Hildesheim: Pegel steigen aufgrund des Regens weiter – Überschwemmungen drohen

Symbolfoto: © M. Großmann | pixelio.de

Bisher halten in den Regengebieten in Niedersachsen alle Dämme. Nach den Niederschlägen aus der Nacht zu Mittwoch spitzt sich die Lage jedoch zu. Ein Sprecher der Stadt Hildesheim sagte, dass man auf alles vorbereitet sei und eine Evakuierung von Wohngebieten zunächst kein Thema sei. Eine Notunterkunft wurde trotzdem vorsichtshalber eingerichtet. Diese wird aktuell von 13 Menschen benutzt. Die Feuerwehr füllte und verbaute die ganze Nacht zu Mittwoch zahlreiche Sandsäcke. An einigen Stellen sickerte bereits Wasser durch die Sandsäcke hindurch. Der Fluss Innerste erreichte am Pegel Heinde einen Rekordstand von 694 Zentimeter. Der bisher höchste Wert, der jemals gemessen wurde, war 2007 ein Wasserstand von 675 Zentimeter. Zur Zeit besteht noch keine unmittelbare Gefahr für Menschen.

Nach Angaben des Wetterdienstes wird der Regen am Mittwoch vielerorts weiter andauern.

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Hildesheim: 87 Fußball-Chaoten bleiben bis Sonntagabend in Polizeigewahrsam

Symbolfoto: © Rike  | pixelio.de

Symbolfoto: © Rike | pixelio.de

Vor dem Zweitliga-Derby zwischen Hannover 96 und Eintracht Braunschweig war am Freitagabend eine Massenschlägerei zwischen Chaoten von Hannover 96 und Eintracht Braunschweig geplant. Die Polizei Hannover hatte im Vorfeld des Fußballspiels gegen Eintracht Braunschweig aufgrund umfangreicher Aufklärungsarbeit von der geplanten Massenschlägerei auf dem Parkplatz eines Baumarkts in Hildesheim erfahren. Etwa 400 Personen hatten sich im Vorfeld zu der Massenschlägerei zwischen den verfeindeten Vereinen verabredet. Bevor es zu der Schlägerei kommen konnte, stürmten am Freitagabend gegen 21 Uhr hunderte Polizisten das Areal am Stadtrand von Hildesheim.

Die Beamten nutzten einen Überraschungsmoment aus und konnten insgesamt 170 Chaoten festsetzen, darunter auch drei Frauen. Aus Hannover wurden 117 potenzielle Gewalttäter verhaftet. Jugendliche, die noch minderjährig waren, wurden ihren Eltern übergeben. Die Beamten stellten bei den Festgenommenen Vermummmungsmaterial und zahlreiche Schlagwerkzeuge, wie Baseballschläger sicher.

Das Fußballspiel wird am Sonntag um 13.30 Uhr in Braunschweig angepfiffen. Die Polizei rechnet mit bis zu 750 krawallbereiten Anhängern beider Lager. Gegen 78 aggressive Anhänger wurde am Samstag ein Langzeitgewahrsam verfügt. Sie müssen bis Sonntagabend in Haft bleiben und dürfen das Fußballspiel nicht besuchen. Die Langzeitgewahrsam dient zur Abwehr von möglichen Gefahren.

Am Freitag hatten Unbekannte bereits Puppen mit 96-Schals an mehreren Brücken in Hannover aufgehängt und das frühere Vereinsheim von Hannover 96 beschmiert. Der niedersächsische Innenminister Boris Pistorius (SPD) gab am Samstag eine deutliche Warnung an Krawallmacher heraus und sagte, dass das Spiel unter Bewährung stattfindet. Pistorius teilte mit, dass größere, gewalttätige Auseinandersetzungen weitreichende Konsequenzen für das Rückspiel nach sich ziehen.

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Razzien in NRW: Islamisten haben IS-Terroristen unterstützt

Symbolfoto: © burntimes

Symbolfoto: © burntimes

Am Mittwochmorgen wurden in nordrhein-westfälischen Städten Razzien durchgeführt, die sich gegen Verdächtige mit islamistischem Hintergrund richten. Ein Sprecher der Polizei bestätigte am Mittwochmorgen die Razzien in Duisburg, Dortmund, Düsseldorf und Tönisvorst. Außerdem wurden Durchsuchungen im niedersächsischen Hildesheim durchgeführt. Insgesamt befinden sich 150 Polizisten im Einsatz, darunter auch Spezialeinheiten. Die Wohn- und Geschäftsräume von drei Verdächtigen wurden unter anderem vollständig durchsucht. Drei Beschuldigte sind im Visier der Ermittler. Sie sollen Kämpfer für den IS in Deutschland rekrutiert haben und im vergangenen Jahr für die Terroreinheit „Islamischer Staat“ (IS) geworben haben. Einer der Verdächtigen, Hasan C. aus Duisburg, der dort ein Reisebüro führt, soll Kontakt zu zwei Jugendlichen gehabt haben, die einen Anschlag auf die Sikh-Religionsgemeinschaft in Essen verübt hatten. Der Staatsschutz erhofft sich Beweismaterial, das als Grundlage für eine Anklage dienen kann.

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Söhlde: Zwei Männer sterben bei Flugabsturz bei Hildesheim

Symbolfoto: © Karl-Heinz Laube | pixelio.de

Symbolfoto: © Karl-Heinz Laube | pixelio.de

In Söhlde bei Hildesheim ist am Samstagvormittag gegen 11 Uhr ein Ultraleichtflugzeug aus noch unklaren Gründen abgestürzt. Zwei Männer im Alter von 52 und 57 Jahren kamen bei dem Absturz ums Leben. Die Männer kamen aus Langenhagen und Groß Himstedt. Das Flugzeug stürzte etwa 200 Meter von der Ortschaft Groß Himstedt entfernt ab. Beide Insassen waren im Besitz einer gültigen Flugerlaubnis. Zeugen haben den Aufprall beobachtet und die Feuerwehr alarmiert. Die Einsatzkräfte fanden schließlich auf einem Feld die völlig zertrümmerte Maschine. Die Feuerwehr musste nach der Erkundung die Arbeiten zunächst einstellen, weil in dem Flugzeug zwei Fallschirme gefunden wurden, die mit einer geringen Menge Sprengstoff gefüllt waren. Erst nachdem die Fallschirme von Spezialisten entschärft worden sind konnte die Feuerwehr ihre Arbeit fortsetzen.

Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung aus Braunschweig soll nun die Ursache für das Unglück ermitteln.

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Sturm in Niedersachsen: 55-Jähriger stirbt im verunglückten Rettungswagen

Symbolfoto: © burntimes

Symbolfoto: © burntimes

Ein 55-Jähriger ist bei einem schweren Unfall mit einem Rettungswagen (RTW) des DRK-Kreisverbandes Hildesheim-Marienburg im niedersächsischen Bockenem ums Leben gekommen. Der Rettungswagen wurde am Montagnachmittag gegen 17.05 Uhr in der Nähe von Bockenem auf der Landstraße 497 von einer starken Sturmböe erfasst und nach links in den Straßengraben gedrückt. Der Rettungswagen geriet auf die Gegenfahrbahn und schleuderte in den Straßengraben. Dort prallte der RTW gegen einen Baum und kippte schließlich auf die Seite. Ein 43-jähriger Rettungssanitäter erlitt schwere Verletzungen. Er wurde mit dem Rettungshubschrauber „Christoph Niedersachsen“ in die Medizinische Hochschule nach Hannover geflogen. Der Rettungswagen war auf dem Weg zum Zuhause des 55-jährigen Mannes, der gerade aus dem Krankenhaus St.-Bernward in Hildesheim entlassen worden war, als sich der Verkehrsunfall ereignete. Die Unfallstelle liegt nur rund einen Kilometer vom Zuhause des 55-jährigen entfernt. Der Patient war zum Zeitpunkt des Unfalls auf einer Trage festgeschnallt. Er erlag noch an der Unfallstelle seinen schweren Verletzungen. Zwei Ersthelfer hatten noch vergebens versucht den Mann wiederzubeleben. Der Fahrer des Rettungswagens erlitt leichte Verletzungen. Feuerwehrleute aus Bockenem und Mahlum bauten große Scheinwerfer auf, um die Unfallstelle auszuleuchten und den Landeplatz des Rettungshubschraubers auszuleuchten.

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