Rheinhessen: Verurteilter Gewalttäter nach Monaten auf der Flucht in Italien verhaftet

Symbolfoto: © Rike | pixelio.de

Im vergangenen Sommer war ein verurteilter 24-jähriger Straftäter aus einer psychiatrischen Klinik im rheinland-pfälzischen Alzey geflohen. Er war im August letzten Jahres mit einem anderen Patienten durch ein offenes Fenster der Klinik geflohen und anschließend mit der Regionalbahn von Wörrstadt nach Mainz gefahren. Die Polizei veröffentlichte später Fahndungsfotos aus der Überwachungskamera der Regionalbahn. Der andere Flüchtige konnte schnell gefasst werden. Der 24-Jährige hingegen blieb verschwunden. Die Polizei teilte mit, dass der Mann bereits Ende Februar in der italienischen Hauptstadt Rom festgenommen wurde. Er befindet sich seit Mittwoch wieder in den Händen der deutschen Justiz, teilte das Landeskriminalamt mit. Er soll nun in einer anderen Fachklinik untergebracht werden. Der 24-Jährige galt aufgrund seiner psychischen Erkrankung als sehr gefährlich. Er war polizeilich mehrfach in Erscheinung getreten und wegen versuchten Mordes und versuchten Totschlags zu sechs Jahren Haft verurteilt worden.

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Tödliches Autorennen in Berlin: Kudamm-Raser zu Haftstrafen verurteilt

Symbolfoto: © Thorben Wengert | pixelio.de

Das Berliner Landgericht hat am Montag zwei Teilnehmer eines illegalen Autorennens zu Haftstrafen verurteilt. Die zwei Männer rasten am 1. Februar 2016 mit ihren Autos in Berlin den Straßenzug Tauentzienstraße/Kurfürstendamm hinunter und erreichten Geschwindigkeiten von bis zu 160 Stundenkilometern. Die Männer überfuhren mehrere rote Ampeln. Einer der Raser kollidierte mit seinem Auto mit dem Fahrzeug eines 69-jährigen Mannes, der bei Grün in eine Kreuzung eingefahren war. Der 69-jähriger Fahrer starb an seinen schweren Verletzungen. Die Verteidiger argumentierten, dass der Vorsatz an einem Rennen teilzunehmen nicht mit einem Tötungsdelikt gleichzusetzen sei.

Das sah das Gericht anders und verurteilte die beiden Männer im Alter von 25 und 28 Jahren wegen Mordes zu lebenslangen Freiheitsstrafen. Außerdem müssen beide ihren Führerschein lebenslang abgeben. Die Anklage argumentierte, dass die Männer bei ihrem Rennen zwar niemanden töten wollten, aber mögliche Folgen billigend in Kauf nahmen.

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Siebenfacher versuchter Mord: Hebamme wurde zu 15 Jahren Haft verurteilt

Symbolfoto: © Thorben Wengert | pixelio.de

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Eine Hebamme hat mit Hilfe eines Blutverdünners absichtlich Schwangere in Lebensgefahr gebracht. Sieben schwangere Frauen starben. Das Landgericht in München sah es als bewiesen an, dass die Hebamme vor einem Kaiserschnitt einen Blutverdünner verabreicht hat. Ein Gericht verurteilte die 35-Jährige nun wegen siebenfachen Mordes zu 15 Jahren Gefängnis. Zusätzlich verhängte das Gericht ein lebenslanges Berufsverbot gegen die Frau. Die 35-Jährige kündigte nachdem Urteilssprechung an das Urteil anzufechten. Die Täterin hat die Taten aufgrund fehlender Wertschätzung und Anerkennung begangen. Durch die Schaffung von Krisensituationen wollte sie ihren Ärger abreagieren. Die Frau hatte den Schwangeren vor Kaiserschnitten das Mittel Heparin verabreicht. Ohne sofort eingeleitete Notoperationen wären die Schwangeren gestorben. Das wertete das Gericht als versuchten Mord. Eine Betroffene benötigte 44 Bluttransfusionen und kann seit dem Vorfall keine Kinder mehr bekommen. Die Staatsanwaltschaft hatte eine lebenslange Haftstrafe und die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld gefordert.

Die verurteilte Hebamme arbeitet zwischen 2007 und 2012 in Bad Soden und wurde nach einem Zwischenfall im Jahr 2012 mit sofortiger Wirkung vom Dienst freigestellt. Ein Arzt hatte zuvor die unangebrachten Tabletten entdeckt und die Leitung des Krankenhauses darüber informiert. Das Krankenhaus einigte sich mit der Hebamme auf einen Vergleich und zahlte ihr eine Abfindung. Nachdem die Klinik erfuhr, dass die Hebamme eine neue Arbeitsstelle in München hat, warnte die Bad Sodener Klinik die Kollegen dort.

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Acht Babyleichen gefunden: Mutter zu 14 Jahren Haft verurteilt

Symbolfoto: © Thorben Wengert | pixelio.de

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Bei einem Notartzeinsatz wurden im oberfränkischen Wallenfels im November letzten Jahres die Leichen von acht Babys entdeckt. Eine Anwohnerin alarmierte die Rettungskräfte, nachdem sie die sterblichen Überreste eines Säuglings gefunden hatte. Vier der Babys wären lebensfähig gewesen (wir berichteten). Vor Gericht wurde die 45-jährige Mutter am Mittwoch zu 14 Jahren Haft verurteilt. Die Staatsanwaltschaft forderte die besondere Schwere der Schuld. Ihr Mann war wegen Beihilfe zum Mord angeklagt und wurde freigesprochen. Bei vier Babys war nach Angaben der Staatsanwaltschaft nicht mehr festzustellen, ob sie lebensfähig gewesen wären. Die 45-Jährige hatte bereits zu Prozessbeginn eingeräumt mehrere ihrer Neugeborenen getötet zu haben. Sie gab an, dass sie sich an keine genaue Anzahl erinnern könnte. Der Prozess lief nur über vier Prozesstage. Ein psychiatrischer Gutachter hatte die 45-Jährige für voll schuldfähig erklärt. Der Ehemann der 45-Jährigen erklärte, dass er nichts von den Schwangerschaften und Tötungen gewusst und mitbekommen hatte.

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Steuerhinterziehung: Fußball-Star Lionel Messi zu 21 Monaten Haft verurteilt

Symbolfoto: © Thorben Wengert | pixelio.de

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Der 29-jährige Fußball-Star Lionel Messi aus Argentinien wurde am Mittwoch wegen Steuerhinterziehung, vom Landgericht in Barcelona, zu 21 Monaten Haft verurteilt. Die Strafe soll auf Bewährung ausgesetzt werden, da Messi zuvor noch nie strafrechtlich in Erscheinung getreten war. Auch der Vater von Messi ist betroffen. Beide waren wegen Steuerdelikten in mindestens drei Fällen zwischen 2007 und 2009 auffällig geworden. Sie haben 4,16 Millionen Euro hinterzogen. Die Summe wurde inzwischen nachgezahlt, hieß es. Lionel Messi wurde außerdem zu einer Geldstrafe in Höhe von zwei Millionen Euro verurteilt. Sein Vater muss 1,5 Millionen Euro Strafe bezahlen. Vor Gericht hatte Messi stets seine Unschuld beteuert. Er wusste angeblich nichts von der Steuerstruktur und den Briefkastenfirmen in Uruguay, mit denen Steuern hinterzogen worden waren. Sein Vater ist gleichzeitig auch sein Manager. Er sagte, dass er nicht gewusst hatte, dass eine solche Steuerstruktur illegal sei. Messi und sein Vater haben noch die Möglichkeit Berufung gegen das Urteil einzulegen.

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Krankenhaus-Mordserie: Niels H. soll als Pfleger bis zu 200 Menschen getötet haben

Symbolfoto: © NicoLeHe | pixelio.de

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Die Serie der Morde und Mordversuche des ehemaligen Krankenpflegers Niels H. nehmen immer größere Ausmaße an. Am Mittwoch teilten die Ermittler mit, dass Niels H. deutlich mehr Menschen getötet hat, als es bisher bekannt war. Insgesamt werden zur Zeit 200 Fälle untersucht. Bei 27 von 99 exhumierten ehemaligen Patienten des Klinikums Delmenhorst wurde bereits das Herzmedikament „Ajmalin“ nachgewiesen. Er spritzte Patienten heimlich eine Überdosis des Herzmedikaments. Wenn die Patienten anschließend einen Kreislaufkollaps erlitten, belebte er sie wieder – einfach nur, weil er einen Kick im Krankenhaus-Alltag gesucht hat.

Für mindestens 33 Morde trägt er die Verantwortung und es könnten noch deutlich mehr sein. Bisher hat er lediglich 27 zusätzliche Tötungshandlungen gestanden. Niels H. brachte Patienten nach eigener Aussage mit einer Überdosis absichtlich in einen reanimationspflichtigen Zustand, um anschließend seine Fähigkeiten in der Wiederbelebung unter Beweis zu stellen. Viele Patienten überlebten dieses gefährliche Spiel nicht. Ob der ehemalige Pfleger auch noch andere Substanzen verwendete ist noch unklar. Der inzwischen 39-Jährige gestand auch an seinem früheren Arbeitsplatz im Klinikum in Oldenburg mehrere Patienten mit Kaliuminjektionen ermordet zu haben. Dort besteht der dringende Tatverdacht in mindestens sechs Fällen. Das Klinikum Oldenburg begrüßte, dass es der Staatsanwaltschaft gelungen sei, dass Niels H. auch die Taten in Oldenburg gestanden hat.

Es handelt sich um die schlimmste Mordserie eines einzelnen Täters seit der Nachkriegsgeschichte. Im Sommer 2005 wurde Niels H. von einer Kollegin auf frischer Tat ertappt. Kollegen des Täters berichteten hinterher, dass es zu auffällig vielen Wiederbelebungen in den Schichten von Niels H. gekommen sei. Der Verbrauch des Herzmedikaments stieg in der Zeit sprunghaft an und die Todesrate verdoppelte sich. Konsequenzen hatte es zunächst keine gegeben. Gegen acht seiner früheren Krankenhaus-Kollegen wird ebenfalls ermittelt.

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USA: Frau schneidet Schwangerer Baby aus dem Bauch – 100 Jahre Haft

Symbolfoto: © O. Fischer | pixelio.de

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Eine 35-jährige Frau lockte eine schwangere 26-Jährige zu sich nach Hause. Dort hat die 35-Jährige der Schwangeren ihr Baby aus dem Bauch geschnitten. Vor einem Jahr täuschte die Täterin ihre eigene Schwangerschaft vor und bot im Internet Babykleidung zum Verkauf an. Damit lockte sie die Frau, die im siebten Monat schwanger war, zu sich nach Hause. Dort schlug sie ihr Opfer bewusstlos und schnitt ihr das ungeborene Baby aus dem Bauch heraus. Die Täterin legte den Fötus anschließend in die Badewanne und gab es gegenüber ihrem Lebenspartner als eigenes frühgeborenes Baby aus. Der Lebenspartner brachte den Fötus ins Krankenhaus. Dort wurde das Baby für tot erklärt.

Das 26-jähirge Opfer überlebte schwer verletzt. Die Tötung des Babys konnte das Gericht der Frau nicht zur Last legen, weil der Fötus außerhalb des Mutterleibs keinen Atemzug tat, teilte die Staatsanwaltshaft mit. Die Täterin wurde in Boulder zu einer Haftstrafe von 100 Jahren verurteilt.

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21 Kinder sexuell missbraucht: Kinderarzt wurde verurteilt

Symbolfoto: © Thorben Wengert | pixelio.de

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Ein ehemaliger Kinderarzt ist wegen des sexuellen Missbrauchs von insgesamt 21 Kindern verurteilt worden. Der 41-Jährige wurde zu dreizehnenhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Eine Sicherungsverwahrung wurde angeordnet. Außerdem sprach das Gericht ein lebenslanges Berufsverbot gegen den Mediziner aus. Der Kinderarzt hatte vor Gericht alle 21 Missbrauchsfälle gestanden. Der 41-jährige Augsburger hatte über 15 Jahre lang als Kinderarzt gearbeitet und in dieser Zeit reihenweise Jungen missbraucht. Zuletzt sorgte ein Entführungsfall im niedersächsischen Garbsen, im August 2014, für Aufregung. Der 41-Jährige lockte einen Fünfjährigen in sein Auto, betäubte ihn dort mit Medikamenten, fuhr mit ihm in seine Wohnung und verging sich mehrfach an dem Kind. Später setzte er das Kind wieder aus. Der Kinderarzt arbeitete zu der Zeit an der Medizinischen Hochschule in Hannover (MHH).

Vor Gericht hat sich der 41-Jährige bei seinen Opfern entschuldigt und angekündigt, dass er Schmerzensgeld bezahlen wird. Das wirkte sich strafmildernd aus.

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Klinikum Delmenhorst: Krankenhaus-Mordserie – Hinweise auf zahlreiche weitere Fälle

Symbolfoto: © NicoLeHe | pixelio.de

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Ein Pfleger am Klinikum in Delmenhorst wurde zum Mörder. Statt als Krankenpfleger Leben zu retten wurde Niels H. zum Mörder. Er spritzte Patienten heimlich eine Überdosis eines Herzmedikaments. Wenn diese anschließend einen Kreislaufkollaps erlitten, belebte er sie wieder – einfach nur, weil er einen Kick im Krankenhaus-Alltag gesucht hat. Viele Patienten überlebten das tödliche Spiel nicht. Vor einem Jahr wurde der 39-jährige Niels H. wegen fünf solcher Taten am Klinikum Delmenhorst zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Niels H. begründete seine Taten vor Gericht damit, dass ihn der klinische Alltag unterforderte. Immer wenn er jemanden reanimieren konnte, fühlte er sich wie ein Held und war zufrieden mit sich. Das sei für ihn wie eine Art Sucht gewesen, sagte er damals vor Gericht aus. Doch wie sich jetzt herausstellte ist der Fall mit der Verurteilung offenbar noch gar nicht abgeschlossen. Niels H. sprach vor Gericht bereits von rund 90 Opfern, denen er eine Überdosis des Herzmedikaments verabreichte. Am Montag wurde bekannt, dass der 39-Jährige für eine der größten Mordserien an deutschen Krankenhäusern verantwortlich sein soll. Eine Sonderkommission der Polizei überprüft insgesamt 200 Verdachtsfälle an früheren Arbeitsstellen des Krankenpflegers. Der Täter wird sich erneut vor Gericht verantworten müssen, das ist schon sicher. Die Ermittler gruben in den vergangenen Monaten die Leichen von Patienten des Delmenhorster Klinikums aus. Die Untersuchungen von Gerichtsmedizinern ergaben, dass bei 21 von ihnen Spuren des todbringenden Herzmedikaments gefunden wurden. Die Exhumierungen werden die beamten noch monatelang beschäftigen. Wie viele Menschen Niels H. genau getötet hat wird die Polizei nicht mehr klären können, denn viele der Patienten sind nach ihrem Tod eingeäschert worden. Daher ist ein Nachweis des Herzmedikaments unmöglich.

Im Sommer 2005 wurde Niels H. von einer Kollegin auf frischer Tat ertappt. Kollegen des Täters berichteten hinterher, dass es zu auffällig vielen Wiederbelebungen in den Schichten von Niels H. gekommen sei. Der Verbrauch des Herzmedikaments stieg in der Zeit sprunghaft an und die Todesrate verdoppelte sich. Konsequenzen hatte es zunächst keine gegeben. Gegen acht seiner früheren Krankenhaus-Kollegen wird ebenfalls ermittelt.

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Mordprozess: Eltern töten 19-jährige Tochter, weil sie Sex vor der Ehe hatte –– Lebenslange Haftstrafen

Symbolfoto: © Thorben Wengert | pixelio.de

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Das Landgericht in Darmstadt hat ein streng religiöses Ehepaar zu lebenslanger Haft verurteilt. Der 52-jährige Vater und die 41-jährige Mutter haben den Mord ihrer 19-jährigen Tochter geplant und umgesetzt, hieß es in der Urteilsverkündung. Als Grund für die Ermordung ihrer Tochter gaben die Eltern, die in Darmstadt-Kranichstein lebten, an, dass ihre Tochter Sex mit ihrem Freund gehabt haben soll, ohne mit ihm verlobt gewesen zu sein. Für die Eltern lag damit ein ausreichender Grund vor ihre Tochter zu töten. Die Eltern stammen aus Pakistan und sagten vor Gericht aus, dass das Verhalten ihrer Tochter dem Weltbild widersprochen hat.

Die Staatsanwaltschaft hatte außerdem die absolute schwere der Schuld feststellen lassen. Das schließt eine vorzeitige Entlassung aus dem Gefängnis nach 15 Jahren aus. Die Angeklagten zeigten keinerlei Reue. Der muslimische Glaube betrachtet Sex vor der Ehe als schwerstes Vergehen. Der Vater hatte die Ermordung seiner 19-jährigen Tochter bereits am ersten Verhandlungstag gestanden. Er erwürgte seine Tochter im Schlaf. Seine Frau hatte zugesehen und sei auch vollkommen einverstanden gewesen. Nach dem Mord haben die beiden ihre Tochter weggebracht und in der Nähe ihrer Wohnung eine Böschung hinabgestoßen. Die Mutter sagte vor Gericht aus, dass sie überrascht über die Ermordung ihrer Tochter gewesen sei und gezwungen wurde beim „Beseitigen“ der Leiche zu helfen. Die Leiche der 19-Jährigen wurde im Januar an einem Parkplatz in der Nähe des Oberwaldhauses aufgefunden. Mit Hilfe des Rollstuhls der Großmutter soll die Leiche bewegt worden sein. Der ehemalige Freund der 19-Jährihgen soll einen westlichen Lebensstil pflegen.

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