Streit um falsches Parken in Düren: Zwei Personen wurden verhaftet

Symbolfoto: © Rike  | pixelio.de

Symbolfoto: © Rike | pixelio.de

Am vergangenen Samstagmittag gegen 12.40 Uhr wurden im nordrhein-westfälischen Düren elf Polizisten verletzt, einer von ihnen schwer. Ein Mitarbeiter des Ordnungsamtes hatte einen Strafzettel gegen ein dort parkendes Auto in der Scharnhorststraße verhängt. Plötzlich erschien der Fahrzeugführer mit seiner Familie. Die Mitarbeiterin des Ordnungsamtes alarmierte die Polizei, weil sie sich von der Personengruppe bedroht fühlte. Die aggressiven Täter setzten dabei Waffen wie einen Radschraubenschlüssel gegen die Polizisten ein. Der Polizei gelang es schließlich zwei der Angreifer zu verhaften. Nach zwei weiteren Tätern wird international gefahndet. Ein 22-Jähriger, der einer der Polizistenschläger sein soll, war Polizeiangaben zufolge auch an dem Platzsturm beim Bezirksligaspiel zwischen Grün-Weiß Welldorf-Güsten und den Sportfreunden Düren beteiligt, bei dem neun Personen verletzt wurden (wir berichteten).

Zwischenzeitlich wurden zwei Tatverdächtige wieder freigelassen. Am Mittwochmorgen wurden die beiden Personen verhaftet. Bei ihnen handelt es sich um einen 46-jährigen Mann und seinen 27-jährigen Sohn. Der Justizminister von Nordrhein Westfalen sagte bereits, dass bei der Attacke mit dem Radschraubenschlüssel eine Tötungsabsicht dahinter steckt.Der Minister fügte hinzu, dass die Täter die ganze Härte des Rechtsstaates zu spüren bekommen.

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Acht Babyleichen gefunden: Mutter zu 14 Jahren Haft verurteilt

Symbolfoto: © Thorben Wengert | pixelio.de

Symbolfoto: © Thorben Wengert | pixelio.de

Bei einem Notartzeinsatz wurden im oberfränkischen Wallenfels im November letzten Jahres die Leichen von acht Babys entdeckt. Eine Anwohnerin alarmierte die Rettungskräfte, nachdem sie die sterblichen Überreste eines Säuglings gefunden hatte. Vier der Babys wären lebensfähig gewesen (wir berichteten). Vor Gericht wurde die 45-jährige Mutter am Mittwoch zu 14 Jahren Haft verurteilt. Die Staatsanwaltschaft forderte die besondere Schwere der Schuld. Ihr Mann war wegen Beihilfe zum Mord angeklagt und wurde freigesprochen. Bei vier Babys war nach Angaben der Staatsanwaltschaft nicht mehr festzustellen, ob sie lebensfähig gewesen wären. Die 45-Jährige hatte bereits zu Prozessbeginn eingeräumt mehrere ihrer Neugeborenen getötet zu haben. Sie gab an, dass sie sich an keine genaue Anzahl erinnern könnte. Der Prozess lief nur über vier Prozesstage. Ein psychiatrischer Gutachter hatte die 45-Jährige für voll schuldfähig erklärt. Der Ehemann der 45-Jährigen erklärte, dass er nichts von den Schwangerschaften und Tötungen gewusst und mitbekommen hatte.

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USA: Frau schneidet Schwangerer Baby aus dem Bauch – 100 Jahre Haft

Symbolfoto: © O. Fischer | pixelio.de

Symbolfoto: © O. Fischer | pixelio.de

Eine 35-jährige Frau lockte eine schwangere 26-Jährige zu sich nach Hause. Dort hat die 35-Jährige der Schwangeren ihr Baby aus dem Bauch geschnitten. Vor einem Jahr täuschte die Täterin ihre eigene Schwangerschaft vor und bot im Internet Babykleidung zum Verkauf an. Damit lockte sie die Frau, die im siebten Monat schwanger war, zu sich nach Hause. Dort schlug sie ihr Opfer bewusstlos und schnitt ihr das ungeborene Baby aus dem Bauch heraus. Die Täterin legte den Fötus anschließend in die Badewanne und gab es gegenüber ihrem Lebenspartner als eigenes frühgeborenes Baby aus. Der Lebenspartner brachte den Fötus ins Krankenhaus. Dort wurde das Baby für tot erklärt.

Das 26-jähirge Opfer überlebte schwer verletzt. Die Tötung des Babys konnte das Gericht der Frau nicht zur Last legen, weil der Fötus außerhalb des Mutterleibs keinen Atemzug tat, teilte die Staatsanwaltshaft mit. Die Täterin wurde in Boulder zu einer Haftstrafe von 100 Jahren verurteilt.

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Flüchtlingskrise in Griechenland: Das Camp in Idomeni soll aufgelöst werden

Symbolfoto: © Initiative Echte Soziale Marktwirtschaft (IESM)    | pixelio.de

Symbolfoto: © Initiative Echte Soziale Marktwirtschaft (IESM) | pixelio.de

Die Lage für die Schutzsuchenden im Lager in Idomeni verschlechtert sich immer weiter. Am Samstag haben sich weitere Helfer zurückgezogen, weil die Asylsuchenden Idomeni verlassen sollen. Mehr als 12.000 Schutzsuchende harren dort zur Zeit aus. Durch das neue Abkommen zwischen der Türkei und Europa hat sich die Krise für die Flüchtlinge in Griechenland noch einmal verschärft. Die Lage auf den griechischen Inseln sowie an der griechisch-mazedonischen Grenze ist katastrophal. Hilfsorganisationen haben sich verzweifelt zurückgezogen. Als Gründe wurden unter anderem die Verletzung von Menschenrechten und die massive Behinderung der Arbeit vor Ort genannt. Die Hilfsorganisationen Ärzte ohne Grenzen und Oxfam haben ihren Rückzug bereits durchgeführt. Ärzte ohne Grenzen teilte in einer Stellungnahme mit: „Die Entscheidung folgt dem EU-Abkommen mit der Türkei, das zur erzwungenen Rückführung von Migranten und Asylbewerbern von der griechischen Insel in die Türkei führen wird. Dabei wird keine Rücksicht auf die humanitären Bedürfnisse oder Schutzbedürfnisse von Asylsuchenden und Migranten genommen.“ Oxfam stellte bereits am Donnerstag ihre Hilfen vor Ort ein und begründete das damit, dass sie sich zum Grundsatz gemacht haben, zu helfen, wo Hilfe benötigt wird. Es wurde jedoch gefordert, dass die Hilfsorganisationen nur noch in geschlossenen Einrichtungen helfen dürfen. Das widerspricht dem Grundsatz, so Oxfam und Ärzte ohne Grenzen übereinstimmend. Die Einsatzleiterin der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen in Griechenland, sagte, dass man sich mit einer Fortführung der Aktivitäten im Zusammenhang mit dem Hotspot Moria auf Lesbos zu Komplizen eines Systems machen würde, das unfair und unmenschlich ist. Das Flüchtlingshilfswerk UNHCR teilte mit, dass Konsequenzen aus dem umstrittenen Europa-Abkommen gezogen werden. Ein Sprecher der Hilfsorganisation kündigte an nicht mehr dabei zu helfen auf der Insel Lesbos ankommende Flüchtlinge in Notunterkünfte zu verteilen. Das UNHCR beteiligt sich nicht an Inhaftierungseinrichtungen, hieß es.

Europa hatte am 20. März mit der Türkei vereinbart, dass alle in Griechenland ankommenden Schutzsuchenden umgehend zurück in die Türkei geführt werden. Voraussetzung für die Zurückführung ist, dass jeder Schutzsuchende registriert ist und einen Asylantrag gestellt hat. Die Rückführungen sollen ab dem 4. April beginnen, hieß es am Samstag. Die Menschen werden dann bis zur Rückführung in Europa regelrecht eingesperrt. Es sind Menschen, die vor dem Krieg geflüchtet sind und keinerlei Verbrechen begangen haben – sie haben sich aufgemacht für eine bessere Zukunft.

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