Razzia in der Türkei: Mehr als 1.000 Gülen-Anhänger wurden festgenommen

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

Nach dem Verfassungsreferendum in der Türkei wurden erneut Anhänger der Gülen-Bewegung festgenommen. Am Mittwoch wurden über 1.000 Gülen-Anhänger verhaftet, weil sie nach Angaben von Erdogan Terroristen sind und den Polizeiapparat unterwandert haben. Weitere 3.200 Personen werden per Haftbefehl gesucht. Der türkische Präsident Erdogan betrachtet die Anhänger als Terroristen, die für den Putschversuch im Juli letzten Jahres verantwortlich sind. Gülen selbst lebt im Exil in den USA und sagte, dass Präsident Erdogan den Putsch selbst inszenierte. Die Gülen-Bewegung wurde in der Türkei als Terrororganisation eingestuft und viele Mitglieder sind willkürlich verhaftet worden. Die Bundesregierung äußerte Bedenken gegen das Vorgehen der türkischen Regierung.

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Türkei-Spionage: Erdogan lässt Türken in Deutschland vom türkischen Geheimdienst bespitzeln

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Der türkische Geheimdienst MIT hat Informationen über Menschen in Deutschland gesammelt und die Namen an den Bundesnachrichtendienst übergeben. Auf der Liste befinden sich Personen, die angeblich der „Gülen-Bewegung“ zuzuordnen sind, darunter Vereine und Einrichtungen. Die Türkei hat die Liste am Rande der Münchener Sicherheitskonferenz übergeben. Der Wunsch der Türkei ist es, dass sie Unterstützung bei der Beobachtung der Personen erhalten. Nun ist das Gegenteil der Fall: Der Bundesinnenminister teilte mit, dass er auf alle Leute zugehen wird und sie warnen wird, weil sie auf der Liste namentlich erwähnt werden. Bei einer Einreise in die Türkei droht ihnen die Festname. Spionageaktivitäten auf deutschem Boden werden nicht geduldet, betonte der Innenminister.

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Verlängerung des Ausnahmezustands in der Türkei: 12.800 Polizisten wurden beurlaubt

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

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Der türkische Präsident Erdogan kündigte im Zusammenhang mit der Verlängerung des Ausnahmezustands, um drei Monate, weitere Säuberungen an. Am Montagmorgen wurde bekannt, dass 12.800 Polizisten beurlaubt worden sind. Unter ihnen befinden sich mindestens 2.500 Polizeichefs. Den Beamten wurden Verbindungen zur Gülen-Bewegung vorgeworfen. Seit dem gescheiterten Putschversuch wurden in der Türkei 100.000 Staatsbedienstete in Militär, Verwaltung, Polizei und Justiz entlassen – 32.000 von ihnen befinden sich im Gefängnis. Die türkische Opposition warf Erdogan und der türkischen Regierung in diesem Zusammenhang Amtsmissbrauch vor.

Die türkische Regierung macht nach wie vor, den in den USA lebenden Prediger Fethullah Gülen für den gescheiterten Putschversuch verantwortlich. Gülen selbst sagte, dass Präsident Erdogan den Putsch selbst inszenierte. Die Gülen-Bewegung wurde in der Türkei als Terrororganisation eingestuft und viele Mitglieder sind willkürlich verhaftet worden. Das Parlament muss der Verlängerung des Ausnahmezustands noch zustimmen. Die größte Oppositionspartei und die pro-kurdische Partei sind gegen eine Verlängerung um weitere drei Monate.

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Nach Putschversuch in der Türkei: Über 17.000 Menschen in U-Haft

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

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Seit dem gescheiterten Putsch in der Türkei wurden inzwischen mehr als 17.000 Menschen verhaftet, darunter 3.000 Soldaten. Erdogan kündigte an verstärkt gegen Anhänger der sogenannten Gülen-Bewegung vorzugehen. Mindestens 80 Prozent des Militärs sollen Schätzungen zufolge auf der Seite der Bewegung stehen. Seit dem Putschversuch ist auch die Zahl der Entlassenen und Suspendierten auf 81.500 Personen angestiegen. Der amerikanische Vizepräsident Biden reist am 24. August in die Türkei. Es ist der erste Besuch eines ranghohen Politikers aus dem Westen, seit dem gescheiterten Putschversuch. Die Beziehungen zwischen den USA und der Türkei sind angespannt.

Die Türkei verlangt von den USA die Auslieferung des Predigers Gülen, den sie als Verursacher und Drahtzieher des gescheiterten Putschversuchs ansehen. Der im Exil in den USA lebende Gülen wies diese Beschuldigung zurück. Die Türkei hat inzwischen offiziell einen Antrag auf die Auslieferung gestellt. Zehn verschiedene Straftatbestände wurden darin aufgeführt. Der 75-jährige Gülen erklärte, dass er nur dann in die Türkei zurückkehren wird, wenn ihn unabhängige internationale Ermittler für schuldig befänden. Er sagte auch, dass der Putschversuch von Präsident Erdogan inszeniert worden sein könnte, um das Land zu „säubern“. Nach dem gescheiterten Putsch-Versuch warf die Türkei dem Westen vor Terrorismus und Staatsstreiche zu unterstützen.

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Gülen-Bewegung: Deutsche wurde in der Türkei verhaftet

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

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Im Zuge der türkischen Festnahmen der vermeintlichen Unterstützer der Gülen-Bewegung und des Putschversuchs wurde erstmals eine deutsche Staatsbürgerin in der Türkei verhaftet. Der deutschen Staatsbürgerin wird in der Türkei vorgeworfen mit der Gülen-Bewegung in Verbindung zu stehen. Die deutsche Botschaft in Ankara versucht bereits seit Tagen vergeblich Kontakt zu der Frau herzustellen. Das Auswärtige Amt bestätigte die Festnahme. Der türkische Präsident geht nach dem gescheiterten Putschversuchs gegen die Gülen-Bewegung vor. Im Zuge dessen wurde die Deutsche vor wenigen Tagen festgenommen, weil bei ihr Bücher gefunden wurden, die auf Kontakte zu der Gülen-Bewegung hindeuteten. Die Deutsche soll schnellstmöglich konsularisch betreut werden. Die genaue Identität der Frau wurde bisher noch nicht bekanntgegeben. Es ist unklar, warum sie sich in der Türkei aufhielt.

Seit dem Putschversuchs im Juli wurden bis heute 58.611 Staatsbedienstete suspendiert. 25.917 Menschen wurden verhaftet und gegen 13.419 wurde ein Haftbefehl erlassen. Zusätzlich wurden die Reisepässe von 74.562 Personen für ungültig erklärt, um damit die Flucht von möglichen Verdächtigen zu verhindern, teilte Erdogan mit. Die Türkei wird die Säuberung mit aller Härte fortsetzen und auch gegen Geschäftsleute vorgehen (wir berichteten).

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