Razzia in der Türkei: Mehr als 1.000 Gülen-Anhänger wurden festgenommen

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

Nach dem Verfassungsreferendum in der Türkei wurden erneut Anhänger der Gülen-Bewegung festgenommen. Am Mittwoch wurden über 1.000 Gülen-Anhänger verhaftet, weil sie nach Angaben von Erdogan Terroristen sind und den Polizeiapparat unterwandert haben. Weitere 3.200 Personen werden per Haftbefehl gesucht. Der türkische Präsident Erdogan betrachtet die Anhänger als Terroristen, die für den Putschversuch im Juli letzten Jahres verantwortlich sind. Gülen selbst lebt im Exil in den USA und sagte, dass Präsident Erdogan den Putsch selbst inszenierte. Die Gülen-Bewegung wurde in der Türkei als Terrororganisation eingestuft und viele Mitglieder sind willkürlich verhaftet worden. Die Bundesregierung äußerte Bedenken gegen das Vorgehen der türkischen Regierung.

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Wohnungsloser in Berlin angezündet: Alle Jugendlichen stellen sich der Polizei – Untersuchungshaft

Symbolfoto: © Rike | pixelio.de

Die sieben Jugendlichen, die in der Nacht zum ersten Weihnachtsfeiertag einen schlafenden 37-jährigen Wohnungslosen am U-Bahnhof Schönleinstraße angezündet haben, haben sich der Polizei gestellt. Gegen alle sieben Beteiligten wurde Haftbefehl wegen versuchten Mordes erlassen. Außerdem wurde Untersuchungshaft für die Beteiligten angeordnet. Bei den Tätern handelte sich um Personen, die zwischen 2014 und 2016 als Flüchtlinge nach Deutschland kamen. Zwei der Tatbeteiligten sind volljährig. Ein 21-Jähriger ist der Haupttäter. Die sieben Männer hatten die Kleidungsstücke des Wohnungslosen angezündet. Zeitungen, mit denen sich der Mann vor der Kälte schützte, brannten lichterloh. Passanten reagierten sofort und halfen dem Wohnungslosen. Er blieb unverletzt. Ein U-Bahnfahrer eilte mit einem Feuerlöscher zu Hilfe.

Die Täter waren nach der Tat mit einer U-Bahn geflüchtet und wurden dort von Überwachungskameras gefilmt. Die Aufnahmen wurden veröffentlicht und brachten die Täter dazu sich der Polizei zu stellen.

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Mailand: Berlin-Attentäter Anis Amri wurde in Italien erschossen

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

Der Attentäter von Berlin ist tot. Der 24-jährige Tunesier wurde in der Nacht zu Freitag von italienischen Polizisten in Mailand erschossen. Anis Amri ging am frühen Freitagmorgen gegen drei Uhr über den menschenleeren Piazza Primo Maggio, der sich vor dem Bahnhof befindet. Der Mann befand sich auf dem Parkplatz eines Einkaufszentrums. Er fiel den beiden Polizisten auf, die Streife fuhren und ihn daraufhin kontrollieren wollten. Sie stoppten Amri, der mit einem Rucksack unterwegs war. Sie fragten ihn nach seinen Papieren. Als Antwort zog der junge Mann sofort eine Pistole und gab Schüsse ab. Ein 36 Jahre alter Beamter wurde an der Schulter getroffen. Sein 29-jähriger Kollege zog seine Dienstwaffe und schoss auf den Angreifer. Anwohner, die Schüsse hörten, alarmierten die Polizei. Am Freitagvormittag teilte schließlich das Innenministerium in Rom mit, dass es sich bei dem Mann um den LKW-Attentäter Anis Amri handelt und er bei dem Schusswechsel ums Leben kam.

Amri reiste nicht direkt von Berlin nach Italien. Er soll über Frankreich mit dem Zug gefahren sein. Das ging aus den Bahntickets hervor, die der Mann bei sich führte. Amri kannte Italien. Er war dort 2011 als Bootsflüchtling angekommen. Kurz darauf wurde er wegen Brandstiftung und schweren Diebstahls zu vier Jahren Haft verurteilt, die er absaß. Deshalb hatten die Behörden in Italien auch seine digitalen Fingerabdrücke gespeichert. Unklar bleibt was der Attentäter in Mailand wollte und ob er am Bahnhof in der Nacht jemanden treffen wollte.

Anis Amri tötete am Montagnachmittag einen polnischen LKW-Fahrer und lenkte am Montagabend seinen Lastwagen in den Berliner Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche. Elf Menschen starben.

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Berlin: Flüchtiger Amri saß am Steuer des LKW – Behörden hätten ihn fassen können

Symbolfoto: © burntimes

Die Großfahndung nach dem Tunesier Anis Amri läuft. Die Bundesanwaltschaft hat mit 100.000 Euro eine der höchsten Belohnungen aller Zeiten ausgesetzt. Die Spurenauswertung der Fahrerkabine ergab, dass es sich bei dem Täter um Anis Amri handelte. Seine Fingerabdrücke wurden dort gefunden. Ein Haftbefehl gegen ihn wurde am Donnerstag von der Bundesanwaltschaft erlassen. Die Ermittler haben Schwierigkeiten den Täter ausfindig zu machen und stehen vor mehreren Herausforderungen. Der erste Tatverdächtige wurde am Dienstagabend freigelassen – er war unschuldig. Kurz nach dem Anschlag wurde Anis Amri vor einer Berliner Moschee in Berlin-Moabit gefilmt.

Der flüchtige Anis Amri wurde aufgrund möglicher Anschlagspläne monatelang von der Berliner Polizei beobachtet. Er entwischte den Ermittlern immer wieder. Im September wurde die 24-Stunden-Observation schließlich beendet, weil nach Angaben der Berliner Staatsanwaltschaft „kein Anlass für eine weitere Verlängerung der Überwachung bestand“. Amri saß, bevor er 2015 illegal nach Deutschland kam, im sizilianischen Palermo schon vier Jahre im Gefängnis, weil er dort eine Schule angezündet hat. Bereits zu dem Zeitpunkt war klar, dass es sich bei ihm um einen radikalisierten Islamisten handelt. In Tunesien war der Berlin-Attentäter ebenfalls mit dem Gesetz in Konflikt geraten. Sein Vater sagte, dass er während seiner Abwesenheit wegen schweres Raubes zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt wurde. Seine Familie forderte ihn auf sich zu stellen.

Im August war er drei Tage lang in der Justizvollzugsanstalt Ravensburg inhaftiert. Es lag zu der Zeit kein strafrechtlicher Haftbefehl vor, jedoch eine Anordnung, die „Haft zur Sicherung der Abschiebung“ vorzunehmen. Am Montag, den 1. August wurde Anis Amri freigelassen, weil wichtige Papiere fehlten und eine Abschiebung ohne die fehlenden Papiere nicht möglich war, teilte das Justizministerium in Baden Württemberg mit.

Die Polizei fahndet öffentlich nach dem mutmaßlichen Täter. Anis AMRI ist 178 cm groß, wiegt circa 75 kg, hat schwarze Haare und braune Augen. Vorsicht: Er könnte gewalttätig und bewaffnet sein!

Bundesanwaltschaft und BKA bitten um Ihre Unterstützung: Wer kann Angaben zu gegenwärtigen oder früheren Aufenthaltsorten der Person machen?

Wenn Sie die gesuchte Person sehen, benachrichtigen Sie die Polizei. Bringen Sie sich selbst nicht in Gefahr, denn die Person könnte gewalttätig und bewaffnet sein!

Für Hinweise, die zur Ergreifung des Beschuldigten führen, ist eine Belohnung von bis zu 100.000 Euro ausgesetzt.

Hinweise bitte an das Bundeskriminalamt Tel.: 0800-0130110 (gebührenfrei), info@bka.de
oder an jede andere Polizeidienststelle.

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Schwangere Frau in Oberzeitldorn getötet: Polizei fahndet nach Ex-Freund

Symbolfoto: © Paul-Georg Meister | pixelio.de

Symbolfoto: © Paul-Georg Meister | pixelio.de

Am Mittwochnachmittag gegen 14.30 Uhr wurde eine 45-jährige Frau von einem bislang unbekannten Täter mit einem gefährlichen Gegenstand attackiert. Der Vorfall ereignete sich im Kirchrother Ortsteil Oberzeitldorn Die Frau wurde von ihrem Ehemann aufgefunden, der sofort die Rettungsleitstelle informierte. Das Opfer wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen in eine Klinik gebracht, das ungeborene Kind konnte trotz sofort eingeleiteter intensivmedizinischer Maßnahmen nicht mehr gerettet werden. In den späten Abendstunden des Mittwoch erlag auch die Frau ihren schweren Verletzungen. Aus ermittlungstaktischen Gründen werden derzeit keine weiteren Details bekannt gegeben.

Der Tatverdacht richtete sich gegen eine Person aus dem sozialen Umfeld. Bei der Person handelt es sich um Hr. Holmer Franz-Xaver. Er ist unterwegs mit einem Pkw, DB, E 220, Bj. 2004, Farbe: grau, amtl. Kennzeichen: SR-HF 909. Die Polizei fahndet öffentlich nach Franz-Xaver Holmer. Holmer wurde am 5. Mai 1977 geboren, ist 1,83 Meter groß und hat blaue Augen und rotblondes Haar. Er spricht bayerischen Dialekt.
Die Staatsanwaltschaft Regensburg, Zweigstelle Straubing hat einen Haftbefehl gegen die Person beantragt. Dieser wurde durch das Amtsgericht Regensburg erlassen.

Das Opfer wurde mit zahlreichen Stich- und Schnittverletzungen vorgefunden. Derzeit findet eine Obduktion des Opfers statt, ein Ergebnis liegt noch nicht vor.

Hinweise nimmt die zuständige Kripo Straubing unter 09421/868-2217 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

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Delmenhorst: 26-Jähriger verursacht auf der Flucht vor der Polizei einen tödlichen Unfall

Symbolfoto: © burntimes

Symbolfoto: © burntimes

Am frühen Sonntagmorgen kostete die Flucht eines 26-jährigen Autofahrers, im niedersächsischen Delmenhorst, vor der Polizei ein Menschenleben. Ein Polizeifahrzeug wurde auf das Auto in der Weberstraße am frühen Sonntagmorgen gegen 2.35 Uhr aufmerksam. Die Beamten schalteten auf der Friedrich-Ebert-Allee das Blaulicht ein und gaben dem Fahrer des BMW ein Haltesignal. Daraufhin gab der Fahrer plötzlich Vollgas und raste davon. Der Fahrer lieferte sich eine wilde Verfolgungsjagd mit der Polizei. Der 26-Jährige überfuhr mindestens vier Ampeln, die Rotlicht zeigten, ohne zu bremsen.

Der 26-jährige raste zeitweise mit 100 Stundenkilometern durch Delmenhorst. Auf der Stedinger Straße, in Höhe des des Kaufland-Marktes, verlor der Fahrer schließlich die Kontrolle über sein Fahrzeug. Der BMW kam von der Straße ab und prallte seitlich gegen einen Baum. Ein 40-jähriger Mitfahrer, der auf der Rückbank saß, wurde bei dem Aufprall lebensgefährlich verletzt. Er war nach dem Aufprall nicht mehr ansprechbar und verstarb wenig später im Krankenhaus. Eine 32-jährige Mitfahrerin und der 26-jährige Fahrer wurden leicht verletzt.

Die Polizisten hatten den Unfall selbst nicht beobachtet, weil sich der Abstand zum Fluchtfahrzeug während der Verfolgung immer weiter vergrößerte. Als die Beamten schließlich an der Unfallstelle eintrafen war der 26-jährige gerade dabei zu Fuß zu flüchten. Die Beamten konnten ihn daran jedoch hindern und ihn stattdessen verhaften. An der Unfallstelle stellte sich heraus, dass der 26-jährige Fahrer des PKW stark betrunken gewesen ist. Ein Test hatte einen Atemalkoholwert von 2,0 Promille ergeben.

Außerdem wurde der Fahrer per Haftbefehl gesucht. Es handelte sich um einen internationalen Haftbefehl der bulgarischen Behörden, wegen Diebstahls. Der 26-Jährige befindet sich zur Zeit in Gewahrsam. Unklar ist noch in welcher Beziehung die drei Fahrzeugnassen zueinander stehen. Der Wohnort der drei Personen konnte bisher auch noch nicht zweifelsfrei ermittelt werden. Der 26-jährige Fahrer wird am Montag einem Haftrichter vorgeführt. Gegen ihn wird unter anderem wegen fahrlässiger Tötung ermittelt.

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Anti-Terror-Einsatz in Belgien: Letzte Nacht wurden bei 19 Razzien 16 Menschen verhaftet

Symbolfoto: © Rike  | pixelio.de

Symbolfoto: © Rike | pixelio.de

Nach den Terroranschlägen in Paris mit 130 Toten und 350 Verletzten haben sich die Ermittlungen nach Brüssel verlagert. In Brüssel herrscht seit Tagen Ausnahmezustand. Es fahren keine U-Bahnen, öffentliche Gebäude sind geschlossen und Veranstaltungen fallen aus. Die Polizei jagt den Paris-Attentäter Salah Abdeslam und versucht die ganze Stadt vor drohenden Terroranschlägen zu beschützen. Der 26-jährige Salah Abdeslam wird mit internationalem Haftbefehl weltweit gesucht. Er befindet sich nicht unter den Festgenommenen. Bei den 19 Hausdurchsuchungen im Großraum von Brüssel wurden weder Waffen noch Sprengstoff gefunden, teilte die Polizei in einer Pressekonferenz mit. Der Drahtzieher der Terroranschläge, Abdelhamid Abaaoud, wurde letzte Woche bei einem Anti-Terror-Einsatz nach siebenstündigem Schusswechsel getötet. Salah Abdeslam soll in einem BMW von Belgien aus über die Autobahn in Richtung Deutschland geflüchtet sein. Die Autobahn verbindet Lüttich mit Aachen.

In der Nacht zu Montag wurden bei 19 Razzien insgesamt 16 Menschen im Großraum von Brüssel verhaftet. Es kam sogar zu einer Schießerei in der Gemeinde Molenbeek. Als ein Fahrzeug unvermittelt auf die Polizisten zufuhr gaben die Beamten zwei Schüsse ab. Der verletzte Fahrer flüchtete wurde aber wenig später von der Polizei gestellt. Trotzdem gilt in Brüssel nach wie vor die höchste Terrorwarnstufe, sodass auch am Montag das öffentliche Leben in weiten Teilen stillsteht. Seit drei Tagen fahren in Brüssel keine U-Bahnen. Nur Busse und Straßenbahnen fahren unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen. Am Montag blieben auch Schulen, Universitäten und Kindergärten geschlossen. Einige Firmen blieben ebenfalls geschlossen. Alle Sportereignisse wurden abgesagt.

Brüssel bleibt auch nach der Polizeiaktion in der vergangenen Nacht weiter in Alarmbereitschaft. Außerdem läuft der Anti-Terror-Einstz auch am Montag weiter.

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Bechhofen: Streit eskaliert – Unbeteiligter Mann kommt bei Schlichtungsversuch ums Leben

Symbolfoto: © burntimes

Symbolfoto: © burntimes

Ein 65-jähriger Mann hat einen Schlichtungsversuch bei einem Streit im mittelfränkischen Bechhofen (Landkreis Ansbach) mit seinem Leben bezahlt. Die Polizei teilte mit, dass es in der Nacht zu Samstag um 1.20 Uhr vor einer Gaststätte in der Gunzenhausener Straße zu einer Auseinandersetzung mit insgesamt zehn beteiligten Personen gekommen war. Als der 65-Jährige schlichtend eingreifen wollte, wurde er von einem 23-Jährigen von hinten gestoßen. Durch den Stoß fiel der 65-Jährige zu Boden und schlug mit dem Hinterkopf an eine Bordsteinkante. Dabei erlitt er so schwere Kopfverletzungen, dass er vor Ort starb. Die Polizei nahm den Täter fest. Die Staatsanwaltschaft erließ gegen den 23-jährigen Täter einen Haftbefehl wegen Körperverletzung mit Todesfolge. Ein Ermittlungsrichter bestätigte am Samstag den Haftantrag und ordnete dem Täter Untersuchungshaft an.

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