Anti-Terror-Razzien: IS-Terrorverdächtige sollen Anschlag auf Weihnachtsmärkte geplant haben

Symbolfoto: © burntimes

Am Dienstag wurden während eines länderübergreifenden Einsatzes der Polizei sechs Syrer festgenommen. Bei ihnen soll es sich um Mitglieder der Terrororganisation „Islamischer Staat“ handeln. Die verdächtigen Männer im Alter zwischen 20 und 28 Jahren wurden in Hannover, Kassel, Essen und Leipzig verhaftet. In den genannten vier Städten wurden die Wohnungen der Verdächtigen durchsucht. Die Hinweise auf die festgenommenen Syrer erhielten die Ermittler von Schutzsuchenden, die verdächtige Beobachtungen gemacht hatten. Die Terrorverdächtigen sollen sich unter falschem Namen nach Deutschland eingeschleust haben. Am Dienstag waren bei den Razzien 500 Beamte im Einsatz. Die Festnahmen sind Polizeiangaben zufolge in einem frühen Stadium durchgeführt worden. Die Anschlags-vorbereitungen waren noch nicht abgeschlossen, teilte die Polizei mit. Die Verdächtigen sollen Terroranschlag auf Weihnachtsmärkte und das Essener Einkaufszentrum am Limbecker Platz geplant haben. Innenminister Reul lobte den Polizeieinsatz als hochprofessionell.

Die Ermittler nahmen bei den Wohnungsdurchsuchungen Mobiltelefone, Speichermedien, schriftliche Unterlagen und Computer mit, die nun umfangreich ausgewertet werden sollen. Über einen Haftbefehl soll am Mittwoch entschieden werden.

Hannover: Mädchen steckt Siebenjähriger Feuerwerkskörper in den Ausschnitt

Symbolfoto: © burntimes

In Sehnde bei Hannover hat ein 14-jähriges Mädchen einer Siebenjährigen beim Spielen auf dem Schulhof einen Feuerwerkskörper in den Ausschnitt gesteckt. Die Jüngere versuchte sich anschließend von dem Sternenkreisel zu befreien. Dabei erlitt sie schwere Brandverletzungen. Sie wurde schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht. Gegen die 14-Jährige wurden Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung eingeleitet, teilte die Polizei Hannover am Freitag mit. Auch das Jugendamt wurde über die Tat der 14-Jährigen in Kenntnis gesetzt. Es wird geprüft, ob auf die Erziehungsberechtigten Konsequenzen zukommen.

Geflohener Straftäter aus Sachsen wurde in Hannover festgenommen

Symbolfoto: © Rike  | pixelio.de

Symbolfoto: © Rike | pixelio.de

In der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover wurde bereits am Mittwoch ein aus Sachsen geflohener Straftäter gefasst, wie am Freitag bekannt wurde. Nach dem Mann wurde deutschlandweit und im Ausland gefahndet. Der 37-Jährige war Anfang September aus dem Maßregelvollzug in Sachsen geflohen. Er kehrte am 5. September nicht von einem unbegleiteten Freigang ins Krankenhaus Großschweidnitz zurück. Der 37-Jährige wurde 2008 wegen versuchter schwerer räuberischer Erpressung und schweren Raubs von einem Leipziger Gericht zu sechseinhalb Jahren Haft verurteilt. Der Mann hatte 2007 erfolglos versucht eine Bank zu überfallen, im Jahr 2008 hatte er Erfolg.

Hannover-Kleefeld: Drei Menschen wurden von einem Güterzug überrollt

Symbolfoto: © burntimes

Symbolfoto: © burntimes

In Hannover wurden am Montagabend gegen 22.45 Uhr drei Menschen im Alter von 18 bis 21 Jahren von einem Güterzug im Hannoveraner Stadtteil Kleefeld überrollt. Alle drei Personen kamen ums Leben. Bis Dienstagmorgen waren die Leichen noch nicht endgültig identifiziert. Bei den Todesopfern handelt es sich um zwei Männer und eine Frau. Die Hintergründe des folgenschweren Unglücks in der Nähe des Bahnhofs Karl-Wiechert-Allee sind noch unklar. Zur Zeit können weder ein tragischer Unglücksfall noch ein Suizid ausgeschlossen werden. Die Bahnstrecke war in der Nacht zu Dienstag bis 2.15 Uhr gesperrt. Von der Sperrung waren insgesamt 24 Züge betroffen. Die Züge fielen aus oder trafen verspätet ein. Sowohl der Nah- als auch der Güterverkehr war betroffen.

Hannover: Toter Säugling und lebendes Baby in Koffer entdeckt

Symbolfoto: © burntimes

Symbolfoto: © burntimes

In der niedersächsichen Landeshauptstadt Hannover hat ein 19-Jähriger am Donnerstag im Stadtteil Vahrenwald das Skelett eines toten Säuglings und ein lebendes Baby in einem Koffer entdeckt. Er alarmierte anschließend die Polizei. Bei dem 19-Jährigen handelt es sich um den Lebensgefährten der 22-Jährigen. Die Mutter der Kinder wurde an ihrem Arbeitsplatz verhaftet. Das lebende Neugeborene wurde in eine Klinik gebracht. Der Zustand des Mädchens ist stabil. Die junge Frau soll dem Haftrichter vorgeführt werden. Die Kriminalpolizei leitete ein Verfahren, wegen des Verdachts des Totschlags gegen die 22-Jährige ein. Gegenüber der Polizei verweigerte die mutmaßliche Mutter bisher ihre Aussage. Das Motiv der Frau war auch am Freitag noch unklar. Der 19-Jährige ist unterdessen wieder auf freiem Fuß.

Das Paar lebte seit einem Vierteljahr in einer gemeinsamen Wohnung, in dem zehn Parteien wohnen. Beide hatten erst kürzlich eine Ausbildung begonnen. Von einer Schwangerschaft hatte niemand etwas bemerkt. Die Anwohner sagten, dass das Haus sehr hellhörig sei aber nie ein schreiendes Baby gehört wurde.

Schüsse am Angelteich in Rohrberg: Zwei Männer schweben in Lebensgefahr

Symbolfoto: © burntimes

Symbolfoto: © burntimes

Am Donnerstagabend gegen 22.20 Uhr fielen Schüsse am Angelteich in Rohrberg (Sachsen Anhalt). An dem Angelteich kam es zu einer Auseinandersetzung. Als die Beamten eintrafen, fanden sie drei Männer im Alter von 36 bis 42 Jahren mit Schussverletzungen vor. Die Männer kommen aus der Region Hannover. Anschließend wurden sie in Krankenhäuser gebracht. Zwei Männer wurden so schwer verletzt, dass sie in Lebensgefahr schweben. Die Hintergründe der Tat sind noch unklar. Der Hintergrund der Schießerei ist noch unklar. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und einen vierten 50-jährigen Mann aus Niedersachsen verhaftet, der zunächst vom Tatort geflüchtet war und schwere Kopfverletzungen erlitten hat. Er steht unter Tatverdacht, teilte die Polizei mit. Die Verletzten sind zur Zeit noch nicht vernehmungsfähig.

TTIP-Leak: USA setzt Europa stark unter Druck

Symbolfoto: © Kai Loeffelbein  / Campact / Flickr

Symbolfoto: © Kai Loeffelbein / Campact / Flickr

Greenpeace hat geheime Dokumente zu dem umstrittenen TTIP-Abkommen veröffentlicht. Diese Dokumente wurden bisher – wie üblich – von der USA geheim gehalten. Aus dem 248-seitigen Schriftstück geht hervor, dass in den USA zahlreiche Produkte auf dem Markt sind, die in Europa nicht verkauft werden dürfen. In Europa gilt ein Vorsorgeprinzip. Dieses Prinzip erlaubt Produkte nur, wenn sie für Menschen und Umwelt nachweislich nicht schädlich sind. Produkte können in Europa vorsorglich vom Markt genommen werden. In den USA ist das anders: Dort dürfen Produkte erst dann vom Markt genommen werden, wenn zweifelsfrei belegt ist, dass von dem Produkt eine Gefahr ausgeht.

Das europäische System droht durch das amerikanische ersetzt zu werden. Dieses kann weitreichende Auswirkungen haben. Dadurch dürften in Europa beispielsweise genmanipulierte Lebensmittel und Pflanzen so lange produziert werden, bis ihre Schädlichkeit nachgewiesen wurde. Außerdem sollen, nach Angaben der Süddeutsche Zeitung, die Exporterleichterungen für die europäische Autoindustrie blockiert werden, um somit im Gegenzug zu erwirken, dass Europa mehr Agrarprodukte aus den USA abnimmt. Aus den Dokumenten wird auch deutlich, dass die USA sich für den Verkauf von gentechnisch veränderten Lebensmitteln in Europa einsetzen. Diese sind in Europa weitestgehend verboten.

Die Veröffentlichung der Dokumente hilft vor allem den EU-Verhandlern, weil diese nun ausloten können, wo die roten Linien für die Bürger verlaufen. Sowohl die EU als auch die USA wollen bei den Verhandlungen möglichst viele ihrer Positionen durchsetzen. Sahra Wagenknecht von der Linkspartei fordert eine Volksabstimmung zu dem umstrittenen Freihandelsabkommen TTIP.

In den veröffentlichten Dokumenten werden keine Verhandlungsergebnisse bekanntgegeben, sondern lediglich die Verhandlungspositionen beider Seiten offengelegt.

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace bemängelt auch, dass die Zivilgesellschaft aus rund 500 Millionen EU- und 300 Millionen US-Bürgern keinerlei demokratisches Mitspracherecht an dem Abkommen, das in alle Lebensbereiche eingreift hat. „Aus den Papieren zu TTIP wird deutlich, dass eine Unterzeichnung dieses Abkommens die Bürgerinnen und Bürger Deutschlands, Europas und der USA massiv und auf lange Zeit beeinträchtigen würde“, teilt Greenpeace auf seiner Internetpräsenz mit.

Tragischer Verkehrsunfall bei Hannover: Drei junge Erwachsene starben

Symbolfoto: © burntimes

Symbolfoto: © burntimes

Am Sonntagmorgen hat sich um kurz vor sechs Uhr ein schwerer Verkehrsunfall in Pattensen bei Hannover, auf der Kreisstraße 226, ereignet. Das Fahrzeug kam aus noch ungeklärter Ursache in Fahrtrichtung Hiddestorf, auf der gerade verlaufenden Fahrbahn, von der Straße ab und prallte frontal gegen einen Baum. In dem verunglückten Fahrzeug befanden sich zum Unfallzeitpunkt fünf junge Erwachsene – alle um die 20 Jahre alt. Für drei junge Menschen auf der Rückbank kam jede Hilfe zu spät. Bei den Toten handelt es sich um zwei Männer und eine Frau, teilte die Polizei mit. Der Fahrer erlitt hingegen nur leichte Verletzungen und der Beifahrer wurde schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht. Die Polizei teilte mit, dass vieles darauf hindeutet, dass die jungen Erwachsenen auf der Rückbank nicht angeschnallt waren. Am Sonntagmittag wurde bekannt, dass sich unter den Toten auch ein 19-Jähriger Nachwuchsspieler von Hannover 96 befand.

Ein vorbeifahrender PKW-Fahrer hatte den Unfall bemerkt und einen Notruf abgesetzt. Ob die fünf jungen Erwachsenen von einer Tanz-in-den-Mai-Veranstaltung kamen ist noch unklar und Bestandteil der aufgenommenen Ermittlungen.

Um die zahlreichen Einsatzkräfte an der Unfallstelle kümmerte sich ein Notfallseelsorger.

TTIP-Demo in Hannover: 90.000 Demonstranten fordern TTIP und CETA zu stoppen

Symbolfoto: © Kai Loeffelbein  / Campact / Flickr

Symbolfoto: © Kai Loeffelbein / Campact / Flickr

Am Vortag des Treffens zwischen US-Präsident Barack Obama und Bundeskanzlerin Angela Merkel – anlässlich der Hannover Messe – haben am Samstag 90.000 Menschen in der niedersächsischen Landeshauptstadt gegen die umstrittenen Freihandelsabkommen TTIP und CETA, zwischen der Europäischen Union und den USA, demonstriert. Die hohe Zahl der Teilnehmenden übertraf die Erwartungen der Veranstalter deutlich. Die Polizei gab die Anzahl der Demonstranten lediglich mit 35.000 Teilnehmern an. Zur Demonstration aufgerufen hatte ein Bündnis von rund 20 Aktivistennetzwerken, Umwelt- und Verbraucherschutz-organisationen, Jugendverbänden, Wohlfahrts- und Sozial- und Kulturverbänden, Gewerkschaften, Bürgerrechts- und kirchlichen Organisationen – darunter die Umweltschutzorganisation Greenpeace, Campact, Attac, die Gewerkschaft Verdi, foodwatch und Brot für die Welt. „TTIP und CETA gefährden demokratische, ökologische und soziale Standards und sollen eine konzernfreundliche Paralleljustiz schaffen“, erklärten die Organisatoren der Demonstration.

Die Demonstration hat um 12 Uhr auf dem Opernplatz begonnen. Nach einer Kundgebung auf dem Opernplatz zog der kilometerlange Protestzug mit Slogans wie beispielsweise „Stoppt TTIP“ oder „TTIP und CETA sind Angriffe auf die Demokratie“ friedlich durch die Straßen von Hannover.

Am Sonntag wird US-Präsident Barack Obama in Hannover eintreffen, um gemeinsam mit Bundeskanzlerin Angela Merkel die Hannover-Messe zu eröffnen. Der Grünen-Politiker Jürgen Trittin sagte am Rande der TTIP-Demo, dass er davon ausgeht, dass die Bundeskanzlerin gegen den Willen der Gesellschaft wesentliche Punkte der Freihandelsabkommen genehmigen wird. Die Bundeskanzlerin wies die Vorwürfe am Freihandelsabkommen – wie sie die Demonstranten am Samstag in Hannover erhoben – entschieden zurück. Die Chancen sind 50:50.

21 Kinder sexuell missbraucht: Kinderarzt wurde verurteilt

Symbolfoto: © Thorben Wengert | pixelio.de

Symbolfoto: © Thorben Wengert | pixelio.de

Ein ehemaliger Kinderarzt ist wegen des sexuellen Missbrauchs von insgesamt 21 Kindern verurteilt worden. Der 41-Jährige wurde zu dreizehnenhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Eine Sicherungsverwahrung wurde angeordnet. Außerdem sprach das Gericht ein lebenslanges Berufsverbot gegen den Mediziner aus. Der Kinderarzt hatte vor Gericht alle 21 Missbrauchsfälle gestanden. Der 41-jährige Augsburger hatte über 15 Jahre lang als Kinderarzt gearbeitet und in dieser Zeit reihenweise Jungen missbraucht. Zuletzt sorgte ein Entführungsfall im niedersächsischen Garbsen, im August 2014, für Aufregung. Der 41-Jährige lockte einen Fünfjährigen in sein Auto, betäubte ihn dort mit Medikamenten, fuhr mit ihm in seine Wohnung und verging sich mehrfach an dem Kind. Später setzte er das Kind wieder aus. Der Kinderarzt arbeitete zu der Zeit an der Medizinischen Hochschule in Hannover (MHH).

Vor Gericht hat sich der 41-Jährige bei seinen Opfern entschuldigt und angekündigt, dass er Schmerzensgeld bezahlen wird. Das wirkte sich strafmildernd aus.