Größter Datenklau aller Zeiten bei Yahoo: Mehr als eine Milliarde Konten sind betroffen

Symbolfoto: © Klicker | pixelio.de

Erst vor kurzem hatte Yahoo ein Datenleck eingeräumt. Am Mittwoch teilte der Konzern mit, dass er erneut Opfer eines Hackerangriffs geworden ist, der noch viel größere Ausmaße hat. Es handelt sich um eine Attacke, die zwar schon drei Jahre zurück liegt aber eine rissige Dimension hat. Von einer Milliarde Yahoo-Konten wurden Informationen abgegriffen, teilte der Konzern mit. Im August 2013 wurden Namen, E-Mail-Adressen, Telefon-nummern, Informationen zu Geburtstagen und Sicherheitsfragen zur Feststellung der User-Identität gestohlen. Eine interne Untersuchung ergab, dass keine Passwörter oder Bank- und Kreditkartendaten abgegriffen wurden.

Es handelt sich um den größten Datenleck aller Zeiten. Experten für Internetsicherheit vermuten, dass hinter dem Angriff eine ausländische Regierung stecken könnte, weil die Drahtzieher es offensichtlich auf ganz bestimmte Personen abgesehen hatten.

Share

Terrormiliz IS hackt den französischen Fernsehsender TV5 Monde

Symbolfoto: © Klicker | pixelio.de

Symbolfoto: © Klicker | pixelio.de

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) kämpft nicht ausschließlich mit Waffengewalt: Mutmaßlichen Hackern des IS gelang es am Mittwochabend den französischen Fernsehsender TV5 Monde zu hacken und stundenlang lahmzulegen. Der Hackangriff begann am Mittwochabend um 22 Uhr und dauerte bis Donnerstagmorgen um 5 Uhr an. Die Angreifer hatten das Fernsehbild blockiert. Der Fernsehsender war gezwungen stundenlang in mehr als 200 Staaten ein schwarzes Bild auszustrahlen. Außerdem hatten die IS-Hacker zeitweise Kontrolle über die Internetpräsenz des Senders sowie die Facebook- und Twitter-Accounts. Beim Aufrufen der Facebook-Seite des Fernsehsenders TV5 Monde erschien im Titelbild der Schriftzug „Je suis IS“. Hierbei handelt es sich um eine Abwandlung des „Je suis Charlie“ Schriftzugs, der vor einigen Monaten weltweit verwendet wurde, um Solidarität mit dem durch Terroristen ermordeten Karikaturisten Charlie Hebdo und seiner Zeitung auszudrücken.

Die IS-Hacker verbreiteten auch Statusmeldungen mit Lebensläufen von ausschließlich französischen Soldaten über die sozialen Netzwerke. Die Terroristen drohten den Soldaten außerdem mit folgender Meldung: „Soldaten Frankreichs, haltet euch vom IS fern! Ihr habt die Chance, das Leben eurer Familie zu retten, nutzt sie.“ Dabei richtete sich die Propaganda ausschließlich gegen französische Soldaten, die sich zur Zeit gegen die Terrororganisation IS im Krieg befinden. Frankreichs Staatspräsident Hollande warfen die Hacker vor mit der Beteiligung an dem Militäreinsatz einen „unverzeihlichen Fehler“ begangen zu haben. Mehrere Stunden vergingen bis der Fernsehsender die Kontrolle über seine gestohlenen Facebook- und Twitter-Seiten in der Nacht zu Donnerstag wieder erlangte. Die Internetpräsenz von TV5 Monde war erst am Donnerstagmittag wieder aufrufbar. Nach dem Hackerangriff konnte der Fernsehsender zunächst nur Material aus den Archivbeständen senden, weil die Systeme der Sendergruppe „extrem beschädigt“ wurden. TV5 Monde entschuldigte sich am Abend bei seinen Zuschauern für die durch den Hackangriff entstandenen Unannehmlichkeiten. Die Redaktion des Fernsehsenders versicherte, dass die normale Arbeit so schnell wie möglich wieder aufgenommen wird. Der Chef von TV5 Monde sprach von einer in der Fernsehgeschichte beispiellosen Aktion. Er sprach von einem gezielten und mächtigen Cyberangriff auf seinen Sender.

Frankreichs Innenminister verurteilte die Attacke als „inakzeptablen Angriff auf die Informations- und Meinungsfreiheit“ in Frankreich. Er sagte der Redaktion seine volle Unterstützung zu. Am Donnerstagmorgen besuchte der französische Innenminister sowie der Außenminister den Sitz des TV-Senders in Paris. Der Innenminister sagte, dass Frankreich es mit entschlossenen Terroristen zu tun hat und Frankreich entschlossen sei diese ausnahmslos zu bekämpfen.

Vor drei Monaten sind Terroristen des IS in Frankreich ebenfalls gegen die Presse- und Meinungsfreiheit vorgegangen. Zwei Terroristen drangen in die Räumlichkeiten des beliebten französischen Satiremagazins „Charlie Hebdo“ ein und richteten dort ein Massaker an. Ein Komplize erschoss auf der Flucht eine Polizistin, nahm in einem jüdischen Supermarkt zahlreiche Geiseln und tötete vier von ihnen. Insgesamt kamen 17 Menschen ums Leben.

Share

Die CeBIT 2015 – Digitalisierung des Lebens

© Deutsche Messe

© Deutsche Messe

Auch in diesem Jahr fand in Hannover wieder die weltgrößte Computer-Messe „CeBIT“ statt. Vom 16.03. bis zum 20.03. präsentierten sich viele Unternehmen mit ihren Produkten, um sich potentiellen Kunden vorzustellen und diese für ihre Produkte zu begeistern. Eröffnet wurde die Messe am 15.03. im HCC, unter dem Leitthema „d!conomy“. Die Aussteller präsentierten eine Digitalisierung von Unternehmen, wie z. B. die permanente Vernetzung von Maschinen, Produktionsabläufen, Logistik und vielem mehr. Das Ziel der „Industrie 4.0“ ist eine Steigerung der Individualität, Effizienz und Flexibilität.

Was jedoch in der Industrie immer wichtiger wird, wird manchen Besuchern privat zu viel. So kam im Gespräch mit vielen Besuchern heraus, dass diese momentan den Überblick in der Digitalisierung verlieren. Die Angebote im Internet werden immer mehr und man wird förmlich mit Angeboten erschlagen.

Ein weiteres Highlight waren in diesem Jahr auch wieder die „CeBIT Global Conferences“, bei der unter anderem Sänger Peter Maffay, Whistleblower Edward Snowden und der berühmteste Hacker der Welt, Kevin Mitnick sprachen. In dem Gespräch zwischen dem Journalisten Glenn Greenwald und Edward Snowden wurde klar, dass das abgelehnte Asyl für Snowden keinen guten Eindruck hinterließ, Deutschland jedoch in einem politischen Zwiespalt stand. Im Vordergrund stand jedoch der Abhörskandal der NSA, die selbst keine Scheu davor nahmen, das Mobiltelefon der Bundeskanzlerin Angela Merkel abzuhören. Snowden berichtete im Interview, dass selbst das Weiße Haus zum Teil keine Kenntnisse in die Arbeit der NSA hätte. Dies bewies er durch eine offizielle Meldung der NSA, in der die Frage aufkam, weshalb das Telefon der Bundeskanzlerin abgehört wurde. Die Antwort war einfach: „Da uns der Auftrag erteilt wurde“, so das Schreiben.

Ebenfalls war in diesem Jahr wieder die Firma „GFT“ mit dem Innovationsprojekt „CODE_n“ anwesend. Bei dem Projekt wird ein Wettbewerb unter jungen Unternehmen mit innovativen Ideen ausgeübt. Vordergründig ist jedoch viel mehr, dass so versucht wird, dass die kleinen Unternehmen Investoren für ihre Arbeit finden. So fand zum Beispiel eine Zusammenarbeit des australischen Unternehmens „digitalkeys“ mit dem deutschen Unternehmen „SAG Schlagbaum“ statt, die durch ihre Entwicklung Türschlösser mit Hilfe von NFC öffnen können. Weitere Innovationen waren z. B. beheizbare Einlegesohlen und Schuhe, die sich über eine Smartphone-App steuern lassen. Die Einlagen lassen sich 500 Mal mit einem Mini-USB Anschluss aufladen.

Innovationen gab es natürlich auch außerhalb der „CODE_n“-Halle. So stellte die Universität Saarland unter anderem eine elastische Folie vor, die man sich auf die Haut legen kann und somit sein Handy steuern kann. So hätte der Nutzer die Möglichkeit sein Handy während einer Konferenz schnell stumm zu schalten, wenn das Handy klingelt. Ebenfalls stellte die Universität eine Displayfolie vor, die sich auf verschiedenste Materialien, wie zum Beispiel auf Holz, Papier oder Metall drucken lassen kann. Somit hat man ein flexibles Display, das sich auf viele Untergründe schnell drucken lässt.

Mit ca. 201.000 Besuchern hatte die Messe dieses Jahr einen Besucheranstieg von etwa 6%, wovon 92% Fachbesucher waren. Die „CeBIT Global Conferences“ besuchten in diesem Jahr knapp 4.800 Besucher, wobei sich über 100.000 Personen die Konferenzen live im Internet ansahen.

Unsere Bilder von der diesjährigen CeBIT findet ihr auf unserer Facebook-Präsenz (Hier).

Share