polizei. Die Fahndung verlief jedoch ohne Erfolg.

Nun erhoffen sich die Ermittler des K 11 mit der Veröffentlichung der Fotos von den Vermissten, Hinweise zu deren Aufenthalt zu bekommen. Diese werden unter der Telefonnummer 0561 – 9100 beim Polizeipräsidium Nordhessen in Kassel oder jeder anderen Polizeidienststelle erbeten. (ots)

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Lageso: Hinweise über toten Flüchtling waren falsch

Symbolfoto: © burntimes

Symbolfoto: © burntimes

In Berlin meldete am Mittwochmorgen eine Hilfsorganisation über soziale Medien, dass ein junger Syrer gestorben sei, nachdem er tagelang vor dem Berliner Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) angestanden hatte. Die Polizei befragte am Mittwoch den Urheber des Berichts und teilte anschließend mit, dass es keinen toten Flüchtling gebe. Die Berliner Hilfsorganisation „Moabit hilft“ hatte im sozialen Netzwerk Facebook verkündet, dass ein 24 Jahre alter Syrer auf dem Weg ins Krankenhaus gestorben sei, nachdem er zuvor mehrere Tage in der Kälte vor dem Lageso angestanden hatte. „Soeben ist ein 24-jähriger Syrer, der tagelang am Lageso bei Minusgraden im Schneematsch angestanden hat, nach Fieber, Schüttelfrost, dann Herzstillstand im Krankenwagen, verstorben“, hieß es in dem Facebook-Posting. Der Flüchtlingshelfer hat den Fall eines toten Asylbewerbers in Berlin erfunden. Die Berliner Behörden hatten am Mittwoch aufwendig nach einem Todesfall recherchiert, den es nicht gegeben hat. Die Polizei teilte mit, dass den Mann keine strafrechtlichen Konsequenzen erwarten.

Die Geschichte klang zunächst glaubwürdig, weil seit Monaten Menschen zum Teil tagelang vor dem Lageso anstehen müssen, um Anträge zu stellen. Der ehemalige Lageso-Chef Franz Allert war aus diesem Grund im Dezember zurückgetreten (wir berichteten).

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